PR 3013
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Perry Rhodan Nr. 3013: Zielpunkt Ephelegon

Autor: Uwe Anton

Inhalt

"Shijar Himayatan" und "Leo Tibo" sprechen mit Buatier Mulholland über ein mögliches Bündnis zwischen Gongolis und der LFG. Der vermeintliche Epsaler gibt sich gegenüber Mulholland als Reginald Bull zu erkennen. Perry Rhodan hält seine wahre Identität weiterhin geheim. Bull bittet Mulholland, das Habitat so zu verlegen, dass sich sein Flaggschiff THORA unbehelligt von den anfliegenden cairanischen Augenraumern nähern kann. Mulholland kooperiert. Er informiert seine Gesprächspartner darüber, dass er im Besitz von Genmaterial der Kopfjäger Dancer und Schlafner ist. Es muss eine Beziehung zwischen den beiden und dem Planeten Novodoma im Svarogsystem geben.

Beim Ortswechsel des Habitats versucht jemand, eines der Triebwerke zu beschädigen. Leo Tibo soll den Vorfall zusammen mit dem Robotkonstrukteur Jeller Budentoj klären. Aufgrund unheilbaren Muskelschwunds trägt Budentoj stets ein Exoskelett. Mittels einer mit seinem Gehirn verbundenen Positronik kann er direkt auf andere Positroniken zugreifen. Auf diese Weise bewahrt er Leo Tibo davor, von umprogrammierten Robotern entführt zu werden. Die Sabotage des Triebwerks war nur ein Trick. Tibo sollte in einen Hinterhalt gelockt werden. Ein gewisser Kodax Moti wird als Saboteur identifiziert. Er gehört zu Mulhollands engerem Kreis. Tibo und Budentoj versuchen den Spieß umzudrehen und Moti eine Falle zu stellen. Die Aktion wird zum Debakel. Unschuldige sterben, Moti wird von Sicherheitskräften erschossen.

Rhodan und Bull wechseln zur THORA. Rhodan erhält einen Vitalimpuls-Tarner und hält eine Ansprache an die Besatzung. Am 17. Oktober 2045 NGZ trifft die THORA im Agnisystem ein, dem mit der BJO BREISKOLL vereinbarten Rendezvouspunkt. Dort warten acht Ladhonenraumer mit hochgefahrenen Waffen. Die THORA muss sich zurückziehen und steckt einen Treffer ein. Es wird angenommen, dass Dancer und Schlafner hierbei an Bord gekommen sind. Endlich kann sich die THORA doch noch mit der BJO treffen. Der Schlachtkreuzer dockt zur Weiterreise ins Ephelegonsystem an dem schnelleren Schiff an. Farye Sepheroa und einige Begleiter, darunter Zemina Paath, betreten die THORA. Bull kennt das Volk, dem Zemina Paath entstammt. Sie ist eine Thesan. Die Thesanit sollen am Raptus beteiligt gewesen sein, also jenem Ereignis, in dessen Folge Terra zu einem Mythos geworden ist.

Im Verlauf dieser Geschehnisse erhält Rhodan von Bull folgende Informationen zu den Geschehnissen der letzten 500 Jahre:

Der Weltenbrand wurde beendet, aber die Symptome sind mancherorts nur langsam abgeklungen. Teilweise hat sich der Prozess über Jahrhunderte erstreckt.
Von ES oder anderen Superintelligenzen hat man in all der Zeit nichts gesehen und gehört, Wanderer ist verschwunden.
Im Jahre 1614 NGZ ist es zum Raptus-Ereignis gekommen. Aus unbekanntem Grund sind Terra und Luna verschwunden. An ihrer Stelle sind der Planet Iya und der Mond Vira erschienen.
Einige Zeit später sind die Ladhonischen Scharen in der Milchstraße aufgetaucht, nicht lange danach die Cairaner. Letztere haben das Solsystem isoliert. Es befindet sich seit über 400 Jahren unter Verschluss - im Clausum.
Zu Posizid und Datensintflut ist es Ende des 18. Jahrhunderts NGZ gekommen. Möglicherweise haben die Aarus etwas damit zu tun, zumindest haben ihre Wurme die Milchstraße kurz danach verlassen.
Die Laren haben sich ebenfalls aus der Milchstraße zurückgezogen. Das der Milchstraße nächstgelegene Sternenportal wurde zerstört. Die anderen wurden stillgelegt. Es gibt also keine schnelle Verbindung mehr nach Larhatoon.
Vetris-Molaud hat vergeblich versucht, das Neue Tamanium nach Andromeda auszudehnen. Inzwischen ist er ein verlässlicher Partner der LFG, ebenso Rheelona tan Thanor, Priorrätin des Hochrates der akonischen Räterepublik.
Die Haluter-Pest wurde geheilt, doch 15.000 Haluter sind gestorben oder in die Unumkehrbarkeit gestürzt. Icho Tolot wurde eingebürgert. Er ist nun einer von zwei Stellvertretern des Residenten der LFG (das Amt des Solaren Premier wurde abgeschafft) und gilt als Wächter des Ephelegonsystems.
Opiter Quint leitet den Nachrichtendienst Ephelegon.

Rhodan meint, Bully sei nicht mehr der Alte. So glattzüngig und auf politisches Kalkül bedacht, wie er ihn auf Gongolis erlebt hat, kannte er seinen ältesten Freund bisher nicht.

J. Kreis, 18.05.2019


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Gastkommentare


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Hans Fallada (19.05.2019):

Bei diesem Roman hatte ich fest geplant, wieder in die EA einzusteigen und das habe ich getan.

Sehr schön, meine Lieblingsfigur Opiter Quint aus Genesis lebt also noch! Ich dachte zunächst, Rhodan stellt auch jetzt wieder nicht die richtigen Fragen, bei dem Treffen mit Bully, aber man sollte doch bedenken, daß 500 Jahre ein so langer Zeitraum sind - da kann man nicht mal schnell ein Briefing abhalten da enorm viel passiert ist.

Der Roman ist leidlich spannend wenn hier auch mal wieder bei Gefechten mit Robotern nicht bedacht wird, daß diese eben biologischen Lebensformen in Reaktionsschnelligkeit haushoch überlegen sein müssten.

Warum Kodax Moti statt paralysiert gleich erschossen wird - da fehlt ein kurzer Hinweis darauf, daß er z.B. einen Schutzschirm aufgebaut hatte, der nur durch Thermostrahler etc. geknackt werden konnte. Aber seis drum.

Ich hoffe, daß jetzt mal langsam der Zyklus in Fahrt kommt. Bulls neue Art erklärt sich von selbst: wer lange Zeit als Politiker tätig ist wird einfach so. Bin sehr auf die technologischen Fortschritte gespannt bei der LFG. Wahrscheinlich fliegen die jetzt mit Hawk-X-Konvertern. Gefechte im Linearraum sind eine gute Idee.


Peter Uwira (18.05.2019):

Showdown im Supermarkt! Im Vorfeld ist vermutet worden, dass es in diesem Roman endlich Aufklärung über die Vorkommnisse der vergangenen 500 Jahre geben könnte. Doch wie sagt Bull es so treffend? "Du wirst die Geschichte hören, aber nicht gerade jetzt." Überspitzt formuliert erfahren wir im wesentlichen nur, dass sich Bulls Persönlichkeit in 500 Jahren womöglich leicht verändert haben könnte und, dass Supermarktkassen in 3000 Jahren noch genau so funktionieren wie heute.

Interessant ist, dass Uwe Anton Begriffe wie "Scheernsting" aus Eschbachs eigenständigem Roman in die Erstauflage übernommen und damit zum Teil des Kanons gemacht hat.

Und auch wenn ich das Frankophile recht stimmungsvoll finde, frage ich mich natürlich, wer von den beiden „maîtres de stagnation“ noch nicht richtig aus seinem letzten Frankreich-Urlaub zurück ist.

"Es war ein fundamentaler Unterschied, ob die Superintelligenz wie schon so oft freiwillig ihre Mächtigkeitsballung verlassen hatte oder zwangsweise mit Thez das Universum hatte verlassen müssen." Bei solchen Sätzen fühl ich mich immer wie in einem sektiererischen SF-Kult. Der Weg von Thez zum Thetan ist ein kurzer.

Und übrigens: Sollte sich Bull tatsächlich nicht aufgrund von 500 Jahren Lebenserfahrung, sondern nur durch den Einfluss seines von Chaosmächten geprägten medizinischen Implantats verändert haben, würde das im Umkehrschluss heißen, dass auch alle anderen Träger von Zellaktivatoren, also sämtliche Hauptpersonen der Serie, fremdbestimmt sind.

Ich mag dem neuen Zyklus gegenüber ja etwas negativ eingestellt sein, aber Perrys diesbezügliche Aussage im Roman ist schon etwas hart: "Der Mythos Erde ist das perfide, niederträchtige Werk einer kranken Phantasie."