PR 3009
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Perry Rhodan Nr. 3009: Clan der Saboteure

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI fliegt durch einen gigantischen Schacht ins Innere des Werftplaneten Culsu. Das Schiff wird am Landeplatz mit Fesselfeldern verankert und ein vom Posbi Skedio-zwei angeführtes Inspektionsteam kommt an Bord. Skedio ist kooperativ, verlangt aber eine Gegenleistung. Es wird vermutet, dass eine Minorität abtrünniger Posbis im Untergrund gegen die Majorität arbeitet und womöglich einen Angriff vorbereitet. Da die Majorität den Renegaten bislang nicht auf die Schliche kommen konnte, soll Gucky mit seinen Parafähigkeiten helfen. Atlan willigt ein, denn er hat ohnehin keine Wahl - die schweren Schäden der RAS werden entweder auf Culsu repariert oder gar nicht. Daher geht er persönlich mit Gucky, Aurelia und der Positronikspezialistin Lerva Onteren auf Erkundung. Skedio stattet ihn mit Zugriffscodes aus. Währenddessen stürzen sich die Posbis gemeinsam mit den Fachleuten der RAS in die Arbeit. Es zeigt sich, dass Zemina Paath nicht gelogen hat. Ohne ihr Eingreifen wäre das Omniträgerschiff noch viel schwerer beschädigt worden. Skedio meint, eine Reparatur sei machbar.

Atlans Team stellt fest, dass im Inneren Culsus nicht alles so ist, wie Skedio glaubt. Die Gruppe begegnet einem gefährlichen semi-energetischen Pseudo-Oktopus, der nicht auf Skedios Codes reagiert. Außerdem werden die Ortungsgeräte aus unbekannter Quelle mit falschen Daten gefüttert, was dazu führt, dass bestimmte Bereiche Culsus praktisch nicht wahrgenommen werden können. Offensichtlich ergeht es der Posbi-Majorität genauso, so dass Skedios Fraktion gegenüber den Machenschaften der Minorität quasi blind ist. Atlans Extrasinn dagegen lässt sich nicht täuschen. Als Gucky mit Atlan zurück in die RAS teleportieren will, um Skedio hierüber zu unterrichten, tappt er in eine Parafalle. Also vollführt er eine Schmerzensteleportation, die Atlan wie seinerzeit beim Hooris-Stern bei vollem Bewusstsein erlebt. Der Arkonide will nun wissen, wer die Parafalle installiert hat. Da Skedio in der RAS unabkömmlich ist, trifft er sich mit dem Posbi Einserkolonne, einem Abgesandten der Majorität.

Einserkolonne wusste nicht einmal, dass es auf Culsu überhaupt Parafallen gibt. Der Posbi bittet um Entschuldigung. Atlan erhält Zugriff auf die höheren Sicherheitsebenen des globalen Netzwerks von Culsu sowie eine schwer bewaffnete Posbieskorte. Als sein Team in eine der geheimen Kavernen eindringt, greift die Minorität an, wird aber vertrieben. Es ist Gucky zu verdanken, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt. 1692 NGZ, 42 Jahre nach dem Einfall der ladhonischen Scharen, sind die Cairaner erstmals in der Milchstraße in Erscheinung getreten. Damals hat sich die Minorität abgeschottet, um ein streng geheimes Projekt zu realisieren: Die Konstruktion eines gigantischen Transitionstriebwerks zur Versetzung der Dunkelwelt. Im Verlaufe der Zeit ist die Minorität immer paranoider geworden und war irgendwann der Meinung, das Triebwerk sei ein Instrument zur Auslieferung der Posbis an die Cairaner. So ist der Clan der Saboteure entstanden. Durch dessen Aktivitäten wurde die Majorität zu der falschen Annahme gebracht, die Minorität wolle Culsu an die Cairaner ausliefern.

Am 25. September 2045 NGZ ist alles wieder in Butter. Die Missverständnisse sind beseitigt und die Fragmentierung der Posbis ist aufgehoben. Der Clan der Saboteure stellt seine Aktivitäten ein und schließt sich der Majorität an. Für Atlan bleibt nur eine Frage offen. Warum haben die Posbis so schreckliche Angst vor den Cairanern?

J. Kreis, 19.04.2019


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Gastkommentare


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Hans Fallada (23.04.2019):

Die Spekulationen von @Dr. Herbert Seufert sind wie immer sehr lesenswert. Die Chaotarchen ins Spiel zu bringen wäre einem Zyklus, der mit Band 3000 beginnt wohl mehr als würdig nachdem seit 2700 ja überdies noch zusätzliche Triviane Mächte eingeführt wurden (Atopisches Tribunal, INSTANZ).

Das bisherige Klein-Klein hat mich wirklich abgeschreckt. Ab Band 3013 kommt Bully endlich ins Spiel, genau da werde ich wieder einsteigen.

Die Cairaner sind einfach technologisch nicht mächtig genug um wirklich bedrohlich zu wirken, zumindest nicht mit ihren bisherigen Auftritten. Die Expokraten hätten ruhig beim vielzitierten Cantaro-Zyklus abschreiben sollen wo Rhodan und die Tarkan-Flotte bis Zyklusmitte ja eine Maus waren, die von einem Heer Katzen durch die Milchstraße gejagt wurden.

Das jetzige Szenario könnte so weitergehen: Rhodan enthüllt der Öffentlichkeit in der Galaxis die wahre Geschichte Terras, alle schließen sich zusammen und vertreiben die Cairaner.

Wäre ein schwacher Plot - ich hoffe inständig, daß da doch noch mehr kommt.


Herbert Seufert (20.04.2019):

——-
»Wäre ich Chaotarch und hätte das Ziel, eine ganze Galaxis unter Kontrolle zu bringen, und zwar eine Galaxis, die sogar dem Ansturm der Terminalen Kolonne widerstanden hat...

Dann würde ich Misstrauen und Zwietracht säen, wo ich kann, und das ganze Gebilde in immer kleinere, untereinander zerstrittene Parzellen zerlegen. Dann würde ich dafür sorgen, dass es in dieser Galaxis genau so aussieht, wie es unseren momentanen Eindrücken zufolge in der Milchstraße aussieht.

Misstrauen und Zwietracht, Perry!«

(Atlan zu Perry Rhodan, 9. September 2045 NGZ)
——

Das ist das Intro des Romans.

Was will uns das sagen?

Spielen die Expokraten und Leo Lukas mit gewissen Erwartungshaltungen der Leser an eine bekannte höhere Macht oder Machtgruppierung im Hintergrund der Geschehnisse?

Ist das ein erster Hinweis oder eine der vielen Serien-Pseudospuren ins Nichts?

Natürlich haben die Galaktiker den Chaotarchen mehrfach ins Handwerk gepfuscht.
Beim Herrn der Elemente V'AUPERTIR und seinem Dekalog-Lenkelement Kazzenkatt, bei der Rückführung des Frostrubins, beim Transfer Hangays von Tarkan nach Meekorah, gesteuert vom Chaotarchen XPOMUL und seinem Handlanger HEPTAMER. Natürlich beim in der Galaxis Dommrath abgestürzten Chaotender, dem 37. Zentapher, wo letztlich der "Architekt" Kintradim Crux, der Beauftragte XPOMULS endgültig zu Tode kam und die Reste des havarierten Chaotenders samt Nekrophoren von dem Kosmokratenroboter Cairol III vernichtet wurden.

Natürlich darf man nicht die Aktionen der Galaktiker und Terraner gegen 2 Negasphären vergessen: Die von Tare-Scharm und die von Hangay: Beide wurden verhindert und damit der Chaotarch XRAYN getroffen, diesem schlug Perry Rhodan zudem mit der Tötung des Chaopressors KOLTOROC ein wichtiges Machtinstrument aus der Hand.

Und letztlich kam man dem Chaotarchen CADABB in der Galaxis Orpleyd in die Quere, als die RT-Expedition diesem den Zugriff auf die Materiesenke KOSH entzog.

Berührungspunkte unserer Protagonisten mit den Chaotarchen gibt es genug, den chaotarchisch geprägten geprägten Bull-Aktivator nicht zu vergessen.

Allerdings wurden die Chaotarchen bisher nicht zwingend als primär bösartig und rachsüchtig geschildert, die Aktionen der Kolonne Traitor waren eher effizienzgesteuert, das Maximale mit logischem Handeln erreichen.

Abzug der Kolonne nach Verunmöglichung der Zielerreichung des Negasphärenbaus.

Rache war da bisher eher keine echte Kategorie, sondern wurde wohl als sinnlose Kräftevergeudung gesehen. Einfach als sinnloser, nicht zielführender Aktionismus.

Natürlich könnten sich die Chaotarchen auch Terras als Heimat kompetenter künftiger Mitstreiter versichert haben. Terra im Irgendwo oder Irgendwann als neue Basis der Chaosmächte?
Vielleicht sogar im Jenseits der Materiequellen und -senken?

Zemina Paath könnte der gegenhaltenden Kosmokratenfraktion angehören!

Zumindest die Posbis schildern, dass der Posizid und die große Verwirrung erst mit den Cairanern in die Milchstraße kamen. Das wäre ab 1692 NGZ.
Ist dies der einzige Hintergrund der Furcht der Posbis vor den "Konsuln der Milchstraße"?

Vermutlich erfahren wir erst im Ephelegon-System etwas mehr.
Dort soll es ja den "unverwundbaren Riesen" geben:
Wer oder was ist das?
Ein Sporenschiff, eine Kosmokratenfabrik, ein Chaotender?


Peter Uwira (20.04.2019):

Wie mag wohl das Exposé für diesen Roman aussehen? Sollte es sich im wesentlichen auf den Plot beschränken, ist es vermutlich recht kurz:

"Als Gegenleistung für die Reparaturen an der RAS TSCHUBAI soll bei den Posbis Jagd auf soziale Abweichler gemacht werden. Dabei kommt es zur Aufdeckung eines großen Geheimnisses, das von den Posbis treffend als "Großes Geheimnis" bezeichnet wird."

Na, Lukas! Mach da mal was draus!

Eigentlich ist die "Vervollkommnung der Verlangsamung" im übergreifenden Handlungsbogen des Zyklus für mich gar kein so großes Problem. Das ist mir immer noch lieber, als wenn über hunderte von Bänden mysteriöse Rätsel aufgebaut werden, die dann in banalen Enthüllungen enden. Dieser Roman schafft es aber leider, genau diese Unart, welche die Serie momentan als Ganzes betrifft, auch innerhalb eines einzelnen Romans durchzuziehen.

Da gibt es unentwegt geradezu psychoanalytische Anspielungen auf das geheime Privatleben der Posbis und ein tief vergrabenes dunkles Geheimnis im innersten und nicht zugänglichen Kern des Planeten (also gewissermaßen dem Kollektiven Unbewussten), und dann entpuppt sich diese tabuisierte Angelegenheit im großen Finale als Triebwerkshalle! (Aber wenigstens kommt das Wort Trieb darin vor.)

Zum Glück verwöhnt uns Leo Lukas stets mit vielen kleinen Extras, wie beispielsweise der "Provokativen Therapie" (http://www.provocativetherapy.com/), wodurch der Roman dann letztlich doch noch ein Vergnügen ist.

Dass aber ausgerechnet Guckys "besonders distanziertes Verhältnis zur Sexualität" uns Lesern den Zugang in die Bereiche mit strengstem Jugendverbot versperrt, wird das Klischee des infantilen Plüsch-Gucky nicht gerade schwächen.


Herbert Seufert (19.04.2019):

Ich hatte mit meinem Kommentar zum Vorgängerband nicht gänzlich recht:

"Action" gab es im vorliegenden Heft nur beschränkte und als Abschluss beginnt die Reparatur der RT nicht erst, sondern sie hat schon begonnen.

Naja, tendenziell lag meine Prognose trotzdem richtig:
Es geht nur sehr bedingt weiter.

Spannungsfaktor fast Null.

Nun, wir wissen jetzt aus der Heftreihe den Zeitpunkt des Auftauchens der Ladhonen und den der Cairaner in der Milchstraße bzw. den Zeitpunkt deren offenen Auftretens.

Demzufolge etabliert sich die «Cairanische Epoche» seit 353 Jahren.
140 Jahre nach dem Weltenbrandstart.

98 Jahre nach dem Ekpyrosisbeginn schon kamen die Ladhonen in die Milchstraße, in der Eastside.

An diesen Zahlangaben merkt man, dass die PR-Exposéredaktion nicht konklusiv arbeitet:

Aus den Romanen der Reihe "Die verlorenen Jahrhunderte" wissen wir, dass kräftige Nachwirkungen des Weltenbrands noch 1622 NGZ existent waren, also vermutlich auch noch um 1650 NGZ, als die Ladhonen aufkreuzten.

1851 NGZ ist der Weltenbrand abgeklungen, Cairaner und Ladhonen waren noch nicht existent und Terra war noch kein Mythos ("Die Leben des Blaise O'Donnell").

Das passt absolut nicht zu den neuen Daten!

Oder es gibt 1000 Wahrheiten!

Oder die Reihe "Die verlorenen Jahrhunderte" war freie Phantasieschreibe, denn zwischen der Angabe 1692 NGZ und 1851 NGZ liegen 159 Jahre.

Wer weiß das bei der heutigen Neigung der Perry Rhodan-Macher zu teils groben Defiziten in der Stimmigkeit schon?