PR 3006
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Perry Rhodan Nr. 3006: Halbraum-Havarie

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Perry Rhodan hat noch eine Woche Zeit bis zum Rendezvous mit den NDE-Geheimagenten Cyprian Okri und Kondayk-A1. Erst dann wird er erfahren, ob Reginald Bull bereit ist, ihn in der Zentralgalaktischen Festung im Ephelegonsystem zu empfangen. Zuvor möchte Rhodan einen Blick "aus der Nähe" auf das Solsystem werfen, ohne riskieren zu müssen, dass die Cairaner ihn beziehungsweise seinen Zellaktivator orten. Deshalb fliegt er mit der BJO BREISKOLL in Richtung Wegasystem. Im Linearraum wird der Schlachtkreuzer von einem schlauchartigen Energiebündel unbekannter Herkunft umhüllt und kann selbst dann nicht in den Normalraum zurückkehren, als der Überlichtantrieb abgeschaltet wird. Ein zwölf Meter langer, bis zu 2,5 Meter dicker Wurm, der in Wahrheit aus hunderttausenden Einzelwesen besteht, durchdringt die Schiffshülle und bohrt sich zielstrebig in Richtung Zentrale vor. Die Kreatur ist von einem Energiefeld umgeben, welches jegliche Materie desintegriert und Strahlwaffenbeschuss absorbiert. HÜ- und Prallschirme bieten nur begrenzten Schutz.

Als klar wird, dass der Wurm es auf Rhodan abgesehen hat, stellt sich der Terraner. Er wird prompt verschlungen. Den Siganesen Sholotow Affatenga trägt er in seinem SERUN bei sich. Der Wurm verzichtet darauf, weitere Zerstörungen anzurichten. Stattdessen bedient er die Schleusenkontrolle eines Hangars mit einem Pseudopodium und verschwindet in der Linearraumvakuole. Wenig später dringen zwei weitere Würmer in die BJO ein. Diese verhalten sich weit weniger rücksichtsvoll. Einer sorgt für großmaßstäbliches Chaos und macht Jagd auf Menschen, der andere scheint die Absicht zu haben, das Lineartriebwerk zu zerstören. Diesen schaltet Donn Yaradua mit seiner Metabolistenfähigkeit aus. Der Gigant zerfällt in unzählige kleine harmlose Einzelwesen. Spätestens jetzt zeigt sich, dass die Würmer gesteuert werden, denn ein Oxtorner springt ins Freie. Er flieht und wird von Wurm Nr. 2 aufgenommen. Dieser wird mit Paratronfeldern eingekesselt.

Rhodan findet sich im onryonischen Raumvater AUCBURN wieder. Er wird entwaffnet und in eine Zelle gesperrt. Tenga bleibt unbemerkt. Rhodan erfährt, dass die Wurmwesen als Deccar bezeichnet werden. Sein Entführer wurde von einem Terraner namens Klingsor Too gesteuert. Kommandant Occnar Saddoryc bezeichnet sich und seinesgleichen als On-Piraten. Rhodan erfährt, dass sich Saddoryc von den Cairanern eine ViTraf (Transfusion von Vitalenergie) als Lohn für die Gefangennahme Rhodans erhofft. Dessen Identität soll durch eine Untersuchung bestätigt werden. Sobald Rhodan in der Medoabteilung angekommen ist, greift Tenga ein und befreit ihn. Der Siganese hat bereits herausgefunden, dass sich die Schiffe der Onryonen mittels der On-Permanenzgeneratoren (Permanenter) unbegrenzt im Linearraum aufhalten können. Auf diese Weise konnten sich die Onryonen dem Weltenbrand entziehen. Einige Terraner haben sich ihnen seinerzeit angeschlossen. Die Vakuole, in der die BJO gefangen ist, wird von einem Permanenter erzeugt. Der Cairaner Paroshat Klaik, ein Abgesandter des Konsuls Aiharra Haio, kommt an Bord. Er hat eine ViTraf-Probe dabei.

Rhodan rüstet sich neu aus und sabotiert den Permanenter. Bei dieser Aktion wird Tenga mit einer tödlichen Dosis eines Nervengifts außer Gefecht gesetzt. Rhodan versucht Too zur Kooperation zu zwingen, kann sich die Mühe allerdings sparen, denn der Terraner ist NDE-Agent. Seinen Angaben zufolge suchen über 100 Raumer der On-Piraten im Auftrag der Cairaner nach Rhodan, wobei sie besondere Ortungsgeräte einsetzen, mit denen die Zielperson sogar im Linearraum ausfindig gemacht werden kann. Während Too mit seinem Deccar für Ablenkung sorgt, entwendet Rhodan die ViTraf-Probe und setzt sie zu Tengas Heilung ein. Sodann fliehen alle drei mit dem Deccar zur BJO. Die Piraten versuchen den Wurm aufzuhalten. Dieser und die BJO stürzen unkontrolliert in den Normalraum. Das ist zuviel für den Deccar; er stirbt. Rhodan und Too erreichen die BJO wohlbehalten. Der Kreuzer flieht per Transition, doch inzwischen hat der vom Oxtorner gelenkte Deccar neue Befehle von der AUCBURN erhalten. Er absorbiert so viel Energie, dass er zur Bombe zu werden droht. Mit vereinten Kräften machen Too und Yaradua den Oxtorner unschädlich. Der Deccar kann aus der BJO bugsiert werden, aber Too und die ursprüngliche Lenkerin können den Wurm nicht rechtzeitig verlassen. Sie sterben bei der Explosion.

Vier Tage später, man schreibt den 7. Oktober 2045 NGZ, sind die meisten Schäden in der BJO repariert. Für den Weiterflug zur Wega bleibt nun nicht mehr genug Zeit. Das Schiff kehrt ins Agnisystem zurück.

J. Kreis, 30.03.2019


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Peter Uwira (30.03.2019):

Uwe Anton schreibt: "Die Onryonen wollten (Rhodans) Identität bestätigen. Wenn er der war, für den sie ihn hielten, sollte er wegen seines Zellaktivators den Biss unbeschadet überstehen. Eine einfachere Möglichkeit gab es nicht."

Es gibt sehr wohl eine einfachere Möglichkeit, denn im Jubiläumsband 3000 ist von sogenannten Mentaltastern die Rede, welche über Lichtjahre hinweg die ÜBSEF-Konstanten orten können. Und diese Geräte scheinen auch vorhanden zu sein, denn Anton schreibt weiter: "Dazu haben die Cairaner den Onryonen spezielle Ortungsgeräte überlassen, mit deren Hilfe (ein) Zellaktivator im Linearraum geortet werden kann."

Hans Fallada schreibt im Gastkommentar zu #3005:
"Was mir auffällt, es geht bei NEO momentan u.a. um Die Bestien und da taucht jetzt auch so einer mit Symboflexpartner in der EA auf. Frage mich ob das Absicht oder Zufall ist? Könnte sein, daß die Expokraten sich Anregungen bei der Schwesterserie holen was bei Lesern die beide Serien verfolgen für Verwirrung sorgen könnte."

Im aktuellen NEO (#196) kommt ein Planet mit einer stark elliptischen Bahn vor, was zur Folge hat, dass es immer nur kurze Phasen blühenden Lebens gibt, also genau dasselbe Konzept, das in DERSELBEN Woche auch in der Erstauflage behandelt wird (#3005). Zeitgleich wurden in beiden Serien auch Dunkelwelten, negative Aspekte der Unsterblichkeit und Doppelgänger-Klone von Perry Rhodan thematisiert. (Wenn man beide Serien gleichzeitig las, hatte man es in letzterem Fall also gleich mit vier Perrys zu tun!)

Die erste Hälfte von NEO 196 zieht sich übrigens wie ein Strudelteig, was vielleicht auch daran liegt, dass sämtliche Hauptprotagonisten geistig angegriffen sind. Perry zum Beispiel ist dermaßen lädiert, dass es zu folgendem bemerkenswerten inneren Monolog kommt: "Ein Wort wiederholte sich immer wieder, das ich als 'Gorwall' verstand. Wahrscheinlich bedeutete das 'Arschloch' oder so ähnlich." Das fand ich dann wieder recht amüsant.