PR 3005
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Perry Rhodan Nr. 3005: Wiege der Menschheit

Autor: Andreas Brandhorst

Inhalt

Von den NDE-Agenten hat die Besatzung der BJO BREISKOLL den Zugangscode für den Hyperfunkverkehr einer terranischen Explorerflotte mit Basis im Ephelegonsystem erhalten. So konnten Funksprüche aufgefangen werden, in denen davon die Rede ist, die Wiege der Menschheit sei gefunden worden. Allerdings ist damit offenbar nicht Terra gemeint, sondern Tellus, ein Planet im Rheiasystem. Seine Umlaufbahn führt ihn so weit vom Zentralgestirn fort, dass er fast 3000 Jahre lang unter einem Eispanzer ruht. Auf Tellus ist während des Dolan-Kriegs ein kleiner Stützpunkt des Solaren Imperiums errichtet worden. Aktuell beginnt die ca. 400 Jahre andauernde Phase, während der das Leben auf Tellus aus dem Winterschlaf erwacht. Da Rhodan ohnehin erst in vier Wochen erfahren wird, ob ein Treffen mit Reginald Bull möglich ist, nimmt die BJO BREISKOLL Kurs auf diesen Planeten. Der terranische Explorer NEY ELIAS, ein Schiff der neuen GALILEI-Klasse, ist ebenfalls dorthin unterwegs. Kontakt mit der Kommandantin Amma Vargas wird hergestellt. Nachdem die Besatzung des Explorers die Tatsache verdaut hat, dass man es mit Perry Rhodan zu tun hat - für die Terraner des 21. Jahrhunderts NGZ eine Gestalt aus der Legendenwelt - darf der Zellaktivatorträger in Begleitung von Donn Yaradua und Sholotow Affatenga mit der NEY ELIAS nach Tellus fliegen. Gesicherte Informationen über die Geschehnisse der letzten 500 Jahre sind von der Besatzung der NEY ELIAS aufgrund des Posizids und der Datensintflut nicht zu erhalten. Beides wurde von den Aarus verursacht, jedenfalls behaupten das die Cairaner.

Die Nachricht über die Entdeckung der angeblichen Wiege der Menschheit kommt von den Shenpadri. Diese weiß gefiederten Schlangenähnlichen betätigen sich überall in der Milchstraße als Archäologen und Historiker. Ruinenhüter Shanlud, dessen Schiffe im Rheiasystem aktiv sind, zeigt den Terranern, was er gefunden hat: Die Ruinen von Terrania City. Die Metropole ist noch größtenteils von Eis bedeckt. Die Shenpadri sind dabei, die Stadt mit Thermostrahlern freizulegen. Sie freuen sich über ihre sensationelle Entdeckung und planen die Einrichtung eines planetaren Museums. Zahlreiche Statuen Perry Rhodans aus Terkonitstahl sind überall in der Stadt zu finden. Einige davon zeigen ihn als Gewaltherrscher. Die Altersdatierung von Materialproben der Gebäude und Statuen legt nahe, dass dies wirklich Terrania City ist (die Proben sind ca. 3000 Jahre alt), aber in der Stadt, an die Rhodan sich erinnert, hat es solche Statuen nie gegeben. Kurz nach Rhodans Ankunft stoßen die Shenpadri auf den Stützpunkt des Solaren Imperiums. Im Gegensatz zu Terrania City liegen hier Tote; mumifiziert und mit Wunden, die darauf schließen lassen, dass diese Menschen im Nahkampf gestorben sind. Die Zentrale ist völlig zerstört. Der Verantwortliche wird bald gefunden. Es ist ein Zweitkonditionierter, der Schwingungswächter Rar Eln - und er ist noch am Leben.

Der Zweitkonditionierte hat bisher wie erstarrt in einem von ihm selbst geschlagenen Loch gestanden. Jetzt beginnt er sich zu bewegen. Er attackiert Rhodan, stapft dann aber davon, ohne dem Terraner etwas zu Leide zu tun. Mehrere Shenpadri erkranken, später auch Besatzungsmitglieder der NEY ELIAS. Donn Yaradua erkennt, dass ihr metabolisches System durch die Sporen der wiedererwachenden Flora des Planeten beeinflusst wird. Der Planet muss evakuiert werden. Donn Yaradua hilft den Erkrankten nach (Para-)Kräften. Dabei stellt er fest, dass in den Köpfen der Shenpadri etwas sitzt, das eine andere Zellstruktur aufweist als der restliche Körper. Ein fremdes Organ oder Implantat? Währenddessen setzt der Galakto-Archäologe Felix Ghiss, ein Besatzungsmitglied der NEY ELIAS, heimlich eine Hyperfunkmeldung an die Cairaner ab und meldet, er habe Perry Rhodan identifiziert. Tenga, der den Mann beobachtet hat, betäubt den Verräter mit einem Nadler. Immer mehr Fahrzeuge und Geräte werden von einer fremdartigen Energie blockiert. Donn Yaradua meint, dass die Wirkung der Sporen durch einen Fremdeinfluss verändert wurde. Die Quelle der fremden Energie, ein zehn Meter hohes leuchtendes Oval, kann tief unter dem Eis geortet werden. Dort befindet sich auch der Zweitkonditionierte. Er geht sofort zum Angriff über, als Rhodan und dessen Begleiter eintreffen. Donn Yaradua beeinflusst den Symboflexpartner des Schwingungswächters. Rar Eln wird friedlich. Das Oval nimmt ihn in sich auf.

Lichtpunkte lösen sich von dem Oval und erzeugen eine Gestalt, die sich selbst als Exta bezeichnet und nur ein kleiner Teil eines Kollektivwesens ist. Es bedankt sich bei den Besuchern für seine Befreiung aus der Gewalt des Symboflexpartners. Das Lichtwesen ist seinerzeit zu spät gekommen, um die Besatzung des SI-Stützpunkts vor Rar Eln zu schützen. Es hat die Zeit für ihn angehalten, um wenigstens die Kommandantin Betty Anne Longfield zu retten. Die Frau hat sich damals in einen Hibernationstank gelegt, doch dessen Energieversorgung hat irgendwann versagt. Jetzt soll der Zweitkonditionierte zu einem Hüter des Lebens werden. Das Exta hat unabsichtlich auch die Sporen verändert. Damit ist es jetzt vorbei. Rhodan erfährt, dass das Kollektivwesen nach "der Gloriosen" sucht und bald aufbrechen wird, um die Suche fortzusetzen. Nähere Informationen dazu erhält der Terraner nicht. Das leuchtende Oval fliegt ab. Die Verhältnisse auf Tellus normalisieren sich.

Ein cairanisches Schiff erscheint im System. Man initiiert ein Täuschungsmanöver. Die Cairaner sollen glauben, die NEY ELIAS habe eine Space-Jet mit Perry Rhodan an Bord abgeschossen. In Wahrheit kehren Rhodan und seine Begleiter mit einer LAURIN-Jet, die der NEY ELIAS nach Tellus gefolgt ist, zur BJO BREISKOLL zurück.

J. Kreis, 23.03.2019


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Peter Uwira (24.03.2019):

Will man uns etwas mit der 3000 sagen? Ein Planet, der nur alle 3000 Jahre lebensfreundliche Bedingungen bietet. Ruinen, die ebenfalls 3000 Jahre alt zu sein scheinen. Der Zeitsprung von Band 3000(!) beträgt aber nur an die 500 Jahre. Es handelt sich also um das alte Terrania City aus der Frühzeit des Solaren Imperiums und nicht das der Handlungsgegenwart des letzten Zyklus?

Ruinen der verschollenen Erde auf einem anderen Planeten zu finden hat mich für ein paar Momente gepackt. Dann allerdings wurde ich mir wieder der dys-chronen Scherung bewusst, mit der sich ohnehin jegliches Gefühl für Realität aus der Serie verabschiedet hat.

In den "Sechs Fragen" (https://www.proc.org/sechs-fragen-an-andreas-brandhorst-zu-seinem-pr-roman-3005-mit-spoilergefahr-samt-fuenf-fragen-zu-seinen-drei-buechern-die-2019-erscheinen/) bezieht sich Andreas Brandhorst auf seine Perry-Prägung durch die frühen Romane. Dem haben wir vermutlich den Auftritt der geläuterten Bestie zu verdanken, aber vor allem das Finale mit einem für die Kindheit der Serie typischen "super-schlauen" Täuschungsmanöver. Mit diesem hölzernen Dialog sollen die Großmeister der galaxis-weiten Geschichtsfälschung getäuscht werden?!

Was kommt da noch auf uns zu? Nur neun Bände nach der Dakkar-Havarie (2997) droht jetzt die Halbraum-Havarie (3006). Hoffentlich ist der Titel nicht wieder Programm. Der Doppelband 2995/97 war wirklich kein Vergnügen, wobei Uwe Anton aber nur ein Teil der Schuld trifft. Leider hatten die beiden Exposé-Autoren nicht die menschliche Größe, ihre völlig banalen Auflösungen jahrelang aufgebauter Mysterien selbst zu verfassen.

Dass Uwe Anton aber immer noch geistreich und witzig schreiben kann, beweist er zum Beispiel im aktuellen Corona Magazin:
http://corona-magazin.de/wp-content/uploads/2019/03/cm022019_pdf.pdf


Hans Fallada (23.03.2019):

Ich war am Mittwoch nachdem ich von meinem Kurs in Frankfurt (hab jetzt zwei von sechs Monaten absolviert) zurück war in der Bahnhofsbuchhandlung in Darmstadt und habe die letzte Seite des Romans gelesen, da stand so etwas wie 'Tellus hat seine Geheimnisse behalten.' - oh nein dachte ich, schon wieder keine Paukenschläge sondern Krümel die man vorgesetzt bekommt und dann hab ich mir den aktuellen Band von NEO stattdessen geholt. Im vorherigen Band 195, den ich grade lese, gibt es sogar gleich eine für mich interessante Nebenfigur. Ein Rausschmeißer in einem Animierschuppen in Terrania rettet eine Tänzerin vor einer Vergewaltigung und der Autor bringt einen lapidaren Nebensatz "(...) wo er mit seinem männlichen Partner zusammenlebte." NEO ist ganz offenbar im 21. Jh. angekommen. Genau sowas wünschte ich mir für die EA. Meine eMail-Konversation dazu mit Michelle Stern war teils unterirdisch...

Ich entscheide jetzt von Woche zu Woche ob ich mir ein Heft hole oder nicht und steige dauerhaft bei NEO ein.

Was mir auffällt, es geht bei NEO momentan u.a. um Die Bestien und da taucht jetzt auch so einer mit Symboflexpartner in der EA auf. Frage mich ob das Absicht oder Zufall ist? Könnte sein, daß die Expokraten sich Anregungen bei der Schwesterserie holen was bei Lesern die beide Serien verfolgen für Verwirrung sorgen könnte.

Anhand deiner Zusammenfassung denke ich jetzt auch, daß Rhodan in einem Paralleluniversum angekommen ist. Ein zweites Terrania mit Statuen die ihn als Diktator zeigen... das kann es unmöglich in der echten Milchstraße gegeben haben. Das wird vermutlich auf eine galaktische Schnitzeljagd hinauslaufen während der Perry Mosaiksteinchen zusammensetzen muss. Nicht grade prickelnd wie ich finde. Mir wäre es derzeit wirklich nach einem neuen Cantaro-Zyklus mit Raumschlachten und Hetzjagden durch die halbe Galaxis. Könnte noch kommen aber bis jetzt ist das ein wirklich lauwarmer Zyklusanfang.