PR 3002
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Perry Rhodan Nr. 3002: Die Kriegsschule

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Der Siganese Sholotow Affatenga, genannt Tenga, liebt Pralinen und ist der beste Saboteur der RAS TSCHUBAI. Mit seinem 58 Zentimeter langen Spezialschiff SCHOTE infiltriert er den Ladhonenraumer POD-2202, zu dem die entführten Olubfaner transportiert worden sind. Die BJO BREISKOLL folgt den Ladhonen unbemerkt. Diese verhalten sich, als hätten sie keine Verfolgung zu befürchten, obwohl am Ort ihrer Missetat drei cairanische Augenraumer materialisiert sind. Die POD entfernt sich nie weiter als 20 Lichtjahre von Ollfa.

Die POD-2202 ist ein Ausbildungsschiff, in dem Rekruten (Maate) durch extrem harten Drill auf ihr künftiges Kriegerdasein vorbereitet werden. Zusätzlich werden sie durch verschiedene Hormone beeinflusst. Tenga kapert einen ladhonischen Nanoroboter, dessen Datenspeicher Informationen über den Aufbau der POD enthält. Der Siganese greift ein, als der Maat Adh Arradhu während eines Trainingseinsatzes infolge der Fehlfunktion eines Roboters in Lebensgefahr gerät. Er gibt sich dem Ladhonen zu erkennen. Arradhu - der Sohn des stellvertretenden Kommandanten der POD - verrät seinen Retter nicht. Dennoch wird die SCHOTE entdeckt und gejagt.

Als Tenga die Olubfaner (darunter Onigboia, ein Besatzungsmitglied der GLUTOBAT III) kontaktiert, vertrauen diese ihm zunächst nicht. Sie hatten ohnehin gerade vor, einen Ausbruchsversuch zu wagen. Prompt greifen Ladhonen an und paralysieren die Gefangenen. Die POD führt einen riskanten Testflug in der Nähe eines Schwarzen Loches durch. Die Ladhonen sind also beschäftigt. Tenga kann unbehelligt Bomben legen und Hormonbehälter manipulieren. Durch die Explosionen und die Hormonbeeinflussung werden die Ladhonen weiter abgelenkt, so dass Tenga die Olubfaner befreien kann. Er erfährt, dass sich die Ladhonen insbesondere für Implantate der Olubfaner aus cairanischer Fertigung interessieren, die als Organoide bezeichnet werden.

Die BJO BREISKOLL nimmt die Olubfaner auf. Tenga hat es mit den Bomben etwas zu gut gemeint - ein Energiespeicher droht zu explodieren und die POD in den Untergang zu reißen. Das teilt Arradhu dem Siganesen per Funk mit. Die BJO BREISKOLL zieht die POD aus der Gefahrenzone und trennt den Energiespeicher aus dem Schiff heraus. Arradhu bedankt sich bei Tenga. Später erhält der Maat eine offizielle Belobigung für die Rettung des Schiffes.

J. Kreis, 28.02.2019


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Gastkommentare


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Herbert Seufert (02.03.2019):

Ich gestehe, mein Kommentar ist nicht ganz fair, da ich den Thurner-Roman nur diagonal gelesen habe.

Obwohl ich den Autor sonst sehr schätze.
Aber das Exposé machte ihm inhaltlich wohl nicht mehr möglich.

Relevante Erkenntnisse für die Großstory gab es nicht und der siganesische Pralinenaficionado Tenga hat mich persönlich genervt.
Nun, wir haben ein paar Blicke auf die Ladhonen geworfen, die nach eigener stolzen Aussage durchtriebensten und rücksichtslosesten Piraten der Milchstraße in der «Cairanischen Epoche».
Was diese über die Zeit nach dem Weltenbrand und ihre Gegner, die Cairaner, wissen, ist unklar.
Jedenfalls scheinen sie letztlich mit diesen «Konsuln der Milchstraße» nicht auf Augenhöhe zu sein.

Wann nach dem Weltenbrand sind Cairaner und Ladhonen in der Milchstraße aufgetaucht?

Beide Seiten sind keine irgendwie in der PR-Historie Erinnerungsanklänge erzeugenden Wesen, somit neu eingeführte Völker.

Woher kommen sie und was lockte sie in unsere Galaxis?

Natürlich ist von 1552 bis 2045 NGZ eine lange Zeit, doch relativ kurz für die beherrschende Etablierung eines neuen milchstraßenweiten Machtsystems.

Kamen die Ladhonen zusammen mit den Cairanern oder ist dies ein zufälliges oder gar zeitversetztes Zusammentreffen auf der hiesigen galaktischen Bühne.

Wie ist das Verhältnis zu den neuen autochthonen Machtblöcken in der Milchstraße?

Von wem wird der Machtprozess gesteuert? Gar von uns bekannten Galaktikern? Oder von einer der Figuren der PR-Historie im Off.

Haben die Cairaner mit dem Verschwinden Terras kausal zu tun und mit der galaxisweiten Memoerratik?

Oder haben sie «nur» darauf reagiert?

Was sind die Machtmittel?
Welches technologische Niveau haben wir hier vor uns?

Nichts davon wissen wir schon jetzt.
Im Moment tappen wir wohl länger im Betschidenmodus.

Bis dato sind die Cairaner für mich die Onryonen 2.0 und werden per se gegen Zyklusende allenfalls noch eine begleitende Rolle in der Hauptauseinandersetzung spielen.

Momentan denke ich, dass wir uns mit der Handlungsebene nicht in einer natürlichen Realität befinden.

Knapp 500 Jahre sind auf einem Planeten eine lange Zeit, in Bezug auf die komplette technische und machtpolitische Realitätsänderung einer ganzen Galaxis aber verdammt kurz. Es müsste unter natürlichen Bedingungen immer noch viele «Inseln» eines realitätsnahen Blicks auf die echte galaktische Historie geben.

Sind wir bspw. in einer Pararealität in der Terra und Luna nie aus dem Neuroversum zurückgekehrt sind, sondern nur das restliche Solsystem? Oder haben evtll. Falschpsiqs die reguläre Wirklichkeitsentwicklung umgebogen?

Mal sehen, wo man expokratisch hinwill?


Peter Uwira (02.03.2019):

"Full Metal Jacket"-Schikanen im All. Typische Thurner-Underdogs, die sich trotz ihrer Einschränkungen durchsetzen. Solide, mit dem Herz am rechten Fleck, steht dieser Roman für mich allerdings im Schatten der lange erwarteten Andreas Eschbach Veröffentlichung.

Als "Scheernsting" die ersten Perry Rhodan Romane schrieben, lag der Handlungszeitpunkt 10 Jahre in der Zukunft, und die beiden hatten damit zwar das Datum der ersten Mondlandung erstaunlich gut erraten, sich aber ansonsten nicht darauf eingelassen, beispielsweise Namen realer Persönlichkeiten, von denen man vermuten konnte, dass sie eine Dekade später noch relevant sein würden, in den Romanen zu verwenden.

Während nun in NEO der Erstkontakt mit den Arkoniden erst im Jahre 2036 stattfindet (also in einer noch weiter entfernten Zukunft!) und zu Beginn zwar manches an unsere HEUTIGE Welt (vor allem deren technische Entwicklung, die im Jahre 2036 allerdings auch schon wieder antiquiert wirken wird) angepasst worden ist, hat Eschbach einen radikal anderen Ansatz gewählt. Er bleibt bei 1971 als Datum der ersten Mondlandung, verwendet aber z.B. reale Politikernamen dieser Epoche. (Gleich auf Seite 9 taucht bei ihm Henry Kissinger auf.)

Mit seiner Liebe zum Detail (beispielsweise der Herleitung des Namens Rhodan vom Deutschen Roden - und nicht, wie ich bisher dachte, von Rodan, dem japanischen Godzilla-Kollegen) versucht Eschbach, dem ganzen "Mythos" einen realeren Anstrich zu geben. Sehr spannend! (Und weil das Buch auch optisch sehr schön ist und nur um 5 Euro teurer als die E-Book Version, genieße ich es, wieder einmal in echten Seiten zu blättern. Allerdings lese ich generell lieber beim Gehen, was mit dem Kindle etwas praktischer ist...)


Hans Fallada (02.03.2019):

Das Thema Fake News/Fake History bleibt uns erhalten. Oh Graus, in der Antwort auf den ersten Leserbrief auf der LKS wird das bestätigt...

Das Heft kommt daher wie damals der Beginn des verunglückten Betschiden-Zyklus. Es wird sehr tief in die Psyche des Ladhonen Adh Arradhu eingetaucht (wie damals bei Surfo Mallagan) und bereits ein aufschlußreiches Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse bei diesen Weltraum-Piraten gezeichnet. Kadaver-Gehorsam bis ins letzte und eine so starre, unbewegliche Struktur kann natürlich ganz leicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Der Siganese Tenga hat somit einfaches Spiel und daher kommt auch dummerweise keinerlei Spannung auf in diesem Roman. Das spannendste sind noch die Bezeichnungen der Pralinen, die sich der Undercover-Agent im Laufe seines Abenteuers reinzieht.

Die Cairaner wurden als die derzeit überlegene Rasse der Milchstraße im Jubelband eingeführt. Wenn nun die Ladhonen als ihr Hauptgegner firmieren aber mit der Anmutung einer Blechbüchsenarmee (Roll, Roll, - LOL, die Augsburger Puppenkiste lässt grüssen) daherkommen dann sehe ich jetzt bereits schwarz für den weiteren Zyklus.

Ich vermisse jegliches Flair das damals den Cantaro-Zyklus ausgezeichnet hat. So etwas muss bereits zu Beginn eines Zyklus vorhanden sein. Hoffentlich kommt es nicht so wie seinerzeit im viel geschmähten Betschiden-Zyklus... auch hier werden jetzt neue Völker eingeführt, mit viel Einblick in das Innere Erleben. Neue Völker, neues Glück? So etwas klappt nur, wenn folgende Bedingungen vorhanden sind.

1. Der Gegner ist logistisch und technologisch haushoch überlegen, bleibt sehr mysteriös bis zur Zyklusmitte.
2. Rhodan steht zu Beginn auf verlorenem Posten, ist ein Gejagter, der sich ständig ein neues Versteck suchen muss.
3. Sein Schiff ist teilweise beschädigt oder anderweitig gehandicapt (hier hätte ein dauerhafter Ausfall ANANSIS wahre Wunder bewirkt, nur die Ersatzpositroniken wären verfügbar)
4. Man erhält lange Zeit keinerlei Innenansicht des/der Gegner(s) und wenn dann nur sehr rudimentäre.
5. Die ersten 10 Bände eines Zyklus müssen alle ungemein spannend daherkommen.

Ob das erfüllt sein wird, wird sich zeigen. Für den Zyklusbeginn war das m.E. ein sehr schwacher Roman. Ein grandioses Scheitern Tengas hätte ich besser gefunden oder die Cairaner wären am Ende aufgetaucht und hätten den MARS-Kreuzer zu Schrott geschossen, Rhodan auf der Flucht mit einer Space-Jet... Die Technologie über die Rhodan gebietet ist offenbar keinesfalls veraltet (500 Jahre sind eine lange Zeit) und das wird vermutlich der Spannungskiller Nummer Eins in diesem Zyklus werden. Möge ich mich bitte täuschen...