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Perry Rhodan Nr. 3001: Von Göttern und Gönnern

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Am liebsten würde Perry Rhodan sofort zu seinem alten Freund Reginald Bull ins Ephelegonsystem fliegen. In 500 Jahren kann jedoch viel geschehen sein, außerdem muss bedacht werden, dass Bull einen chaotarchisch geprägten Zellaktivator trägt. Vor einer Kontaktaufnahme mit der LFG möchte sich Rhodan daher ein eigenes Bild machen und vielleicht sogar Verbündete finden. Am 16. September 2045 NGZ wird sich eine günstige Gelegenheit ergeben, denn ab diesem Tag feiern die Olubfaner(1) eine Woche lang ihren 121 Jahre zurückliegenden ersten Raumflug. Alle befreundeten Völker sind herzlich eingeladen, an den Feierlichkeiten auf dem Planeten Ollfa im Olubneasystem teilzunehmen. Unterwegs dorthin legt die BJO BREISKOLL einen Zwischenstopp bei einem Geheimstützpunkt des Solaren Imperiums in der Nähe der Sonne Mister Stringer ein, der zwar nach der Dolan-Krise aufgegeben wurde, jedoch problemlos wieder in Betrieb genommen werden kann. Dort wird Zemina Paaths Raumschiff geparkt. Der Plophoser Yester Moon (ein eigenbrötlerischer Robotiker), der Posbi Anderman und dessen Matten-Willy Taalwerz sowie einige TARAS bleiben im Stützpunkt.

Ein aus Farye Sepheroa, der Oxtornerin Siad Tan, dem Xenotechnik-Analysten Osmund Solemani, dem Siganesen Sholotow Affatenga ("Tenga") und Zemina Paath bestehender Voraustrupp landet mit einer LAURIN-Jet auf Ollfa und sammelt Informationen über die aktuellen Verhältnisse in der Milchstraße(2). Rhodan folgt erst, als Zemina Entwarnung gibt: Das Olubneasystem ist frei von cairanischen Mentaltastern. Wenig später erscheint der olubfanische Handelsraumer GLUTOBAT III im System. Das Schiff wurde von Ladhonen(3) geentert. Diese haben den Kommandanten erschossen, die Ladung geraubt und einen Teil der Besatzung entführt. Danach sind sie wieder verschwunden. Die halbwracke GLUTOBAT hat die Heimat mit letzter Kraft erreicht, rast jetzt aber steuerlos auf Konoll zu, einen der beiden Monde Ollfas. Farye (die sich als Sirne Caliko ausgibt) greift mit einer Korvette der BJO BREISKOLL ein und rettet die Überlebenden. Ologbon, der neue Kommandant der GLUTOBAT, bedankt sich persönlich bei ihr und nimmt sie sowie Rhodan (der sich sicherheitshalber maskiert hat) mit zu einer wichtigen Zeremonie, an der sein Sohn Ofilor teilnimmt.

Da fliegt ein Doppelkeilraumer der Ladhonen ins Olubneasystem ein. Es ist die POD-2202 unter dem Kommando von Bodh Aputhar, dieselbe "Versorgungseinheit", die schon die GLUTOBAT überfallen hat. Ein als Raumponton bezeichneter Truppentransporter landet in der Nähe des Ortes, an dem sich Rhodan und seine Begleiter aufhalten. Die Ladhonen beginnen sofort zu plündern. Es kommt zu Zusammenstößen mit der Bevölkerung und es gibt Tote. Die Ladhonen entführen einige junge Olubfaner. Ologbons Sohn wird von einem Ladhonen erschossen, als er sich zu widersetzen versucht. Rhodan gibt Tenga den Befehl, den Raumponton zu infiltrieren, um den Zielort des Ladhonenschiffes in Erfahrung zu bringen. Die BJO BREISKOLL folgt der POD-2202, als diese das System verlässt. Erst dann erscheinen drei Augenraumer der Cairaner.

Fußnoten:

(1) Die Olubfaner haben einen massigen, tonnenförmigen Körper, der auf vier Säulenbeinen ruht, und einen vergleichsweise kleinen Kopf. Normalerweise gehen sie auf allen vieren, können sich aber auf den hinteren Gliedmaßen aufrichten und sind dann drei Meter groß. In den vielen Falten der bräunlichen Haut leben hunderte Tolnoten. Diese wurmähnlichen Symbionten sind für die Feinmotorik zuständig, denn die Hände der Olubfaner sind nur mit drei klobigen Fingern ausgestattet. Olubfaner haben zwei schwarze Augen, zwei Gewebeballen auf der Kopfoberseite (wahrscheinlich Hörorgane), einen hinter Hautlappen liegenden Riechspalt und einen schmallippigen Mund. Die Olubfaner sind eine Klientkultur der Cairaner. Sie betrachten die Schutzherren der Milchstraße als ihre Gönner. Ihnen verdanken sie unter anderem die überlichtschnelle Raumfahrt (sie benutzen Transitionsraumer) sowie den Frieden. Die Cairaner haben vor gut 100 Jahren einen schrecklichen Glaubenskrieg der Olubfaner beendet, allerdings ist diesen die Religionsausübung jetzt verboten. Nicht alle Olubfaner sind bereit, sich dem Diktat zu beugen. Viele olubfanische Raumfahrer tragen Organoide. Diese von den Cairanern bereitgestellten Hirnimplantate dämpfen den Entzerrungsschmerz. Aktueller Regierungschef ist Origobo.

(2) Die Cairaner mögen für Frieden in der Milchstraße sorgen, aber Raumfahrt ist in der cairanischen Epoche ein gefährliches Geschäft, denn die Ladhonen überfallen immer wieder Raumschiffe. Hyperkristalle werden in der Milchstraße allmählich knapp. Die LFG, das Neue Tamanium der Tefroder und die Akonische Räterepublik haben einen Pakt geschlossen, der als Lemurische Allianz bezeichnet wird. Im Jahre 1750 NGZ haben die arkonidischen Sternenbaronien einen neuen Staatenbund gegründet: Die Vereinigten Sternenbaronien Thantur. Dem Kristallrat steht der Thantur-Baron vor (de facto ein Imperator), zurzeit amtiert Larsav da Ariga. Eine dritte Großmacht ist das Gatasium, die Arbeitsplattform der Jülziish-Völker.

(3) Die Ladhonen sind menschengroß und haben einen annähernd humanoiden Körperbau. Die Hände sind vierfingrig. In Schulterhöhe sitzt ein kleiner dritter Arm. Sie haben ein einziges faustgroßes, violett schillerndes Facettenauge, das in einer Stirnfurche wie auf einer Schiene bewegt werden kann. Der darunterliegende Mund besteht aus Lamellen. Auf dem mit feinem blauem Federflaum bedeckten Schädel sitzt ein rötlicher Hautkamm. Dieses Volk stört den galaktischen Frieden und wird von den Cairanern gejagt, allerdings konnten die Schutzherren der Milchstraße noch keinen durchschlagenden Erfolg erringen. Die Ladhonen betreiben Piraterie. Sie überfallen Raumschiffe, um Beute zu machen und Besatzungsmitglieder zu entführen. Man munkelt, dass die Entführten Zwangsarbeit in Hyperkristallminen leisten müssen. Wer den Ladhonen keinen Widerstand leistet, wird ansonsten in Ruhe gelassen. Wer sich widersetzt, wird getötet.

J. Kreis, 23.02.2019


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Peter Uwira (23.02.2019):

Die Geschichte der O. "Ihre Vorliebe für den Buchstaben O macht es einem nicht gerade leicht, sich all diese Namen zu merken." Da hat Oliver Fröhlich seinen Protagonisten sehr wahre Worte in den Mund gelegt.

Weiters schreibt er: "Wie viele interessante Bücher mögen in den letzten fünfhundert Jahren erschienen sein? Ich frage mich, wie ich das alles jemals lesen soll."

Mir geht's mit Perry manchmal genauso. Um am aktuellen Stand zu bleiben, "musste" ich mir diesen Donnerstag gleich vier E-Books runterladen: PR 3001, die vierte der Erstauflagen-Kurzgeschichten: EL DORADO, Neo 194 und die Neo-Story 18. In ein paar Tagen erscheint dann zusätzlich zu Neo und Erstauflage der 800 Seiten Wälzer von Eschbach, im Mai dann die Dunkelwelten-Trilogie und im Juni, wo ich ohnehin in Arbeit ersticke, eine weitere Mini-Serie. So gerne ich diese Sachen lese, das artet in Stress aus!! (Anderen scheint es da übrigens ähnlich zu gehen. Am Austria Con wurde im Auftrag des Verlages danach gefragt, ob man die Frequenz der Mini-Serien erhöhen solle, und NIEMAND im Saal - alles Fans der Serie - wollte das!)

Aber was jammere ich, wenn andere es da sogar noch schaffen, eine glasklare und äußerst detaillierte Zusammenfassung des kompletten Genesis-Zyklus zu schreiben...

P.S.: Manchmal würde ich mir unseren Perry ein bisschen schräger wünschen, ähnlich dem aktuellen Musikvideo von Sean Lennon, dem Sohn von John und Yoko (Blood and Rockets):
https://www.youtube.com/watch?v=XcOHiGonWwU

P.P.S.: Und wer gerade in Österreich ist, kann ab heute im Karikaturmuseum Krems die "Wettlauf zum Mond" Ausstellung besuchen, in der auch Perry Rhodan vorkommt:
https://noe.orf.at/news/stories/2965271/
https://www.karikaturmuseum.at/de


Hans Fallada (23.02.2019):

Ach ja, Hyperkristallminen... im Tradom-Zyklus gab es die auch, samt Sklaven die dort die Kristalle schürften... Der Plot hat damals schon keinerlei Sinn gemacht. In einem antiken Ambiente wie dem Imperium Romanum macht es Sinn, Sklaven in die Phosphor- und Schwefel-Minen zu schicken da es keine technische Möglichkeit gab für den Abbau also nur Muskelkraft und Spitzhacken zur Verfügung standen. Man kann ja sagen, die Hyperemissionen der Dinger stören 5-D-Technik - ist aber zu kurz gedacht. Im 21. Jh. NGZ sollte es locker möglich sein, Low-Tech-Roboter zu bauen, die selbst keinerlei 5-D-Komponenten beinhalten, da spart man dann auch die Nahrung und Unterkunft für die Sklaven. In einem SciFi-Ambiente macht das Schuften in einer Mine wirklich keinerlei Sinn, es ist schlicht Unfug! Hoffentlich ist das nur ein galaktisches Gerücht denn wenn der neue Zyklus gleich mit solchem Unsinn beginnt, dann fresse ich vielleicht vor Wut das nächste Heft.

Es geht auch viel zu schnell wie ich finde. Cantaro-Feeling kommt bis jetzt nicht auf, dafür sind die Ladhonen und auch die Cairaner bis jetzt viel zu harmlos. Und beinahe hätte man schon Kontakt zu den Neu-Lemurern gehabt. Hoffentlich passiert nicht das meiste in den ersten 10 Heften und dann käme eine lange Durststrecke wie in Genesis... oh Graus, bitte nicht!

Der Tod von Ofilor war ziemlich sinnlos, da wird erst aufwendig geschildert, wie er unter seinem 'Handicap' leidet und schließlich hat er doch Erfolg und prompt wird er erschoßen. Leider schon jetzt wieder unterirdische Dramaturgie.

Der zweite Band eines Zyklus ist ja meist im Vergleich zum Vorgänger ein qualitativer Absturz. Michelle Stern lobt auf der LKS die Expokraten: sie hätten sich bestens eingespielt und wären kreativ wie nie - Au Backe, man kann sich die Welt auch rückwirkend schönreden, grins.


Herbert Seufert (23.02.2019):

Ich bin nicht wirklich böse um den Roman, wenngleich er für die Großhandlung des Zyklus nicht viel hergibt.

Natürlich werden Grundinformationen aus dem 3000er-Band nochmals aufgewärmt und etwas ergänzt.

Es geht dabei um die offensichtlich lockere «Lemurische Allianz» aus LFG, Akonischer Räterepublik und Tamanium der Tefroder. Es geht um die «Vereinigten Sternenbaronien Thantur» und um das «Gatasium» der Jülziish.

Der Grund des Verbündetseins der früher eher «distanzierten» lemuriden Völker wird nicht benannt, natürlich auch nicht der Grund oder das Wesen des freundschaftlichen Zusammenspiels deren Anführer und ihrer Relation zu den Cairanern.

Eigentlich müsste das neue galaktische Transmitternetz der Akonen als beachtlicher Machtfaktor unter der Aufsicht der «Konsuln der Milchstraße» stehen. Irgendwie erinnert das Ganze diesbezüglich an die Galaxis Dommrath.

Cairaner und Ladhonen sind neue Elemente in der Milchstraße, sie waren vor knapp 500 Jahren nicht bekannt und erinnern äußerlich auch nicht an bekannte Völker.

Es gibt viele Möglichkeiten für ihr Vorhandensein:
Invasoren von außen, die Cairaner als zwangsbeglückende externe Friedensbringer?
Wesen aus der Zukunft oder Vergangenheit oder aus bisher entrückten Exklaven der Galaxis wie ehemals die Onryonen oder die Wesen des Sternenozeans?
Ad hoc realisierte präexistente genetische Blaupausen wie ehemals die Orbiter der Anlage?

Wesen aus einer Pararealität?

Oder sind wir allesamt mit der vorliegenden Handlung in einer Falschwelt und Pararealität?

Dies würde natürlich sehr einfach die Existenz des Terra-Mythos und der gesamten erratischen Varianz der galaktischen Geschichte erklären.

Ich glaube nämlich eher nicht, dass sich in einem halben Jahrtausend mit technischen oder psychogenen Mitteln eine so umfassende Historienveränderung einer kompletten Galaxis erzielen ließe, wobei ja zumindest Reginald Bull über die wahre Geschichte Bescheid zu wissen scheint, die Cairaner vermutlich auch.

Neben partieller Pararealität wären natürlich auch falsche Messenger-Psiqs eine plausible Erklärung, die allerdings das Vorhandensein von «Wissenden» nicht begründen würde.
Es sei denn, es gäbe Falschwelt- oder Falsch-Psiq-Immune!

Das Thema der externen galaktischen Zwangsfriedensbringer ist ja ein altes.

ARCHETIM, Onryonen, Laren, TRAITOR, Cantaro etc. gehörten in diese Kategorie.

Etliche «Beglücker» standen aber selbst unter Zwang oder waren fremdgesteuert.

So wird es wohl auch diesmal sein.
«Ruhende» bekannte Figuren im Serien-Off gibt es genug für die Rolle des «bösen Hintergrundsgestalters und Strippenziehers».

Schlussendlich muss das Ganze erfahrungsgemäß ja wieder in einen PR-serienkosmischen Kontext.

Das mit den Marionettenspielern geht von Lotho Keraete bis Cairol III, von Roi Danton bis CADABB und Delorian Rhodan.

Geschildert wurden bis dato auch nicht die Geschichte um die Strafaktion der Hohen Mächte wegen des Verlusts der Rhodanschen Ritteraura, die Geschichte um die Auswirkung des Bullschen Chaoszellaktivators, die Story um das eigentliche Hintergrundskonzilsvolks und die avisierte Rückkehr Atlans hinter die Materiequellen.
Natürlich auch nicht die Entwicklung um das «entrückte Arkon-System», ein letzter Brückenpunkt zum THEZ-versum.
Aures und die Zeitgefährten sind nicht auserzählt. Allerorten auch nicht.

Die Fernen Stätten/TALIN als ES-Bruder sind bestimmt noch existent und die einstige «bilokale ES-Rückkehr» auf eine große Reise wurde angedeutet.
Dabei könnte auch die vagantische SI NADALEE eine Rolle spielen.

Die Cairaner sind sicher nur die «Onryonen des aktuellen Zyklus».
Hinter denen stehen gewiss weitere Hierarchiestufen.

Dass Bully im laufenden Zyklus chaotarchisch transformiert sein könnte und sozusagen Oberhaupt der «Dunklen Seite der Macht» ist, daran glaube ich weniger oder nur bedingt.

Das wurde bereits in HeftNr. 3000 und auch im aktuellen Band zu offensichtlich angedeutet.
Jedenfalls dürfte dies keine schlussendliche Hauptrolle spielen.

Kann sein, dass wir jetzt erstmal längere Zeit erkenntnisarm durch die Romane stolpern, der Betschidenzyklus lässt grüßen.

Mal sehen, wann Bull und Ephelegon wieder auftauchen!?

Ephelegon klingt irgendwie nicht «hell und licht», eher «dunkel und bedrohlich».

Aber - wie gesagt - eine Generalstory um den «Chaotarchenknecht Reginald Bull» als Oberbösewicht hielte ich für zu banal und erwartbar im jetzigen Zykluskontext.

Schließlich soll in zwei Jahren das aktuelle Storylineoutcome wahrscheinlich in die Großgeschichte 3100 bis 3199 weitertragen.

Angeblich hat man sich expokratisch ja schon bis BandNr. 3300 Gedanken gemacht.

Das würde dann insgesamt 12 Jahre Expokratie WV/CM bedeuten.