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Perry Rhodan Nr. 2997: Die Dakkar-Havarie

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Im Geshodrom kehrt Ruhe ein. Atlan nimmt an, dass GESHOD seine Aufmerksamkeit auf Sashpanu gerichtet hat, um dort nach dem Rechten zu sehen. Jetzt gilt es, den Bhal Drush aufzuhalten, bevor dieser die erwachende Superintelligenz unter seine Kontrolle bringen kann. Kaum haben sich Atlan und seine Begleiter, zu denen jetzt auch das Echsenwesen Minga Hashina gehört, auf den Weg gemacht, da werden sie von Ghatus attackiert. Diesmal ist Sypardh dabei, der Befehlshaber der Garde. Er gehört nicht zu Drushs Fraktion und schenkt Atlan Glauben, als der Arkonide von Drushs Verrat berichtet. Die Tatsache, dass Bhal Adburn nicht mehr erreichbar ist, spricht für Atlans Angaben. Drush hat sich in seinem uneinnehmbaren Librationsgewölbe verschanzt, aber es gibt eine Möglichkeit, ihn dennoch loszuwerden. Man könnte eine Notfallschaltung aktivieren, so dass das Gewölbe aus dem Geshodrom herausgesprengt werden und in den Normalraum fallen würde.

Atlan verfolgt zunächst ein anderes Ziel. Er muss den Neogen-Appellator finden, also jenes Gerät, durch das die Haluter-Pest verursacht wird. Sypardh weiß nicht, wovon Atlan spricht. Minga kann helfen. Sie besitzt ein Holzkästchen von der Art, wie sie in der RAS TSCHUBAI aufgetaucht sind und ist bereit, das Kästchen herzugeben, wenn sie Straffreiheit für das Beiseiteschaffen ihrer "Schätze" erhält. Sypardh kann ihr das versprechen. Tamareil und Zau erkennen, dass in dem Kästchen ein winziges Quantum von GESHOD gespeichert ist. Mentalkontakt kann hergestellt werden. So erfährt Tamareil, wo der Appellator zu finden ist. Sypardh schließt sich der Gruppe an, als diese durch den in Mingas Versteck befindlichen Shod-Spiegel geht. Ihm ist es zu verdanken, dass die am Zielort bereitstehenden feindlichen Ghatus mattgesetzt werden können. Wie sich herausstellt, kann nur Drush das Energiefeld abschalten, von dem der Appellator geschützt ist, und nur der Bhal kann das Gerät bedienen - oder aber jemand, der Drushs ÜBSEF-Basismuster hat. Erneut erweist sich Sypardh als wertvoller Verbündeter, indem er es Tamareil ermöglicht, Drushs ÜBSEF-Konstante unbemerkt zu kopieren. Tamareil bringt in Erfahrung, dass das Stasis-Syndrom verschwinden wird, wenn der Appellator keine Impulse mehr ausstrahlt. Atlan zerstört das Gerät.

Das im Holzkästchen gespeicherte GESHOD-Quantum weist der Gruppe den Weg zu Adburn. Der Bhal wurde von Drushs Leuten verschleppt und eingesperrt. Sypardhs Ghatus befreien Adburn. Sobald er begriffen hat, was Drush vorhat, stellt er sich auf Atlans Seite. Man erobert eine Schaltzentrale. Adburn ruft den allgemeinen Notstand aus. Drushs Librationsgewölbe wird abgesprengt. Es stürzt mitten im Solsystem in den Normalraum. Das von einem Energieschirm umhüllte Gewölbe schlägt auf Merkur ein, und zwar direkt über der Kaverne mit der HaLem-Armee. Das kann kein Zufall sein, meint Atlan, und begibt sich mit seinem Team via Shod-Spiegel ebenfalls zum Merkur, wo man bereits den 21. August 1552 NGZ schreibt. Im Umfeld der Ausgrabungsstätte ist es zu schweren Zerstörungen gekommen. Das Librationsgewölbe hat die HaLem-Kaverne unbeschadet erreicht. Atlan schaut sich die Sache an. Reginald Bull, Toio Zindher, Gucky und Perry Rhodan (der OCCNATTAR ins Solsystem geführt hat) kommen hinzu. Über dem Librationsgewölbe entsteht ein riesiges leuchtendes Geflecht, dessen Arme nach den HaLem-Statuen tasten. Das Geflecht ist nichts anderes als GESHOD, dessen Mentalsubstanz vom besonderen Material der Statuen angezogen wird. Atlan erkennt, dass genau das in Drushs Absicht liegt - GESHOD soll in tausende Einzelteile zerlegt werden.

Gucky stellt mentalen Kontakt mit GESHOD her und bietet der Superintelligenz Hilfe durch die LFG an. GESHOD gibt den Menschen freie Hand. Sofort wird das Librationsgewölbe unter Beschuss genommen, bis der Energieschirm zusammenbricht. Das Gewölbe wird gestürmt, dessen Herzstück wird vernichtet. Auch die HaLem-Statuen werden größtenteils zerstört. Drush wird gefangen genommen, an Adburn überstellt und später von GESHOD absorbiert. GESHOD erholt sich schnell. Die Galaktiker erfahren, dass die HaLem-Statuen auch als Mashavats bezeichnet werden und seinerzeit von Drushs Vorgänger in Zusammenarbeit mit den Thoogondu als Falle für GESHOD präpariert worden sind. Drushs Urahn hat außerdem immer wieder Bewusstseinsfragmente GESHODS entnommen und in Holzkästchen deponiert, um sie mit neuen Erinnerungen zu programmieren. Einige dieser Kästchen sind den Thoogondu in die Hände gefallen.

GESHOD hat schlechte Nachrichten. Der Weltenbrand droht den Zufluss von Psiqs an die Moralische Informationsstruktur des Kosmos dauerhaft zu unterbinden, außerdem ist ES nicht mehr anwesend, um Eiris zu erzeugen. Sollte die Hypertranskription - die Umwandlung von Eiris in Psiqs - in der Mächtigkeitsballung von ES für längere Zeit ausfallen, so würde es zu einer Katastrophe kommen, die weit schlimmer wäre als zum Beispiel der DORIFER-Schock. Die Existenz der gesamten Mächtigkeitsballung steht auf dem Spiel. Ein Machtvakuum, wie es durch das Verschwinden von ES entstanden ist, hat also weit gravierendere Folgen als bisher gedacht. GESHOD ist nicht in der Lage, das Vakuum auszugleichen. Die junge Superintelligenz kann sich nicht in der Mächtigkeitsballung halten, sie wird demnächst ins Shod zurückkehren.

Da GESHOD den Gemeni nicht mehr vollständig vertraut, werden neue Taktgeber benötigt, die über den Schlaf-/Wachrhythmus der Superintelligenz bestimmen. Aufgrund ihrer Affinität zum Dakkarraum können Tamareil und Zau diese Aufgabe übernehmen. GESHOD bietet Hilfe bei der Evakuierung der Milchstraße an. Häfen werden installiert, an denen die Sprosse Flüchtlinge aufnehmen können. Zu guter Letzt findet sich auch noch Ersatz für Shinae, die Obhüterin des gleichnamigen Sprosses. Da der Spross KYLLDIN vernichtet wurde, rückt das namensgebende Mehandormädchen an die Stelle von Bullys Tochter.

Atlans Ritteraura wird von OCCNATTAR repliziert. Sie wird nur für wenige Stunden Bestand haben. Rhodan macht sich bereit, die Aura zu übernehmen.


J. Kreis, 26.01.2019


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Hans Fallada (27.01.2019):

Die Bugs die Peter Uwira entdeckt hat sind mir auch aufgefallen aber da war ich bereits zu gnädig gestimmt um mit dem Stift eine Anmerkung im Heft zu machen. Seitenzahlen: S.14re.Sp.u. »Fast zärtlich sah sie den Tyzom-Mann an.« Seit wann hat Tamareil ein Gesicht mit Mimik? S.15.li.Sp.u. Der Shodspiegel hat eine innere Seitenlänge von 1,1m - wie passen Leute da durch? Ich erinnere mich an frühere Beschreibungen die diese wesentlich größer beschrieben. Auf S.20li.Sp.u. soll Syphard befördert werden - er ist doch schon die Nr.1 der Garde, direkt in der Hierarchie unterhalb der Bhale. Da Gemen spezifisch für ihre Aufgaben gezüchtet werden ist ein Aufstieg zum Bhal daher unmöglich. S.50 wird der Schutzschirm des LibrationsGewölbes problemlos geknackt - man kann doch annehmen, daß dieser über Dakkartechnologie verfügt. Einen pedogepolten Paratronschirm hätten die Terraner somit niemals überwunden! Und auf dieser Seite wird Fall Gause (Fußball) verherrlicht: OMG. Letzteres kann ich aber als Reminiszenz an den Traitor-Zyklus und Robert Feldhoff notfalls uminterpretieren :-).

So, die Kosmologie von Willi Voltz wird erweitert und das halte ich für ein Dickes Plus. Die SIs interagieren mit den Kosmonukleotiden. Sie liefern aus Eiris gebildete Psiqs an diese und bestimmen somit über die weitere Entwicklung des Multi(Uni)versums aktiv mit. Vor einigen Wochen hatten wir ja bereits erfahren, daß die Kosmokraten die Eiris einer SI bei deren Werdung zur Materiequelle für sich abzweigen. Jetzt dürfte klar sein, daß diese damit gezielt Kosmonuklrotide manipulieren können. Im Gegenzug können das die Chaotarchen natürlich auch und so geht der epische Kampf Licht gegen Finsternis weiter, zumindest im Rhodan Universum, daß ja zu 50+x% von den Kosmkraten beherrscht wird. Der Abfluß der Eiris nach der Scherung dürfte den Kosmokraten also als ein Schlag ins Kontor gelten. Wird langsam Mal Zeit, daß diese aktiv werden und etwas dagegen unternehmen... Doch halt, gar nicht nötig denn Atlan und Rhodan agieren doch seit längerem schon wieder wie absolut gehorsame Ritter der Tiefe, auch ohne direkte Anweisung. Man kann das so deuten als ob die KK erkannt haben, daß die beiden auch ohne Gängelband genau im Sinne der positiven Hohen Mächte agieren und die MB von ES stabilisieren durch ihre Aktionen.

Schön ist es, daß auch dieses Heft die ersten sehr bizarr verzettelten Abenteuer im Geshodrom nicht repliziert sondern wunderbar linear erzählt. Wohl eine Reaktion auf einige LKS-Zuschriften, die Zeitsprünge vor und rückwärts u.ä. innerhalb eines Heftes zurecht kritisiert hatten.

Der Ursprung der Holzkästchen ist erschöpfend erklärt. Danke, mir genügt das durchaus.

Das Zyklusfinale ist bis jetzt ohne große Metzeleien ausgekommen und auch das ist ein Pluspunkt. Tamareil und Zau werden die Taktgeber der SI und verlassen die Handlung, schön. Fitz Klem darf endlich nach Hause. Einige Fäden werden nun verknüpft, auch das ist schön. Note 2 für das Heft!


Herbert Seufert (27.01.2019):

Zum Ende des Dreierblocks zum Thema "GESHOD/Zeitliche Eskorte/Gemeni" will ich mich noch einmal zu Wort melden!

Ich schließe hier unmittelbar an meinen Vorkommentar zum Heft Nr. 2995 und an Peter Uwira an.

Ja, es ist eine Enttäuschung!

Nicht nur, dass die 3 Großkomplexe "Gondunat/Thoogondu/Gäonen/Gilde des Gondus", "GESHOD/Zeitliche Eskorte/Gemeni" und "AvA/Weltenbrand/Enceladus-Perry/Techno-Mahdi/Homunk" am Ende des Zyklus fast rein sequentiell abgehandelt wurden oder noch werden, nein, es geht auch um die fast datenblattartige Abhake ohne relevante Spannung!

Band Nr. 2988 schloss die Thoo-Story mit ihren verquasten technischen Wahrheitsverdrehungen, in denen sich zuletzt wahrscheinlich auch der verschwörerische Gondu-Aspirant Puoshoor nicht mehr zurechtfand oder zurechtfinden wollte.

Wer da überhaupt - gänzlich unbeeinflusst - als originär bösartiger Mastermind das große Rad in Sevcooris und Poshcooris drehte, blieb unklar. Puoshoor war es ja nur bedingt, war sogar stolz auf die eigene Bewusstseinsreformatierung in der Gilde.

Undurchschaubar war auch die obsessive Gilde-Psychose ob eines vermuteten manipulativen WANDERERs.

Einfach eine in den Auswirkungen über Jahrzehntausende verfolgte hochkriminelle Schnapsidee?

Michelle Sterns Roman 2905 "Das verlorene Volk" und Wim Vandemaans Nr. 2937 "Das Zerwürfnis" warfen ein paar Schlaglichter, mehr nicht.
Gerne hätte man mehr über die Expedition der Aanichoor im Auftrag Gondu Baphoors ins damals verbotene Solsystem gelesen oder über den Kontakt zwischen den Gildeleuten und dem gemenischen Ur-Drush-Bhal-Vorfahren mit der gemeinsamen Dotierung der HaLems zur Bekämpfung bzw. Kontrolle des WANDERERs

Auch in diesem (Ur)Drush entstand schließlich der Wahn vom Dunklen WANDERER.

Unbeeinflusst oder mit (ergänzender?) Memo-Prägung durch die Gilde?

Gab es zumindest da auf der Gemeni-Seite überhaupt je einen direkten Kontakt zu unserer Superintelligenz?
Wir hörten im Zyklus ja immer nur von Niemandssohn.
Na ja, jetzt in Band Nr. 2997 hat auch der GESHOD-Komplex fast fertig, wenn man von gemenischen Rettungsschiffen für die Weltenbrand-Milchstraße und einigen offensichtlich zeitgebundenen technischen und Para-Hinterlassenschaften der Sprosse absieht.

Ich denke, beide Handlungspfeiler "Thoos" und "Gemeni" sind für lange Zeit in der Serie abgefrühstückt.

Man kann jetzt zumindest erahnen, dass die "gierigen Sprosskerne" irgendwie mit der "füllbaren Form" GESHODs zusammenhingen.

Warum dieser - durch die Mheriren gedämpft - jetzt nicht mehr krass gierig ist, seine Schiffsableger aber schon, bleibt ein Rätsel.

Die statusbestimmende historische Kompilation der SI aus planetarer Existenz und Dakkardepot wurde bezüglich der Entstehung ebenfalls nicht sehr überzeugend in Szene gesetzt.

Die Sache mit den GESHOD-dotierten Holzkästchen und dem eigentlichen Sinn der Aktivitäten der Schutzgeister im Konglomerat zwischen Gondunatseinladung, Gilde- und Drush-Aktivitäten ist mir immer noch dunkel.

Angeblich waren sie ja Gilde-Leuten aus dem Ur-Drush-Fundus in die Hände gefallen.

Immerhin wurde jetzt der letzte okkulte Schutzgeist, der Archäologe Dezio Gattai, nochmal kurz erwähnt und dann schmerzlos aus der Story komplimentiert.

Wer an einen historischen Zusammenhang der des Mutterpilzes der Pilzwelt Sumurdh mit dessen ausgiebig geschilderten Affinität zum Spross Kylldin zu einem erklärenden früheren Sprossabsturz o. ä. in der Milchstraße geglaubt hatte, wurde enttäuscht.

So richtig böse war ja auch der "Schlafende Bhal" Drush nicht, nur besessen vom Gedanken an einen Dunklen WANDERER-Aspekt.

Zum Schluss saß er hilflos in seiner Steuerzentrale des exakt auf das HaLem-Gewölbe auf Merkur gestürzten Librationsgewölbes des Geshodroms.

Vorher hatte man ihm noch seinen Haluter-Neogen-Appellator kaputtgemacht.
Armes Würstchen!

Was eigentlich der Calurier Lethuur mit seinem HighTech-Raumer in Band 2958 bei der Planung der Haluter-Seuche für eine Rolle spielte?

Es blieb bei diesem mysteriösen Auftritt. Dabei hatte Wim Vandemaan zuvor auf eine zyklusbedeutsame calurische Rolle hingewiesen!

Wie Drush ursprünglich - ungestört - seinen Plan der Fragmentierung des GESHOD-Bewusstseins auf die HaLem-Roboter auf Merkur hätte verwirklichen wollen, bleibt rätselhaft.

Insgesamt erinnert das Ganze frappant an die Hiding-Splittung ESTARTUs auf die 4 Milliarden Juatafu-Roboter und die Milliarden Benguel.

Hier standen aber "nur" 12 000 HaLems zur Verfügung, die letztlich wie im gesamten Zyklus nur mehr Staffage waren. Die Story war schon im Umfeld des Gäonen-/Thooangriffs auf die USO-Zentrale verheizt worden.

Auch die kleinen Ergänzungen GESHODs zum PR-Kosmologiemodell zum Abgesang überzeugten nicht.

Es gibt schließlich SI-freie Zonen im Universum.

Kurzum man kriegte relevante Inhalte des Zyklus nicht erzählerisch auf die Reihe und löst das Ganze jetzt mit datenblattartigen Ergänzungen.

Ich nehme an, dass es so in ähnlicher Weise in den beiden letzten Zyklusbänden weitergeht, die vermutlich AvA und Lotho Keraete neutralisieren werden, falls Letzterer nicht doch erst wieder im kommenden Zyklus als böse Kraft im Hintergrund der kommenden Cairanischen Epoche agieren wird.
Dass er bereits endgültig samt Schiff Florence Lamar und Schöner Familie in Band 2991 entsorgt wurde, glaube ich nicht.

Wie schon im Kommentar zu Heft 2995 geschrieben, sage ich auch hier:
Dem Expokratenteam geht die Fähigkeit ab, aus einer breit gestellten Anfangsszenerie eine sinnvolle Lösung zu entwickeln und diese angemessen zu schildern.

Breite Bühne, diesmal gar mit 3 Hauptzutaten!
Dünnes Ende, welches man diesmal gar in drei "Finales" entzerrt hat.

Thoos/Gilde und Gemeni/Negative Bhal-Rispe hatten nur lose und gequält miteinander zu tun.
Der AvA-Weltenbrandkomplex fast gar nichts.
AvA agierte quasi separat von den übrigen Geschehnissen.

Eine ganz lose Verbindung zwischen Allem war offensichtlich nur ein bestimmter Ausschnitt aus der ES-Vergangenheit bzw. das Bemühen um Abschüttelung von Superintelligenzen im Bereich der ehemaligen Mächtigkeitsballung von ES.

AvA ist ja offensichtlich auch nur ein seltsames Outlet der Stadt Aures in Kombination mit menschelnden Genen. Innenansichten des Adauresten gab es bis dato nicht.

Der Techno-Mahdi war eh nur lächerliche Appendix.

Ob der uns früher bekannte Homunk, Niemandssohn und die aktuelle beinlose Figur der Handlung identisch sind, weiß man nicht.

ES agierte in der Story nie persönlich. Ob sein "Vertreter" eigene sinistre Pläne hatte oder hat, wer weiß.
Seltsam wirkt das Wesen schon. Und Irgendjemand wird es aus Schutzgründen auch fragmentiert haben bevor unsere Protagonisten es wieder partiell zusammenfügten und AvA sich seiner Extremitäten bemächtigte.

Vielleicht kommt da ja noch was!

Ob der Kristall-MdI Zeno Kortin und der tefrodische Supermutant Assan Assoul über die Wupper gehen? Möglich!
Zumindest Letzterer wird entsorgt. Er ist zu stark für die künftige Handlung.

Wenn auch Zeno dran glauben muss, wäre allerdings viel Serienzeit verschenkt. Aber vielleicht hat man die Lust am Konzept des Residual-MdI verloren?!

Die Lust am Zyklus verloren haben offensichtlich auch die PR-Macher. Auf der Verlagsseite und auf Facebook findet man praktisch nur noch Hinweise und Andeutungen zum Geschehen ab Band Nr. 3000.

Das ist der "Mythos Erde"-Zyklus, der da kommen wird.

PR und etliche Hauptprotagonisten werden offensichtlich zum Ende von Heft 2099 einige Jahrhunderte in die Zukunft geschleudert.

Als Nebeneffekt der Weltenbrandabschaltung oder des Verschwindens des pararealen Wanderer-Kunstplaneten aus dieser Realität des Scherversums.

Dann geht es aufs Neue komplex los und das Ende in zwei Jahren wird mutmaßlich wieder dünn. So war es seit jetzt 6 Jahren immer.

Ad astra! Wenn auch einigermaßen erratisch.


Peter Uwira (27.01.2019):

Die Volzsche Kosmologie hatte ja durchaus ihren Reiz, aber was sich daraus mittlerweile entwickelt hat, ist ohne einen gewissen Masochismus nicht mehr zu ertragen. War nicht der Plan, durch das Verschwinden von ES diesen Aspekt der Serie ein bisschen zu entrümpeln? Das Gegenteil passiert gerade. Eiris-Psiqs und Superintelligenzen in Holzkästchen. Gibt's wirklich jemanden, den so etwas interessiert?

Doch wirklich absurd sind Passagen wie:

"Aber ich hatte mich wahrscheinlich von der kalten Logik eines arkonidischen Admirals leiten lassen und nicht bedacht, dass es bei diesem Gespräch um seine Tochter ging ..."

Atlan kennt Bull seit über 3000 Jahren, und da hat er - trotz fotografischem Gedächtnis und Extrasinn - nicht bedacht, dass sein Freund vielleicht ein Problem damit haben könnte, wenn man ihm seine Tochter für politische Pläne wegnehmen möchte? [Und nein - der (auch die Leser) nervende Weltenbrand ist keine Rechtfertigung für diese psychologische Fehlleistung.]

Und die absolute Krönung:

"Gucky ... hatte den Dialog mit GESHOD kurz unterbrochen, um sich ein wenig zu erholen. Obwohl ich keine Vergleichsmöglichkeit hatte – er war der Letzte seiner Art –, wirkte sein Gesicht gezeichnet."

Keine Vergleichsmöglichkeit?! Die beiden kennen einander seit Ewigkeiten! Wofür benötigt Atlan da Guckys ausgestorbene Artgenossen als Vergleichsobjekte?

In letzter Zeit gab es durchaus ein paar tolle Romane, aber die großen Enthüllungen vor dem nahenden 3000-er Jubiläum sind eine einzige Enttäuschung.