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Perry Rhodan Nr. 2992: Vergessenes Selbst

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Am 5. August 1552 NGZ nähern sich die GESHOD-Sprosse SHINAE und YETO dem Solsystem. Bhal Haddhunis bittet um Einflugerlaubnis (die ihm verweigert wird), denn seinen Angaben zufolge wird GESHOD bald erwachen und zur Vorbereitung der Phase Shod muss in der Milchstraße das Konzil der Obhüter einberufen werden. Mit anderen Worten: Shinae soll zu "ihrem" Spross kommen. Reginald Bull ist dagegen, obwohl es seiner Tochter deutlich besser geht, seit der nach ihr benannte Spross nahe ist. Bei einem kurzen telepathischen Kontakt mit Yeto Carell erfährt Gucky, dass der junge Obhüter meint, mit den Sprossen stimme etwas nicht. Man beschließt, dort einmal nach dem Rechten zu sehen.

Bevor Gucky mit Atlan, Tamareil und Donn Yaradua mittels des erbeuteten Gemeni-Transmitters in den Einsatz geht, holt er im Parablock mit dem Metabolisten ein paar Informationen aus dem merkwürdigen Bewusstsein des in terranische Gefangenschaft geratenen Aggregats Etain heraus. Das Aggregat betrachtet sich selbst als Taylwit und es sorgt sich um Adam von Aures. Aufgrund des Hormonmangels geht es dem Aggregat sehr schlecht. Es kündigt an, dass das Vergessen beginne. Was es damit auf sich hat, zeigt sich wenig später: Das Aggregat beginnt buchstäblich zu zerbröckeln. Anscheinend besteht es aus Nanomaschinen, die zu unspezifischem Mechanellengranulat zerfallen. Man lässt zu, dass sich das Aggregat neue Hormone holt, indem es den zum Betreuungs- und Analyseteam gehörenden Mediker Gaston Ziblatt küsst. Die Posmi Aurelia bemerkt rechtzeitig, dass der Mann dadurch in den Bann des Aggregats gerät und dieses zu befreien versucht. Aurelia verhindert das, muss sich aber quasi selbst rebooten, weil sie selbst nicht unbeeinflusst bleibt.

Von Yeto erfährt Atlan, dass nicht nur 50.000 Applikanten auf Damona von Bord des Sprosses gegangen sind. 10.000 weitere, darunter 1100 Zellaktivatorträger (auch Yetos Eltern), wurden auf unbekannten paradiesischen Sauerstoffwelten abgesetzt. Yeto hat sich verändert. Er ist über den Shod-Spiegel ins Dakkarraum-Konglomerat gereist. Dabei ist er asynchron gealtert. Von Bhal Adburn hat er einige Informationen erhalten, die er an Atlan weitergibt. ES hat GESHOD vor langer Zeit unter seine Fittiche genommen. Als Gegenleistung sollte GESHOD die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz verwalten, wenn ES dereinst wegen der Mission der Metamorphosen abwesend sein werde. Wegen der dys-chronen Scherung musste GESHOD diese Rolle zu früh übernehmen. Es ist GESHODS Ziel, das Verschwinden von ES zu kompensieren. Damit der Wechsel so schonend wie möglich vonstattengeht, versucht GESHOD sein großes Vorbild nachzuahmen, sowohl was die Bevorzugung humanoider Intelligenzwesen angeht, als auch hinsichtlich der für die Hilfsvölker vorgesehenen Gaben wie Zellduschen, Zellaktivatoren und dergleichen. Bei GESHOD geht Quantität allerdings vor Qualität.

Da GESHOD nicht in der Lage ist, eine bereits existierende Mächtigkeitsballung mit eigener Eiris zu füllen, sollen Pacische Rhizome (mobile Friedenszellen) eingerichtet werden. Für die diesbezügliche Aktivierung der Sprosse werden mindestens zwei Obhüter gebraucht. Adburns Angaben zufolge wird die Zeitliche Eskorte beim Eintreten der Phase Shod neue Anweisungen erhalten. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Zeitliche Eskorte gespalten ist. Zur Verbindung der Pacischen Rhizome wird Adburn in der Milchstraße gebraucht. Er kann das Konglomerat nur verlassen, wenn sein Stellvertreter, der ruhende Bhal Drush, sein Amt übernimmt. Drush reagiert jedoch nicht auf Adburns Rufe, sein Librationsgewölbe ist unzugänglich. Deshalb herrscht Aufregung im Konglomerat. Zu guter Letzt erfährt Atlan von der Existenz des Sternensaatsprosses OCCNATTAR. Dieser ist ausgesandt worden, um die Aussaat weiterer Sprosse voranzutreiben.

Einige der im Spross verbliebenen Galaktiker bringen Gucky und Yaradua in ihre Gewalt, um sie als Geiseln gegen Yeto auszutauschen. Der Junge ist ihnen unheimlich; sie wollen ihn loswerden. Atlan blufft und überlässt ihnen den Jungen, woraufhin Gucky und Yaradua freigelassen werden. Mit seinem Wissen über Yetos Verbleib erpresst der trickreiche Arkonidenhäuptling den Bhal und erhält die Koordinaten OCCNATTARS. Der Sternensaatspross befindet sich in der Milchstraßen-Southside im Raumsektor Dadion-Vorhof. Mit einem Zellaktivator als Köder für den Anführer der Aufständischen, dessen Frau todkrank ist, lenkt Atlan Yetos Entführer ab. So kann Yeto befreit werden. Yaradua heilt die Kranke. Anschließend müssen Atlan und seine Begleiter den Spross verlassen. Atlan beabsichtigt nun ins Konglomerat zurückzukehren, um weitere Informationen zu sammeln.


J. Kreis, 22.12.2018


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Gastkommentare


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Michael (25.12.2018):

Ich ziehe den Hut vor der Genauigkeit und Akribie, in der Hans Fallada die Mängelpunkte dieses Romans auflistet. Sämtliche seiner Anmerkungen (ohne die Angabe der Seitenzahlen, die sind in der E-Book Ausgabe anders) sind mir beim Lesen ebenso negativ aufgefallen inklusive des Waschbären auf dem Titelbild. Dennoch einige Anmerkungen dazu:

Den zweiten Transmitterdurchgang von Atlan und Gucky wurde benötigt, damit sich die Gruppe aufteilt und zwar genau in der Kombination Atlan+Gucky und Yaradua+Tamareil. Weshalb und wieso ausgerechnet Gucky und Atlan zweimal den Transmitter benutzen mussten (und dadurch auch an einem anderen Ort innerhalb des Sprosses gelandet sind) wurde leider nicht erklärt. Ein zwei Sätze (hat was mit den Zellaktivatorchips zu tun oder so) hätten ja gereicht. Ich bin ja schon bescheiden geworden bei solchen Plot getriebenen Handlungsverläufen. Die Aufteilung in zwei Gruppen hätte auch leicht anders erklärt werden können.

Dass Ziblatt persönlich zum Aggregat geht, um die Hormone per Kuss(!) zu verabreichen bescherte mir einer der Momente, in denen ich das in letzter Zeit immer häufiger vorkommende Gefühl hatte, den Protagonisten laut Ihre Dämlichkeit zurufen zu wollen. Wenn ich jetzt nachträglich an die Situation denke, war mein Ausruf doch eher an Frau Stern gerichtet, anstatt an Ziblatt und Aurelia.

Was das fehlende Paratron-Schirmfeld (völlig korrekte Anmerkung von Hans) angeht, erinnere ich mich an eine mehrfach gestaffelte Abschirmung (ohne mir die Mühe zu machen, die betreffende Stelle raus zu suchen). Das mag ja auch ein Paratronschirm beinhaltet haben...

Teile vom Aggregat Etain durch die Schirmstaffel in das (ungeschützte?) Labor zur Untersuchung zu bringen ist so was von dilettantisch. Wir erinnern uns daran, was eine kleine Menge von Naniten mit Bostich gemacht hat, oder?

Yeto ist asynchron gealtert? Hä? Was bedeutet das genau? Entweder er altert biologisch gar nicht mehr (was wegen des Zellaktivators logisch wäre und mich unwillkürlich an Anne Rices Interview-mit-einem-Vampir-Claudia erinnert) oder er altert doch noch bis zum Erwachsenenalter. So oder so hat sein Geist und oder sein Körper im Dakkarraum-Konglomerat Jahre/Jahrzehnte verbracht? Dann kann das aber auch so gesagt werden und nicht so verschwurbelt ausgedrückt werden. Eine simple Nachfrage hätte vielleicht gereicht, dies zu klären.


Hans Fallada (23.12.2018):

Seite 55: die li.Sp. beginnt mit dem Satz "»Das ist absurd«, sagte der Bhal."

Dieser Satz passt perfekt als Fazit für diesen Roman. Doch alles der Reihe nach.

Aus Gucky wird auf dem Titelbild ein Waschbär! OMG!

Auf Seite 9 empfindet Bully beim Umarmen seiner Frau großes Unbehagen Dank des Weltenbrands, kuschelt dann aber ausgiebig problemlos mit seiner Tochter!

Auf Seite 27 li.Sp.u. erscheint der Bart von Donn Yaradua als "...weniger sorgsam gestutzt als sonst." obwohl innerhalb der Handlung kaum Zeit vergangen ist und kurz vorher Yaradua als penibel gestylt beschrieben wird!

Auf Seite 30 re.Sp.m. aktiviert Tamareil ein Mikrostörfeld obwohl das HEI-Feld der Gemeni bereits die SERUNS weitgehend lahmgelegt hat und es fraglich ist warum die Technologie Tamareils den Kontaktfolien überlegen sein soll?

Auf Seite 33 li.Sp.u. begrüßt Tamareil die Gruppe um Orben als 'alte Bekannte' obwohl sie kurz vorher ihr Aussehen per Mimikry verändert hat um nicht erkannt zu werden!

In der Spalte daneben geht Gucky dann zu Kapitelbeginn aus unerfindlichen Gründen mit Atlan zum zweiten Mal durch den Transmitter!

Auf Seite 37 wissen die Applikanten vom Weltenbrand - obwohl es bisher so rüber kam als ob man diese komplett von der Außenwelt abgeschirmt hat!

Seite 50 und 51 beinhalten den dicksten Logikbug des Hefts: die Posmi Aurelia und Ziblatt entscheiden, ohne die Schiffsführung zu informieren und ohne daß ANANSI einschreitet, dem Aggregat per Kuß Serotonin und Melatonin zukommen zu lassen. Wer soll solch einen Unfug glauben? Ich jedenfalls nicht! Eine kleine Phiole mit menschlichem Blut hätte es doch getan!

Auf Seite 55 zieht Atlan seinen Bluff beim Bhal Haddunis durch, in Bezug auf die Entführung Yeto Carells. Da stellt sich die Frage warum die Gemeni Yeto nicht selbst lokalisieren können? Das ist ein plotgetriebener Unfug allerunterster Kanone! Auf dieser Seite wird weiterhin unterstellt, daß der Bhal die menschliche Psyche nicht verstünde da Yeto ja niemals erwachsen war. Was haben die Gemeni all die Monate im All so getrieben? Es gab 100.000 erwachsene Studienobjekte an Bord. Hier möchte ich aufs heftigste mit dem Kopf schütteln und war beim Lesen kurz davor das Heft zu zerreißen!

Auf Seite 56 li.Sp. funktioniert der Plot nur weil "Mikroprojektoren" einen HÜ-Schirm um die Gefängniszelle des Aggregats aufgebaut haben. Zumindest weiß die Autorin, daß Patrons 30m große Projektoren brauchen aber das macht es nicht logisch. Bei der Gefahr die Etain für das ganze Schiff darstellt müsste sie hinter einem Paratronschirm gesichert werden!

Seite 59 li.Sp.u. "»Yeto«, sagte der Bhal, als würde sein Holobild den Jungen sehen. »Geht es dir gut?«" Seit wann sind Holoverbindungen nur einseitig? Natürlich sieht er den Jungen!

Ein schludrig geschriebenes Heft, wenn ich eine Note vergeben müsste wäre diese außerhalb der Skala.

Und nächste Woche geht es zurück ins Konglomerat... Lasset alle Hoffnung fahren...