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Perry Rhodan Nr. 2988: Die HARUURID-Mission

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Perry Rhodan, Monkey, Spartakus Galouye und Orla Trant rematerialisieren in der Leerraumfähre AJATTI und werden von der gäonischen Sicherheitschefin Abelone Jochanson festgenommen. Jochanson hat schon zehn Jahre in der Milchstraße verbracht und konnte sich ein eigenes Bild machen. Syllester Fords Appelle an die Gäonen während der Schlacht um die Hundertsonnenwelt haben ein Übriges getan. Jochanson glaubt nicht mehr an Puoshoors Herrschaftsanspruch und die Rechtmäßigkeit der Invasion. Sie verrät auch deshalb niemandem etwas von Rhodans Ankunft, weil der Terraner ihr bei der Lösung eines Problems helfen soll. Rhodan erfährt, dass Puoshoor schon nicht mehr an Bord ist. Er ist zur HARUURID gewechselt, die in der Zwerggalaxie Sagittarius operiert. Die Thoogondu haben ein Bündnis mit den dortigen Gursüy-Blues geschmiedet. Auch die AJATTI ist unterwegs nach Sagittarius. Die Fähre hat nicht nur Thoogondu-Schiffe transportiert, sondern auch einige gäonische 2200-Meter-Kugelraumer. Joel Moore, Kommandant des Flaggschiffes KORS DANTUR, hat sich verändert. Jochanson nimmt an, dass die Thoogondu seine Erinnerungen manipuliert haben. Rhodan soll herausfinden, ob an diesem Verdacht etwas dran ist.

Tatsächlich benutzen die Thoogondu die Gäonen für ein schmutziges Spiel, über das die Neue USO (und somit auch Monkey) zumindest teilweise bereits im Bilde ist. Den Rest erfährt Rhodan im Verlauf seiner weiteren Erlebnisse. Die Gäonen werden unter Drogen gesetzt und dazu gebracht, Randwelten sowie Raumstationen der Gursüy zu attackieren. Anschließend werden ihre Erinnerungen verändert - genau das ist auch mit Moore geschehen. Für die Blues entsteht der Eindruck, bei den gnadenlosen Angreifern handele es sich um Terraner. Die Thoogondu treten als Retter und Beschützer auf. Puoshoor lässt es so aussehen, als seien einige Kinder des Gursüy-Verhandlungsführers Ziish von den Thoogondu vor den mörderischen "Terranern" gerettet worden. Die Thoogondu wollen die Sagittarius-Blues auf diese Weise für einen Überfall auf die LFG instrumentalisieren und es sieht ganz so aus, als hätten sie mit ihrem Vorhaben Erfolg.

Jochanson schmuggelt Rhodan und dessen Begleiter in die KORS DANTUR. Moore erwartet sie bereits (er wurde von Jochanson informiert) und lässt sie einsperren, spricht aber mit Rhodan, dem es gelingt, zumindest Zweifel in dem Mann zu wecken. Moore lässt zu, dass sich Rhodan und seine Begleiter befreien, damit sie die Möglichkeit haben, Beweise für die Machenschaften der Thoogondu zu beschaffen. Rhodan und Monkey infiltrieren das in einem Hangar der KORS DANTUR geparkte Thoogondu-Raumschiff GURRANIR, in dem die Gäonen "geimpft" (mit Drogen gefügig gemacht) werden. Maschinen zur Gedächtnismanipulation sind ebenfalls vorhanden. Das Schiff startet, aber Monkey übernimmt die Kontrolle in der Zentrale und lenkt den Raumer zurück zur KORS DANTUR. Währenddessen dringen Jochanson, Trant und Galouye in einen für Gäonen verbotenen Bereich der Krankenstation der KORS DANTUR ein. Dort befinden sich einige "gerettete" Gursüy.

Rhodan hat somit mehr als genug in der Hand, um Moore zur Kooperation zu bewegen. Die Besatzung der GURRANIR wird verhaftet. Jetzt muss nur noch Puoshoor dingfest gemacht werden. Mit der Behauptung, man habe einen durch den Hooris-Transmitter gekommenen USO-Agenten gefangen genommen, wird es Rhodan und seinen Begleitern ermöglicht, in die HARUURID vorzudringen. Sie tappen in eine Falle, denn Puoshoor wurde gewarnt. Ihnen gelingt die Flucht, doch Galouye kommt ums Leben. Rhodan begegnet Ziish. Es gelingt dem Terraner, den Blues klarzumachen, dass sie von den Thoogondu nur benutzt werden. Ziish weiß, wo sich Puoshoor aufhält. Der Thoogondu trainiert zurzeit mit seiner Geliebten und Lehrerin Mazuurah.

Rhodans Team greift an. Mazuurah wird im entbrennenden Kampf zum Zünglein an der Waage. Als sie erkennt, dass sie Puoshoor in Wahrheit völlig gleichgültig ist, schießt sie ihm in den Rücken. Er revanchiert sich mit einer Giftpfeil-Salve. Rhodan gibt Puoshoor den Rest. Mit letzter Kraft aktiviert Mazuurah einen Transmitter, durch den Rhodans Team zur KORS DANTUR zurückkehren kann. Monkey nimmt dem sterbenden Puoshoor das Gondische Privileg ab.

Alle Thoogondu und Gäonen in der Milchstraße erkennen Puorengir als Gonda an. Sie bereitet ihre Rückkehr nach Sevcooris vor. Der Großtransmitter beim Pulsar Funkellicht soll bald deaktiviert werden. Damit ist die versuchte Invasion der Milchstraße endgültig Geschichte.


J. Kreis, 24.11.2018


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Hans Fallada (24.11.2018):

Ein Bündnis des falschen Gondus mit den Blues, um die Galaxis zu erobern? Wie es der Zufall so wollte hatte ich mir zwei Tage vor diesem Heft die ebook-Version von Band 2700 auf mein Smartphone runtergeladen - bin seinerzeit erst mit 2701 in den Zyklus eingestiegen - dort wird im Zuge der damaligen Ereignisse um die Streitigkeiten zwischen Blues und Tefrodern um den Polyport-Hof ITHAFOR-5 bereits erwähnt, daß die Blues die größten Raumflotten der Milchstraße besitzen und falls diese sich je entschlössen auf Eroberungsfeldzug zu gehen hätten die LFT und das im Niedergang befindliche Arkon-Imperium dem wenig entgegen zu setzen! Das Reich der Arkoniden existiert nun praktisch nicht mehr. Was es noch einfacher machen würde.

In Nr. 2700 findet sich auch ein Verweis auf die Galkiden - Rhodan hatte deren ehemalige Botschaft als Wohnhaus erworben samt einer seltsamen Bodenfliese über die sich unerklärlicher Weise kein Roboter hinwegzubewegen gedachte. Ein seltsames Haus, dort gab es ja m.W. auch eine Breviatur nach Allerorten in Form einer Wandnische. Als die Haluterpest an Bord des Raumschiffs VRITRA geplant wurde - in Band 2958 - waren vermutlich Galkiden an Bord. Ich werte das alles jetzt mal als Langzeitplanung aus der Expokratie.

Was mir natürlich so ganz nebenbei dabei auffiel ist die relativ hochstehende literarische Qualität dieses Jubel-Bandes. Da wird mir ganz wehmütig wenn ich bedenke wie gut die Serie SEIN KÖNNTE, hätten die Autoren nur etwas mehr handwerkliches Können auf der Pfanne... hüstel :-(.

Nun zu den Schwächen des Romans: Warum will man eine Galaxis erobern in der es - da die Ekpyrosis ja immer schlimmer wird - absolut nicht lebenswert sein wird? Ein dramaturgischer Schnitzer der gröbsten Art. Den Gatasern will man anbieten, nach Sagittarius umzusiedeln wegen des Weltenbrands und dann sollen sie ihre Raumflotten wieder zurückschicken um was zu tun? Auf jedem Planeten der LFG eine Flagge hissen und dann schnell wieder verschwinden? So dumm kann doch niemand sein? Das wäre so als ob man den Bauerhof des Nachbarn annektiert auf dem gerade die Vogelgrippe grassiert!

Mit dem Tod von Puoshor hat sich das alles jetzt erledigt wobei das nicht erklärt warum sich auch nur irgendjemand bei den Blues auf so etwas eingelassen hätte - der Roman bringt es ja so rüber als ob dieser Plan nur durch Puoshors Tod im letzten Moment gestoppt werden konnte.

Auf S.33 sprechen Rhodan und Monkey, zunächst unsichtbar, mit einem blinden Thoogondu. Dann sind sie wieder sichtbar. Niemand bemerkt, daß aus dem Nichts Leute auftauchen, zunächst Rhodan und dann etwas später Monkey; gäonischen Soldaten fällt die Gruppe auf und nun werden sie von dem Blinden weiter in Richtung des gondischen Raumschiffs zu Sitzplätzen geführt - wie macht dieser das? Den Gäonen müßten die SERUNS als fremde Technologie auffallen, was aber nicht passiert. Auch Monkeys Augenimplantate fallen nicht auf. Ok, die Gäonen werden "geimpft" und dann lethargisch und verwirrt aber das betrifft nur die im gondischen Schiff, die draussen Sitzenden sind noch normal. Auf Backe, soll man das als Leser glauben?

Auf S.38 gibt es dann ein Pistolenduell mit dem Blinden - wie geht das? Rhodans Schutzschirm leitet Energien in den Hyperraum ab, was nur Paratronschirme können, die aber in SERUNS seit mehr als zwei Jahrhunderten nicht mehr verbaut werden können, dann überrumpelt Monkey auf S.39 mit zwei Sätzen eine Neurotronik und Rhodan weiß auf S.40 genau wo auf einem fremden Schiff die Hyperfunkanlage sitzen müsste - nee is klar, ich brauch dringend meine Spaßbrille!!!

Der Rest des Romans kommt dann daher wie der übliche Showdown eines James-Bond-Films, was ich durchaus positiv bewerten möchte - besser gut geklaut usw.

Der Plot mit den Thoogondu ist jetzt abgeschlossen, wobei mich schon interessiert hätte wie und wann genau die HaLem-Armee auf Merkur installiert worden ist?

Das Projekt von San wird erwähnt aber da die Gonda offenbar alle Brücken hinter sich sicherheitshalber abbrechen möchte wird es wohl kein Bündnis mit dem Goldenen Reich in absehbarer Zeit geben. Dieses Projekt müßte m.E. zyklusübergreifend im Hintergrund laufen so wie damals mit der Kosmischen Hanse. Momentan ist das aber leider eine expokratische Totgeburt, die als vage Idee seit einigen Zyklen durch die Serie geistert ohne daß auch nur die geringste Anstrengung unternommen wird um auch nur die ersten Schritte dahin zu gehen. Man hätte sich in diesem Teil-Zyklus lieber diverse Füllromane erspart und statt diesen eine Hintergrund-Mission geschildert über Botschafter des Galaktikums, die in anderen Galaxien für das Projekt die Werbetrommel rühren. Schade. Zumindest mit Andromeda wäre es dank der vorhandenen Sonnentransmitter-Verbindungen ein leichtes gewesen. Das Multitasking der Expokratie hat offenbar deutliche Grenzen und verzettelt sich auf diversen Nebenschauplätzen :-( - das Interview mit CM im Report in der Heftmitte spricht ja Bände, er schreibt wahrscheinlich lieber für die 3Fragezeichen...