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Perry Rhodan Nr. 2987: Schlacht ums Gondunat

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Am 2. Juli 1552 NGZ treten die Vertreter der LFG - neben Perry Rhodan fungiert der Posbi Samstag als Verhandlungsführer im Auftrag des Zentralplasmas - in Verhandlungen mit den Thoogondu ein. An der ersten Runde nimmt Puoshoor nur per Bildfunk teil. Er gibt zu, den Befehl zur Auslösung der Haluterpest gegeben zu haben. Nachdem die altbekannten Argumente, Vorwürfe und Schuldzuweisungen beider Seiten abgehandelt sind, erklärt sich Puoshoor bereit, sich persönlich mit seiner Schwester zu treffen. Die Begegnung soll zwei Tage später auf neutralem Gebiet stattfinden, nämlich in einem demilitarisierten Leichten Kreuzer der GALBRAITH DEIGHTON VII. Vereinbarungsgemäß nähern sich die Flaggschiffe der Geschwister einander langsam an. Doch dann beschleunigt Puoshoors DAAIDEM und rammt die TAYLITTIR. Die ineinander verkeilten Pentasphärenraumer stürzen auf die Hundertsonnenwelt zu. Raumlandesoldaten der DAAIDEM entern Puorengirs Schiff. Sie gehen mit rücksichtsloser Härte gegen ihre Artgenossen vor. Es geht ihnen um die Gonda, vor allem aber um das in deren Besitz befindliche echte Gondische Privileg, das Symbol der Macht im Goldenen Reich.

Perry Rhodan, einige Raumlandesoldaten und Kampfroboter dringen in die TAYLITTIR ein. Sie finden nur Leichen vor, auch in der Zentrale. Puorengir und Monkey, der die Gonda als Leibwächter begleitet hat, sind nicht unter den Toten. Der Oxtorner hat eine Nachricht zurückgelassen, der zufolge Puorengir verschleppt wurde. Er wollte ihr folgen. Rhodans Trupp macht sich auf die Suche nach dem USO-Chef. Monkey gerät in eine Gravitationsfalle, in der er zerquetscht zu werden droht. Er kann rechtzeitig befreit werden. Rhodan funkt die HARL DEPHIN an. Moothusach soll der Neurotronik der DAAIDEM klarmachen, dass Puoshoor ein Betrüger ist. Gefolgt von Rhodans Trupp ziehen sich die feindlichen Soldaten in die DAAIDEM zurück. Einige Zeit später gewinnt die Besatzung der TAYLITTIR wieder die Kontrolle über das eigene Schiff. Da ein TARA-IX-INSIDE für Ablenkung sorgt, bleibt Rhodans Trupp zunächst unbemerkt. Die Technobiologin Orla Trant misst eine Verdichtung der Energieströme in der Heckkugel der DAAIDEM an. Dort befindet sich auch Puoshoor.

Verstärkung für Rhodan rückt mit LAURIN-Jets nach. Trotzdem geraten Rhodan und einige Raumlandesoldaten in Lebensgefahr. Samstag opfert sich, um sie zu retten. In der Heckkugel wurde ein experimenteller Hooris-Transmitter aktiviert, dessen Energieströme das ganze Schiff in Gefahr bringen. Rhodan und Monkey setzen Puoshoor so stark zu, dass der Thoogondu allein durch den Transmitter gehen muss - eigentlich wollte er seine Schwester mitnehmen. Puorengir ist wohlauf. Sie sagt, es sei Puoshoor nicht gelungen, das Gondische Privileg umzucodieren. Er habe ein Geheimprojekt erwähnt, bei dem es um eine letzte, ultimate Waffe gehe. Derweil hat Moothusach Erfolg bei seinem Gespräch mit der Neurotronik. Das Gondische Privileg wird Puoshoor aberkannt. Rhodan, Monkey, Orla Trant und der epsalische Raumlandesoldat Spartakus Galouye gehen durch den noch aktiven Transmitter. Bevor weitere Streitkräfte folgen können, entladen sich die Kristalle und das Transmitterfeld erlischt.

Kringels Meinung:

Ich könnte viele Fragen stellen. Zum Beispiel: Warum müssen sich die DAAIDEM und die TAYLITTIR einander bis auf 45 Kilometer nähern? Warum lässt sich Rhodan überhaupt auf so etwas ein? Warum kann Moothusach einfach so auf die Neurotronik des doch sicherlich am besten geschützten feindlichen Schiffes vor Ort zugreifen? Wie kann Monkeys Oxtornerhaut (die hält bekanntlich sogar dem Beschuss aus einem Thermostrahler stand) von einem Glassplitter (!) durchbohrt werden? Vor allem aber: Wieso um alles in der Welt werde ich mit dem Wortgeplänkel vollkommen belangloser Vorverhandlungen behelligt, das obendrein zum größten Teil aus Wiederholungen längst bekannter Argumente besteht? Dafür geht ein Drittel des Romans drauf. Danach folgt Seite um Seite mit generischen Kampfhandlungen. Langweilig!

J. Kreis, 17.11.2018


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Hans Fallada (17.11.2018):

Etwa die Hälfte des Romans nimmt erneut das Innere Erleben eines kybernetischen Organismus ein, nämlich des Posbi Samstag, aber seltsamerweise nervte mich das diesmal beim Lesen keineswegs, sodaß ich aufs Querlesen erfreulicherweise verzichten konnte.

Ein sehr gut geschriebener Action-Roman wie dieser ist doch ein schöner Kontrast zu dem m.E. ultratrockenen Lesestoff von letzter Woche.

Ich bin zwar kein Fan von Lordadmiral Monkey aber in dieses Setting hat der relativ unsterbliche Ultra-Rambo doch ausgezeichnet reingepaßt. Mit einem nur dünnen Schutzanzug bekleidet, einer Glasscherbe im Oberschenkel und einer Gehirnerschütterung mäht er reihenweise die Gefolgschaft des falschen Gondu nieder nachdem er zuvor mit dem Schädel auf dem vermutlich stahlharten Fußboden gemorst hat :-). Je älter ich werde desto mehr gefällt mir so etwas, was immer das auch bedeuten mag :-).

Falls jetzt nicht noch eine überraschende Wendung kommt, steht Puoshor als der Mastermind hinter der bis jetzt ziemlich mißglückten Invasion fest. Daß er, nach Vermutung seiner Schwester, langfristig durch die Neue Gilde manipuliert wurde spielt dabei m.E. nur noch eine untergeordnete Rolle. Eine wie auch immer geartete Befreiung von falschen Erinnerungen und anschließende Versöhnung mit der Gonda fände ich nicht wünschenswert nach allem was er bisher, ohne auch nur ansatzweise zu zögern, an Grausamkeiten u.a. ihr gegenüber abgezogen hat. Nach all der Unklarheit in diesem Teil-Zyklus was Motivationen von Handlungsträgern angeht ist es höchste Zeit für einen altmodischen Bösewicht, der zur Strecke gebracht werden muss oder zumindest wegen erwiesener Kriegsverbrechen vor ein Gericht gestellt - da kann dann ja die Minderung der Schuld durch o.g. Manipulationen (falls diese überhaupt stattgefunden haben) festgestellt werden und ein Langzeitaufenthalt auf Tahun o.ä. angeordnet werden.

Der Angriff auf die Posbi-Zentralwelt wird von Puoshor selbst zufriedenstellend begründet: Haluter und Posbis als schlagkräftigste Verbündete der Terraner sollen als erstes ausgeschaltet werden. Was bei den Halutern ja geklappt hat und sich bei den Posbis wohl als Rohrkrepierer herausstellt. Lag eigentlich nahe aber ich hatte das wohl stur ausgeblendet in meinen Gastkommentaren der jüngsten Zeit, sorry!

Was mich interessieren würde: sind die Thoogondu mit ihren Hooris-Netzen (die ja gegen die Verdummung durch den Schwarm schützten) eventuell immun gegen den Weltenbrand?

Daß hier Rhodan in einen Hochrisiko-Einsatz geht ist sicher von vielen Lesern gewünscht, wenn es auch die Spannung rausnimmt da der Ex-Großadministrator sicher lebendig da wieder herauskommt was bei Atlan auch stets absolut sicher ist.

Auf der LKS bezeichnet Michelle Stern Thez als etwas spezielle Superintelligenz - what??? Kein Kosmokratenkönig, der eine halbe Treppenstufe höher wohnt als Taurec und seine Genossen :-) ? Wenn das so stehenbleibt - was ich mir nicht vorstellen kann, haben ihm seine Brüder und Schwestern der Kosmokratenschar doch am Ende des Einsteinuniversums zugerufen "Kommst du?" - dann geht das aber fix mit der Uminterpretierung. Den Herrn der Elemente vom Chaotarchen zur negativen SI zu degradieren dauerte mindestens 20 Jahre...

Deine Fragen sind natürlich berechtigt, das mit dem Glassplitter ist ein dicker Logikbug und die anderen Aspekte sind auch fragwürdig, ist mir aber im 'Eifer des Gefechts' nicht aufgefallen da mir das Heft insgesamt sehr gut gefallen hat.