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Perry Rhodan Nr. 2983: Kants letztes Kunstwerk

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Asherman Kant ist ein reicher Kunsthändler in Orbana, der Hauptstadt der Freihandelswelt Lepso. Hinter dieser Fassade verbirgt sich der beste und teuerste Auftragskiller weit und breit, Künstlername Omor. Er folgt einem Ehrenkodex, der es ihm verbietet, Unbeteiligte und Kinder zu töten. Am 22. Mai 1552 NGZ wird Kant von einem gewissen John C. Shelton (es handelt sich natürlich um einen Decknamen) kontaktiert und mit der Ermordung einer Kauffrau der Falga-Kooperation beauftragt. Shelton gibt an, dieser Handelsclan stelle eine lästige Konkurrenz für ihn dar. Der Name der Zielperson ist nicht bekannt, Shelton nennt sie "die Lady". Kant ist interessiert, denn die von Shelton in Aussicht gestellte Belohnung kann sich mehr als sehen lassen. Außerdem wird die Lady bestens geschützt. Ein oxtornischer und mehrere robotische Leibwächter begleiten die ganzkörpermaskierte Frau auf Schritt und Tritt. Das ist ein zusätzlicher Anreiz für Kant. Die Ermordung der Lady soll sein Meisterwerk werden.

In falscher Identität schaut sich Kant im Raumschiff der Lady um, einem 900-Meter-Handelsraumer der SHEREMDOC-Klasse namens BERWINUS GRIN. Er wird das Gefühl nicht los, dass mit diesem Schiff etwas nicht stimmt. Es kommt ihm so vor, als sei die GRIN nur Kulisse für ein gut inszeniertes Schauspiel. Obendrein werden mikrominiaturisierte Hightech-Spionsonden, die Kant im Schiff zurücklässt, offensichtlich aufgespürt und zerstört - ein Ding der Unmöglichkeit für die Besatzung eines normalen Handelsraumers. Kant nutzt seine Kontakte, um sich einen Hochleistungsdeflektor zu beschaffen und die GRIN im Schutze der Unsichtbarkeit noch einmal zu infiltrieren. Er wird entdeckt, muss sich den Weg freischießen und wird somit vom Jäger zum Gejagten.

Jetzt steht fest, dass die Besatzung der GRIN einen gewaltigen Aufwand für ein Täuschungsmanöver betreibt. Doch welchem Zweck dient diese Aktion? Kant greift zu radikalen Mitteln, um sich der Verfolgung zu entziehen. Unter anderem aktiviert er eine aus seiner DNS gezüchtete Körperkopieprothese ohne eigenes Bewusstsein, die eigentlich für den Fall bereitgehalten wurde, dass sein ursprünglicher Körper schwer verstümmelt wird. Der Klon wird so programmiert, dass er eigenständig handeln und einen Mordanschlag auf die Lady verüben kann, der plangemäß fehlschlägt. Es kommt zu einem Feuergefecht, bei dem die Kant-Kopie zerrissen wird. Dummerweise hat der oxtornische Leibwächter der Lady alles längst durchschaut. Kant wird festgenommen.

Der Oxtorner ist niemand anderer als Monkey, Chef der Neuen USO, und unter der Maske der vermeintlich terranischen Lady verbirgt sich Puorengir, die Gonda des Goldenen Reiches. Die GRIN ist in Wahrheit die HARL DEPHIN, ein Spezialschiff der USO. Um potentielle Attentäter dazu zu bringen, sich zu verraten, wurde Puorengir als Lockvogel eingesetzt. Kant soll seinen Auftraggeber an Monkey ausliefern. Im Gegenzug darf er offiziell tot bleiben. Puorengirs Ermordung wird spektakulär in Szene gesetzt. Tatsächlich "stirbt" ein Roboter anstelle der Gonda. Anschließend trifft sich Kant mit dem Auftraggeber, um die Belohnung in Empfang zu nehmen. Monkey ist zur Stelle, um den Mann zu verhaften. Dessen wahrer Name lautet Gunard Schoshimur. Es ist ein Gäone aus der Besatzung der TAYLITTIR, Puorengirs Flaggschiff.

Kringels Meinung:

Schöner Krimi (ehrlich, ich hatte viel Spaß bei der Lektüre), aber sollte der Roman in der Absicht geschrieben worden sein, die Auswirkungen des so genannten Weltenbrandes zu zeigen, dann müsste ich sagen: Thema verfehlt. Alles läuft wie immer, nirgendwo sind irgendwelche Einschränkungen erkennbar. Die Überreizung der Sinne scheint lästig, aber nicht unerträglich zu sein. Es sieht vielmehr so aus, als könne man sich daran gewöhnen. Wenn der Roman nicht in der genannten Absicht geschrieben wurde, so muss ich fragen: Warum nicht? Wieder eine Gelegenheit verpasst, endlich mal zu demonstrieren, warum dieser Weltenbrand denn bitteschön ach so schlimm sein soll!

J. Kreis, 20.10.2018


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Hans (20.10.2018):

Seite 39 li.Sp.o.: Das Abstrahlfeld waberte. "Geh durch!"

Könnte mal bitte jemand dem Expokraten CM schonend beibringen, daß Torbogen-Transmitter seit der Hyperimpedanzerhöhung nicht mehr funktionieren?

Ansonsten ist das Heft ziemlich spannend geschrieben auch wenn es fast die Kriterien für einen Füllroman erfüllt hätte, wäre nicht das überraschende Ende gewesen. Ich hatte lange die Vermutung, daß es sich bei der "Lady" um das Aggregat Etain handelt. Auf die Gonda Puorengir bin ich bis zur Enthüllung nicht gekommen, auch nicht auf Monkey obwohl das nahelag.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Rißzeichnung in der Heftmitte da es sich hierbei um die HARL DEPHIN handelt, die im Plot des Heftes maskiert als BERWINUS GRIN vorkommt, was in der Zeichnung natürlich nicht erwähnt wird. Schön, daß es wieder Kugel-Raumschiffe ohne protzigen Ringwulst gibt! Schön, daß die Beschleunigung schon wieder bei 390 km/s2 liegt - der technologische Fortschritt seit der HI-Erhöhung kommt langsam voran!

Die Zyklushandlung hat das alles nicht sehr viel weiter gebracht. Es hat nur bestätigt, daß der Weltenbrand nach wie vor als ein Zipperlein daherkommt, welches man durch starke Konzentration auf etwas anderes, hier die Verfolgung und Ausspionierung des Ziels durch Omor/Kant, doch sehr gut ausblenden kann.

Ein durchaus guter Krimi mit überraschendem Ende, mehr fällt mir dazu auch nicht ein.