PR 2981
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Perry Rhodan Nr. 2981: Im Bann der Erkenntnis

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Die Suche der RAS TSCHUBAI nach Proto-Eiris-Silos geht weiter. Nummer 3 befindet sich Fitzgerald Klems Erkenntnissen zufolge irgendwo auf der Scheibenwelt Shudragad, einem 2000 Kilometer durchmessenden künstlich erschaffenen Habitat im Orbit des Roten Riesen Plunak. Die annähernd humanoiden Shug haben diese Welt vor Äonen von Unbekannten zum Geschenk erhalten. Sie können das Habitat uneingeschränkt nutzen, aber sie beherrschen die Technik nicht. Praktisch jeder Shug ist ein Wissenschaftler oder will es werden. Seit gut 35 Jahren wird von spektakulären Durchbrüchen der Shug-Wissenschaftler berichtet. Bevor Sichu Dorksteiger mit Atlan, Fitzgerald Klem und Florence Hornigold nach Shudragad aufbricht, bringt sie sich auf den neuesten Stand, was die bereits geborgenen Eiris-Ballons angeht. Rund um die Behälter verändert sich die Ynkalkritschicht der Dockingmulde. Der Prozess scheint unschädlich zu sein, allerdings wird der betroffene Bereich ständig größer.

Sichus Team landet mit einer LAURIN-Jet auf der Scheibenwelt. Florence Hornigold ist auch hier gut bekannt. Sie gibt vor, neue Handelsabschlüsse tätigen zu wollen. Der genaue Standort des Silos kann wie üblich nicht bestimmt werden. Die Galaktiker holen Informationen ein und erfahren vom "Sicker", einer aus höherdimensionalen Bereichen ins Standarduniversum überwechselnden Energieform, die in der Akademie Poitroin erforscht wird. Die Reise dorthin entlang eines weit verzweigten Kanalnetzes gestaltet sich schwierig. Ein aggressiver Wasserbewohner hält Sichu für eine leckere Zwischenmahlzeit und die automatisierten Abwehreinrichtungen der Scheibenwelt stufen die Galaktiker als Bedrohung ein. Bewaffnete Roboter, so genannte Fremdwehrer, müssen abgeschüttelt werden, bevor man sich Poitroin nähern kann. Dort werden die Galaktiker von Akademieleiterin Ashag freundlich in Empfang genommen. Ashag erklärt, dass der Sicker im Verlauf der Zeit immer häufiger aufgetreten ist, in letzter Zeit fast täglich. Der Sicker beschleunigt für kurze Zeit das intuitive Begreifen komplexer Sachverhalte, kann bei den Betroffenen aber auch zu geistigen und körperlichen Problemen führen.

Die Wissenschaftler von Poitroin suchen seit geraumer Zeit nach der Quelle des Sickers und sind ihrem Ziel schon recht nahegekommen. Sichu darf bei der Suche helfen. Man arbeitet die Nacht durch. Da erscheint ein tropfenförmiger Schimmer, der zu gleißenden Funken zerplatzt, welche über der Akademie niedergehen. Sichu, Atlan und Fitz werden von diesem Sicker berührt. Bei den Mentalstabilisierten löst der Sicker einen Erkenntnisschub aus, während der Menes in Lebensgefahr gerät. Nun kann die Quelle des Sickers, die natürlich mit einem undicht gewordenen Eiris-Silo identisch ist, identifiziert werden. Auf dem Weg zum Silo werden die Galaktiker und Ashag von Tooseg aufgehalten, dem Leiter der Sickerforschungsgruppe an der rivalisierenden Akademie Zemded, dem man das Ganze eigentlich verheimlichen wollte. Sichu erklärt, wonach wirklich gesucht wird und was es mit Eiris, Biophore sowie möglichen Zusammenhängen in der Kosmologie des Zwiebelschalenmodells auf sich hat. Tooseg ist beeindruckt. Er gibt zu, dass er die Quelle zerstören will, weil er befürchtet, dass irgendwann alle Shug vom Sicker in den Wahnsinn getrieben oder getötet werden - seinem Sohn ist es jüngst so ergangen.

Hierbei können die Galaktiker helfen, schließlich wollen sie sämtliche Eiris-Ballons mitnehmen. Dagegen hat allerdings der hiesige Hüter Solv etwas einzuwenden. Das Kunstwesen hält Atlan völlig zu Recht für denjenigen, der die dys-chrone Scherung, die damit verbundene Eiris-Kehre und somit das Verschwinden von ES zu verantworten hat. Solv ruft tausende Fremdwehrer herbei, wird aber von Fitz durch die Querung gezerrt, woraufhin sämtliche Roboter ausfallen. Nach einem langen Gespräch mit Ashag hat Solv ein Einsehen. Er glaubt nun an die Lauterkeit von Atlans Absichten und lässt zu, dass die Eiris-Ballons am 23. Juni 1552 NGZ von der RAS TSCHUBAI übernommen werden.

Kringels Meinung:

Mit Abwandlungen im Detail (ein anderer Schauplatz, ein anderes Fremdvolk, ein Silowächter, der noch schlechter gelaunt ist als seine Kollegen, weshalb sein plötzlicher Sinneswandel nicht ganz überzeugt) und natürlich mit eigenen Akzenten, zum Beispiel interessanten Ausführungen zum Wesen der Forschung aus Sichu Dorksteigers (oder Verenas?) Sicht, wird im Grunde dieselbe Geschichte wie letzte Woche noch einmal erzählt. Atlan weiß nicht genau, wo der Silo steht, also erkundigt er sich bei den überaus hilfsbereiten Einheimischen nach Besonderheiten und wird sofort auf die richtige Spur gebracht. Auch auf diesem künstlichen Habitat tritt Eiris aus und führt zu auffälligen Phänomenen. Die davon Betroffenen sind ohne weiteres bereit, die Galaktiker in die Suche nach der Quelle der Phänomene mit einzubeziehen. Die Quelle wird rasch gefunden. Ein Rivale funkt kurz dazwischen. Nach noch kürzeren Meinungsverschiedenheiten mit dem Hüter werden die Ballons abgepflückt. Mission complete. Klingt ähnlich wie letzte Woche? Genau. Es ist zu befürchten, dass dasselbe im folgenden Roman erneut geschieht, weil dann Silo Nr. 4 auf der Liste steht. Hoffentlich irre ich mich, denn ich fand die Wiederholung diesmal schon nicht besonders spannend, weil von A bis Z vorhersehbar.

J. Kreis, 06.10.2018


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Hans (08.10.2018):

Deinem Kommentar stimme ich zu 100% zu und möchte noch folgendes anmerken:

Sichu Dorksteiger referiert gegen Ende des Romans über die Erkenntnisse der Galaktiker zu den Hohen Mächten. Darin wird klargestellt, daß Kosmokraten und Chaotarchen multiversal existieren - im JZL-Zyklus war das anders, was ich damals heftig kritisiert habe. Die Herkunft der Biophoren bzw. deren Herstellung aus abgezogener Eiris (auch aus anderen Universen) ist offenbar brandneu in die Kosmologie des Rhodan-Universums eingeführt. Ob das auf Dauer hilfreich in weiteren Zyklen sein wird sei erstmal dahingestellt.

Was mich an dem Heft am meisten stört (und an vielen weiteren in letzter Zeit neben den Inneren Gedankengängen von Figuren) ist die ausufernde Beschreibung des Ambiente in welchem die Akteure handeln. Da rauschen Blätter im Wald und wehen Seidenschals durch die Behausungen und das gefühlt auf jeder Seite.

Tempo, Handlungsaufbau (heftübergreifend) und Erzählstruktur, das sind Dinge die die beiden Expokraten leider nicht beherrschen. Ich maße mir mal an zu sagen, daß "Genesis" eigentlich nur Stoff für 50 stringent erzählte Bände hergibt. Der Mittelteil des Teil-Zyklus war voll mit in die Länge gezogenen Sub-Plots und die Schlussphase 'glänzt' jetzt mit genau demselben. Die Stiefel von William Voltz und auch Robert Feldhoff sind leider einige Nummern zu groß für die heutigen Expokraten. Zyklen fließend ineinander übergehen zu lassen wie von 650 bis 1000 das wage ich gar nicht zu verlangen. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, daß Feldhoff und Voltz absolute Ausnahmetalente waren.

Ein weiteres Manko: aus der Ich-Perspektive berichtet hier nur Sichu Dorksteiger - da ich bei einem Atlan-Abenteuer erwarte, daß diese Erzählweise dem Arkoniden vorbehalten ist bin ich in der ersten Hälfte des Hefts gehörig durcheinandergekommen. Die Autorin hat sich voll und ganz auf die weibliche Heldin konzentriert und sich somit auch die Kommentare des Extrasinns erspart, was ich aber durchaus verstehe. Seit meinem Fanroman weiß ich wie schwierig sich ein klassisches Atlan-Abenteuer schreibt. Ich hatte seinerzeit den Ausweg gewählt, den Logiksektor als defekt zu beschreiben damit ich flüssiger schreiben konnte :-).

Ich lese trotz aller Kritik weiter.