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Perry Rhodan Nr. 2977: Die Kokon-Direktive

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Da Hekéner Sharoun den Techno-Mahdisten auf dem Verhandlungswege nur kleinere Zugeständnisse abringen konnte (angesichts des Hyperlicht-Effekts, unter dem sie genauso zu leiden haben wie alle anderen, bereuen manche Mahdisten ihr bisheriges Vorgehen und versuchen zu helfen), wird Reginald Bull zur Durchführung der Operation Kokon-Direktive ermächtigt. Es gilt, den TERRANOVA-Schirm wieder unter terranische Kontrolle zu bringen. Man kann die LORETTA-Tender, von denen er aufrecht erhalten wird, nicht einfach vernichten, denn der weitaus größte Teil der jeweils 1200 Personen starken Besatzungen wird von den Mahdisten quasi als menschlicher Schutzschild missbraucht. Zur Deaktivierung des systemumspannenden Schutzschirms müssen 20 Tender erobert oder außer Betrieb gesetzt werden. Plan A sieht die Unterwanderung der Mahdisten von innen vor. Ein führender Mahdist soll zu diesem Zweck "umgedreht" werden. Lephart Yutong ist ein geeigneter Kandidat. Der Hyperphysiker arbeitet in LORETTA-108 und kontrolliert den Tender gemeinsam mit Lima Portomessa. Im Gegensatz zu ihr zweifelt er Geheimdienstberichten zufolge an den Methoden des Adam von Aures.

Um zu Yutong vordringen zu können, geht Gucky am 7. Mai 1552 NGZ mit dem Spiegelteleporter Kaleb Barasi in den Einsatz. Der Mausbiber holt den unerfahrenen Mutanten terranisch-epsalischer Abkunft im TIPI an. Barasi besitzt die Fähigkeit, die Energie von Schutzschirmen anzuzapfen, um einen Spiegelpartner zu erschaffen. Dieses zweite Ich kann er an einen beliebigen Ort schicken und wie einen Avatar lenken. Im Parablock mit Barasi kann Gucky sogar durch die Augen dieses Avatars sehen. Während die beiden Parabegabten die Lage im Tender sondieren, wird dieser angegriffen - zur Ablenkung und zur Erprobung der Schutzschirme, die nicht modifiziert wurden, wie bei dieser Gelegenheit festgestellt werden kann. Die Kontaktaufnahme mit Yutong gelingt. Seine Kollegin beobachtet den Vorgang und beabsichtigt Yutong zu paralysieren, aber die Mühe kann sie sich sparen. In Wahrheit ist Yutong Adam von Aures treu ergeben und wurde dem Geheimdienst als Lockvogel präsentiert. Yutong beabsichtigt Gucky mit einer Parafalle zu fangen. Der Mausbiber wäre das perfekte Faustpfand für Adam von Aures. Barasi wird wahrscheinlich in der Falle sterben, doch das stellt für Yutong nur einen akzeptablen Kollateralschaden dar. Mit vereinten Kräften entgehen Gucky und Barasi der Falle, wenn auch nur sehr knapp.

Im Verlauf dieser Geschehnisse gerät Limas Überzeugung, der Techno-Mahdi tue das Richtige, gewaltig ins Schwanken, zumal Sharoun eine öffentlich gehaltene Rede Tango Buroschs als Lüge entlarvt. Der zum Wohlfahrtsrat gehörende Mahdist hat behauptet, der Hyperlicht-Effekt sei eine Strafmaßnahme der Superintelligenz ES, die durch Bostichs Tod automatisch ausgelöst worden sei. Ziel sei es, den Gehorsam der Menschheit gegenüber den Statthaltern von ES zu erzwingen. Außerdem würde eine Abschaltung des TERRANOVA-Schirms nur dazu führen, dass sich der Hyperlicht-Effekt milchstraßenweit verschlimmert. Viele Mahdisten lassen sich von Sharoun überzeugen. Sie denken an Aufgabe. Derweil setzt Bull Plan B in Kraft. Einzelne Tender werden mit chirurgischer Präzision angegriffen, bis ihre Schutzschirme zusammenbrechen. Dann werden die Energiezapfanlagen unter Feuer genommen. Alles läuft perfekt, bis der Schutzschirm von LORETTA-97 überraschend deaktiviert wird, so dass der Tender beim nächsten Treffer explodiert.

J. Kreis, 07.09.2018


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Hans (09.09.2019):

Also gibt es außer Gucky noch andere Mutanten im Solsystem. Ich hatte mich das ja gefragt im Zusammenhang mit der Aktion auf der GOS'TUSSAN II in Bezug auf Para-Fallen. Kaleb Barasi wird beinahe mit einer solchen Falle erwischt, die noch dazu mal auf die Schnelle zusammengebastelt wird. Das macht das problemlose Eindringen in Bostichs Schiff m.E. nachträglich noch unglaubwürdiger. Ich möchte eigentlich gar nicht so kritisch sein aber mir fällt so etwas beim Lesen leider auf.

In diesem Roman wird sehr viel Wert gelegt auf das Innere Erleben, die Psyche der einzelnen Figuren. Das mag vielleicht sogar ein Qualitätskriterium von Literatur sein aber mir gefällt das einfach immer weniger. Es passiert m.E. ansonsten relativ wenig. Ich mag Romanhefte in denen einfach geschildert wird, was die Figuren tun und nur am Rande was in den Köpfen vor sich geht. Und dann auch noch diese 'herzzerreißenden' Funksprüche an die Techno-Mahdisten - als ob man Fanatiker durch so etwas zum Umdenken bewegen könnte wenn noch dazu gleichzeitig einzelne Tender angegriffen werden. Auch die geschilderte Beherrschung eines riesigen LORETTA-Tenders durch nur zwei Personen kann einem schon als sehr unglaubwürdig vorkommen. Die Thematik mit den menschlichen Schutzschilden begeistert mich natürlich auch ganz und gar nicht. Viel zu nahe an unserer Realität.

Alle Akteure denken, daß das Hyperlicht der Weltenbrand ist. Manche haben Angst, daß nach Öffnen des TERRANOVA-SCHIRMS die Beeinträchtigungen noch schlimmer werden da die Strahlung der Sonnen außerhalb sich dazu addiert... letzte Woche haben wir erfahren, daß sich die Quintronen mit den Photonen gekoppelt haben. Da stellt sich die Frage ob damit die Photonen auf Überlichtgeschwindigkeit beschleunigt werden? Oder die Quintronen auf normale Lichtgeschwindigkeit abgebremst? Letzteres wohl nicht, da es dann im Regelfall (weit entfernte äußere Planeten) Wochen und Monate dauern würde bis die äußeren Planeten eines Sonnensystems erreicht werden. Streng genommen wäre das dann pure Fantasy und keine Science Fiction mehr.

Nehmen wir mal an, es handelt sich tatsächlich um den Weltenbrand, die Ekpyrosis. Dann würde sich das Hyperlicht-Phänomen womöglich noch steigern und es gäbe dann extrem viele Tote in der Milchstraße wenn Millionen schließlich Amok laufen. Bleibt es aber beim derzeitigen Stand mit nur Hypersensibilisierung und Schmerzen, stelle ich mir folgende Frage: für die Verhinderung dieses Phänomens wurde der ganze Brimborium mit den Atopischen Richtern abgezogen??? Ich vermute mal stark, daß die Expokraten damals noch gar nicht wußten, was der Weltenbrand denn letztlich sein sollte. Ich finde das jetzt dargebotene (falls es dabei bleibt) dann doch als ein paar Nummern zu klein, sorry.

Es hieß beim Auftauchen des Atopischen Tribunals immer "die Ekpyrosis von GA-yomaad", womit die Milchstraße gemeint war. Dann ginge es, falls es sich steigert, 'nur' um die Auslöschung des Lebens in der Heimatgalaxis Perry Rhodans. Was an sich ja schon schlimm ist aber jetzt denken einige Figuren im aktuellen Heft schon an den Untergang des Universums...

Wenn das alles aber nun nicht der Weltenbrand ist, müßte dramaturgisch also vermutlich etwas noch schlimmeres kommen? Jetzt wo es auf Band 3000 zugeht merkt man doch, daß die Expokraten letztlich etwas zusammengebastelt haben was maximal unrund daherkommt um es mal höflich zu formulieren.

Wenn am Ende eines Zyklus, wie im Falle Neuroversum im letzten Band durch 'Zauberhand und Knalleffekt' eine Auflösung kommt dann wird hier offenbar versucht das auf 25 Hefte auszudehnen. Ob das gutgeht und ob mir das dann gefällt? Momentan werden meine Zweifel immer größer.

Rein vom handwerklichen habe ich an dem Heft wenig auszusetzen aber das Exposé dahinter... Gucky war niemals in Gefahr und mindestens ein Tender explodiert, 1200 Tote. Zum Glück erfahren wir nicht, wer die armen Seelen waren. Hoffentlich steht das nicht nächste Woche an :-(.