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Perry Rhodan Nr. 2973: Zirkus der Zerstörung

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Atlan und Gucky fliegen als blinde Raumschiffspassagiere nach Terra. Dort macht sich Atlan ein Bild von den aktuellen Verhältnissen. Der Techno-Mahdi hat einen Wohlfahrtsrat mit Adam von Aures an der Spitze installiert. Von einer Machtergreifung ist die Rede. Die Lage ist unübersichtlich, denn der Techno-Mahdi kontrolliert fast alle Medien und die Solare Residenz wurde komplett abgeschottet. Viele Terraner befürworten die vom Techno-Mahdi propagierte Abwendung von den Superintelligenzen. Demonstranten fordern den Abzug der Zellaktivatorträger. Das Erscheinen Wanderers und die Ankunft Bostichs mit der GOS'TUSSAN II werden heiß diskutiert. Das dynamische Duo teleportiert in die Stahlorchidee. Dort erhält Atlan von Hekéner Sharoun weitere Informationen. Neues Ziel: Neo-Ganymed. Atlan will Reginald Bull gegen Bostich beistehen. Im Kastell stellt Bully seinen alten Freund Frau und Kind vor. Gegenüber Toio Zindher verhält sich Atlan reserviert, schließlich trägt sie eine Mitschuld an Ronald Tekeners Tod. Shinae dagegen wird freundlich von Onkel Atlan begrüßt. Diesen Moment sucht sich Tamareil aus, um sich erstmals nach ihrem schon etwas länger zurückliegenden Erwachen in Atlans Geist zu Wort zu melden. Sie bezeichnet Bullys Tochter als besonders wertvollen Schatz, ohne das genauer zu erklären.

Homer G. Adams wird hinzugebeten. In seiner Entwicklungsabteilung Q-Drei werden Atlan und Gucky mit SERUN-Neuentwicklungen ausgestattet. Die Deflektoren der Anzüge sind besonders ortungsgeschützt, so dass sich Atlan und Gucky unbemerkt in Bostichs Schiff umschauen können. Außer dem körperlich nicht mehr als Arkonide erkennbaren Eximperator und Adam von Aures befinden sich nur noch 100 Haluter an Bord. Fast alle sind erkrankt. Gucky espert ihre "erstarrten" Gedanken. Sie haben eine Spur der Verwüstung in der GOS'TUSSAN II hinterlassen. Bostich ist in der Lage, das riesige Schiff allein zu steuern. Er spricht mit Adam von Aures über die "Post-Genesis-Welt". Ihm wurde eine führende Rolle im angestrebten erneuerten arkonidisch-terranischen Sternenreich und eine Garde aus geheilten Halutern versprochen. Adam von Aures behauptet, man habe die Biophore bereits verdoppeln können. Sie müsse nur noch zu einem Eiris-Substrat umprogrammiert werden. Dann könne man mit der Massenproduktion beginnen und die Mächtigkeitsballung fluten. Adam von Aures teilt mit, er beabsichtige eines der Teslym-Geschosse der GOS'TUSSAN II auf Wanderer abzufeuern.

Der Resident der LFG stellt sich dem Techno-Mahdisten Abalard Cossu vor Livepublikum zu einer Trivid-Diskussion. Auf diese Weise soll die allgemeine Verunsicherung abgemildert werden. Nachdem die gegenseitigen Schuldzuweisungen abgehakt sind, kommt Cossu auf das Projekt Genesis zu sprechen. Ziel ist eine Neuschöpfung der Menschheit und "ihrer" Mächtigkeitsballung. Die Veranstaltung wird unterbrochen, als der Haluter Fembor Aosher ganz in der Nähe während einer Vorstellung des Zirkus der Zerstörung zu toben beginnt. Aosher leidet an der Haluterseuche, welche just in diesen Minuten das dritte Stadium erreicht. Der Haluter wird von Robotern betäubt. Cossu verkündet, er könne Aosher hier und jetzt heilen. Sharoun stimmt zu. Die Mahdistinnen Shyleen Carou und Heyda Jeskobb bringen eine Apparatur, die von Cossu als Sextadim-Isolator bezeichnet wird. Sie wird aktiviert. Der Haluter beruhigt sich.

Die Besatzung der außerhalb des TERRANOVA-Schirms postierten GALBRAITH DEIGHTON VII beobachtet die Ankunft eines 60 Meter durchmessenden Kugelraumers. Die FLORENCE LAMAR bittet um Einflugerlaubnis. Das Aggregat Etain, eine ätherisch schöne Frau mit weißer Haut, farblosen Haaren und schwarzen Augen, sendet Grüße. Patomans Warnungen werden ignoriert. Das kleine Schiff fliegt direkt auf den systemumspannenden Schirm zu. Eine Strukturschleuse öffnet sich. Nach dem Einflug der FLORENCE LAMAR erhält Patoman die Information, dass eine Frau mit diesem Namen Biologin an Bord der HUMBOLDT war. Einziger Überlebender des 2512 verloren gegangenen Explorerschiffes war Lotho Keraete ...

Kringels Meinung:

... und ich vermute, dass sich der ehemalige Bote von ES an Bord der FLORENCE LAMAR befindet. Es sollte mich nicht wundern, wenn er jetzt in TALINS Auftrag unterwegs wäre. Die Mächtigkeitsballung dieser von ES abgespaltenen Superintelligenz ist 660 Millionen Lichtjahre von der Lokalen Gruppe entfernt und dürfte somit nicht vom Abfluss der Eiris betroffen sein. Wenn ich mich nicht irre, ist bisher nichts über etwaige Auswirkungen der Eiris-Kehre auf TALIN gesagt worden. Vielleicht gibt es gar keine. Lotho Keraete wurde zuletzt auf TALIN ANTHURESTA gesehen, einem der Brennpunkte der Scheibenwelt Peregrinus, die als TALINS Sitz in den Fernen Stätten gilt (PR 2599). Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass sich TALIN nach dem Schicksal seines "Bruders" erkundigt. TALIN wurde in den letzten paar hundert PR-Romanen äußerst stiefmütterlich behandelt. Es wäre schön, wenn wir jetzt erfahren würden, was aus ihm geworden ist. Das soll aber nicht heißen, dass ich mir seinen Einzug in die verwaiste Mächtigkeitsballung als Ersatz für ES wünsche!

Den Roman fand ich langweilig, obwohl so einiges geschieht. Vielleicht liegt es genau daran, das heißt, vielleicht ist es zu viel. Atlan prescht im Solsystem von A über B nach C, nur um gleich wieder nach D weiterzuhüpfen. Informationen werden ausgetauscht (das hatten wir letzte Woche schon), beunruhigende Entwicklungen zeichnen sich ab. Aus alldem wird ebenso wenig rausgeholt wie aus dem Wiedersehen Atlans und Bullys. Beim Wiedersehen mit seinem alten Freund hat Bully Tränen in den Augen ... das war's. Die Schauplätze werden so nebenbei abgeklappert, die Geschehnisse werden zack-zack abgehakt. Jaja, schön zu wissen, aber mitgerissen wurde ich nicht. Auch nicht von der merkwürdigen, recht breiten Raum einnehmenden Nebenhandlung rund um einen in den Alpen mit Wanderstock (?) daherspazierenden Haluter, der im Zirkus bei Arenakämpfen auftritt (!), obwohl er weiß, dass er demnächst in eine unkontrollierte Drangwäsche verfallen wird (?!?). Schon gar nicht vom witzelnden Mausbiber Gucky, einem anscheinend immer noch nicht überwundenen Klischee. Apropos: Wenn PR-Autoren witzig sein wollen, dann funktioniert das manchmal. Manchmal nicht. Da kriegt Atlan einen SERUN, mit dem er sich so superunsichtbar machen kann, dass eine Entdeckung absolut ausgeschlossen ist. Es sei denn, dass er bei der Verfolgung eines tobenden Haluters ausrutscht (auf einer Bananenschale oder was?) und sich mit lautem "Plumps" auf die vier Buchstaben legt, was denn selbst der von Krankheit gezeichnete Haluter nicht mehr überhören kann ... ∗facepalm∗

J. Kreis, 11.08.2018


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Hans (13.08.2018):

Deinem Kommentar schließe ich mich zu 100% an. Und möchte noch hinzufügen, daß die Handlung seit sehr vielen Heften nur so dahinplätschert und jetzt überschlagen sich die Ereignisse. So etwas wie in diesem Heft hätte ich ab Band 2990 erwartet. Wie will man das letzte Viertel des Teil-Zyklus noch einigermaßen spannend erzählen? Ich erwarte jetzt etliche Füllromane. Mit den gemachten Enthüllungen ist m.E. die Luft raus. Aures und Bostich(?) sind die Superbösewichte die aufgehalten werden müssen.

Vor etlichen Wochen habe ich meinen Fanroman per LKS-Tante an Hartmut Kasper weiterleiten lassen. In diesem feuert Bostich am Schluß Shiva-Torpedos ab... Hat das evtl. den Expokraten dazu gebracht jetzt die Teslym-Torpedos in die Handlung einzubauen oder ist das nur Zufall??? Erfahren werde ich das vermutlich nicht.

Wanderer wird den Beschuß vermutlich aushalten und falls er zerstört wird, dürfte es sich nur um ein Duplikat handeln. Q3 erinnert natürlich an Q aus den James-Bond-Filmen.

Wie in einem klassischen britischen Krimi werden gegen Ende noch Figuren eingeführt, die bisher keine Rolle spielten. Das finde ich persönlich ziemlich langweilig. Um nicht zu spoilern sage ich nicht, was Lotho K. demnächst tun wird, der Untertitel eines der nächsten Hefte verrät es.

Die fast totale Ohnmacht von Hekener Sharoun halte ich für unlogisch aber so wie der Teil-Zyklus bisher daherkommt kann sich das als vorgetäuscht herausstellen. Ich würde "Genesis" nicht als einen der wirklich guten Zyklen bezeichnen aus den o.g. Gründen aber ich werde trotzdem weiterlesen.


Michael (11.08.2018):

Gucky meint an einer Stelle zur Gedankenwelt Bostichs, dass sie einer permanenten Explosion ähnelt. Ebenso erlebe ich die aktuelle Handlung als permanente Explosion von Silvesterraketen. Eine nach der anderen wird gezündet, oder - um ein anderes Bild zu verwenden - immer mehr Puzzlesteine finden einen Platz. Immer mehr Zusammenhänge werden klarer und schaffen langsam ein großes Bild, die Handlung steuert auf Heft 3000 (bzw. eher 2999 als Finale) zu. Schön, dass nicht bis zum letzten Heft gewartet wird, um die Zusammenhänge zu beleuchten (womöglich noch als Herkunftsgeschichte einer Superintelligenz oder ähnlichem Grusel).

Für mich ist zentrales Handlungselement Adam von Aures und sein Plan. Was das für ein Plan genau ist und welches Ziel Adam von Aures (Weltenschöpfer?) letztendlich genau hat, erscheint mir immer noch völlig unklar. Irgendwie erscheint mir die scheinbar belanglose und nebensächliche 4. Losung des Techno-Mahdis ("Wenn Engel in die Geschichte eintreten, werden sie Maschinen sein") nicht so unbedeutend, wie sie sich darstellt. Wird sich Adam von Aures irgendwann als Maschinen-Engel der Menschheit outen und so den Platz des Mahdis, des Erlösers einnehmen? Wird er den Weltenbrand initiieren, vielleicht unter Einbeziehung der Proto-Eiris und/oder den Biophoren? Spielt die Vernichtung von Wanderer dabei eine Rolle? Ist Adam von Aures vielleicht ein Handlanger einer übergeordneten Instanz, ähnlich wie es Homunk für ES ist/war, oder plant und agiert er völlig unabhängig?

Auch die Komplexität der Handlung nimmt zu, immer mehr Figuren werden in Position und in Zusammenhang gebracht. In diesem Roman nun auch noch eine neue Figur, Aggregat Etain, deren Durchdringung des Kristallschirms sehr an den völlig problemlosen Durchflug von Julian Tifflor vor einigen Jahren erinnert.

Gerade die vielen Handlungsebenen (Terra und Techno-Mahdi, Bostich und Adam von Aures und nicht zu vergessen die Haluter-Seuche, die immer wieder thematisiert wird, der Komplex Thoogondu/Gemeni/Gäonen am Hooris-Stern und dazwischen unsere unsterblichen Helden) gefallen mir sehr gut, ebenso die (sicher nicht ganz so zufälligen) Ähnlichkeiten zwischen den besorgten, gegenüber der Regierung verärgerten und medial manipulierten Bürgern Terras samt demagogisch gut geschultem Personal des Techno Mahdi und aktuellen Geschehnissen in der realen Welt.

Positiv finde ich auch die Schilderung von gefühlvollen Momenten, wie das Wiedersehen zwischen Atlan und seinen alten Freunden insbesondere die Begegnung von Gucky und Bully in diesem Roman (schnief). Sehr schön.

Eine Frage taucht auf. Wieso ist das Wirken eines Perry Rhodan-"Doppelgängers", z.B. die Aktionen auf Last Hope, noch nicht zu den Verantwortlichen in der LFG durchgedrungen?