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Perry Rhodan Nr. 2970: Der Gondu und die Neue Gilde

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Die Befürchtung der Galaktiker, bei der TAYLITTIR handele es sich um die Speerspitze einer von Sevcooris ausgehenden Invasion, ist unbegründet. Es bleibt zunächst bei drei Pentasphärenraumern, diese sind obendrein beschädigt. Puorengir, Tochter des Gondus Narashim, nimmt Funkkontakt mit den Robotraumern auf. Sie bezeichnet sich selbst als Herrscherin aller Thoogondu und beansprucht den Oberbefehl über die Flotte, doch Eins-das-Ganze reagiert nicht. Eine zweite, teilweise verschlüsselte Botschaft ist an die Terraner gerichtet. Puorengir bittet um Asyl in der Milchstraße und ein persönliches Treffen mit Perry Rhodan, in dem sie ihre Gründe darlegen will. Sie bietet Hilfe bei der Schließung des Transmitterportals an, welches demnächst tatsächlich von einer Invasionsflotte durchquert werden soll. Rhodan empfängt Puorengir in der RAS TSCHUBAI und erfährt von ihr, was sich in den letzten dreißig Jahren in Sevcooris ereignet hat.

Im Jahre 1523 NGZ wird Narashims Sohn Puoshoor zum Ghuogondu ernannt, also zum designierten Nachfolger des Herrschers. Nach 31 Jahren soll diese Bürde auf seine Zwillingsschwester Puorengir übergehen. Narashim macht den Geschwistern eindringlich klar, dass das Amt des Gondus nur eine wirkliche Bedeutung hat. Der einst von Tothoolar geleistete Gondische Schwur muss wahrgemacht werden. Gemeint ist die Rückkehr nach Poshcooris, ein Vorhaben, das erst in Angriff genommen werden kann, wenn der Wanderer verschwunden ist - aller Voraussicht nach also nie. Die Milchstraße wird von den Thoogondu seit Jahrtausenden beobachtet, so dass Narashim über die dortigen Verhältnisse stets im Bilde ist. In Perry Rhodan, einem Unsterblichen, sieht der aufgrund des in seinen Thron integrierten Vitalenergie-Akkumulators extrem langlebige Gondu einen Seelenverwandten. Außerdem hält er die Rückkehr nach Poshcooris für ein verklärtes Traumbild. An einer Invasion ist ihm erst recht nicht gelegen. Narashim spricht 1527 NGZ mit seinen Beratern über die Idee, Rhodan ein Bündnis vorzuschlagen. Die Einladung des Terraners nach Sevcooris wird daraufhin vorbereitet.

Kurz nach Rhodans Ankunft in Sevcooris im September 1551 NGZ informiert Narashim seine Tochter in einem Vieraugengespräch über diese Hintergründe und eröffnet ihr ein großes Geheimnis, das ihm aus den Erinnerungen Tothoolars bekannt ist. Die Thoogondu wurden keineswegs nur wegen der verbotenen Suche nach dem zweiten Brennpunkt der Wanderer-Bahn aus Poshcooris vertrieben. Sie müssen eine viel schlimmere Freveltat begangen haben. Die Erinnerungen sind unvollständig, sie wurden vermutlich gelöscht. Es bleibt daher unbekannt, was die Thoogondu wirklich getan haben. Vielleicht noch wichtiger ist die Information, dass es seinerzeit eine Gilde gab, die gegen den Gondu gearbeitet hat, und dass diese Gilde (oder eine Nachfolgeorganisation) immer noch existiert. Narashim ist der Überzeugung, dass die Gilde seine Pläne kennt und hintertreibt, weil sie eine Invasion der Milchstraße anstrebt. Er nimmt an, dass er deshalb beseitigt werden soll. Nicht nur jemand aus dem Beratergremium muss zur Gilde gehören, sondern auch Puoshoor. Als Ghuogondu würde er Narashims Nachfolge antreten - und was hätte die Gilde gewonnen, würde Puoshoor die Invasion nicht ebenfalls befürworten? Narashim beabsichtigt Puorengir vor Ablauf der Frist von 31 Jahren zur Ghuogonda zu ernennen, denn sie teilt die Ansichten ihres Vaters.

Puorengir kann allerdings nicht an die Verstrickung ihres Bruders in eine Verschwörung glauben. Sie will Beweise sehen und beginnt selbst zu recherchieren, aber ohne Erfolg. Nach einigen Monaten versucht sie Puoshoor auszuhorchen und setzt ihn über die verfrühte Amtsübergabe in Kenntnis. Puoshoor scheint sich sogar darüber zu freuen. Wenig später wird Zeshira aufgespürt, eine vor 20 Jahren verschwundene Frau aus Narashims Beratergremium, die für ein Gildenmitglied gehalten wird, weil sie unter anderem die verhängnisvolle Zündung des Taltaan-Sonnenleuchtfeuers vorgeschlagen hat. Puorengir führt die Befragung persönlich durch. Zeshiras Erinnerungen wurden offensichtlich manipuliert. Die echten sind nur überdeckt und können freigelegt werden. Die Begriffe "Invasion", "Transmitter" und "Hooris-Stern" fallen. Zeshira wurde von der Neuen Gilde benutzt und für den jetzt eingetretenen Fall als Bombe präpariert. Puorengir kommt mit dem Leben davon.

Die Zeremonie zur Amtseinführung Puorengirs beginnt. Ein Attentäter deaktiviert den Energieschirm des Reisethrons des Gondus. Ein Gäone aus Narashims Leibgarde eröffnet das Feuer. Narashim wird tödlich getroffen. Trotzdem gelingt es ihm noch, Puorengir öffentlich zur Ghuogonda zu erklären. Jetzt glaubt Puorengir doch, dass Puoshoor hinter der Sache steckt. Nur er kann gewusst haben, dass seine Schwester Zeshira befragen würde; wahrscheinlich hat er das sogar eingefädelt.

Damit ist Puorengirs Geschichte beendet. Elf weitere Pentasphärenraumer durchqueren den Transmitter. Thuklaish, Kommandant der SHAGRINDH, bezeichnet Puorengir als Mörderin Narashims. Ihre Auslieferung wird gefordert. Rhodan handelt eine 36-Stunden-Frist aus. Puorengir meint, Thuklaish sei möglicherweise in der Lage, die Kontrolle über die Robotraumer zu erlangen.

Kringels Meinung:

Mit diesem Roman werden einige Ungereimtheiten der Sevcooris-Handlungsebene geradegerückt. Der Gondu hat's nicht so gemeint und hinter all den betrüblichen Ereignissen, von denen Rhodans Besuch in Sevcooris überschattet war, steckt die Neue Gilde. Durch die Taltaan-Katastrophe, die Mordvorwürfe gegen Vogel Ziellos, den Anschlag auf den Gondu sowie den Nuklearangriff auf die Welt der Soprassiden sollte das Gondunat bei Rhodan in Misskredit gebracht werden und umgekehrt. Okay, akzeptiert.

Außerdem soll Rhodan offenbar darüber ins Bild gesetzt werden, dass es noch ganz andere als die bisher bekannten Gründe für die Vertreibung der Thoogondu aus der Milchstraße gibt. Das führt mich zu der Frage, warum er die wahren Gründe nicht längst kennt. Opiter Quint weiß seit November 1551 NGZ, was wirklich dahintersteckt. Warum hatte er noch keine Gelegenheit, seine Erkenntnisse weiterzugeben?

J. Kreis, 21.07.2018


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Hans Fallada (22.07.2018):

Das Verwirrspiel geht also weiter. Der Obermotz der Thoogondu ist tot. Seine Tochter wird die Nachfolgerin. Ich hab das Heft nicht gekauft. Hatte zuviel Streß diese Woche. Sitzt seine Tochter jetzt auf dem lebensverlängernden Thron oder ist sie ohne geflüchtet?

Warum Perry keine Infos über Opiter Quints Erkenntnisse hat? Möglicherweise weil von dessen letztem Aufenthaltsort keine Hyperfunkverbindung zur Erde möglich ist?

Ich glaube, daß ich momentan bei meiner persönlichen Einschätzung bleibe, daß dieser Teil-Zyklus doch sehr konfus rüberkommt.

Die Ereignisse als Rhodan in Sevcooris weilte sind zwar jetzt einigermaßen geklärt aber wer manipuliert die Thoogondu? Die Gemeni? Wenn dann am Ende rauskommen sollte, daß ES selbst hinter allem steckt würde ich das doch eher als billig empfinden. Adam von Aures? Den gibt es ja noch nicht solange, außer er hat die Möglichkeit zu Zeitreisen gehabt.

Da wäre es mir am liebsten es taucht noch eine Macht auf, die bisher nicht in Erscheinung getreten ist: als der Obermanipulator über Jahrzehntausende hinweg, der sowohl die Gemeni als auch die Thoogondu am Gängelband führt. Um ein endgültiges Fazit zu ziehen ist es noch zu früh.