PR 2962
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Perry Rhodan Nr. 2962: Sextadim-Treibgut

Autor: Kai Hirdt

Inhalt

Zur Vorgeschichte siehe PR 2955.

Atlan, Fitzgerald Klem und Jas Poulson rematerialisieren in einem Shod-Spiegel, aber nicht wie geplant im Spross YETO in der Milchstraße, sondern in einem altersschwachen Raumschiff, von dessen sechsbeiniger Besatzung (den Tonzern) sie sofort nach ihrer Ankunft angegriffen, gebissen und in Kokons eingesponnen werden. Die großen geflügelten Insektoiden - zwei etwas übereifrige junge weibliche Tonzer namens Kychar und Madoyar, wie sich später herausstellt - statten die von ihnen als "Treibgut" bezeichneten Männer mit Translatoren aus. Dann werden Atlan und die Menes allein gelassen.

Atlan nutzt die vorübergehende Ruhe, um die Defensivfunktionen des Kommandokleides zu aktivieren und sich sowie seine Kameraden zu befreien. Die Mühe hätte er sich sparen können, denn das Oberhaupt der Tonzer, der Nistvater, sinkt ehrfürchtig vor Atlan zu Boden, sobald er das Kommandokleid sieht. Allerdings wurde bereits Strymer, der Haodh, über die Bergung des menschlichen Treibguts informiert. Strymer ist ein Gemen. Die Tonzer, insbesondere Nistvater, fürchten ihn. Strymer bezeichnet das Treibgut als wertlos. Nistvater gibt Kychar und Madoyar die Schuld an diesem Debakel. Sie müssen Strymer versöhnen, sonst wird Nistvater sie bestrafen, indem er ihre Eier unbefruchtet verrotten lässt.

Zunächst einmal hat Atlan Fragen. Die Tonzer erklären, dass das Schiff Bestandteil eines riesigen durch den Dakkarraum treibenden Konglomerates ist, in dem viele verschiedene Völker leben. Schiffe wie das der Tonzer sind mit einer riesigen, aus mehreren würfelförmigen Segmenten zusammengesetzten Raumstation verwachsen, deren Inneres einen ebenso organischen Eindruck macht wie das der GESHOD-Sprosse. Ein sehr wichtiger Bestandteil der Station, das Paslaim, ist für Wesen wie die Tonzer tabu und deshalb für Atlan besonders interessant. Später erfährt er, dass die Gemeni das Konglomerat als Geshodrom bezeichnen.

Über die Vergangenheit der Tonzer wissen Kychar und Madoyar nur, dass ihr Volk vor vielen Jahrhunderten infolge eines Unfalls ins Shod, also in den Dakkarraum, gelangt ist. Die Gemeni haben den Paslaimonen (verwachsen wirkende, auf Stelzen gehende Gnome) vor langer Zeit geholfen, die ersten Schiffe zu konglomerieren. Heute dienen sie als Schlichter, wenn es zum Streit zwischen den Völkern kommt, und als Helfer in Gefahrensituationen. Die Gemeni behaupten, dass es keine Welt außerhalb des Shod gibt. Atlan und Klem erkennen in diesen Legenden Parallelen zur Vergangenheit der Menes und Gauchen.

Manchmal erscheint Treibgut im Shod, das die Gemeni für wertvoll halten. Entweder fischen sie es selbst heraus oder handeln mit denjenigen, denen dies gelingt. Gelegentlich fällt das Treibgut nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit. Dann spürt man den Zeitwind. So war es bei der Ankunft Atlans und seiner Begleiter, so dass zu befürchten ist, dass sie Jahrhunderte, wenn nicht gar Jahrmillionen verloren haben. Mit ihren Fernkleidern können sich Haodh wie Strymer im Shod bewegen, außerdem gibt es mehrere Shod-Spiegel im Konglomerat. Die Menschen sollen den beiden Tonzermädchen bei der Besänftigung Strymers helfen. Sie haben keine Wahl, denn ihnen wurde durch die Bisse Gift injiziert, an dem sie in zwei Tagen sterben werden, sofern die Tonzer das Gift nicht durch weitere Bisse neutralisieren.

Die Menschen verteidigen die Tonzer gegen andere Wesen, die es auf die Insektoiden abgesehen haben. Der Kampf wird durch das Erscheinen eines Ghatu namens Shapandh beendet. Atlan befürchtet, dass sich der Jäger gegen ihn wenden wird, doch der Ghatu wird von dem Paslaimonen Mollikord abgewimmelt. Diese Wesen genießen eine Sonderstellung, denn sie und nicht die Gemeni sind es, die die Station gegen das Shod abschirmen. Mollikord spürt, dass das Shod auf Klems Amulett reagiert. Er bietet der Gruppe an, sie ins Paslaim zu bringen; der Preis dafür ist das Amulett. Die Männer gehen nicht darauf ein. Mollikord trollt sich. Nun muss der Ghatu abgeschüttelt werden. Zu diesem Zweck durchqueren die Männer und die Tonzer eine Membran, die als Übergang zwischen dem Normalraum und dem Shod genutzt werden kann. Alle außer Klem leiden unter Verwirrung und Orientierungslosigkeit.

Kurz nachdem Madoyar zugegeben hat, dass die Sache mit den Giftbissen gelogen war, erscheint Strymer. Er wurde durch ein Signal angelockt, dessen Quelle nur Klems Amulett sein kann. Man bietet ihm Hilfe bei der Bergung wertvollen Treibguts an. Atlan hofft, dass sich im Erfolgsfall die Gelegenheit zum Vordringen in die Zentralbereiche der Station ergeben wird. Strymer prüft die Eignung der Menschen, indem er sie zum Übergang ins Shod zwingt. Klem wird durch sein Amulett geschützt und kann sich im Gegensatz zu den anderen orientieren. Er rettet Atlan, doch Poulson verweht im Dakkarraum. Strymer ist beeindruckt und akzeptiert das Angebot. Nur zu gern würde er Klem das Amulett abnehmen.

Gemeinsam mit Strymer erkunden Atlan, Klem und Kychar ein besonders großes Stück Treibgut im Shod. Es sieht aus wie eine im Eismeer treibende Stadt oder Station. Klem will Strymer töten, um Poulson zu rächen. Er versucht den Gemen mit dem Amulett zu berühren, doch Strymer schlägt es ihm aus der Hand. Es fällt auf die Leiche eines bizarren Wesens, das prompt zum Leben erwacht und über Klem herfällt. Strymer schnappt sich das Amulett an der Kette und setzt Atlan oder vielmehr dessen Kommandokleid damit matt. Strymer entkommt. Atlan und Klem müssen sich mit dem lebenden Toten auseinandersetzen. Plötzlich explodiert das Fremdwesen - ein Ghatu hat darauf gefeuert. Sind Atlan und Klem die nächsten Ziele des Jägers?


J. Kreis, 25.05.2018


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Gastkommentare


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hairybird (28.05.2018):

Perry = Peregrinus = Wanderer.
KH Scheer hat es von Anfang an geplant !


HerbertSeufert (27.05.2018):

Eine kleine Antwort zu Patrick:

Ich vermute, dass die SI GESHOD sekundär in Teilen oder komplett »negativiert« wurde. Siehe »gierige« Sprosskerne, die ich als Derivate dieser Entität sehe.

In meiner Spekulation könnte es sein, dass GESHOD URSPRÜNGLICH eine Art passageren Schutz- und Traineeprogrammstatus für ihm von anderen SIs überstellte oder überlassene Wesen zur Verfügung stellte. »Zeitliche Eskorte«, das könnte bedeuten »Begleitung auf Zeit oder in der Zeit«!

Natürlich könnte das etwas mit den ZEITGEFÄHRTEN zu tun haben: »Gefährten auf Zeit oder in der Zeit«.

Sind die Gemeni das? Ich denke, ... eher nicht.
Aures als »Stadt der Zeitgefährten« entspricht technisch mindestens unmittelbarem SI- oder z.B. Porleyter-Level.

Ich vermute, dass unter Umständen die von der Gilde des Gondus in ES eingespeisten erratischen Bewusstseine an GESHOD im Sinne eines »therapeutischen Kuraufenthalts« ausgelagert wurden.

Entweder entgleiste dieses Programm von selbst oder dies wurde / wird von außen getriggert. Jedenfalls dürfte sich GESHOD verändert haben.

Im ganzen Zyklus - auch in den Vergangeneitsstories - trat ES / WANDERER nie direkt auf. Es agierte stets Homunk / Niemandssohn.

Was bedeutet das?
Agiert dieses Kunstwesen pro ES?
Manch geschilderter Auftritt war eher »strange«!

Adam von Aures will ja auch ES für alle Zukunft aus der Mächtigkeitsballung ausschließen.

Die Intention ist verwandt zu der der Gondus-Gilde.

Was will Homunk, der ja eher GESHOD-assoziiert wirkt? Warum wurde das Wesen zerteilt? Weil es komplettiert überaus gefährlich ist? War es eine Strafe?
Wofür?

Ein Schlüssel ist zweifelsohne GESHOD.
Ich hoffe, dass wir bald mehr erfahren!
Über die SI und ihre evtll. Veränderung!

Die Spraghis in Sol als Markantum der Zeitgefährten:
Dies scheint etwas zu sein, was über dem Level von SIs liegt. Letztlich war die Natur der Sonnensiegel auch THEZ und den Fauthen nicht klar. Sie schilderten sie als »lebendig«. Als »in den Wehen liegend«.

Dieser Aspekt macht mir den Glauben an GESHOD als
Spraghis-Schöpfer schwer, die Gemeni scheiden ganz aus.
Möglicherweise gehört GESHOD allerdings der Organisation der Zeitgefährten an. Ist die SI evtll. selbst eine dieser ominösen Zeitgefährten oder ein Mitarbeiter / Auftragnehmer?

Wenn WELTENBRAND, ja, dann glaube ich auch weniger an das genetische Genesisprogramm der missbrauchten Biophore als Alleinwerkzeug, eher im Kontext mit der Sol-Spraghis, die dadurch gezündet werden könnte oder zur Reaktion gezwungen wird.


HerbertSeufert (27.05.2018):

@Patrick

Meine Überlegung geht eher in die Richtung, dass eine ursprünglich positive SI GESHOD, die mit ES zusammenarbeitete, negativ konvertiert wurde als ES möglicherweise die von der Gilde des Gondus eingeschleusten erratischen Bewusstseine dort zur »Pflege« ablud.

Ein »Gesundungskuraufenthalt«, der fehlschlug oder den Jemand in Richtung Fehlschlag steuerte?
Die gierigen Sproßkerne deuten auf eine negane Entität.

Mir gibt immer zu denken, dass bisher - auch in den Vergangenheitsstories nicht - nie ES / WANDERER in Persona auftauchte, sondern stets Homunk / Niemandssohn agierte.

Wer zog und zieht da die Strippen?

Adam von Aures scheint ja - nach den Aussagen im Vorgängerheft - gegen ES zu agieren, will u. a. auch diese Haus-SI aus der Mächtigkeitsballung für alle Zukunft aussperren.

Auf der Seite der Menes/Gemeni agierte / agiert Homunk / Niemandssohn.

Wie ist die Relation des Kunstwesens zu AvA? Dessen Ziele scheinen doch eher denen der Gilde ähnlich.

Gemeni als "Zeitgefährten"?
Wenn, dann ist für mich Aures eher eine Manifestation von GESHOD selbst.


Patrick (27.05.2018):

Vielleicht sind die Gemeni als Zeitliche Eskorte GESHODS ja die rätselhaften Zeitgefährten der Stadt Aures...? Than - der Fauthe, der Tifflor in den JZL zum Atopen ausbildete - hat nämlich gesagt, im Sphragis in Sol läge die Zeit in den Wehen (ja, der Schwurbel-Stil). Das (und nicht die Biophorengeschichte) wäre dann die Genesis: Da wird irgendetwas ausgebrütet, und Adam will es in die Welt entlassen. Wichtiges Stichwort daher hier: der Zeitwind.

GESHOD selbst bleibt noch ein Rätsel. Es kommt durchaus in Betracht, dass die SI mittels Thoogondu-Technik infiltriert wurde.

Ich mag die Atlan-Handlungsebene wirklich lieber als die Milchstraßen-Bände. Trotz einiger Defizite. Sie ist fantasievoller und man spürt diesen gewissen, wenn ich mich romantisch ausdrücken darf, kosmischen Hauch.

An HerbertSeufert: ES könnte GESHOD gezielt Terraner untergejubelt haben, um sozusagen einen Fuß in GESHODS Tür zu haben. Schließlich fungierte Es auch THOREGON gegenüber als Doppelagent. Allerdings hat ES offenbar nicht verhindert, dass Terraner nach Alkordoom verschleppt wurde, obwohl dies nur geschah, um dort an EVOLO zu bauen, also einem Psi-Wesen, vor dem sich selbst die Kosmokraten fürchteten. Hier gibt es außerdem einen scheinbaren Widerspruch zum Neuroversum-Zyklus: Der Bund der Sternwürdigen konnte bis ins 20. Jahrhundert hinein Menschen von der Erde via Zeitreisen retten, dann ging das angeblich nicht mehr, weil ES sich für Terra zu interessieren begann. Das ist ein Widerspruch zur Aussage, dass ES bereits im 19. Jahrhundert aufgepasst hat, was im Solsystem so lief. Deshalb frage ich mich, wie viel an der Geschichte der Menes dran ist. Deren Erinnerungen könnten manipuliert sein bzw. es könnte sich allgemein um Schwindel handeln.


Hans (26.05.2018):

Ich bin nicht mehr begeistert. Selbst bei meinem neulich geäußerten generellen Wohlwollen in Bezug auf die aktuellen Atlan-Abenteuer seit seiner Rückkehr aus den JZL ist mir das Geschehen in diesem Heft zu abgedreht. Im Dakkarraum spazieren gehen? Das Exposé stammt sicher(?) von CM (Waldspaziergang und Gewölle lassen grüßen). Oh Graus! Bis zu dem "Spaziergang" mit Strymer, der Jas Poulson natürlich das Leben kostet, hatte mir das Heft gerade noch so gefallen aber dann gleitet es ab und zwar nicht in Richtung Fantasy sondern was bei dieser Tour geschildert wird, ist einfach nur ein Märchen. Es kommt vordergründig rüber wie ein altes Atlan-Abenteuer ist aber doch nur CM(urks) ohne jeden technologischen Background. Gut, Atlan hat das Kommandokleid und Klem seinen Eiris-Anhänger aber warum Poulson und die zwei Käfer bei dem ersten Ausflug nicht sofort in den höheren Dimensionen verwehen... das weiß vermutlich nicht mal CM selber. Ist ja auch egal, einfach drauflos fabuliert. Der Schreibstil des Autors ist okay aber was da so im Exposé gestanden haben muss finde ich unterirdisch. Stellt sich mir die Frage ob Klem auch noch ins Gras beißt und Atlan dann alleine unterwegs ist? Die bisher so ätherisch dahergekommenen Gemeni erscheinen in diesem Setting wie Schrotthändler, die auf einer gewaltigen Müllhalde sitzen (kennt noch jemand die Fraggles?). Ob von dort die Sprossen zusammengebaut werden? Kann sich ein vernünftiger Mensch eigentlich nicht vorstellen aber wenn mir mittlerweile eines klar ist: in diesem Teil-Zyklus ist nichts klar und morgen bauen wir uns ein Fernraumschiff mit einer zerquetschten Tube Alleskleber, einer Eisscholle und etwas Spinnenfaden von Kychar - kurz mal Klems Anhänger dranhalten und ab geht die Post. Wird vermutlich Mal wieder Zeit für meine Spaßbrille :-)


Peter Uwira (26.05.2018):

Um es mit Kai Hirdts eigenen Worten zu sagen: "Es war anstrengend, den gespreizten Formulierungen der Tonzer zu folgen." [Kindle E-Book Pos.366]


HerbertSeufert (25.05.2018):

Nach den grenzwertig logischen Ereignissen um Adam von Aures und den Techno-Mahdi im Solsystem etwas durchaus viel Lesbareres von dem von mir geschätzten Kai Hirdt.

Zwar ist das Grundsetting solcher Romane durchaus bekannt und ähnelt der bunten Betriebsamkeit auf Polyport-Höfen wie Bleu Rimber, in Allerorten, der Neganen Stadt oder den JZL und den Bahnhöfen der Transmitterstrecke nach Larhatoon.

Trotzdem ist das Ganze eine Abwechslung im Stil alter Atlan-Romane.

Erste Spuren zu GESHOD werden aufgezeigt, immerhin befindet man sich im Dakkardepot oder einem der Dakkardepots der Superintelligenz, von wo aus vermutlich auch die Milchstraßen-Sprosse der Gemeni bedient werden. Vielleicht zeigen schon die nächsten Romane Näheres.
Ist GESHOD nach in ursprünglicher Façon?
Wurde die Entität nachträglich verändert oder gekapert?
Wenn ja, von wem und zu welchem Zweck?

Ich denke an die gierigen "Sprosskerne", die ja eher einer neganen SI anstünden.
Hätte ES wirklich in seinen Plänen a priori mit einer negativen Superintelligenz zusammengearbeitet?

Ich hoffe, dass wir zum Schluss der aktuellen Atlan-Etappe etwas schlauer sind!

GESHOD ist ja doch ein nicht ganz unwichtiger Zyklusbaustein.



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