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Perry Rhodan Nr. 2961: Der Kepler-Komplex

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Homer G. Adams nimmt Reginald Bull und dessen Familie sowie Icho Tolot am 4. April 1552 NGZ im Kastell in Empfang. Diese Geheimstation der Society of Absent Friends tief im Inneren des Jupitermondes Neo-Ganymed ist vermutlich der sicherste Platz im vom Techno-Mahdi heimgesuchten Solsystem. Die Society hat in Erfahrung gebracht, dass die "Invasion" der Xumushan höchstwahrscheinlich von Galileo-City aus gesteuert wird, der zurzeit in 200 Kilometern Höhe über Neo-Ganymed schwebenden Hauptstadt des noch nicht ganz fertiggestellten künstlichen Mondes. Reginald Bull zögert nicht, gegen die Drahtzieher der mörderischen Scharade vorzugehen. Auf Umwegen begibt er sich nach Galileo-City, wobei er von seiner Ehefrau Toio Zindher, Tolot und zwei Spezialrobotern begleitet wird. Eine der Maschinen dient als Träger für die Bauteile eines miniaturisierten Personentransmitters.

Am 5. April trifft sich Adam von Aures mit Bostich, der am Vortag auf seine Einladung hin mit der GOS'TUSSAN II am Rande des Solsystems erschienen ist. Mit dem Versprechen, ein Heilmittel für die Haluterseuche zu entwickeln, bringt Adam von Aures den "halutisierten" Arkoniden dazu, gegen Reginald Bull vorzugehen. Er meint, Bull werde versuchen, die erforderlichen Aktionen des Techno-Mahdi zu behindern und sei wahrscheinlich bereits auf Neo-Ganymed unterwegs. Gegenüber der terranischen Führung behauptet Bostich, er sei gekommen, um jene Arkoniden zu beschützen, die sich in Neu-Atlantis auf Terra angesiedelt haben. Da in der terranischen Flotte noch immer Verwirrung herrscht, kann nicht verhindert werden, dass Bostichs Schiff eine strategisch günstige Position zwischen Neo-Ganymed und Galileo-City bezieht.

In Chaos der vermeintlichen Xumushan-Invasion haben Bull und seine Begleiter keine Schwierigkeiten, sich unbemerkt in Galileo-City umzusehen. Als zweite maßgeblich an der Scharade beteiligte Person neben Tango Burosch identifizieren sie die Massenpsychologin Caprice Noopila. Colin Heyday, der Chefwissenschaftler des Kepler-Komplexes, hatte Kontakt mit beiden und kommt als Spitzenpositroniker als derjenige in Betracht, der die immer noch überall auf den solaren Planeten aktiven Trugbilder lenkt. Tatsächlich erwartet Heyday die Gruppe bereits und streitet nichts ab. Zu spät erkennt Toio, dass Bostich mit vier Halutern via Transmitter eintrifft - die Falle schnappt zu. Bostich hat zwei Katsugo-Kampfroboter dabei, allerdings sind Bulls Roboter diesen Maschinen überlegen. In dieser Pattsituation kündigt Heyday an, er werde eine im ganzen Gebäude wirksame Neuroschockstrahlung auslösen, gegen die nur er immun sei. Bostich paralysiert den Mann. Heyday stürzt und bricht sich das Genick.

Bull, Toio und Tolot fliehen durch den Minitransmitter ins Kastell. Die beiden Roboter bleiben zurück und bekämpfen die Katsugos. Offensichtlich werden dabei Heydays Steueranlagen in Mitleidenschaft gezogen, denn alle Xumushan-Simulationen erlöschen. Die systemweiten Störungen klingen ab. Doch all das hat nur der Ablenkung gedient, die es den Mahdisten ermöglichen sollte, den TERRANOVA-Schirm zu aktivieren. Dieser wird am 6. April aufgebaut. Wenig später materialisiert die RAS TSCHUBAI in der Nähe des jetzt unzugänglichen Solsystems.

Kringels Meinung:

Würde auf dem Cover nicht geschrieben stehen, dass Leo Lukas den Roman geschrieben hat, dann hätte ich angenommen, Uwe Anton hätte ihn verfasst. Wer meine Kommentare kennt, der weiß, was ich damit sagen will - und das genügt auch schon. Ansonsten bleibt nur festzustellen, dass alle zur Auslösung des Weltenbrandes benötigten Personen jetzt im Solsystem versammelt sind: Bostich, der Adaurest (= Adam von Aures) sowie Perry Rhodan.

J. Kreis, 18.05.2018


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Gastkommentare


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Peter Uwira (21.05.2018):

Bei den für die Serie so typischen glossar-lastigen Abschnitten denke ich mir jedes Mal: Wäre dies ein eigenständiger Roman, hätte ich ihn längst zur Seite gelegt.

Was nun aber Heydays Kepler-Komplex betrifft - das fand ich großartig. Dieser literarische Kniff hat der Figur eine faszinierende Tiefe verliehen, und dabei auch noch einiges über den historischen Kepler vermittelt.


Patrick (19.05.2018):

Könnte es Adam in Wahrheit um das Sphragis gehen? Übrigens wurde erwogen, dass selbiges mit dem Korpus einer inkompatiblen SI Quelle des "korpuskalen Dunstes" sein könnte. Jedenfalls liegt nahe, dass das Sphragis beim Weltenbrand eine Rolle spielt. Mit der Aktivierung des TERRANOVA-Schirms hat Adam nun freie Hand, an dem Sphragis herumzufuhrwerken; und eine Herde devoter Wissenschaftler hat er bereits zusammengetrieben.

Für die Abwendung des Weltenbrandes dürfte Atlan verantwortlich zeichnen. Schließlich wird es einen Grund haben, warum Tifflor ihn in Sashpanu abgesetzt hat. Und das wiederum deutet an, dass die Problemlösung bei GESHOD zu finden ist.

Ansonsten bleibt Kopfschütteln über den Plot, was ich als Zusammenfassung der letzten Bände meine. Man würde doch erwarten, dass eine Organisation wie die LFG mit ihren unermesslichen Ressourcen gegen derartige Manöver gefeit sein müsste. Dass an Sol alle möglichen Kräfte Interesse haben, sollte inzwischen bekannt sein. Auch die Neue USO präsentiert sich als inkompetent. Wieso gibt es keine Telepathen etc. an diesen Schlüsselstellen? Ich will kein orwell'sches System bewerben, aber Spitzenpersonal kann man sich doch genauer anschauen, schon allein wegen der schwierigen galaktopolitischen Lage.

Ich bin mir bewusst, dass es viele Kritiker von Fernreisen und surrealen Schauplätze gibt. Es ist aber so, dass die Milchstraße irgendwann den Punkt erreicht hatte, an dem dramatische Geschichten kaum noch glaubwürdig erzählt werden können. Da bleibt dann nur, diese zu verwüsten und zurück auf Los zu setzen, wie unter Monos. Es war ein Fehler, die Fernflugfähigkeit der Galaktiker zu beschneiden. Seitdem kreist die Serie um immer unlogischere Invasionsgeschichten und Zeitreisen. Dieser ständige Konflikt mit den Arkoniden bzw. zwischen Lemurer-Abkömmlingen allgemein wird auch nur wieder und wieder herbeigeschrieben, um irgendwie Geschichten in der Milchstraße erzählen zu können. Dass dabei "menschliche" Völker, die älter als die Terraner sind, der Einfachheit halber ständig als obrigkeitsgläubige Imperialisten mit Napoleon-Komplex karikiert werden, passt auch nicht besonders gut ins Perryversum. Vielleicht entspricht dies aber auch nur wieder dem Zeitgeist - westliche Gesellschaften, die sich von den Sternen abgewendet haben und in Selbstbeschäftigung verfallen sind, und in denen jeder irgendwie "Hitler" ist "außer mir". Man sieht das auch darin, dass die Terraner sich mit Turbo-Universalismus schmücken und neuerdings in der Liga Freier "Galaktiker" leben. Was genau die LFG besser macht als die LFT habe ich noch nicht verstanden; eher trägt der Verein Züge eines gescheiterten Staates. Soll das eine Parodie sein? Es kommt mir wie eine vor.

Zyklusübergreifend erlebe ich die Milchstraßenhandlungsebene als ermüdend - ständig wird eine Organisation nach dem Muster des Galaktikums gegründet und taugt auf der Stelle nichts, es wird eine Neue USO gegründet und sie versagt, die LFT oder wie sie gerade heißt wird ständig mit viel Wortgeklingel reformiert und taugt dann auch wieder nichts. Wer hat an diesen Polithütchenspielen seine Freude? Genauso albern ist das unentwegte Entdecken neuer Artefakte und Rätsel in der Milchstraße. Es ist so, wie wenn man im eigenen Dorf ständig römische Goldmünzen, Ming-Vasen gar, ausgräbt - irgendwann wird's komisch. Fast will ich sagen, dass die Galaxis mit ES in den Abfluss gekippt hätte werden sollen. Diese Serie muss sich m.E. nicht von ihrem Übervater Perry emanzipieren, sondern von diesem Honigtopf für krude Plots. Ich respektiere aber, wenn anderen das gefällt. Schade nur um all die Elemente der Serie, die brach liegen. Warum erzählt man uns nicht länger etwa von der Stardust-Menschheit oder anderen Terraner-Abspaltungen? Wieso nicht von der SOL? Es sind so viele Menschen überall im Universum unterwegs und nichts wird daraus gemacht. Dabei könnte dort der Entdeckergeist der frühen Bände wiederaufleben.


Hans (19.05.2018):

Ganz so hart wie du möchte ich mit dem Roman nicht ins Gericht gehen. Allerdings kommt hier wieder etwas vor, daß mir schon lange sauer aufstößt: der Spezialroboter aus dem Fundus der society of absent friends wandelt sich am Ende zu einem Transmitter durch den man hindurchgehen muss um transportiert zu werden. DAS GEHT NICHT MEHR! NUR KÄFIGTRANSMITTER FUNKTIONIEREN NOCH! Im Übrigen sieht dieser Robot fast haargenau so aus wie jener Einsatzanzug aus der Zeichentrickserie Darkwing Duck - "Krachbumm-Ente" heißt dieser und er fährt auch auf einem einzigen Ballonreifen in seine Einsätze wenn Dagobert Ducks Buchhalter Fenton Crackshell zum Superhelden mutiert. Er stammt aus der Werkstatt von Daniel Düsentrieb :-).

Die Reminiszenz an Johannes Kepler ist durchaus langweilig und auch durch einige Datenblatt-Herbetereien ist das Heft aufgebläht.

Da sich die Hand von Aures "merkwürdig" anfühlt, gehe ich davon aus, daß Adam die Arme und Beine Homunks an seinen Körper angekoppelt hat... Ansonsten stellt sich mir die Frage, was Aures denn eigentlich bezweckt? Jetzt schon die Ekpyrosis auslösen? Innerhalb des Solsystems? Kann ich mir nicht vorstellen.

Ich kann dem Heft nur die Note 3- geben.



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