PR 2951
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Perry Rhodan Nr. 2951: Die Dynastie der Verlorenen

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Atlan und Fitzgerald Klem sind auf dem größtenteils von Wäldern bedeckten Kontinent Siluria unterwegs zu Fitzgeralds Ahnin Skadi Klem. In den Wäldern leben die Cucullaten/Nodharis hinter einem Prallfeldzaun, den sie vermutlich selbst errichtet haben. Wachstationen der Nodh-Hüter stehen am Waldrand. Atlan nimmt an, dass die Nodharis keineswegs beschützt werden müssen, sondern lediglich ihre Geheimnisse hüten.

Atlan und Fitz folgen einem Notsignal. Sie stoßen auf Margret und Elzbeth Pierce, deren allzu neugieriger Bruder John eine Lücke im Prallfeld gefunden und sich im verbotenen Wald umgesehen, dort aber die Orientierung verloren hat. Er hat sich den Knöchel verstaucht und wäre im Wald gefangen, sollte sich die Lücke wieder schließen. Atlan holt John rechtzeitig aus dem Wald heraus. Die drei jungen Leute werden nach Hause gebracht. Man isst zusammen. Atlan erfährt, dass das Leben auf Cessairs Welt sehr hart ist - zu hart, wie er findet, denn es ereignen sich ständig irgendwelche Katastrophen, so dass man nicht mehr von Zufall sprechen kann. John hat eine besondere Stelle im Wald gesehen. Atlan bittet ihn, eine Karte zu zeichnen und die Stelle zu markieren.

Im Skadis schlossartigem Anwesen befindet sich eine versteckte Bibliothek. Skadi erklärt, ihre Dynastie habe es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen über die Geschichte der Menes zu bewahren. Dieses Wissen teilt Skadi mit Atlan. Sie liest ihm aus dem ersten Band der Chronik vor. Autorin ist Lorina Hammingway. Die Geschichte beginnt vor 3284 Erdenjahren im März 1854, woraus Atlan folgert, dass man derzeit das Jahr 1551 NGZ schreibt:

Der Passagierdampfer RMS CITY OF GLASGOW kentert irgendwo im Atlantik. Zu den knapp 500 Personen an Bord gehören die fünfjährige Lorina, ihr zwei Jahre älterer Bruder Augustus und ihre Mutter. Das Schiff versinkt, doch alle Passagiere und Besatzungsmitglieder überleben. Sie schweben über dem Wasser und werden ins Innere eines Raumschiffes gezogen, dessen Besatzung sich monatelang nicht zeigt. Die Menschen werden mit Nahrungsmitteln versorgt. Ein Teil des Transportguts der CITY und viele persönliche Besitztümer wurden aus dem versinkenden Dampfer gerettet. Es kommt zu Spannungen zwischen den Passagieren Erster und Dritter Klasse. Lorinas Familie gehört zur britischen Oberschicht, trotzdem freundet sich das Mädchen mit irischen Arbeiterkindern an. Einer ihrer Freunde führt sie in einen Tunnel, den er entdeckt hat. Dort findet Lorina ein kleines blaues Korn, von dem sie gestochen wird. Sie behält das winzige Objekt. Es verdoppelt in der nächsten Zeit täglich seine Größe.

Wenig später erscheint eines jener Wesen, die später als Cucullaten bezeichnet werden. Lorina hält die Kreatur für den freundlichen Hügelzwerg Borgin aus einem Märchen und tritt ihm furchtlos entgegen. Borgin bezeichnet das inzwischen eigroße Korn als Spross LORINA, benannt nach seiner Hüterin. Borgin erklärt, man sei unterwegs nach Sashpanu. Nach dem Grund für die Rettung der Menschen befragt sagt Borgin, sie seien von jenem, der über sie wache, für den Fall eines Verlustes von allem in Verwahrung gegeben worden. Nach einiger Zeit ziehen die Menschen in den Spross LORINA um. Dort werden viele Kinder geboren, die kein anderes Leben kennen. Doch viele Erwachsene sind unzufrieden, fühlen sich als Opfer einer Entführung und wollen nach Hause zurück. Sie verüben einen Anschlag auf ein Reproduktionszentrum und töten einen Cucullaten. Ihr Anführer Thomas Ewington nimmt Lorina als Geisel, wird aber vom Spross absorbiert, als er sich in einem Versteck zum Schlafen niederlegt. Nach einigen Wochen wird Lorina von ihrem Hund Spike aufgespürt, so dass sie befreit werden kann.

Lorina spricht mit Tharc, dem Bhal des Sprosses. Er hält die Menschen für gefährlich und würde sie am liebsten aus dem Spross werfen, was ihr Todesurteil wäre. Weil er hierüber nicht allein entscheiden kann, hat er einen Gast an Bord gelassen. Dieser spricht mit der Hüterin des Sprosses. Er stellt sich als Niemandssohn vor. Dem Wunsch seines Herrn, des Wanderers, zufolge soll sich die Menschheit über das ganze Universum ausbreiten. Deshalb hat er sein Einverständnis zur Entführung der Menschen von der CITY gegeben. Die Cucullaten sind die Schüler des Wanderers. Die Menschen sollen sich auf einer neuen Welt fern der Milchstraße ansiedeln. Eine Rückkehr zur Erde ist ausgeschlossen. Lorina soll zur spirituellen Führerin dieser kleinen Splittergruppe der Menschheit werden. Sie erhält ein lebensverlängerndes Amulett, das wie ein verdrehtes Dreieck geformt ist. Niemandssohn sagt, irgendwann werde Lorina oder einer ihrer Nachfolger dem Sternenwanderer begegnen. Dann werde vieles in neuem Licht erscheinen. Einige Jahrzehnte später heiratet Lorina einen Mann namens Archibald Klem. Sie stirbt, bevor der Spross Cessairs Welt erreicht.

Atlan durchschaut die Zusammenhänge. Das Schicksal der Menschen von der CITY ist kein Einzelfall. Zwischen 1823 und 1872 sind mehrfach Menschen nach Alkordoom entführt worden, unter anderem die Celester. Auch später hat es immer wieder Menschen in weit entfernte Bereiche des Universums verschlagen, wo sie neue Sternenreiche gegründet haben, zum Beispiel die Stardust-Menschheit und das Rote Imperium. Atlan geht davon aus, dass ES die Menschen wie Saatgut über zahlreiche Galaxien verstreut hat. Außerdem nimmt der Arkonide an, dass die Cucullaten die Menes als Forschungsobjekte benutzen. Möglicherweise haben sie Ewingtons Aufstand provoziert, um das Verhalten der Menschen unter Stress zu studieren, und eventuell stecken sie auch hinter den überdurchschnittlich vielen Naturkatastrophen, unter denen die Menes zu leiden haben.

Fitz erhält die Nachricht von der Ankunft eines gigantischen Objekts am Rand des Sonnensystems. Es ist der Spross LORINA. Skadi hält dessen Ankunft nicht für einen Zufall. LORINA ist wegen Atlan gekommen - er ist der Sternenwanderer.

Kringels Meinung:

Atlan weiß es natürlich nicht, aber das Amulett der Klems sieht genauso aus wie Ernst Ellerts Tribar. Ansonsten dürfte die Handlungszusammenfassung für sich sprechen, da kann ich mir jeden Kommentar sparen. Wir haben es wieder mal mit einem Langzeitplan von ES zu tun. Die Gemeni sind die "Schüler" von ES - ein Hilfsvolk also? Ist GESHOD vielleicht eine Art Ableger von ES, der sich nach dem Verschwinden der Superintelligenz anschickt, deren Mächtigkeitsballung zu übernehmen?

J. Kreis, 10.03.2018


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Gastkommentare


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Hans (11.03.2018):

Im Heft werden u.a. die Chromunder erwähnt. Deren Schicksal wird in dem Planetenroman "Die Goldenen Menschen" geschildert, den ich vor kurzem gelesen habe - darin gibt es allerdings keinen Bezug zu ES. Da es dazu noch ein "Prequel" gibt, das ich noch nicht gelesen habe könnte der Bezug dort geschildert worden sein...
Was soll man jetzt Denken über die Entführung/Rettung der Passagiere und Besatzung des Dampfers, der im viktorianischen Zeitalter stattfand?
Die Thoogondu haben die Besatzung der ORION entführt und die Cucullaten-Gemeni die Menschen an Bord der CITY OF GLASGOW. Heißt das, diese Völker haben einen gemeinsamen Auftraggeber? ES? Geht es in diesem Zyklus evtl. nur darum, daß ES im Zuge einer (Neo)Genesis seine Eiris neu aufbaut um dann am Ende Tschüss zu Thez zu sagen? Hoffentlich ist es nicht gar so billig. Atlan agiert momentan ja nicht sondern erfährt mal wieder die Geschichte und das Schicksal eines Zweigvolks der Terraner. Ähnlich dem der Celester in Alkordoom. Man nimmt hier Anleihen aus den Planetenromanen und der alten Atlan-Serie.
Die Handlung plätschert so dahin. Wirklich aufregend sind die Erlebnisse von Lorina und ihrem Wuffi Spike nämlich nicht gerade. Michelle Stern scheint mal wieder exposétechnisch eine Lusche gezogen zu haben.
Dann taucht Niemandssohn auf, der ja schon bei den Thoogondu zugange war, vor dem Zerwürfnis und verkündet mal so eben, daß "der Wanderer das Universum vermenschlichen möchte". Thez ist ja, nach meiner Lesart, der "Menschheitskosmokrat" von dem Atlan in den letzten Bänden der alten Atlan-Serie erfährt und ES sein "integraler Bestandteil".
Den anderen Kosmokraten dürfte das alles eher weniger bis gar nicht gefallen. Kann man ja auch gut verstehen, ist aus dem Urvolk aller Hominiden den V'Aupertir doch schon der Herr der Elemente entstanden, ein Chaotarch (auch wenn dieser viel später in der Serie und der Perrypedia zu einer negativen SI downgegradet worden ist was grob unnötig war m.E.). ES kocht mal wieder seine eigene Extrawurst samt Suppe an der er sich letztlich dann höchstwahrscheinlich den Mund verbrennt. Wäre mal hoch an der Zeit, daß der alte Lachsack endlich von Seiten der Kosmokraten bestraft wird für seine universelle Quertreiberei. 30.000 Jahre Knast und derweil übernimmt eine andere, neutralere SI, die nichts mit ES zu tun hat, die Lokale Gruppe. Aber das scheitert wohl wieder am Heilige-Kuh-Status des Alten den die Expokraten nicht über Bord werfen wollen. Sehr schade das.
Nächste Woche stolpert Atlan dann in den Wald wo die Cucullaten-Gemeni leben und stellt wahrscheinlich ebenso wenig wie Rhodan in Sevcooris die richtigen Fragen... :-(.
Der Tribar-Anhänger ist ein ZA light, vermutlich ist der ZA-Spender auf Wanderer kaputt gegangen oder ES hat die Baupläne verbaselt?


Patrick (11.03.2018):

Ich scheine hellseherische Fähigkeiten zu haben; kann mir jedenfalls weitere Kommentare zu den Celestern sparen. Immerhin haben wir nun eine Erklärung für die oft verkitschten Menschheitsableger überall im Universum. Ich weiß nicht, ob ich das albern oder gut finden soll. Was bezweckte die SI damit? Fürchtete sie, dass die Milchstraße entvölkert werden könnte? Atlans Blick in die Milchstraßen-Zukunft in den JZL legte das nahe, und auch die Fernen Stätten machen so Sinn. Was Ihre eigenen Spekulationen betrifft - es ist zu früh, um eine sinnvolle Antwort darauf zu geben. Schließlich könnten die Gemeni (?) auch gelogen haben oder selbst in die Irre geführt worden sein. Die Wahrscheinlichkeit spricht m.E. dagegen. Wer ist dieser Niemandssohn? Ich habe dafür ein schlechtes Gedächtnis und Rhodan ging ja davon aus, dass es Homunk war. Eventuell führen uns die Expokraten aber bewusst aufs falsche Gleis, denn einen Beweis haben wir noch nicht gesehen? Vielleicht war es eine frühe Ausgabe von Anti-Homunk, und Anti-ES steckt dahinter? Diese mysteriöse Figur bietet auch die Verknüpfung zu den Thoogondu, Sevcooris und damit auch den Gäonen. Eine andere Frage ist die nach dem Nebeneinander von "Cucullaten" und "Gemeni" und dann den "Menes". Vielleicht sind die Gemeni aus der Milchstraßen-Handlungsebene nicht mit den Cucullaten hier identisch. Es könnte sich um eine rivalisierende Volksgruppe handeln. Bzw. die von einem anderen Leser geäußerte Theorie trifft doch zu und die Milchstraßen-Gemeni kommen aus der Zukunft. Da wir das Jahr 1551 NGZ schreiben ist es zudem, sofern keine Zeitreisen im Spiel sind, unwahrscheinlich, dass die Cucullaten (Gemeni?) aus Biophoren-Experimenten hervorgingen. Ich empfand das Wirken der Gemeni als ziemlich zwielichtig und habe Zweifel, dass diese einer positiven SI dienen. Der Punkt mit den "Forschungsobjekten" legt nahe, dass die Cucullaten wissen wollen, wie Menschen auf Schicksalsschläge und Katastrophen reagieren. Und wenn G-ES-HOD ein Ableger von ES ist, hätte diese SI das eigentlich den Galaktikern sagen können, statt als undurchsichtige Macht aufzutreten. Außerdem hätte ich mir als GESHOD zuerst ES' Hinterlassenschaften unter den Nagel gerissen. Man sieht ja, was Adam damit treibt. Auch die Thoogondu waren einst ein Volk von ES, und fielen dann in Ungnade. Wie sinnig wäre es doch, wenn ES' verlorene Schäfchen das Verschwinden der SI für die Rache an ES' "heutigen Kindern" nutzen wollen würden. P.S. Wie wäre das: GESHOD ist Geo Sheremdoc, der vom Zeitrafferfeld um Trokan in die Zukunft (oder Vergangenheit) geschleudert wurde... Zeitliche Eskorte... Aber gell, sowas Dummes machen wir nicht...? (Das sollte tatsächlich ein Scherz sein.)



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