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Perry Rhodan Nr. 2946: Notruf aus der Leere

Autorin: Susan Schwartz

Inhalt

Am 23. Dezember 1551 NGZ legt die RAS TSCHUBAI auf dem Rückweg in die Milchstraße einen Zwischenstopp bei einer lockeren Sternengruppe ein, in deren Nähe sich die dritte Leuchtfeuer-Nova befindet. Seit dem Aufbruch aus Sevcooris hat das Schiff fünf Millionen Lichtjahre zurückgelegt. Ein in Endlosschleife wiederholter Notruf wird aufgefangen, in dem die LFG-Kommissarin Andressa Vanbargen verkündet, der Weltenbrand habe begonnen. ANANSI glaubt, eine Art verwandter Geist habe sie berührt. Quelle ist der einzige Planet eines Weißen Zwerges. Obwohl davon ausgegangen wird, dass es sich um eine Falle handelt, will Perry Rhodan der Sache nachgehen. Er landet mit einer Space-Jet auf dem Planeten. Sichu Dorksteiger, Gucky, Donn Yaradua, Lua Virtanen und Vogel Ziellos sowie einige Einsatzkräfte begleiten ihn.

Man erhält Kontakt mit Unndris Spaa, dem obersten Wisperer der Enduun von Kuurenduun. So nennen die Enduun - humanoid-insektoide Mischwesen, die in gigantischen Termitenstöcken leben - ihre langsam erkaltende Heimatwelt. Die Enduun sind extrem langlebig, aber ihre Energieversorgung droht zu versagen. Es stellt sich heraus, dass sie Energievampire sind. Sie können Energie bei Berührung absaugen, zum Beispiel aus den Schutzanzügen, auf die die Galaktiker wegen den für sie nicht geeigneten Umweltbedingungen Kuurenduuns angewiesen sind. Spaa behauptet, Vanbargens Raumschiff sei in der Nähe havariert, nur sie habe überlebt. Man führt die Galaktiker zu der Frau. Sichu Dorksteiger erkennt, dass es sich um eine Täuschung handelt. Prompt "explodiert" die vermeintliche Terranerin. Sie löst sich in unzählige winzige Lebewesen auf, die über die Galaktiker herfallen und sie mit Neurotoxin außer Gefecht setzen.

Nach zwölf Stunden kommen die Galaktiker wieder zu sich. Die Waffen wurden ihnen abgenommen, die Schutzanzüge haben nur noch Energie für wenige Stunden, Funkkontakt mit der Space-Jet kommt nicht zustande und Guckys Parafähigkeiten sind blockiert. Der Mausbiber überwindet die Blockade langsam mit Yaraduas Unterstützung. Die beiden sehen sich im Stock um und begegnen anderen Gefangenen aus dem reptiloiden Volk der Toxox. Diese Wesen sind ziemlich phlegmatisch und haben sich mit den Enduun arrangiert, helfen den Galaktikern dann aber doch. Sichu schlägt sich allein zur Space-Jet durch. Rhodan droht Spaa mit der Vernichtung des Stocks und bietet gleichzeitig Hilfe an, denn ihm ist klar, dass die Enduun aus Verzweiflung gehandelt haben. Spaa gibt auf, als Sichu mit einigen TARA-Kampfrobotern zurückkommt.

Spaa erklärt, sein Volk habe die zur Erzeugung der Lockbotschaft benötigten Informationen durch "Anzapfung" gewonnen. Die Enduun besitzen eine angeborene Parafähigkeit. Im Parablock konnten sie Zugriff auf ANANSI nehmen, sogar während des Überlichtfluges der RAS TSCHUBAI. Den Enduun werden Konstruktionspläne für eine Sonnenzapfanlage samt verschiedenen Materialien und Montagerobotern zur Verfügung gestellt. Sie müssen die Toxox ziehen lassen. Die Echsenwesen können sich allerdings vorstellen, Handelsbeziehungen mit den Enduun anzuknüpfen. Am 26. Dezember ist alles erledigt. Die RAS TSCHUBAI setzt den Flug fort.

Kringels Meinung:

Huch, ich muss kurz eingenickt sein. Hab' ich was verpasst? Nein? Dann ist es ja gut!

J. Kreis, 03.02.2018


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Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


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Lion (03.06.2018):

Gestern auf dem GarchingCon hat sich Susan - öffentlich auf der Bühne - gegen die Einschätzung Füllroman gewehrt! Mit der Handlung wurde offensichtlich die Basis für weitere - noch kommenden - Handlungen gelegt. Dies wurde vom Wim - ebenfalls auf der Bühne - bestätigt! Also warten wir es ab.


Patrick (03.02.2018):

Mehr oder weniger reiner Filler-Band mit SF-Standardmaterial; aber ganz nett und nicht total langweilig.


Hans (03.02.2018):

Zeit für ein Zwischen-Fazit. Da die Handlungsebene Sevcooris abgeschlossen ist zeigt sich, daß es in diesem Zyklus sehr linear zugeht, kein "Open-World-Environment". Mir fiel gerade beim Frühstück die Frage ein ob die Thoogondu die Kriterien für das Hilfsvolk einer negativen Superintelligenz erfüllen?
Definitiv! Sie haben versucht eine positive SI zu manipulieren und haben Völkermord begangen aus Eigennutz. In der neuen Heimat Sevcooris haben sie die Gäonen maximal manipuliert zu deren Nachteil und aufstrebende Völker um des eigenen Machtanspruchs unterdrückt. Auch die eigene Bevölkerung wurde Gedächtnis-'optimiert'. Steckt dahinter eine negative SI und wenn ja welche? GESHOD? Oder geht es gleich zwei Treppenstufen höher? Steckt der Chaotarch Caddab dahinter? Irgendeine Verbindung zur Sternengruft sollte es u.U. geben falls man sich Caddab von Seiten der Expokratur nicht für 3000ff. aufgehoben hat. Ganz abgefrühstückt ist das ZSI ja noch nicht, da Gäonen in der Milchstraße noch etwas laufen haben, hüstel :-).
Es müßte jetzt volle Kanne mit den Sprossen samt Gemeni weitergehen und mit den Hinterlassenschaften von ES. Und auch der Techno-Mahdi müsste so langsam mal in die Gänge kommen. Mögliches Szenario: LFG-Spitze oder Teile davon sind TMahdi-hörig was sich auch beim TLD abspielen könnte. Die USO dürfte hingegen sauber sein und als Retter für später fungieren. Muß Opiter Quint bald abtrünnig werden da seine Chefs ein falsches Spiel spielen? Schließlich hat er ja Leute von der USO dabei und ein Wechsel zum Status eines USO-Spezialisten könnte deshalb vor der Tür stehen oder ist er gar als stellvertretender Lordadmiral geplant? Wäre eine schöne Idee.
Allzu kompliziert kommt es zur Zeit nicht herüber was die Expokraten da auf kleiner Flamme kochen - wenn ich das z.B. mit der verwickelten Handlung in den 900er Bänden vergleiche wo sogar noch ein Antagonist von vor mehr als 200 Bänden davor nämlich Hotrenor-Taak sich zum positiven Handlungsträger wandelte und versuchte dem Erzschurken Boyt Margor in die Suppe zu spucken.
Es muss jetzt Butter-bei-die Fische sonst versinkt das ganze in einem Level-für-Level abgrasen eines holzschnittartigen Drehbuchs. Ein Fehler wurde m.E. bereits gemacht. Was hätte dagegen gesprochen Gi Barr mit in die Milchstraße zu nehmen, z.B. als Bodyguard für Ex-Solastrator Ford?
Hoffentlich passiert noch etwas wirklich überraschendes. Was ist die Ekpyrosis? Vielleicht kritisiere ich zu viel. Bei meinem Fanroman klärt sich das mit der Ekpyrosis ja auch erst in den 'letzten zwei Bänden' - womit ich ja auch auf diesen Spuren wandle die ich grade kritisiert habe.
Meine Zwischen-Noten für den Zyklus: Sevcooris 4-, Gemeni 3, Opiter Quint/Hinterlassenschaften von ES 1+ was zusammen 2,7 ergibt also eine 3.
Nun zum aktuellen Heft, das ich erst am Freitag gekauft habe. Das wochentägliche Pendeln zu meinem ReHa-Assassment kostet mich sehr viel Zeit und kommt rüber wie ein Vollzeitjob.
Es handelt sich hier um einen Lückenfüller was meine Hoffnung auf eine Klärung des Techno-Mahdi innerhalb des Teil-Zyklus unwahrscheinlich erscheinen lässt. War aber rasant und amüsant zu lesen weil es ein Lückenfüller mit Perry und der Kernmannschaft incl. Mausbiber Gucky/Plofre war. Auch Susan Schwartz beherrscht die Beschreibung von Gemütszuständen sehr gut.

Weiter geht es mit
Fan Fiction Teil 10:
(Anm. d. Autors: bisher habe ich Yobilin so, also falsch geschrieben, sorry)
2.
Das Gespräch mit Yobilyn I war alles andere als einfach. Der raumzeitplastische Imperator zweifelte die Identität von Gonozal VIII, also Atlan schlicht an. Mochte der Sternenteufel wissen woher Yobilyn überhaupt gekommen war und dieser wagte es... Er redete trotzdem weiter mit Engelszungen auf den etwa 90 Arkonjahre alten Imperator mit den auffallend kurzen weißen Haaren ein. Aber völlig vergeblich. Atlan schwante nichts Gutes. Die gesamte arkonidische Geschichte hatte selbst er nicht im Gedächtnis. Er hatte nur parat, daß es sich um einen der legendären Imperatoren handelte, der vor etwa 11.000 Jahren regiert hatte. Eines seiner Steckenpferde war der forcierte Raumflottenbau gewesen war, deshalb hatte Bostich eine geheime Werft im Arkon-System irgendwann in den letzten Jahrhunderten nach ihm benannt. Und dann nahm das Gespräch einen gefährlichen Abschluß. "Atlan, oder wer immer du bist, ich halte dich für einen Hochstapler, betrachte dich und deine Leute als angeklagt. Ich schicke umgehend ein Schiff mit arkonidischer Besatzung um euch festzunehmen." Die Verbindung zeigte noch kurz das Siegel des Imperators, dann wurde die Verbindung unterbrochen. Atlan griff sich an den Kopf. "Wen will er schicken, eine Legion Naats? Sein Beiname war 'Der Gerechte'. Wirklich lachhaft."
Er informierte umgehend die Freunde.
Jabari Gneppo sprach als erstes nachdem Atlan das Gespräch laut rekapituliert hatte. "Ich kann meine Suggestor-Fähigkeit nutzen. Naats sind wohl nicht mentalstabilisiert. Arkoniden leben ja keine mehr in eurem Heimatsystem." Atlan schüttelte den Kopf. "Es ist nicht bekannt ob er inzwischen Arkoniden aus anderen Systemen wieder auf Arkon I angesiedelt hat. An einem mit aktiviertem Extrasinn samt Monoschirm beißt du dir die Zähne aus." Alle schwiegen, Kenzan und Germo fehlten, waren nach wie vor auf der Krankenstation. Da meldete sich Simco Addax, der Cantaro. "Mein Schiff verfügt über einen von unserem Chefwissenschaftler Manto Premex vor kurzem entwickelten Ortungsschutz. Über dem Planeten Chik war es nur schon zu spät um diesen zu aktivieren. Ich sollte diesen testen auf meiner Mission nach Wassermal. Ich bin damit bis zum Planeten Zabar-Ardaran durchgekommen ohne an einer Malischen Mole halten zu müssen. Das Los für die Audienz habe ich dann einen Lotteriegewinner sehr teuer abgekauft. Wir könnten die MURIAK-447 mit deiner STORMON koppeln und uns aus dem System schleichen bevor das Verhaftungskommando hier eintrifft." Stormo meldete sich: "Atlan, ich empfehle das Angebot anzunehmen. Nach meiner Wahrscheinlichkeits-Berechnung dürfte unsere bordeigene Para-Kut-Tarnung etwas veraltet sein, diese ist schließlich vor einer Million Jahren entwickelt worden als es noch keine Hyperimpedanz-Erhöhung gegeben hat." Atlan schaltete schnell. Er nahm Kontakt mit dem Mediker der Krankenstation und mit Germo Jobst auf, erklärte die Lage. Germo war alles andere als erfreut aber er und sein verletzter Freund Kenzan erklärten sich einverstanden. Kenzan wurde auf die STORMON verlegt, ein arkonidischer und ein bordeigener Medobot würden ihn in seiner Kabine versorgen. Stormo hatte Anweisungen des Medikers bekommen und versichert, daß Kenzan bei Komplikationen problemlos an Bord versorgt werden konnte.
Sie gingen alle an Bord. Es würde etwas eng werden, Stormo wandelte einen unbenutzten Lagerraum in eine Gemeinschaftskabine für die zusätzlichen Passagiere Gneppo, Rhodan und Simco um. Gneppo und Rhodan wurden mit Einsatzanzügen versorgt, die sie aber vorerst in der großen Kabine zurückließen. Simco verließ sich auf seinen eigenen Anzug, der paramechanisch mit seinen Körper-Implantaten gekoppelt war. Sie trafen sich schließlich in der Steuerkanzel. Von dort schickte Atlan eine Nachricht an Mitzalak Benzon, er solle dem Kommando, sobald es eintraf mitteilen, sie hätten sich irgendwo in der Orbitalen Stadt versteckt, eine Durchsuchung würde dann fruchtlos verlaufen. Benzon wünschte Ihnen Viel Glück und bat Atlan nach Erledigung seiner aktuellen Aufgaben, sich um die Absetzung des pararealen Imperators zu kümmern, was Atlan gern versprach. Diese seltsame Situation war auf Dauer unhaltbar für den gesamten Sternenhaufen Thantur-Lok.
*
Addax steuerte sein kleines Schiff per Funkbefehl an die STORMON heran, die noch im Hangar des Wahl-Barons schwebte. Nach einigen Minuten meldeten beide Syntrons Vollzug. Die MURIAK-447 war jetzt am Bug des Ritterschiffs angekoppelt und beide Steuerungssysteme verbanden sich. Atlan machte Simco Addax Platz. Dieser setzte sich in den Kontursessel vor der Steuerkonsole. Simco würde die beiden Schiffe aus dem System fliegen. Das Hangartor öffnete sich. Der Ortungsschutz war aktiv und sie erreichten den Orbit. Ein leises Alarmklaxon aktivierte sich. Stormo meldete: "Frag mich nicht wie sie das machen mein Ritter, aber die Robot-Raumer haben uns trotz der neuentwickelten Tarnung in der Ortung - zwar nur als flackernden, verwaschenen Schatten aber sie sehen uns, ich habe gerade deren Positroniken ausgelesen. Die Raumer nehmen Fahrt auf." Addax grinste. "Ich aktiviere Stufe 2 der Tarnung." Und dann erschienen genau einhundert Orter-Echos auf dem Zentralschirm. "Wir selbst müßten eigentlich komplett verschleiert sein aber offenbar orten sie uns teilweise trotzdem. Liegt wohl daran, daß es der Tarnprojektor nicht schafft, beide Schiffe zusammen unsichtbar für deren Orter zu machen. Ich starte jetzt im rechten Winkel zur Ekliptik der Planetenbahn kann aber nur mit maximal 300 km/s2 beschleunigen da sonst der Kontakt mit unseren virtuellen Klonen abbricht. Die Robotraumer beschleunigen mit 290 km/s2, wir behalten also nur einen geringen Vorsprung. Stormo, kannst du den anfliegenden Robots bitte eine sehr starke Trafitronwerfer-Salve vor den Bug setzen? Die Klone werden einen Teil davon abzweigen und asynchron projizieren." Der Bordsyntron bestätigte und dann blühten Raumaufrisse auf, genau einhundert an der Zahl in der Flugbahn der Robotflotte. Die Antwort kam sofort. Die Flotte hüllte sich in Paratronschirme, aktivierte die Selphyr-Fataro-Projektoren und schoß zurück. Zwölf der Klone verschwanden abrupt im Hyperraum. Und als die gekoppelten Schiffe nach endlosen Minuten erratischen Ausweichkurses mit 25% der Lichtgeschwindigkeit endlich in den Hyperraum eintauchten waren noch genau drei Klone übrig, diese erloschen simultan, als die beiden Schiffe den Normalraum verließen. Sie waren entkommen. Atlan atmete pfeifend aus und klopfte dem Cantaro auf die Schulter. "Gut gemacht mein Freund."
*
Adam von Aures trat aus dem Transmitter. Bostich empfing ihn, flankiert von zwei Katsugo-Robotern. "Willkommen an Bord meines Schiffs, Adam von Aures. Folge mir in die Zentrale." Aures nahm auf dem Weg alle erreichbaren Eindrücke auf und sondierte gleichzeitig telepathisch die Besatzung. Es befanden sich nur achthundert Männer und Frauen an Bord. Eigentlich viel zu wenige für diesen Gigant-Raumer, Bostich mußte mehr als 90% der Abläufe automatisiert haben. Standard für nur einen GWALON-Kelch waren 5000 Personen plus Beiboot-Besatzungen. In der Zentrale, die sie nach einem Fußmarsch von fünf Minuten erreichten taten gerade einmal acht Arkoniden Dienst. Diese verhielten sich ihm gegenüber reserviert oder zeigten keine Emotionen weil Bostich anwesend war. Die Transformation des Imperators ohne Reich war für diese sicher nicht so leicht zu verkraften gewesen aber sie verhielten sich loyal und waren es auch, keiner aus der Besatzung war mentalstabilisiert oder verfügte über einen Extrasinn und keiner gehörte dem Adel an, sie waren alle Essoya. Adam laß in ihren Bewußtseinen wie in einem aufgeschlagenen Buch. Bostich wies mit dem monströsen Haluter-Arm auf eine bequeme Sitzgruppe. Aures setzte sich. "Das Objekt hat mich nicht eingelassen." Begann Bostich das Gespräch. "Es müssen mindestens zwei Berechtigte sein damit sich das Ding öffnet, hat mir eine Robotstimme über Funk an einer der gigantischen Einflugschleusen mitgeteilt. Wir warten hier seit 45 Pragos. Ich hatte mit einem der beiden Rhodans gerechnet aber so geht es auch." Im Prinzip war dieses Objekt von der Form her einem Sporenschiff oder GESETZ-Geber der Kosmokraten ähnlich. Nur etwas kleiner, 1000 Kilometer Durchmesser statt 1126. Die Außenhülle schimmerte zudem türkisfarben und enthielt keinerlei Carit. Es gab keine Garantie aber es lag nahe, daß es sich um KRO'GOM'ATHO handelte. Dieser Galaxienzünder war von HISMOOM vor längerem wieder aus der Milchstraße abgezogen worden als Thoregon vernichtet und das Doppelspiel von ES publik wurde. Hatte es sich jetzt als kontrakausale Raumzeitplastik neu manifestiert? Bostich sprach mit Adam über die bekannten Erkenntnisse. Ein Galaxienzünder zerstörte die Gravitationsfeldlinien einer Galaxis was zum Untergang der betroffenen Sterneninsel führte. War der Prozess einmal eingeleitet konnte nichts ihn stoppen. Planeten und Sonnen würden aus der Bahn geraten, die Sonnen sich in Plasma verwandeln, da sie die eigene Materie nicht mehr zusammen halten konnten. Ein unabwendbar tödlichesChaos würde über alle Galaktiker hereinbrechen und es würde Wochen oder gar Monate dauern bis alles vernichtet war. Da es keine Fernantriebe mehr gab würden geflohene Schiffsbesatzungen im Leeraum zwischen den Galaxien elendig zugrunde gehen falls sie nicht zufällig einen einsamen Dunkel-Planeten fanden, der sich außerhalb des Einflusses der Ekpyrosis befand. Die Kosmokraten hatten damals im 14. JH NGZ 3000 Galaxien vermint. Hätte Hismoom versagt, im direkten Kampf mit der größenwahnsinnigen Superintelligenz, so wären diese Galaxien vernichtet worden, die freiwerdenden Energien hätten in die Mega-Pilzdome und dann in die extrauniversalen Pulse durchgeschlagen und auf diese Weise alle an THOREGON beteiligten Superintelligenzen aus der Existenz gefegt. Aures dachte nach. Die Sonnen, die zur Nova wurden in den letzten Monaten innerhalb der Milchstraße passten nicht in dieses Bild, es sei denn dies war eine bisher unbekannte Neben-Funktion des Weltuntergangs-Bringers. Aures blickte den Imperator erwartungsvoll an. Dieser begann zu sprechen. "Wie gehen wir vor? Dieses gigantische Schiff muß sehr bald zerstört werden." Aures ließ sich nichts anmerken aber Bostich hatte nun offenbar doch ganz andere Pläne als er und das verstörte ihn maximal. Von der GORATSCHIN aus hatte er ihn telepathisch nicht sondieren können wegen der zu großen Entfernung und auf dem Weg in die Hauptleitzentrale hatte er darauf verzichtet es nachzuholen. Umgehend konzentrierte er sich auf seine telepathisch-hypnotischen Fähigkeiten, wollte den Ex-Imperator sofort unter seine geistige Kontrolle bringen. Und erneut erlebte er eine böse Überraschung. Der Extrasinn des unsterblichen Arkoniden war eine Symbiose mit dem halutischen Planhirn eingegangen, über das Bostich seit seiner Verwandlung verfügte wenn auch nicht innerhalb seines Schädels sondern als neuronales Geflecht in seinem Haluter-Arm. Adams geistige Fühler prallten komplett ab. Und dadurch bemerkte Aures, daß etwas mit ihm selbst nicht stimmen konnte - wie hatte er erwarten können, Bostich auch nur ansatzweise zu espern, von suggestiver Kontrolle ganz zu schweigen? Dieser verfügte bereits vor seiner Metamorphose über einen Extrasinn mit aktivierbarem Monoschirm, der telepathische Tastversuche komplett abblockte und Hypnose per Telepathie nahezu unmöglich machte. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn, so etwas war fast undenkbar und bisher noch nie passiert. Hatte ihn der kurzzeitige Kontakt mit dem Anzug der Umkehr mental verletzt, sein Gedächtnis gestört? Aures beschloss, sich jetzt selbst zu beobachten, separierte einige Dutzend Nanogenten, die ihn mikroskopisch klein umschwirrten und permanent abtasteten. Der Arkonide lachte grollend, auch hier einem Haluter sehr ähnlich. "Ich betrachte es als Spiel, mein Freund. Du willst die Galaxis vernichten, ich will sie retten aber nur gemeinsam können wir das Schiff betreten." Der Imperator durchschaute ihn. "Laß uns an Bord gehen und den Rest den Sternengöttern überlassen oder nenne es einfach Schicksal." Adam von Aures fügte sich vorerst. "Einverstanden." gab er recht kleinlaut als Antwort.
*
Der Flug zur Erde war mit dem Trafitron-Antrieb der STORMON nur ein Katzensprung. Dort erfuhren sie, daß der Kontakt mit JASON abgebrochen war, schon seit geraumer Zeit hatte man nichts mehr von Opiter Quint und seinem Team gehört, das den Adauresten und die GORATSCHIN verfolgte. Atlan ließ sich die letzten bekannten Koordinaten des Dolans geben und flog wieder ab. Bevor man zum Milchstraßen-Zentrum startete brachte man Simco Addax zurück auf seine Heimatwelt, die in der Southside der Galaxis gelegen war. Auch das war für den Trafitron-Antrieb nur ein kleiner Hüpfer durch den Hyperraum. Atlan war dann bei der Ankunft nicht im mindesten überrascht denn Hekener Sharoun hatte ihm mitgeteilt, das Rhodan2 dort mit einem Erkundungs-Team präsent war. Er nahm Funkkontakt mit der im Orbit befindlichen SPIRIT auf, sprach kurz mit der Kommandantin Lucia Anderlei und dann kam es in der Unterwasserstadt der Cantaro zu einer folgenschweren Begegnung zweier Menschen. Die beiden Rhodans trafen sich.
*
Die STORMON samt des angekoppelten Cantaro-Diskus landete auf einer Plattform in der subozeanischen Stadt nachdem sie den gigantischen Schutzschirm per exakt getimter Strukturlücke durchquert hatten. Die Stadt lag dreizehneinhalb Kilometer unter der Wasseroberfläche, hatte das ungefähre Ausmaß der terranischen Insel Kreta. Rhodan2 und sein Leibwächter Mascolo Viron warteten bereits. Alle bis auf Kenzan und Germo stiegen aus. Der junge Arkonide litt immer noch unter den Nachwirkungen der Operation. Rhodan ging an der Spitze des kleinen Trupps, Atlan ließ ihm den Vortritt. Perry trug seinen neuen Einsatzanzug und auch Gneppo hatte seinen nun angelegt.
Hatte wirklich niemand darüber nachgedacht? Parachron-Forscher und auch Geoffrey Abel Waringer das Universalgenie hatten so etwas bereits im 35. Jh alter Zeitrechnung postuliert als durch einen unfreiwilligen Ausflug in eine Pararealität der Terraner Julian Tifflor diesen Zweig der Wissenschaft initiierte, lange bevor ein Mensch namens Sato Ambush die galaktische Bühne betrat. Aber im Lichte der vorhergehenden Ereignisse ging das offenbar unter, alle Beteiligten waren durch enervierende Erlebnisse belastet, hatten wohl zuviel erlebt in den vorangegangenen Wochen. Eine Art von kollektivem Blackout hatte in den Köpfen geherrscht. Rhodan und Rhodan2 gingen aufeinander zu. Als der Mindestabstand von fünf Metern unterschritten war, passierte es. Ein lautloses Energiegewitter manifestierte sich aus dem Nichts auf der unterseeischen Landeplattform auf der die STORMON/MURIAK-447 und ein Shift der SPIRIT standen. Beide Männer wurden aufeinander zu gezogen, eingehüllt in ein stummes Wetterleuchten aus vielfarbigen Blitzen. Mascolo Viron, sein Leibwächter wurde zur Seite geschleudert, konnte sich am geparkten Shift gerade noch festklammern, sonst wäre er über den Rand der Plattform gestürzt, die sich in halber Höhe an einem 400 Meter hohen Gebäude befand. Stormo rief über ein Akkustikfeld eine Warnung. "Hohe Strangeness-Werte, pendeln vom negativen zum positiven Spektrum. Ich aktiviere eure Pedopolschirme per Fernkontrolle, eure Femto-Syns sind ausgefallen." Knisternd bauten sich die 5-D-6D-Schirme auf aber trotzdem schlug etwas durch. Selbst Gneppo taumelte. Alle verspürten Drehschwindel, Übelkeit und heftigste Kopfschmerzen. Nach einer endlosen Minute war der Spuk wieder vorbei und nur noch EIN Mann lag auf der Plattform, Viron beugte sich über ihn, die anderen standen maximal verwirrt um diese herum. Ein um rund 20 Jahre gealterter Rhodan lag bewusstlos vor ihnen, um ihn die Bruchstücke des porleytischen Einsatzanzugs verteilt, die gerade mit rapider Geschwindigkeit zu feinem Staub zerfielen. Ein Schott öffnete sich, fünf Cantaro kamen herbeigeeilt, Meßgeräte in Händen. "Die Strangeness schwankte von minus 0,2 bis plus 0,3 jetzt ist sie wieder bei Null." Der Sprecher der Gruppe nickte Simco Addax zu. "Schön, dass du wohlbehalten zurück bist, Simco." Beide lächelten sich an. Und dann kam das bizarrste. Stormo meldete sich erneut. "Der kombinierte Rhodan verfügt über eine intakte Ritteraura aber es ist die von Jen Salik. Ich habe keine Erklärung dafür." Stormo schleuste einen Medobot aus, der sich dem fusionierten Rhodan näherte, Mascolo Viron machte diesem Platz, und dann begann dieser mit der Untersuchung. Die ersten Ergebnisse gab er bekannt. "Dieser Mensch hat ein biologisches Alter von 57 Jahren, sein Zellaktivator arbeitet gerade mit 1200% Leistungsabgabe um ihn vor dem Tod zu bewahren, seine Erbanlagen sind eine Kombination von zwei verschiedenen Gen-Codes und das verursacht Probleme. Eine Anpassung durch selektive Fusion findet gerade statt, diese erfolgt mit rapider Geschwindigkeit." Und dann schlug der veränderte Terraner die Augen auf. Sprach mit veränderter, sich überschlagender Stimme. "Alle Mal herhören. Ich muß ab sofort damit fertig werden, zwei Menschen in einer Person zu sein, ich habe alle Erinnerungen meines Alter Ego und meine Schulter schmerzt höllisch, dort wo der Aktivator sitzt." Er erhob sich langsam. "Laßt uns reingehen, unsere Gastgeber sind sicher schon ungeduldig." Er zeigte auf das Schott in der Kuppelwand. Nach einigen unsicheren Schritten brach dieser neue aber gealterte Rhodan unvermittelt zusammen. Der Medobot schwebte erneut zu ihm hin, fuhr seine Untersuchungssonden aus. "Er braucht Ruhe. Der Gen-Code ist jetzt stabil aber sein Gehirn hat aus Selbstschutz abgeschaltet." Sie brachten ihn in die Kabine von Germo Jobst, Mascolo Viron würde Krankenwache halten, zusammen mit dem Medobot. Jetzt waren es schon zwei Kranke auf der STORMON plus je einem Wächter der auf diese aufpasste. Atlan und alle anderen gingen zu dem Treffen mit den Cantaro. Auf dem Weg blieb Zeit zum Nachdenken. Atlan war fassungslos. Sein Alter Freund Rhodan war Vergangenheit, ein neuer Rhodan war geboren, eins plus eins ergab eins und die Kohärenz dieses Universums war wieder gesichert.

to be continued next week



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