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Perry Rhodan Nr. 2940: Der Putsch

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Arbo P. Dannan und Cassandra Somerset haben sich gegenseitig für abgesetzt erklärt. Perry Rhodan soll das Kommando über die RAS TSCHUBAI in die Hände des Militärs des Zweiten Solaren Imperiums legen und sich der Gerichtsbarkeit stellen, was er natürlich verweigert. Nach verbalem Schlagabtausch wird die RAS TSCHUBAI unter Beschuss genommen. Die Terraner erwidern das Feuer nicht, stattdessen manövrieren sie die gegnerischen Schiffe aus. Mehrere gäonische Einheiten schlagen sich auf die Seite der Terraner. Schon bald schießen Gäonen auf Gäonen. Shari Myre wollte ihrem Chef ein Interview geben, in dem die Terraner und insbesondere Perry Rhodan gut wegkommen, doch die Verbindung wird auf Dannans Befehl unterbrochen.

Die Solastratorin ringt dem Thoogondu Ruogoovid eine einstündige Waffenruhe ab. Sie stellt fest, dass sich die beiden Ärzte, von denen sie kürzlich für nicht beeinflusst erklärt worden ist, merkwürdig benehmen. Sie erkennt, dass bei ihnen eine experimentelle Mentaltechnik des Militärs eingesetzt wurde, die als Psychotropes Kommando bezeichnet wird und wie eine von Telepathen nicht feststellbare Fernsteuerung funktioniert. Ihre Warnung kommt zu spät. Die Ärzte aktivieren gondische Nanomaschinen, die in der Barkasse versteckt waren, mit denen die Ärzte zur RAS TSCHUBAI gekommen sind. Als die ZSI-Flotte wieder angreift, schießt die von den Nanomaschinen manipulierte RAS TSCHUBAI zurück und vernichtet drei unbeteiligte Schiffe. Ein Wrackteil stürzt direkt auf Gäons Mond Selene zu, kann aber abgefangen werden. Die Nanomaschinen lösen sich auf, ohne Spuren zu hinterlassen.

Rhodan gibt Gi Barr einen Vertrauensvorschuss und erlaubt ihm, sich an der Bergung von Überlebenden zu beteiligen. Gi Barr sorgt dafür, dass die zu Rettenden nicht auf die Retter schießen. Somerset hält eine Rede und erklärt, Dannan sei an allem schuld. Gi Barr meint, der Großrechner TEIRESIAS könnte wertvolle Informationen für Rhodan haben. Während die RAS TSCHUBAI das Neo-Solsystem verlässt, springen Rhodan und Gi Barr mit Gucky in die Kavernen Selenes. TEIRESIAS befindet sich in der Hauptstadt Endymion. Gucky vergisst seinen Deflektor einzuschalten und wird von einem Polizisten gesehen. Die entsprechende Meldung landet bei Payo Montufar, einem Agenten der Solar-Imperialen Abwehr.

Als Montufar erfährt, dass Gi Barr einen militärischen Code benutzt hat, um sich von TEIRESIAS eine Zugangsberechtigung für den 26. November 1551 NGZ zu beschaffen, weiß er, wann und wo er sich auf die Lauer legen muss. Eine Parafalle für Gucky wird aufgebaut. Soldaten schlagen zu, sobald der Mausbiber und seine Begleiter auftauchen. Diese können sich in die Konsultationskammer retten - eine TEIRESIAS-Schnittstelle für hochrangige Benutzer - sitzen dort aber in der Falle. Da taucht ein uralter Roboter auf, der wie ein Phalanx-13-Modell aussieht, sich mit dem Namen Portier vorstellt und die Neuankömmlinge mit einem eingebauten Transmitter zu TEIRESIAS versetzt. Angeblich hat der Großrechner schon seit über tausend Jahren von dieser Begegnung geträumt.

J. Kreis, 23.12.2017


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Gastkommentare


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Mark (27.12.2017):

Ein laptop oder ein tablet(kleiner laptop) sind ideal für rückenleidende:-)


Hans (26.12.2017):

Besser als erwartet. UA umschifft seine Aversion gegen Raumschlachten elegant indem er Innere Monologe von Figuren benutzt, hab auch keine Logikbugs gefunden. Bravo Herr Anton, ich hatte schlimmeres antizipiert. Note 2 für den Roman. Machen Sie weiter so, Daumen hoch.
Freut mich das mein Fanroman so gut ankommt, daß nachgefragt wird. Also:

FanFiction Teil 4:
Hier verlassen wir die direkte Handlung. (Anm. d. Autors: diverse Abstürze meines BlackBerry schickten zwei fertige Kapitel in den Orkus). Also erstmal eine Zusammenfassung über das was in den verlorenen Kapiteln passierte. Bei einem erneuten Schreiben der Kapitel hätte ich zu viel Zeit verloren zudem ich jetzt auf der Display-Tastatur meines neuen Smartphones tippen muss was etwas länger dauert als auf der Hardware-Tastatur des BB. Am PC auf dem Schreibtisch tippe ich nur kurze Texte da ich nach längerem Sitzen Rückenschmerzen bekomme:
Perry und Jabari Gneppo verlassen nach einer ominösen Botschaft, die als Schrift auf einer der Wände auftaucht den Weißen Raum in der einzig möglichen Richtung und landen in der Stadt Allerorten, sie erhalten temporäre Passepartouts und Identoren.
Atlan begrüßt die Mannschaft der AMTERIA insbesondere seine alten Weggefährten Lua, Vogel und Germo. Letzterer küßt in einer sentimentalen Anwandlung den Arkoniden auf die Wange, was Kenzan ter Aumakyia zum Ausspruch "Was ein Traumpaar." veranlasst. CICERO fordert den Arkoniden Atlan auf, das Kommando an Bord zu übernehmen. Was dieser tut. Sodann meldet sich Matan Addaru und ein Streitgespräch mit Atlan folgt. Addaru ist sauer, daß er das Kosmokratenschiff nicht vernichten kann. Er bietet an einen Ausgang aus der Synchronie zu öffnen. Rhodan sei jetzt im Weißen Raum und definitiv nicht mehr in der zweiten Zeitdimension zu finden. Die AMTERIA nutzt den Ausgang und man findet sich außerhalb Andromedas wieder, 2,4 Mio. Lichtjahre von Terra entfernt. Es wird per Funk nach Cairol VIII gerufen. Dieser erscheint zwölf Stunden später und teilt mit, daß er den Aufenthaltsort des Weißen Raums kennt. Da Kosmokratenschiffe mit Carithülle nicht in Allerorten einfliegen dürfen braucht Atlan ein anderes Schiff. Cairol übermittelt Atlan Koordinaten auf dem Mars(!). Dort liegt ein versiegeltes Ritterschiff seit einer Million Jahre in einer Höhle von dem man zuletzt im Abruse-Zyklus gehört hat. Er soll anschließend nach M13 fliegen, dort befindet sich ein Stadtteil Allerortens. Er soll zwei Orbiter wählen, mehr Platz gibt es auf dem Ritterschiff leider nicht. Atlan wählt natürlich Germo Jobst und den jungen Ortungsoffizier Kenzan aus. Letzterer meldete sich sogar freiwillig. Cairol warnt Atlan davor, daß sich auch ein Ritter der Tiefe in Allerorten verlieren kann, er solle extrem vorsichtig dort agieren. Mit dem speziellen Hypertakt-Antrieb der AMTERIA braucht man nur 86 Stunden bis Terra was 240 Mio. ÜL bedeutet. Atlan redet persönlich mit Hekener Sharoun und erfährt dabei, daß Bullys ZA chaotarchisch umgeprägt wurde. Die AMTERIA wird der LFG übergeben, Cairol VIII hatte das so angeordnet. Anna Patoman ist die Systemadmiralin der solaren Verteidigungsflotte. Sie übernimmt das Kommando und löst den Spross SHINAE ab, der bisher den Merkur mit einem Psionischen Isolationsschirm umgeben hatte. Die Zwölfzackschiffe des raumzeitplastischen Sothos werden vernichtend geschlagen, der Sotho selbst entkommt in einem Beiboot ins Psionische Netz. Dorthin kann die AMTERIA nicht folgen. Atlan fliegt zum Mars.
Dann wird umgeblendet zu Adam von Aures. Er hat die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN erobert, die gäonische Besatzung auf einem einsamen Dschungelplaneten mit Lebensmitteln für drei Monate ausgesetzt und fliegt zu Koordinaten, die er aus dem Anzug der Umkehr kopiert hat. Dieser Anzug wurde Opiter Quint verliehen nachdem alle Hinterlassenschaften von ES abgeklappert wurden. Er stammt von Parr Fiorano, hatte nie einen Träger, lag sozusagen auf Halde. Während eines Zweikampfs erobert Quint die Extremitäten Homunks zurück. Aures muß fliehen. Homunk wird per Dolan nach Wanderer zurück gebracht. Er müsse das Tor in den jenseitigen Teil des Universums bewachen. JASON fliegt weiter zu den Koordinaten, die der Anzug der Umkehr geliefert hat. Aures hat einen Vorsprung da sein Schiff über den fortschrittlichen Transitionsantrieb der Thoogondu verfügt. Quint und Ellert sinnieren bei gepfeffertem Kakao und einer Filterzigarette darüber was sie wohl bei den Koordinaten erwarten wird? Zau und Zakara erwarten dort "Die Mutter aller Raumzeitplastiken", Quint denkt eher an etwas sehr Reales.
Rhodan und Gneppo kommen in Wohep-Tau an. Der Stadtteil Allerortens liegt auf einem Tafel-Berg innerhalb der Siedlung Wohep-Zwölf, die auf dem Waldplaneten Wohep gelegen ist. Ein 3000 Kilometer breiter Ringozean umgibt den planetaren Äquator. Acht Monde umkreisen den Planeten, verursachen fast unberechenbare Ebben und Flut, die Küsten sind daher unbewohnt. Rhodan holt Informationen im Besucher-Büro der Siedlung ein. Dort gibt es sonst nur Devotionalien-Geschäfte und kostenlose Gasthäuser sowie den Eingang zu einem Tempel, eine achtzig Meter durchmessende gläserne Platte unter der ein Feuerorkan zu toben scheint. Gneppo teilt mit, daß er seine Selbste nicht mehr ausschicken kann. Er kann aber weiterhin Paragaben einsetzen. Er ist Empath und Suggestor, kann das Wetter manipulieren und ist Kurzstrecken-Teleporter, ein Überbleibsel seines Fernhinlauschenden Selbst. Rhodan und Gneppo beobachten tagsüber einen Woheper der einen spiraligen Tanz auf der Glasplatte aufführt und schließlich auf den scharfkantigen Kristall im Zentrum der Platte springt. Dabei verletzt er sich. Sein Blut bildet eine Pfütze unter dem Kristall. Der Woheper bleibt noch einige Minuten geschwächt am Boden sitzen und geht dann seiner Wege. Gneppo und Rhodan suchen eines der Gratis-Gasthäuser auf um zu schlafen. Geld wird in Wohep-Tau nur mit Devotionalien gemacht, die ziemlich teuer sind. Der Tempel gehört zur Feuer-Religion Zahrakatts Verkünder, der einzelne Woheper trug ein Feueramulett an einer goldenen Kette um den Hals, geschnitzt aus einem korallenähnlichen Material. Der Körper der Woheper besteht aus hellblauen Kuben, verbunden durch kleine Kugelgelenke. Sie sehen aus, wie von Picasso gemalt.
UND NUN GEHTS RICHTIG WEITER. Es war übrigens hilfreich, die beiden Dateien zu verlieren. So konnte ich merken, daß ich schon zu viel verraten hatte über Aures Motivation und ich habe festgestellt, daß ich mich nicht zu 100% auf mein über Jahrzehnte angelesenes PR-Wissen verlassen kann. Fakten in der Perrypedia zu checken halte ich für unerlässlich:
7.
Rhodan wurde wach. Der Identor teilte ihm mit, daß er drei Stunden geschlafen hatte. Von draussen fiel kein Licht durch das große Fenster. Er trat an die Scheibe heran und blickte hinunter auf die gläserne Platte. Alle Monde waren bereits wieder untergegangen, nur das Licht des Feuerorkans unterhalb der Glasplatte erhellte die Szenerie. Etwa zwanzig Woheper tanzten. Exakt abgezirkelt nach einer Choreographie. Nacheinander sprangen sie auf den Kristall und das blutige Ritual nahm seinen Fortgang. Mit einer unappetitlichen Änderung. Nachdem alle einmal auf den Kristall aufgesprungen waren versammelten sie sich am Rand der großen Blutpfütze, fuhren lange Zungen aus und begannen das vermischte Blut aufzulecken. Ein Schauder lief Rhodan den Rücken hinab. Ein äußerst unappettitliches Ritual. Gneppo hatte gemeint, daß man diese speziellen Woheper durchaus als Satanisten bezeichnen könnte, nach terranischen Maßstäben beteten sie den Vollstrecker des Weltuntergangs an. Blutrituale fand Rhodan schon immer widerwärtig. Zum Glück frönten nur 15% der Bevölkerung Woheps diesem Kult. Der Großteil der Bewohner verehrte die Große Bringerin des Lichts Caihro-Duuh-La, die ihre Tempel auf der anderen Seite des Ringozeans hatte. Gneppo und er hatten darüber diskutiert ob es eine Bedeutung hatte, daß es nur einen Zarahkatt-Tempel auf dem Planeten gab und dieser ausgerechnet im Allerorten-Teil der Siedlung gelegen war. Nach Gneppos Meinung lag dies daran, daß nur dieser Kult einen Bezug zu den Hohen Mächten hatte während die Licht-Religion wohl nur ein Mythos war und daher uninteressant für die Universalen Archäologen, die die Führungsschicht Pha Gashapars bildeten, dies hatte Perry der Stadt-Angestellte im Info-Büro Wohep-Taus mitgeteilt und dabei die großen Kulleraugen verdreht. Man hätte in der Stadt schon seit Jahrhunderten keinen Archäologen mehr leibhaftig zu Gesicht bekommen. Der letzte war aufgetaucht als die Hyperimpedanz-Erhöhung eingetreten war. Er hatte einen Auftritt vor der Arkanen Fakultät, der live per redundantem Spiegel-System über das Psionische Netz in fast alle Stadtteile übertragen wurde. Die Stadtteile die in einer Kalmenzone lagen konnten nicht informiert werden, was etwa 15% betraf. Die Bewohner wurden beruhigt, man werde innerhalb weniger Tage die Grundenergie-Versorgung von Sextadim- auf Septadim-Zapfung umstellen, was dann auch passiert war. Es hatte trotzdem ein rechtes Chaos geherrscht und für volle 13 Standardtage waren die Breviaturen funktionslos. In den Kalmenzonen kam es derweil zu Unruhen und Plünderungen. Am ersten Tag der Reaktivierung der Brevizone kam es zur schlimmsten Rush-Hour aller Zeiten: 170 Billionen Bewohner benutzten an diesem Tag das System. An normalen Tagen waren es maximal 15 Billionen. Es wurde vom Sub-Protokoll Direkter Transport gemutmaßt, daß 9/10 dieses Verkehrs grundlos war. Man wollte sich versichern, daß alles wieder reibungslos klappte und nutzte die Gelegenheit um lange nicht gesehene Verwandtschaft mit einem unangekündigten Besuch zu beehren. Der Tag danach ging in die städtischen Annalen als 'Der Große Hangover im Knast' ein, man hatte das Wiedersehen mit berauschenden Substanzen ausgiebig gefeiert. Die Ausnüchterungskommandos waren stadtweit extrem überfordert, sodaß man die Legionen an Besoffenen einfach in lokale Raumzeit-Falten (diese brauchten am wenigsten Energie) sperrte, bis sie wieder nüchtern waren. Die halbe Stadt saß sozusagen hinter Gittern, der Angestellte hatte sich am Ende des Berichts fast ausgeschüttet vor Lachen.
Die Woheper hatten mittlerweile das gesamte Blut aufgeleckt und zogen von dannen. Rhodan sah sie nacheinander Schwebegondeln besteigen, die am Rand der steil abfallenden Felswände rund um die Uhr auf Passagiere warteten, der Eingang zum Tempel lag nahe am Rand des Tafelbergs. Rhodan ging zurück ins Bett, zog die dünne Decke bis zur Nase hoch und schlief ein. Traumlos, was ihn am nächsten Morgen sehr verwundern würde.

*
Atlan hatte noch weitere wichtige Informationen vom Residenten der LFG erhalten. Adam von Aures hatte einen Komplizen, einen pararealen Perry Rhodan aus einer der Enklaven Wanderers. Er hatte sich mit Aures überworfen und war mit einem Beiboot der GORATSCHIN zur Erde geflohen wo ihm Asyl gewährt wurde. Der Techno-Mahdi hatte in Berlin einen ersten Tempel eröffnet, es zeigte sich, daß ein riesiger Teil von Wissenschaftlern und Ingenieuren im Solsystem, überwiegend zweitklassige unzufriedene Vertreter ihres Fachs, der nun offen auftretenden Organisation angehörten. Der Sprecher eines zwölfköpfigen Führungsgremiums hieß Ariel Proper und genau zu diesem war der zweite Rhodan von Sharoun geschickt worden. Rhodan2 sollte ausloten was die nächsten Ziele des Mahdi waren.
Atlan verdrängte diese Gedanken. Sie hatten die Höhle im Berg Lohark per Gleiter erreicht. Man hatte einen hermetisch verriegelten Zugang eingerichtet nachdem der eigentlich abrusisch kristallisierte Mars nach dem Verschwinden Trokans unversehrt wieder aufgetaucht war. Atlan hatte einen Crypto-Datenkristall als Zugangsberechtigung von Hekener Sharoun erhalten. Man hatte die Höhle nur einmal besucht, da den unwürdigen Besuchern ohne Ritter-Status eine Sperre von zwölftausend Jahren angedroht wurde. In den Wirren der Hamamesch-Krise und danach geriet das Schiff in Vergessenheit. Obwohl Atlan bezweifelte, daß er und Rhodan damals Interesse gehabt hätten ein Ritterschiff und die damit verbundenen Pflichten zu übernehmen, wenn man sie zeitnah informiert hätte. Atlan rekapitulierte, was er aus einer Datenbank von OTHERWISE vor kurzem abgerufen hatte.
'Etwa 1000 Kilometer vom Sheravyl-Areal entfernt liegt der Monte Lohark, ein steiler Bergrücken von etwa 1000 Metern Höhe und einem Durchmesser an der Basis von 600 Metern. In diesem Berg wurde im Januar 1217 NGZ die STORMON, das Raumschiff des Ritters der Tiefe Permanoch von Tanxbeech gefunden. Ein in der Nähe des Berges einschlagender Kristall verhinderte jedoch die Bergung des Ritterschiffes.'
"Nun denn, laßt uns reingehen." Seine beiden Begleiter und er trugen Slender-SERUNS. Auf die Begleitung durch TARA-Roboter hatte Atlan wohlweislich verzichtet. Vom Tunnel zum Eingangsschott waren es exakt dreißig Meter. Dieses öffnete sich erst nachdem Atlan den Datenkristall in das Eingabefeld gelegt hatte. Knapp zweihundert Meter im Durchmesser lag die Höhle vor ihnen. Im Zentrum schwebte die STORMON einige Zentimeter über dem rauhen Felsboden. Das blaue Ei war in Seitenlage. Ein Glockenschlag ertönte als sich die Gruppe bis auf zehn Meter genähert hatte. "Eure Berechtigungen werden nun geprüft, Besucher. Habt etwas Geduld." Atlan war nicht recht wohl in seiner Haut. Mit Inbesitznahme des Schiffs würde er endgültig wieder zu einem Ritter der Tiefe werden. Cairol hatte ihm zwar absolut freie Hand gelassen aber das konnte sich auch wieder ändern. Zudem ihm, auch noch nach mehr als tausend Jahren, die Wandlung Taurecs zum Übeltäter im Magen lag. Andererseits wäre er ohne das Eingreifen der AMTERIA in der Synchronie vermutlich gestorben. Zudem war es unklar wie der Schiffscomputer auf seinen thezschen Zellaktivator reagieren würde. Es dauerte geschlagene drei Stunden bis sich dessen Stimme wieder meldete. Die drei hatten derweil auf dem Felsboden Platz genommen und Wasser getrunken. Germo Jobst und Kenzan ter Aumakyia freundeten sich in diesen Stunden des Wartens sichtbar an. Es sollte Atlan Recht sein, so wurde die Aufmerksamkeit Germos von ihm abgelenkt. Es hatte schon etliche Männer, Arkoniden und aus anderen Völkern gegeben, die ihn mehr als nur verehrten. Da er aber nun einmal ein unverbesserlicher Frauenheld war, wurden diese regelmäßig enttäuscht. Bei Kenzan würde Germo sicher offene Türen einrennen. Ter Aumakyia war zwar verheiratet aber sein Ehemann weilte auf der RAS TSCHUBAI, Millionen Lichtjahre entfernt. Sollten die beiden also gegebenenfalls ihren Spaß haben. Atlan war schließlich selbst kein Kostverächter. Zudem die beiden offenbar sehr gut harmonierten. Für das Team war das durchaus ein Plus.
Der Computer gab folgendes bekannt: "Es mußte eine Autorisierung beim nächstgelegenen Kontaktpunkt der Kosmokratischen Boten eingeholt werden aber sei beruhigt Atlan von Gonozal deine Berechtigung wurde akzeptiert. Deine Ritteraura ist über jeden Zweifel erhaben, nur dein Zellaktivator machte Probleme da er offenbar ein kosmokratisch-chaotarchisches Hybrid-Modell darstellt was mir unbekannt war. Du und deine zwei Orbiter können jetzt an Bord kommen. Die Maschinen sind inzwischen aktiviert und startbereit. Komm bitte gleich in die Steuerkanzel damit ich dir eine Einführung in die Schiffssysteme geben kann. Die Orbiter sollten sich in ihre Kabinen begeben, dort warten ein Imbiss und Getränke." Germo Jobst raufte sich den langen Vollbart. "Sind die immer so bürokratisch?" Atlan grinste. Zu früheren Zeiten hätte man die Kosmokraten als Kommunisten bezeichnet. Ein Schott öffnete sich in der blank polierten, dunkelblauen Hülle des achtzig Meter langen, schwebenden Eis, eine Rampe aus Formenergie bildete sich. "Laßt uns erstmal reingehen. Ich habe langsam Hunger." Ließ sich der junge Kenzan vernehmen. Nachdem die Orbiter ihre Kabinen aufgesucht hatten nahm Atlan im zentralen Kontursitz der Kanzel Platz, die einen quadratischen Grundriss mit sechs Metern Kantenlänge hatte. "Willkommen mein Ritter. Die STORMON verfügt über einen Trafitron-Antrieb mit 1450 km/s2 Sublichtbeschleunigung. Bei 25% Lichtgeschwindigkeit ist ein Übertritt in den Hyperraum möglich. Der maximale dauerhafte Überlicht-Faktor liegt bei 450 Millionen. Als Hauptwaffensystem ist ein Trafitronwerfer installiert, laß mich diesen bitte etwas ausführlicher erklären: Die Kernschussweite eines einzelnen Ableitungs-Aufrisses liegt bei etwa fünfzehn Millionen Kilometern. Dabei entsteht in Nullzeit ein Primäraufriss mit einem Durchmesser von minimal zehn Metern. Dieser bleibt für etwa eine Mikrosekunde stabil. Danach entsteht ein Sekundäraufriss mit einem Durchmesser von etwa 20 Kilometern für erneut etwa eine Mikrosekunde. Sämtliche Masse und Energie im Bereich des Strukturrisses werden in den Hyperraum abgeleitet. Dabei entstehen im Normalraum kurzzeitig hypersturmartige Effekte, die zu Sekundärschäden führen können. Der Trafitron-Werfer lässt sich auch im Defensivmodus einsetzen. Dabei entsteht eine Schutzwirkung ähnlich wie bei Paratronschirmen, wobei aufgrund der auftretenden Hypersexta- und Dakkar-Effekte auch ein Vergleich mit einem Pedopolschirm möglich ist. Außerdem verfügen wir über justierbare Narkosegeschütze mit zweihunderttausend Kilometern Reichweite, justierbar auf jede diesem Computer bekannte Spezies im Universum. Außerdem sind Desintegratoren vorhanden. Mein Name ist übrigens Stormo. Eine Umbenennung meiner selbst ist nicht möglich. Danke für deine Aufmerksamkeit mein Ritter, ich bin froh nach so langer Zeit wieder einen autorisierten Kommandanten begrüßen zu können. Was sind deine nächsten Ziele Atlan?" Atlan brauchte nicht lange zu überlegen. Er nannte Stormo die Koordinaten von Schemmenstern, in diesem Sonnensystem befand sich laut Cairol die nächstgelegene Breviatur. Atlan erhob sich. "Richte es so ein, daß wir sechs Stunden Flugzeit haben, ich muss noch etwas schlafen." Sprachs und verließ die Kanzel. Eine Leuchtspur am Boden wies ihm den Weg zu seiner Kabine auf einem oberhalb des Kanzel-Levels gelegenen Deck. Dort lagen auch die beiden Kabinen seiner Begleiter. Die Kabinen waren recht groß, die Betten waren für Wesen konstruiert die so groß waren wie Ertruser. Er schaute nur kurz vorbei. Eine Kabine war leer, Germo Jobst und Kenzan ter Aumakyia saßen auf dem Bett in der anderen Kabine, knabberten eine Art Kekse und waren in ein Gespräch vertieft. Atlan gab Anweisung, sich auszuruhen oder zu schlafen. Dann suchte er seine eigene Kabine auf, ließ sich samt SERUN auf das riesige Antigrav-Bett fallen und schlief sofort ein.
Im Monte Lohark bildete sich ein golden leuchtender Ausflugstunnel durch den das eiförmige Schiff sein Millionen-Jahre-Depot verließ. Der Tunnel verschwand dann spurlos. Mit für den derzeitigen Stand der galaktischen Technologie nicht nachvollziehbaren Werten beschleunigte die STORMON und verließ den Planeten Mars in Richtung Thantur-Lok. Patrouillierende Schiffe maßen beim Übertritt des Schiffs in den Hyperraum lediglich Emissionen an, die jenen eines Antigrav-Hoverboards glichen. Dagegen war eine Tansition ein Elefant im Vergleich mit einem Moskito.
8.
Perry Rhodan2 betrat den Tempel. Ein verkleinertes Abbild des vor langer Zeit zerstörten Humanidroms. Es war exakt 100 Meter hoch und schwebte über einem öffentlichen Park im Herzen Berlins, einer Millionen-Metropole im Terranischen Distrikt Zentral-Europa. Seinen Gleiter hatte Rhodan an einer Rampe verlassen die sich direkt an der Hutkrempe des Bauwerks befand. Sharoun hatte ihn angekündigt aber weit und breit war kein Empfangskommittee zu sehen. Nach Zehn Minuten des Wartens tauchte ein apfelgroßer Roboter auf, schwebte auf ihn zu. "Willkommen, Großadministrator." Rhodan2 war nicht überrascht, die Techno-Mahdisten waren bekannt für ihre strukturelle Rückwärtsgewandheit. Ihn mit dem längst vergangenen Titel seines Alter Egos anzusprechen passte.

to be continued next week


Mark (25.12.2017):

Wo bleibt band 4 des fanfics?



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