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Perry Rhodan Nr. 2933: Monkey im Zwischenreich

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Die Gäonen haben Quinto-Center erobert, aber die Suche nach Monkey bleibt ebenso ergebnislos wie Verhöre von Personen aus dem engeren Kreis des Lordadmirals. Letztere müssen nicht einmal lügen, denn tatsächlich weiß niemand, wo sich Monkey versteckt hält. Er hat sich ins "Zwischenreich" zurückgezogen, einen von ihm persönlich entworfenen mehrfach abgesicherten und abgeschirmten Bereich in der Außenhülle des Kleinmondes, dessen Existenz außer ihm nur dem im Kampf gefallenen Kommandanten Nestor Pomeroy bekannt war und der von einem schwer bewaffneten Posbi namens Kart bewacht wird. Von hier aus kann Monkey zum Gegenschlag ausholen, denn Befehle aus dem Zwischenreich haben Überrangfunktion. Theoretisch kann Monkey auf alle wichtigen Systeme sowie auf einen Großtransmitter in den inneren Sicherheitssektoren zugreifen. Allerdings ist das Computernetzwerk Quinto-Centers aufgrund der von den Gäonen eingesetzten Viren noch immer gestört. Dolleringh Tempu, die von Monkey ins Zwischenreich gebracht wurde, erhält den Auftrag, die Systeme zu überwachen.

Auch Agostina Settember befindet sich im Zwischenreich. Durch spezielle Verhörtechniken erfährt Monkey von der telepathischen Verbindung zwischen Agostina und ihrem Bruder, außerdem erhält er einige Informationen über die IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Der Oxtorner beabsichtigt dieses Schiff zu kapern und Quinto-Center zurückzuerobern. Zu diesem Zweck muss er "sterben". Admiralin Amber Dessalin hat der Neuen USO ein Ultimatum gestellt und die Auslieferung des Lordadmirals gefordert. Man präsentiert ihr in der Nacht vom 25. zum 26. November 1551 NGZ Monkeys Leiche, die angeblich schon vor einiger Zeit mit herausgeschnittenem Zellaktivator aufgefunden wurde. In Wahrheit handelt es sich um einen von zwei für genau solche Fälle vorbereiteten Klonen. Die Gäonen durchschauen den Schwindel, doch Monkey hat Zeit gewonnen. Er reagiert nicht, als Faolain Settember ein zweites Ultimatum stellt, die Auslieferung von vermissten Gäonen (darunter Agostina) fordert und mit der Liquidierung Nitschiler Guunas droht.

Währenddessen wird Agostina in Welt II versetzt, eine virtuelle Realität, die normalerweise der Ausbildung von USO-Spezialisten dient und von der Gäonin für echt gehalten wird. Man spiegelt ihr einen massiven Angriff auf eine Nebenzentrale vor, von der aus Monkey angeblich die Selbstzerstörung Quinto-Centers einleiten will. Wie geplant informiert Agostina ihren Bruder auf telepathischem Wege. Der Angriff findet auch in der Realität statt, aber mit nur wenigen Kampfrobotern vom Typ TARA-IX-INSIDE, was den Gäonen jedoch nicht bewusst ist. Sie versuchen den Vorstoß abzufangen, wodurch große Teile ihrer Streitkräfte gebunden werden. Dann meldet Tempu, dass die Systeme wieder reagieren. Die Viren haben sich selbst gelöscht, denn die Eroberer brauchen vollen Zugang zum Computernetzwerk. Jetzt wird zugelassen, dass Agostina (immer noch in Welt II) flieht. Sie wird von Kart verfolgt. Der Posbi versetzt Agostina derart in Angst und Schrecken, dass sie einen Transmitter aktiviert und ihren Bruder telepathisch um Hilfe bittet. Voller Sorge um seine Schwester schaltet er eine Gegenstation in der GORATSCHIN auf Empfang.

Darauf hat Monkey nur gewartet. Er reißt die Hauptsteuerung Quinto-Centers an sich. Vorab informierte USO-Spezialisten erobern den Transmitterraum in der GORATSCHIN, weitere Verbindungen werden innerhalb kurzer Zeit aktiviert, so dass immer mehr Kämpfer und Roboter in den Doppelkugelraumer eindringen können. Gleichzeitig werden so viele Gäonen wie möglich innerhalb von Quinto-Center mit Energieschirmen eingeschlossen oder mit Betäubungsgas neutralisiert. Allard Schneider und Claudio Makkai werden getötet. Monkey setzt den Aagenfelt-Blitz gegen die GORATSCHIN ein. Das Schiff ist schon bald in der Hand der Neuen USO. Kommandant Ogilvy fällt. Admiralin Dessalin überlebt und kapituliert.

Am 27. November leitet Monkey den Überlichtflug Quinto-Centers und der GORATSCHIN ein. Die Gäonen verlassen das Hauptquartier der Neuen USO fluchtartig. Einige bleiben zurück, darunter Alex Vikander, der Monkey auflauert und von ihm im Zweikampf getötet wird, sowie Faolain Settember, der sich versteckt hält.

Kringels Meinung:

Wenn ich davon ausgehe, dass Monkey den in diesem Roman geschilderten Verlauf von Anfang an geplant hat, das heißt, dass er aus gutem Grund nicht sofort alle Verteidigungsmöglichkeiten Quinto-Centers gegen die Aggressoren eingesetzt hat, dann kann ich akzeptieren, dass die Gäonen das Hauptquartier der Neuen USO so schnell und leicht erobern konnten. Leider funktioniert Monkeys Gegenschlag fast noch schneller und auf jeden Fall viel zu leicht. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Eroberung der GORATSCHIN eine besonders ausgeklügelte Falle der Gäonen ist.

Die zweite Hälfte des Doppelromans kommt mir künstlich aufgebläht vor. Zu lange wird bei Details wie Agostinas Täuschung sowie dem Trick mit dem Monkey-Klon verweilt. Zu oft werden Datenblattinformationen über Quinto-Center heruntergeleiert. Eine Straffung hätte dem Doppelroman gutgetan. Im Grunde hätte ein einzelner Roman völlig gereicht. Der hätte sogar spannend sein können.

Jedenfalls scheint das Projekt Q-Zündung gründlich in die Hose gegangen zu sein. Zumindest werden die Galaktiker jetzt sicherlich an einige interessante Informationen über die Gäonen und die Thoogondu herankommen. Es dürfte auch nicht schwer sein, die Machenschaften Arbo P. Dannans aufzudecken. Mit der GORATSCHIN haben die Galaktiker sogar ein wunderbares Mittel in der Hand, um ihrerseits das Zweite Solare Imperium zu infiltrieren. Es gibt nur ein Problem: Mit diesem Schiff wäre man acht Jahre lang bis ins Orionsland unterwegs ... Apropos: Haben die Leute in der Begleitflottille der GORATSCHIN einen besonders guten Schlaf oder warum greift keines der Schiffe ein, als sich Quinto-Center und die GORATSCHIN absetzen? Auch hätte man wenigstens kurz erwähnen können, was die Neue USO gegen diese Bedrohung zu unternehmen gedenkt. Zwei Superschlachtschiffe, sechs Schlachtschiffe, zwölf Schlachtkreuzer und 30 Schwere Kreuzer sind ja kein Pappenstiel.

J. Kreis, 04.11.2017


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Gastkommentare


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Patrick (04.11.2017):

Die rasante und durchaus interessante Geschichte krankt in der Tat daran, dass vieles zu undurchdacht erscheint.
Eine Infiltration des ZSI scheint reizvoll, auch weil dadurch einer der Gegenspieler ausfallen würde. In diesem Zyklus wimmelt es nämlich von Kontrahenten (Gondunat, Adaurest, Gemeni, ZSI, Molaud etc) die sich allzu ähnlich sind (Überlegenheits- und Weltverbesserungsallüren usw).

Wenn man nicht schon wieder einen neuen Superantrieb entdeckt dann ist freilich fraglich, was man mit der GORATSCHIN anzustellen gedenkt. Eine Möglichkeit wäre, es einzusetzen um einen Konflikt zwischen dem ZSI und einer dritten Partei herbei zu inszenieren (false flag) oder dass sich der falsche Perry und Adam das Schiff unter den Nagel reissen. Eine denkbare Entwicklung wäre, dass dadurch Dannan und seine Junta zu Fall gebracht werden und der falsche Rhodan sonach die Gäonen übernehmen kann.

Wenn wir das Große Ganze sehen müssen wir bedenken, dass die Serie auf Band 3000 zusteuert. Falls man das Jubiläum irgendwie zu feiern gedenkt stellt sich die Frage, ob es mit Band 3000 einen radikalen Umbruch gibt und/oder ob die Handlung gerade darauf zusteuert, d.h. diese Entwicklung vorbereitet wird. "Genesis" klingt danach. In dem Zusammenhang gibt es zwei ungewisse Faktoren: Atlan und - meines Erachtens - die Galaxis der Unsterblichen. Als diese erstmals erwähnt wurde habe ich mich gleich gefragt ob das nur eine Laune des Autors war - oder ob ZA-Träger dort quasi in Rente geschickt werden könnten. (Dagegen spricht, dass diese sowieso unsterblich sind; dafür, dass es ein vernünftiger Ruhesitz wäre.)

Eine weitere Unbekannte ist die SI hinter den Gäonen. Dazu hören wir so gut wie nichts. Übrigens könnte selbige wahrscheinlich die GORATSCHIN in akzeptabler Zeit ins "Orionsland" versetzen.


Hans (04.11.2017):

Das Titelbild wäre für mich der einzige Grund gewesen um das Heft zu kaufen. Ich war am Mittwoch kurz in der Bahnhofsbuchhandlung, hab die letzte Seite des Romans gelesen und mich dann gegen einen Kauf entschieden.
Kommt erstmal anders als von mir erwartet, Monkey erobert sein Hauptquartier zurück und erlangt sogar die Kontrolle über die GORATSCHIN. Anhand deiner Zusammenfassung vermute ich mal stark, daß in dem Roman keine Erklärung über den Hauptantrieb des ZSI-Schiffs gegeben wird - den ÜL-Faktor habe ich ja letzte Woche mit 15-20 Mio. extrapoliert... es interessiert mich schon, wie dieser funktioniert. Die aktuelle galaktische Technologie erreicht im Linerraum ja nur niedrige einstellige Mio.-Werte. Bei diesem Thema, mit dem ich mich bei Perry Rhodan recht häufig beschäftige, fiel mir vor kurzem erst eine Ungereimtheit auf: die niedrigeren ÜL-Werte sind hinreichend mit der erhöhten HI erklärt da eben der Hyperraum und der Linerraum einem Raumschiff mehr Widerstand entgegenbringen aber die geringen Beschleunigungswerte im Normalraum sind m.E. damit nur schwer erklärbar wenn Korpuskulartriebwerke verwendet werden. Schließlich handelt es sich dabei letzten Endes um weiterentwickelte Raketentriebwerke; ein Strahl von heißem Antriebsplasma verläßt eine Düse und treibt ein Schiff per Rückstoß voran. Selbst in der Frühzeit der Serie, vor Entwicklung des Linearantriebs waren damit Beschleunigungswerte bis ca. 1000 km/s2 möglich. Da steckt m.E. nur Dramaturgie dahinter aber kein solide durchdachter wissenschaftlicher Überbau. Wurde jemals erklärt, daß Andruckneutralisatoren eine höhere Beschleunigung als wenige hundert km/s2 nicht mehr kompensieren können??? Da ich von Heft 2300 bis 2700 größtenteils nur sporadischer Leser war könnte mir das entgangen sein - da aber so oft Datenblätter heruntergebetet werden, dies aber m.W. seit 2700 nicht vorkam halte ich es für ein nicht erklärtes Phänomen. Mich stört das gewaltig insbesondere wenn z.B. mit dem Librotron-Antrieb nach 1331 NGZ mittlerweile höhere Unterlicht-Beschleunigungs-Werte erreicht werden als mit einem reinen Korpuskular-Antrieb denn hier schafft es der Andruckneutralisator schließlich, die Besatzungen davor zu bewahren zerquetscht zu werden. Eine konsequente Nutzung von Impulsantrieben im Normalraum fände ich auch spannender weil dabei viel mehr kaputtgehen, der Treibstoff zur Neige gehen kann etc. was viel Raum für interessante Plots böte. Anstatt dessen wurde den Lesern z.B. erzählt, daß NUGAS-Energie-Erzeugung samt Protonenstrahltriebwerk irgendwann doch wieder funktionierte obwohl dieses (5-D-Abschirmfelder in den NUGAS-Kugeln) eigentlich nicht der Fall sein dürfte...

Wie geht es nun weiter mit Quinto-Center? Ich vermute mal, die Sache ist noch nicht ausgestanden, dem ZSI gelingt es bald zurückzuschlagen und den Asteroiden doch noch zu erobern. Wenn nicht, so möchte ich die letzten drei Hefte dann beinahe als Lückenfüller bezeichnen obwohl das sicher sehr übertrieben klingt. Erinnert mich vom Plot-Schema an das Hin- und her mit Gi Barr. Irgendwann geht es ja weiter mit den Sprossen und mit den Hinterlassenschaften von ES in 2936. Ab nächste Woche folgt ein Doppel-Roman von CM, da sag ich jetzt schon mal Nein Danke dazu, grins.



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