PR 2927
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Perry Rhodan Nr. 2927: Vorstoß des Multimutanten

Autor: Leo Lukas

Inhalt

12. November 1551 NGZ: 30 am Stasis-Syndrom leidende Haluter sind vor wenigen Stunden in den Spross KYLLDIN eingedrungen und wurden von den Gemeni erschlagen. Ihre Leichen versinken im Boden und werden vermutlich zu Liquor. Am Ende steht nur noch der arkonidische Eximperator Bostich, ein Wesen, das durch Haluter-DNS so tiefgreifend verändert wurde, dass es nicht mehr als Arkonide und noch nicht als Haluter bezeichnet werden kann. Bostich wird verschont, obwohl er hinter dem Angriff der Riesen von Halut auf den Spross steht. Bhal Kharnaim möchte ihn sehen. Reginald Bull und Toio Zindher müssen zurückbleiben. Sie nutzen ihren Sonderstatus als Gäste des Bhals und Eltern einer Spross-Obhüterin, um nach der Psi-Quelle KYLLDINS zu suchen. Toio meint, dass diese Quelle anders ist als der Rekollektor YETOS.

Toio spürt, dass KYLLDIN leidet. Dahinter steckt Assan-Assoul, der tefrodische Supermutant. Vetris-Molaud, der mit seinem Flaggschiff VOHRATA an der Spitze einer kleinen Streitmacht im Giromsystem erschienen ist (angeblich auf Einladung Bostichs und nur, um Messungen anzustellen), hat 500 Robotkreuzer der PECTOR-Klasse ausgeschleust, die den Spross umschwirren und einer nach dem anderen mit der Hyperfaust abgeschossen werden. Die Besatzung der RIBALD CORELLO greift wie vorab von Reginald Bull befohlen nicht ein. Auf Seiten der Abgesandten der LFG ahnt niemand, dass nicht alle PECTOR-Kreuzer unbemannt sind. Ein Stoßtrupp, zu dem neben Assan-Assoul ein weiterer Mutant aus der Schule der Gnade namens Paeril Shewkett gehört, bewegt sich per Transmitter von Schiff zu Schiff. Ziel des Trupps ist es, Assan-Assoul so nahe an den Spross heranzubringen, dass er als Para-Dysfaktor tätig werden und dem Spross kleine "Nadelstiche" versetzen kann. Als Para-Analyst ist Shewkett in der Lage, rechtzeitig vorherzusagen, welchen Kreuzer die Gemeni als nächsten vernichten werden. Einige Trümmer, die die beim Einsatz der Hyperfaust entstehenden Strukturlücken im 6D-Schirm des Sprosses durchdringen, werden von KYLLDIN absorbiert - auch das gehört zum Plan der Tefroder. Die Bruchstücke enthalten Einzelteile eines Peilsenders, die sich im Inneren des Sprosses zusammensetzen und es der VOHRATA ermöglichen, KYLLDIN zu verfolgen, sobald der Spross teleportiert, um sich der von Assan-Assoul ausgehenden ständigen Belästigung zu entziehen.

In der RIBALD CORELLO werden die richtigen Schlüsse gezogen. Es ist den Tefrodern nur darum gegangen, KYLLDIN aus der Baronie Girmomar zu vertreiben, damit er in neutralem Gebiet angegriffen werden kann. Man ist in der Lage, der VOHRATA unbemerkt zu folgen, denn der SATURN-Raumer verfügt über den Prototypen eines in Gemeinschaftsarbeit mit den Onryonen entwickelten Ortungsgeräts, mit dem sich das "Kielwasser" eines im Linearraum fliegenden Raumschiffes aufspüren lässt. Ziel KYLLDINS ist das Bmerasath-System, 16 Lichtjahre vom Giromsystem entfernt an der Peripherie des Kugelsternhaufens M13. Erneut setzt Assan-Assoul seine unfassbare Zerstörungskraft ein. Er stanzt ein dreißig Meter durchmessendes Loch in die Außenhülle des Sprosses und fliegt mit einem Miniaturbeiboot, begleitet von einigen Elitesoldaten, mitten hinein. Im Moment des Angriffs verspüren Bull und Toio schreckliche Schuldgefühle, die ihnen von KYLLDIN suggeriert werden. Unaufhaltsam dringen der Multimutant und seine Begleiter tiefer in den Spross ein. Währenddessen ziehen Dutzende PECTOR-Kreuzer das Feuer KYLLDINS auf sich. Sie werden von Shewkett ferngesteuert und sind mit je einem Schimären-Projektor bestückt, der Scheinbilder der VOHRATA erzeugen kann. So kann die VOHRATA unbeschadet entkommen.

Toio ahnt, wer im Inneren KYLLDINS wütet und unzählige Gemeni tötet. Schließlich stehen sie und Bull Assan-Assoul gegenüber. Der Multimutant zapft die Parafähigkeit der Vitaltelepathin an und findet auf diese Weise sein eigentliches Ziel - die Psi-Quelle. Toio fürchtet, dass er den Spross töten will. Tatsächlich fällt wenig später das Hyperenergie-Irritationsfeld aus und KYLLDIN gerät außer Kontrolle. Er stürzt auf Sumurdh zu, einen Planeten Bmerasaths, auf dem wahrhaft höllische Bedingungen herrschen. Bull und Toio verlassen den Spross durch das von Assan-Assoul gerissene Loch.

Kringels Meinung:

"Kann man gut weglesen", so kommentiert meine bessere Hälfte Romane wie diesen, zu denen sich nicht allzu viel sagen lässt - weder im negativen, noch im positiven Sinne. Rasante Action, der für Leo Lukas typische Humor, etwas zu weitschweifige Beschreibungen neuartiger tefrodischer Kampfanzüge. Hinzu kommt ein interessanter Prolog, in dem die Vorgeschichte noch einmal kurz zusammengefasst wird und der mit einem Satz endet, welcher auf große Umwälzungen im Perryversum schließen lässt. Es soll sich wieder einmal alles ändern. Ähnlich vollmundiges Geraune habe ich in der PR-Serie ein paarmal zu oft gelesen, um noch daran zu glauben (ehrlich gesagt wünsche ich mir gar nicht, dass sich alles ändert), aber das macht nichts. Der Roman hat mir trotzdem gefallen.

Es ist nur konsequent, dass Vetris-Molaud seine stärkste Waffe gegen den Spross einsetzt. Ich habe schon früher moniert, dass Assan-Assoul viel zu mächtig ist. Seinen Parafähigkeiten scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Man muss allerdings einräumen, dass Perry Rhodan in der Anfangszeit der Serie auf ein mindestens ebenso starkes Korps von Parabegabten zugreifen konnte und viele Erfolge nur den Mutanten verdankt. Auch die waren im Grunde zu stark und wurden aus genau diesem Grund fast vollständig entsorgt. Ich gebe Assan-Assoul, dem Spannungskiller, deshalb keine großen Überlebenschancen auf der Höllenwelt Sumurdh!

Bostich wird dort aber bestimmt nicht sein Ende finden. Seine Veränderungen sind ziemlich gruselig. Der nachgewachsene Arm ist zum Beispiel so abnorm groß, dass er sich darauf abstützen kann, ohne sich zu bücken ...

J. Kreis, 23.09.2017


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Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


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Hans (29.09.2017):

Ergänzung/Erklärung zu meinem langen Gastkommentar:
- Atlans Gespräch mit dem Boten der Kosmokraten in ATLAN Nr. 845 beginnt mit der Mitteilung, daß Universen immer wieder per Urknall und Zusammenziehen neu entstehen. Die Kosmokraten können dies beeinflußen, der Bote drückt das so aus:

"In der Praxis hängt es davon ab, ob die Kosmokraten (...) bereit sind, zu sterben (...) nur wenn bei der Entstehung des neuen Universums alle Anteile des alten (...) vollkommen regellos und zufällig wieder eingebracht werden, gibt es eine neue Schöpfung (...) Um das zu erreichen, müssen sich die Kosmokraten (...) aufgeben. Sie verwandeln sich in etwas, das man (...) entropischen Impuls nennen würde. Er sorgt dafür, dass die neue Schöpfung wirklich ganz neu ist, unvorhersehbar und völlig zufällig."

- Atlan stellt die Frage was passiert wenn Kosmokraten das nicht tun. Er bekommt die Antwort:

"Dann werden sich im neuen Universum gewisse Entwicklungen des alten Universums wiederholen und das in großem Maßstab. Das nächste Universum wird dem ersten dann noch ähnlich sein, und so geht es fort, durch Trillionen von Jahren und eine Unzahl von Universen so lange, (...) bis [sich] zum Ende eines Universums alles Geschehen wiederholt. (...) irgendwann wird in diesem Universum kein Leben mehr existieren können."

- Atlan möchte wissen ob die Kosmokraten dann darin noch existieren können und erhält folgende Antwort:

"(...) NEIN. (...) selbst die Kosmokraten können, theoretisch, den Tod eines Universums nicht überstehen ..."

- Atlan fragt wie das in der Praxis aussähe? Der Bote teilt mit, daß immer vier Universen zusammenhängen. Universum Eins vergeht und gleichzeitig entsteht Universum Zwei neu (dort läuft die Zeitlinie entgegengesetzt zum ersten). In Nummer Zwei kann sich ein Kosmokrat beim Zusammenziehen von Nummer Eins hinüber retten. Universum Nummer Drei und Vier bestehen lt. Aussage des Boten aus Antimaterie und sind Spiegelbilder von Eins und Zwei. Alle vier Universen egäben "NULL". Atlan erfuhr damals (er musste es leider gleich wieder vergessen) somit, daß es zwei Arten von Kosmokraten gibt:
1. Altruisten-Kosmokraten: opfern sich, hören also auf individuell zu existieren.
2. Egoisten-Kosmokraten: retten sich immer wieder kurz vor dem Zusammenziehen
-------> nehmen am "Auszug" teil über den wir im Zusammenhang mit den JZL erfahren haben, vermute ich mal.
Dann kommt der zentrale Punkt im Text - deshalb hab ich dieses Thema überhaupt aufgegriffen. Der Bote sagt folgendes:

"Ich verrate dir wohl kein Geheimnis, wenn ich dir verrate, dass die Menschheit, also dein Volk, langfristig auf dem Weg ist, selbst zu einem Kosmokraten zu werden. Und die anderen Kosmokraten fürchten, dass dieser Menschheits-Kosmokrat seine eigene Existenz höher bewertet als die Schöpfung."

- Der kosmokratische Bote führt dann noch aus, daß das Vorhandensein so vieler hominider Lebensformen in vielen Galaxien bereits darauf hindeutet, daß ein Kosmokrat der Kategorie 2. schon länger am Werk sein könnte...
Mein Fazit aus alldem: Thez, seine JZL und seine "Falsche Welt" wären dann der Versuch der 'Sackgasse' am Ende der Existenz als Kosmokrat der 2. Kategorie (=nicht mehr lebensfähig nach Trillionen von Jahren und fast endlosen Folgen von Urknall und Zusammenziehen ohne Selbstopferung) zu entgehen.'


Rainer F. (26.09.2017):

Perry Rhodan Nr. 2927: Vorstoß des Multimutanten

Im Prinzip fand ich den Roman nicht grottenschlecht, aber einiges nervt dann doch, z.B. die x-te Schilderung des Aussehens der Gemeni. Oder wie J.K. bereits sagte, die zu lange Beschreibung der Kampfanzüge.
Und allen voran Frau Anderlei! Anfangs war sie ja noch witzig, ihr Auftreten gegenüber der "Obrigkeit" war ähnlich bestimmt (aber nicht so sympathisch), wie das von Margret Rutherford als Miss Marple.
Aber wie sie jetzt einer ganzen Zentralebesatzung auf der Nase rumtanzt, ist schlicht unglaubwürdig. Ihre Aufgabe ist es, Bully zu überwachen. Der ist aber nicht an Bord, also gibt es keinen Grund, sie in der Zentrale zu dulden, sie kann ja eh nicht eingreifen.
Außerdem verstehe ich nicht, warum der Spross die vielen Beiboote überhaupt zerstört hat, haben die den Spross angegriffen? Das wäre mir dann entgangen, aber selbst wenn, sie hätten den Spross wohl kaum gefährden können. Selbst bei Bostichs massivem Angriff ist nur ein einziges Schiff von der Hyperfaust getroffen worden. Und überhaupt hat der Spross nie eine Reaktion gezeigt, solange keine akute Gefahr für ihn bestand. Außerdem ist mir unverständlich, warum zigtausende kleine Trümmer durch den blauen Schirm gelangen, und dann noch absorbiert werden. Die Erklärung mit Strukturlücken für die Hyperfaust erscheint mir jedenfalls nicht einleuchtend. Die Trümmer müssten zum exakten Zeitpunkt an der exakten Stelle einschlagen, wo der Blaue Strahl der Hyperfaust entsteht. Dann stecken sie doch in dem "Hyperfaust-Organ" des Sprosses und werden dort einfach absorbiert? - Unglaubwürdig.
5D Geräte arbeiten an Bord des Sprosses nicht, Helmfunk ist auch gestört, aber ein Peilsender funktioniert über 16 LJ? - Unglaubwürdig.
Ich glaube auch nicht, dass Assan Assoul auf Sumurdh umkommt. Die stärkste und einzige Waffe der Tefroder für die Vernichtung eines einzigen Sprosses zu opfern, wäre töricht. Und das ist Vetris-Molaud nicht.
Von Hans' langem Kommentar hab ich nur die ersten Zeilen gelesen (zuviel grins und LOL).


Hans (26.09.2017):

Eine Korrektur zu meiner langen Thez-Spekulation: Anscheinend ist mein Gedächtnis nicht mehr das beste, sorry!
Das Universum nach einem neuen Urknall entsteht nur nach dem Zufallsprinzip WENN ein Kosmokrat sich opfert und damit einen "Entropischen Impuls" auslöst. Somit könnte Thez seinen Genossen nur signalisiert haben, daß er sich opfern will und dann gekniffen haben um andere Pläne zu verfolgen. Meine Schlußfolgerungen ändern sich dadurch natürlich entsprechend: er wird sich wohl sicher nicht nachträglich opfern sondern erst manipulieren und dann auf den natürlichen Urknall warten damit sich seine "Noch Falschere Welt" aufs neue bildet. Wo er danach bleibt? Da bin ich überfragt, grins.


Hans (24.09.2017):

Warum hab ich mir dieses Heft gekauft? Wegen Assan-Assoul, dem "Star" (Seite 19re.Sp.m.) - von dem hat man ja schon länger nichts mehr gehört. Der "Pornstar unter den Mutanten" hab ich ihn hier mal genannt, grins.
Fängt schon gut an. Seite 4 re.Sp.o.: "Der geneigten Leserschaft mag auffallen, daß wir solchen Zahlen mehr Bedeutung zumessen, als einer flüssigen Erzählung dienlich ist." Da spricht zwar einer des Hauses Hoschpian aber es kann auch als Entschuldigung des Autors dienen (und stellvertretend für alle anderen Autoren) für die vielen Datenblatt-Herunter-Betereien :-). Botschaft angekommen! Falls es eine war... grins. Und von den Herunter-Betereien gibt es einige im Heft.
Nach den ersten Seiten des Hefts beschlich mich das Gefühl, daß der Groß-Zyklus seit 2700 mit 2999 noch lange nicht beendet sein wird. Der Thoregon-Zyklus muß schließlich noch getoppt werden. LOL. Leute, da kommt noch mehr. Mein Spitzname ist seit vielen Jahren Kassandra - man glaubt mir erst wenn es längst zu spät ist, grins.
Über den "Sprung durch das Entmaterialisierungsfeld" des Transmitters auf Seite 18 sehe ich mal hinweg (nur Käfigtransmitter und ihre Pendants funktionieren zuverlässig). Und auch über Korin Anderlei - mag sie auch noch so lange flöten, irgendwann ist auch ihr Verfallsdatum überschritten. Darum ignoriere ich auch mal, daß die Handlung des Hefts permanent durch ihre verbalen, hüftschaukelnden, ohrringklimpernden Interventionen in der Hauptleitzentrale der RC unterbrochen wird. Womöglich ist das ein VARIO-1000-Roboter in einer Körpermaske?
Ich möchte die Gelegenheit heute nutzen - bevor ich weiter über das Heft schreibe - um etwas mitzuteilen, was mir seit ein paar Monaten schon im Kopf herumspukt.
Bei Perry Rhodan habe ich über Reisen in Paralleluniversen zum ersten Mal im Planetenroman "Das Parachronattentat" gelesen (den fand ich spannend und faszinierend, Julian Tifflor war darin die Hauptfigur und er kehrte am Ende des Romans in das Universum zurück in welchem er geboren wurde). In der EA passiert seit Band 2874 noch etwas darüber hinaus gehendes: durch die pure Geisteskraft des gottähnlich geschilderten Thez wird ein Universum "geschert". Damit zeigt sich, daß Thez anscheinend virtuos den Moralischen Kode direkt beeinflußen kann - dazu sind die Kosmokraten wohl nicht in der Lage - Taurec hat erfolglos an DORIFER herumgeschraubt und sein Ziel war es nur, ES in eine Materiequelle zu verwandeln. Nach heutigem Wissensstand des Lesers erscheint die Scherung als eine Duplizierung des Ausgangsuniversums ab einem bestimmten Punkt der Zeitlinie. Das Auseinanderdriften dieser beiden Universen führt vermutlich in dem Universum in das die Eiris von ES abgeflossen ist, am Ende der Zeitlinie zu jenem Zustand den wir als die Jenzeitigen Lande kennengelernt haben, das Universum selbst ist vergangen, wartet auf einen neuen Urknall während Thez verblichen in den JZL sitzt und wohl auch auf etwas wartet. Dieses Universum wird weiterhin Eingriffe des Atopischen Tribunals erfahren um es in Thezens Sinne zu optimieren, retrograd versteht sich, da Thez Beschädigungen des Moralischen Kodes nachträglich durch sein Organ Atopisches Tribunal reparieren läßt. Bevor es zu einem neuen Urknall kommt ist Thez bestrebt, das vergangene Universum retrograd zu optimieren. Warum macht er das? Dazu gleich mehr.
Das Universum in welches die ES-Eiris abgefloßen ist dürfte das Original-Perry-Rhodan-Universum sein, während dasjenige über welches wir seit 2875 lesen ein Duplikat ist, das auf bis jetzt unbekannte Weise aus dem Moralischen Kode heraus erschaffen wurde, woraus auch sonst? In der alten ATLAN-Serie gab es im finalen Zyklus einen Schlüsselroman, die Nr. 845 "Die Zukunft kennt kein Morgen" von Peter Terrid in welchem Atlan Besuch von einem Boten der Kosmokraten erhält, der ihn über grundlegende Dinge aufklärt. Da ich das als eBook gelesen habe, kann ich keine Seite angeben, es ist fast am Ende des Romans. Atlan kämpfte damals gegen die Schwarzen Sternenbrüder, die mit einem gigantischen Apparat (gebaut aus dem Zentrums-Teil einer Galaxis) die Kosmokraten direkt bedrohten. Er muss die ihm gegebenen Informationen nach jener Begegnung sofort wieder vergessen - wie so oft in seinem langen Leben. Als er in der Erstauflage von Perry Rhodan mit Thez verhandelt hat stand ihm dieses Wissen also nicht zur Verfügung.
Die Exposee-Redaktion bei ATLAN hat damals Peter Griese innegehabt, der leider, genau wie Peter Terrid nicht mehr lebt. Was darin ausgesagt wird erklärt einiges das in der PR-Hauptserie bis dahin passiert war und erstaunlicherweise auch vieles was danach passierte wie z.B. ES Weigerung zur MQ zu werden, die ständige Sabotage der Kosmokraten an der Menschheit bzw. deren lautstarkes Desinteresse an Hilfeleistung wenn mal wieder irgendeine Mega-Macht in der Milchstraße einfällt und alles kurz und klein schlägt.
Diesen Roman sollte man den derzeitigen Expokraten a la Martin Luther an die Haustür nageln. Oder sie kennen diesen Roman durchaus und leiten daraus etwas ab? Was wird Atlan mitgeteilt? Kurzgefaßt: die Kosmokraten fürchten sich davor, daß eines Tages ein "Menschheitskosmokrat" entstehen könnte, der beim Untergang des Perry-Rhodan-Universums im Augenblick des Untergangs den Tod wählt um in dieses abtretende Universum einzugehen; um im nächsten Lebenszyklus dieses Universums (also nach dem nächsten fälligen Urknall) bereits ganz zu Beginn die Weichen zu stellen für eine gesteuerte Evolution in seinem Sinne. Peter Griese hat damals sehr viel Weitblick bewiesen wie ich finde. Opfert sich nun ein Kosmokrat (ob ein Chaotarch dies auch kann wird in dem Heft nicht ausgesagt) beim ultimaten Zusammenziehen eines Universums, so verändert sich das nachfolgende Universum grundlegend, die natürliche Entwicklung (ohne kosmokratische Beimengung) kommt nicht zum Zuge. Thez geht u.U. noch darüber hinaus, weil er offenbar (noch) nicht sterben will. Versucht er 'sein' Universum so weit retrograd zu optimieren, daß JEGLICHE Zufallskomponente bei einer Neuentstehung komplett ausgeschlossen ist? Wartet er in den JZL bis zu dem Punkt an welchem er alles retrograd so weit hat optimieren lassen, daß es ihm gefällt und hält es solange in einer fast endlosen Zeitschleife gefangen bis das dort noch tätige AT alle Fehler in seinem Sinne repariert hat? Das Ergebnis wäre eine noch Falschere Welt als diejenige in die es die ATLANC zu Beginn ihrer Reise durch die Synchronie verschlagen hat. Ist dieser Zustand erreicht, bewegt er sich dann persönlich durch die Synchronie an den Zeitpunkt direkt vor dem Untergang und holt den Opfertod nach? Gibt er dann die JZL auf, da er sie als Anker nicht mehr braucht? Für das neue Universum wäre er dann gleichbedeutend mit einem Schöpfergott. Einem Schöpfergott ohne Sündenfall, ohne Widersacher? Ich orientiere mich da mal am Alten Testament der christlichen Bibel. Obwohl - da wäre noch jener ominöse Wyhro, ein Chaotarch der zusammen mit Thez zurückblieb und ebenso verblasste...
Ist Thez dieser "Menschheitskosmokrat" vor dem sich die Kosmokraten fürchten? Thez ist zu einem Teil identisch mit ES, dieser ist "integraler Bestandteil von Thez" - das wurde mehrfach so ausgesagt, ich spare mir deshalb direkte Zitate weil sich bestimmt die meisten Leser daran erinnern dürften. Dann würde auch der Auszug der Kosmokraten und Chaotarchen (den ich damals als unlogisch kritisiert habe) einen Sinn ergeben: es wird von allen versammelten Hohen Entitäten als finales Wachkommando aufgepasst, daß keiner von ihnen auch nur versucht ein solches Sakrileg zu begehen? Es böte sich für einen Kosmokraten ja an, diesen Auszug ("Kommst du?" rufen die Kosmokraten ihrem Genossen Thez zu, bevor sie das Universum kurz vor dessen Ende verlassen) dafür zu mißbrauchen! Möglicherweise vermuteten die Kosmokraten, daß Thez genau das vorhatte aber jener hatte andere Pläne. In Bezug auf das zitierte Atlan-Heft hätten die Kosmokraten alles unternehmen müssen um Thez Zurückbleiben zu verhindern! Die Infos über den Auszug die Atlan erhalten hat stammen von Matan-Addaru-Nathan, den Fauthen oder von Thez selbst (so genau weiß ich das nicht mehr) - könnten also geschönt, eine mißglückte Verhinderungsaktion verschwiegen worden sein! Für mich steht fest, daß Thez jener "Menschheitskosmokrat" ist, der gefährlich für seine Genossen sein muß. ES ist sein integraler Bestandteil und muß das derzeit beschriebene Universum samt seiner Eiris verlassen damit Thez nach der Scherung noch existieren kann. ES hat mehrfach Teile der Menschheit in sich aufgenommen und dann wieder abgestoßen (im Aphilie-Zyklus z.B. um später das Arresum zu beleben), scheint also gegen ein solches Ziel aktiv gegenzuarbeiten, will ja auch gar nicht zur Materiequelle und dann zu einem Kosmokraten werden. Die aktuell von ihm initiierte Suche nach seinen Hinterlassenschaften via Ernst Ellert scheint genau in diese Richtung zu gehen: ist er jetzt Doppelagent der Kosmokraten bei Thez? Taurec bezeichnete sich selbst als den Einäugigen, die Kosmokraten als die Blinden - Thez scheint überdies auch noch taub zu sein.
Welche Rolle spielt Atlan? Thez scherte ja nur, weil Atlan den Selbstmordversuch am Fauthensee beging. Ich formulierte damals "weil Thez ihn so sehr liebte...". Ist es anders? Weiß Thez, daß die Kosmokraten ihn gnadenlos vernichten würden, wenn Atlan stirbt? Er steht zwar eine halbe Zwiebelschale weiter außen als seine Genossen aber einen gemeinsamen Angriff ALLER Kosmokraten dürfte auch er nicht überleben. Atlans ursprünglicher Zellaktivator und der von Rhodan stammen von Tiryk(? ganz sicher bin ich da nicht), einem anderen Kosmokraten der u.U. ganz andere Pläne als Thez hatte, als er Carfesch in Band 1000 losschickte um die Dinger zu ihren Trägern zu bringen. Daraus kann man alles mögliche entwickeln. Bin mal gespannt was ich dazu zu sagen habe, nachdem ich Band 2999 gelesen habe :-).
Für die Autoren bietet sich damit so ganz nebenbei die ideale Gelegenheit ein gewaltig großes neues Faß aufzumachen. Was aber nur in Verbindung mit den schon öfter strapazierten kontra- und autokausalen Raumzeitplastiken einen Sinn macht. Änderungen an der Historie der Perry-Rhodan-Serie sind damit sehr leicht möglich. Vieles deutet für mich darauf hin, daß dies die Absicht ist - die Marketingabteilung des Verlags spricht von "Kurs 3000" in der Anzeige auf Seite 2 des aktuellen Heftes. Ist das ein Kurs in die Beliebigkeit? Oder ein Kurs im Sinne von 'Auf zu neuen Ufern'? Ich habe mich hier schon öfter mal als Traditionalist bezeichnet wobei das eigentlich gar nicht stimmt. Ich möchte Neues, bisher nicht dagewesenes in der Serie lesen - aber OHNE Uminterpretation der PR-Historie. Ist das PR-Universum vor Heft 2750 (danach ging es schon los mit den Raumzeitplastiken wenn ich mich richtig erinnere) bereits verändert? Denn diesseits der Scherung manipulieren die Expokraten und jenseits davon manipuliert Thez (was ja auch die Expokraten sind).
Als Leser hat man m.E. nahezu null Einfluß auf die Serie (auch wenn auf der LKS von Nr. 2927 ein Leser Anregungen von ihm als teilweise erfüllt beschreibt) - allerhöchstens in der Form, daß jemand im PR-Forum frühzeitig mit einer Spekulation etwas errät was die Expokraten für sagen wir mal 20+x Hefte später geplant hatten, dann kann elegant, bei einer Vorlaufzeit von etlichen Wochen für Roman-Exposees, diese richtige Spekulation annulliert werden indem man sich in Rastatt etwas anderes überlegt. Das gab es m.W. in Prä-Internet-Zeiten schon mit LKS-Zuschriften. Da konnte der jeweilige LKS-Onkel schon vorher ausfiltern und VIEL später (wenn er gnädig war) verkünden: 'Leser/in XY hat schon frühzeitig erraten was wir geplant hatten und wir haben dies deshalb nicht auf der LKS abgedruckt.' Bei der täglichen Menge an posts im PR-Forum dürfte ein Ausfiltern nicht mehr so leicht oder gar unmöglich sein, da die Expokraten sicher nicht die Moderatoren des Forums sind.
GENAU DAS ist mir schon seit längerem klar geworden und hat mich davon abgehalten, zusammen mit dem rüden Umgangston und der Ignoranz gegenüber Orthographie dort, mich im PR-Forum anzumelden. Dein Kreis-Archiv dürfte von den Expokraten so gut wie nicht gelesen werden (hoffe ich mal ganz naiv), wobei ich mir nicht anmaßen will, mit meinen Überlegungen richtig zu liegen, grins. Alles nur Spekulationen.
Ich möchte das frühzeitig vor Band 2999 hier mal schreiben bevor ich es wieder vergessen habe oder mir die Datei irgendwann bei einem mißglückten Backup verloren geht.
Zurück zum aktuellen Heft. Vetris-Molaud betritt die Bühne und belästigt den Spross mit einem Schwarm von 500 Kreuzern der PECTOR-Klasse. Die passende Rißzeichnung findet sich praktischerweise in der Heftmitte. Sieht wesentlich eleganter aus als die terranischen Schiffe mit ihrem m.E. häßlichen Sechseck-Modul-Ringwulst.
Die Handlung im Spross ist spannend rübergebracht und die neue Technologie der Tefroder durchaus interessant. Der Schimärenprojektor ist ein aufgebohrter Virtuellbildner - genauso eine Maschine hab ich mir auch schon zusammenphantasiert letztes Jahr - eine extrem praktische Erfindung - funktioniert leider hier nur in Kombination mit dem entsprechenden Mutanten. Das wird sicher noch weiterentwickelt - das Original eingebettet in eine unangreifbare Lienearraumblase während die Kopien draussen herumschwirren.
Ich hoffe, daß Assan-Assoul nächste Woche nicht das Zeitliche segnet. Er muß eine Rückfahrkarte haben oder Vetris-Molaud ist völlig behämmert, er wird doch nicht seinen besten Mann opfern nur um den Schimärenprojektor mal kurz zu testen und den Spross zu vernichten? Schließlich gibt es noch zwei andere und im Heft wird erwähnt, daß die Galaktiker sich schon denken, daß noch mehr davon kommen könnten... Wer soll diese dann ausschalten, wenn Assan-Assoul tot ist???



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