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Perry Rhodan Nr. 2926: Schwarzes Feuer

Autor: Kai Hirdt

Inhalt

Zaroia da Bargk, Kommandantin der KATOR GIRMOMAR, erstattet Wahlbaron Segos Isirea am 6. August 1551 NGZ Bericht über die Unterredung mit Bostich in der GOS'TUSSAN II. Der Ortungsschutz des Doppelkhasurnraumers wird wenig später deaktiviert. In einer systemweit ausgestrahlten Botschaft bezeichnet Bostich die Gemeni als Feinde und erteilt allen anwesenden Raumschiffen Anweisungen für einen Angriff auf den Spross KYLLDIN, der immer noch in der Nähe von Shernoss, der Hauptstadt des Planeten Girmomar, über dem Ozean schwebt. Fünf Schiffe, die sich Bostichs Befehl widersetzen und sich sogar gegen den Doppelkhasurnraumer wenden, werden sofort vernichtet. Die kleine Heimatflotte der Sternenbaronie kann die GOS'TUSSSAN II nicht aufhalten, zumal unklar ist, wie viele Flottenangehörige zum ehemaligen Imperator überlaufen würden. Die Söldner von der ENORKETRON schließen sich Bostich an, gezwungenermaßen folgen die anderen Schiffe wenig später. Die Gemeni zeigen keine Reaktion, bis Bostich den Spross mit Fusionsbomben beschießt, deren Wirkung durch die nach seinen Vorgaben modulierten Schutzschirme der zusammengewürfelten Flotte gebündelt wird, so dass sich die Energien innerhalb einer Art Kessel gegen den Spross austoben. Da Bargk wäre bereit, Bostichs Flaggschiff eigenmächtig anzugreifen, doch der Schutzschirm ihres Schiffes wird zur Aufrechterhaltung des Kessels gebraucht. Dessen Zusammenbruch wäre gleichbedeutend mit dem Ende des Planeten. Das scheint auch den Gemeni bewusst zu sein. Gezielt vernichten sie lediglich eine kleine Einheit am unteren Rand des Kessels mit der Hyperfaust. Die Energie der nächsten Fusionsbombenexplosion entlädt sich im Ozean, so dass ein Tsunami entsteht, der Teile der Stadt überflutet und die Kristallbrücke zerstört. Bostich beendet das Bombardement. Die GOS'TUSSAN II fliegt ab. Offensichtlich war dem Eximperator nur daran gelegen, den Spross zu testen.

Erst am 3. November erhalten die Terraner Detailinformationen aus unbekannter Quelle über diesen Vorfall. Für denselben Tag wurde die Ankunft des Arkoniden Thantur da Targdon avisiert, eines Abgesandten Bostichs. In den Monaten seit dem ersten Angriff auf YETO haben die Terraner den Prototypen des Geräts, mit dem sich die Dakkarimpulse von Gemeni-Sprossen spiegeln lassen, zu einem wirksamen Waffensystem weiterentwickelt. Der Dakkarimpulsspiegel-Sextant, auch als Impulsspiegler bezeichnet, existiert in zwei Varianten. Eine hat eine Reichweite von 500.000 Kilometern. Die Reichweite der anderen beträgt nur 50.000 Kilometer, sie hat aber eine intensivere Wirkung. Zwei Nahdistanz-Modelle und ein Langdistanz-Impulsspiegler werden in die RIBALD CORELLO eingebaut. Reginald Bull, der wieder auf Terra weilt, seit er vor drei Monaten mit Toio Zindhers Einverständnis das Angebot der Gemeni abgelehnt und den Leih-Zellaktivator zurückgegeben hat, geht davon aus, dass Bostich durch Spionage von der Existenz des Impulsspieglers erfahren hat und diesen für eigene Zwecke einsetzen will. Da Targdon reist mit der PARAKATT an, einem halutischen Schiff. Dessen Kommandant Varub Ashed und drei weitere Haluter begleiten den Abgesandten nach Terra. Da Targdon wiederholt Bostichs Behauptungen. Die Gemeni sollen aus der Milchstraße vertrieben werden. Die Haluter wurden bereits als Verbündete gewonnen und auch bei Vetris-Molaud hat Bostich bereits angeklopft. Die Terraner sollen sich ebenfalls einbringen. Bull lehnt nicht rundweg ab, denn er möchte lieber mitmischen, als Arkoniden und Tefroder ein eigenes Süppchen kochen zu lassen.

Bull begibt sich mit der RIBALD CORELLO und 20 Begleitschiffen nach Girmomar. Ein Nahdistanz-Impulsspiegler wird an die PARAKATT überstellt. Zunächst spricht Bull am 10. November mit dem LFG-Botschafter Joscan Sintloui sowie mit dem Wahlbaron. Er erfährt, dass der Tsunami 30.000 Todesopfer gefordert hat. Unzählige Bürger haben Strahlenschäden erlitten. Die offenkundig Kranken wurden von den Gemeni via Physiotron geheilt. Dadurch haben die Fremden viele Sympathiepunkte bei der Bevölkerung gesammelt. Isirea hat den Zugang zum Spross freigegeben. Toio nutzt ihre Parafähigkeit, um weitere Erkrankte aufzuspüren (sie tut so, als nutze sie einen neuartigen Medoscanner) und den Wahlbaron auf diese Weise dazu zu bewegen, einer gegen KYLLDIN gerichteten Aktion zuzustimmen. Danach erhält Bull eine Audienz bei Bostich. Der Haluter Sawru Maudh ist zugegen. Als Bull von seiner Begegnung mit dem kranken Haluter Fagur Ord berichtet, teilt Sawru Maudh mit, dass dessen Krankheit als Stasis-Syndrom bezeichnet wird. Jeder Haluter ist gefährdet und wer am Stasis-Syndrom leidet, stürzt irgendwann in die Unumkehrbarkeit. Bull knüpft seine Beteiligung am Angriff auf KYLLDIN an zwei Bedingungen. Die Aktion darf nicht mit den Terranern in Verbindung gebracht werden, außerdem ist eine Evakuierung der im Spross gebliebenen Applikanten obligatorisch. Zur Vorbereitung derselben betreten Bull und Toio den Spross noch am selben Tag. Die Vitaltelepathin spürt alle "Gäste" der Gemeni auf und speichert ihre Standorte ab.

Bull unterstützt Bostich nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass sich die von ihm für vertrauenswürdig gehaltenen Haluter auf die Seite des Arkoniden gestellt haben. 51 Riesen von Halut befinden sich in der PARAKATT. Bull ahnt nicht, wie groß die Verzweiflung der Haluter wirklich ist. Sie haben den sicheren Tod vor Augen und wurden von Bostich, den sie aufgrund seines durch halutische DNS veränderten Körpers als "Grenzgänger" bezeichnen, mit dem Versprechen einer Heilung im Gemeni-Physiotron zur Mitarbeit bewogen. Als Bull am 11. November wie vereinbart das Signal zum Angriff gibt, nimmt Varub Ashed Funkkontakt mit Bhal Kharnaim auf. Schon einmal haben die Haluter die Gemeni um Hilfe gebeten, wurden jedoch abgewiesen. Als Kharnaim dabei bleibt, dass die Gemeni den Halutern nicht helfen können, aktiviert Varub Ashed den Impulsspiegler. KYLLDIN flieht per Teleportation ins All, doch die PARAKATT lässt sich nicht abschütteln. Der Schutzschirm des Sprosses bricht zusammen. 50 Haluter versetzen sich selbst in einen Zustand ähnlich einer Drangwäsche, setzen zum Spross über und arbeiten sich durch dessen Außenhülle. Nur 30 gelangen ins Innere. Die anderen werden vom neu aufgebauten Schutzschirm buchstäblich zerschnitten. KYLLDIN vernichtet die PARAKATT mit der Hyperfaust. Im Inneren des Sprosses richten die Haluter ein Gemetzel unter den Gemeni an, erleiden aber selbst Verluste.

Toio erkennt, dass sich Bostich ebenfalls in KYLLDIN befindet. Mit seiner Vitalaura stimmt etwas nicht. Bull nimmt an, dass Bostich den Spross von Anfang an nicht vernichten, sondern entern wollte. Bull will die Evakuierung einleiten, doch die Gemeni haben die Lage unter Kontrolle. In der Halle der Physiotrone müssen Bull und Toio hilflos mit ansehen, wie die Gemeni Thedhelen einsetzen, um die tobenden Haluter mit Trugbildern abzulenken und sie anschließend mit keulenartigen Hiebwaffen (Splentern) zu erschlagen.

Mehr als zwei Dutzend tefrodische NEBERU-Kriegsschiffe, angeführt von Vetris-Molaud mit der VOHRATA, erscheinen im Giromsystem.

Kringels Meinung:

Wow, diese Woche geht's ja ganz schön rund! Mir gefällt's, auch wenn mir die Vorstellung schwer fällt, dass man Halutern mit irgendwelchen Keulen die Schädel einschlagen kann. Ich mag die Art und Weise, wie Bully mit seinen grundverschiedenen Gesprächspartnern umgeht. Sein Evakuierungsplan steht allerdings auf ziemlich wackligen Beinen. Wenn die Gemeni nicht mitspielen, kann daraus nichts werden - das hätte ihm klar sein müssen.

Der eigentliche Knaller ist natürlich das Stasis-Syndrom. Woher kommt diese Krankheit? In diesem Zusammenhang ist eine Information interessant, die Bull von Maurits Vingaden erhält. Angeblich sind vor sieben Jahren zehn Haluter während einer Drangwäsche verschwunden. Das ist ein absolut einmaliges Ereignis und die Tatsache, dass dieser Vorfall jetzt erwähnt wird, lässt vermuten, dass es das Stasis-Syndrom schon seit geraumer Zeit gibt. Dieser Krankheit ist es wohl anzulasten, dass sich die 51 Haluter der PARAKATT so untypisch verhalten. Jedenfalls kann ich nicht glauben, dass sich gesunde Haluter, die bei klarem Verstand sind, zu einem Gemetzel hinreißen lassen würden. Werden die Haluter aussterben? Vermutlich nicht. Sicherlich werden aber noch einige sterben. Hoffentlich ist der prominenteste von ihnen, dem in diesem Roman erneut die Rolle des Kindermädchens für Shinae zukommt, nicht auch schon krank ...

Warum werden die Haluter von den Gemeni abgewiesen, während tausende Bewohner Girmomars mit Physiotronen behandelt werden, obwohl sie sich gar nicht als Applikanten beworben haben? Können die Gemeni wirklich nicht helfen oder wollen sie nicht, wie Varub Ashed annimmt? Den in KYLLDIN eingedrungenen Halutern werden wie gesagt die Schädel eingeschlagen. In PR 2917 ist zu lesen, dass zwei Haluter erschlagen wurden. Ich hatte angenommen, Fagur Ord habe seine Artgenossen getötet. Waren stattdessen Gemeni die Täter?

Übrigens: Ich weiß nicht warum, aber wenn von Korin Anderlei die Rede ist, habe ich immer Gerburg Jahnke vor Augen ...

J. Kreis, 16.09.2017


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Gastkommentare


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Phil (16.09.2017):

Herrlich, wie Kai Hirdt Bully durch den Roman poltern lässt. Es kommt selten vor, dass ich bei Perry lauthals lachen muss, aber dieses Mal ist es mir gleich mehrmals passiert. z.B. bei dem herrlichen Oneliner: "Bostich spielt falsch. Ich spiele falsch. Universelle Symmetrie." Oder bei Bullys Einwurf "Berühmte letzte Worte" auf die Überzeugung des Ingenieurs, dass alles glatt gehen sollte... Überhaupt habe ich den Eindruck, dass die Autoren allesamt bei Bully zur Hochform auflaufen. Seit er aufgetaucht ist, gab es keinen Roman in der Milchstraßenebene mehr, der mich nicht gefallen hat. Offenbar haben nicht nur wir Leser den guten alten Rotschopf vermisst, sondern auch die schreibende Fraktion.
Noch ein paar allgemeine Worte zum Zyklus: Ich muss sagen, ich habe selten bei Perry so ein Suspense verspürt wie gerade eben in der Milchstraßenebene. (Die Sevcooris-Ebene dagegen ist mir eine Spur zu schwammig, da wird mir jetzt schon zu lange den wichtigen Fragen ohne Not, also rein aus dramaturgischen Gründen, ausgewichen.) Die Gemeni sind einfach faszinierend. Und die simple Frage, ob sie denn nun gut oder böse oder grau oder was-auch-immer-sind, erzeugt mehr Spannung als jede Invasion, jeder Superschurke oder jede durchgeknallte Superintelligenz. Mittlerweile stelle ich sogar fest, dass ich mehr und mehr auf der Seite dieser Pflanzen-Racker stehe. Ich meine, im Grunde haben sie doch noch überhaupt nichts Verwerfliches getan, oder? Aber dennoch wird ihnen Woche für Woche von den Galaktikern dermaßen übel mitgespielt, dass mir mein Gerechtigkeitsempfinden so langsam einen dicken Hals bereitet. Wenn ich der Boss der Gemeni wäre (also die Oberpflanze oder die Hauptknospe oder der Hauptrieb oder der Stamm, was weiß ich), ich hätte die verdammten Galaktiker mittlerweile dermaßen gefressen, ich würde meine Physiotrone und Zellaktivatoren schneller einpacken, als Bostich blinzeln kann, und diese barbarische Milchstraßenhorde in ihrem eigenen unzivilisierten Saft schmoren lassen. Hätten sie echt verdient.
Wie auch immer: Der Zyklus macht mir (bis auf die erwähnte Schwammigkeit und plot-drivene Nebelstocherei in Sevcooris) bislang mächtig Spaß. Schon lange nicht mehr so ein intensives Ich-will-wissen-wie-es-weitergeht-Gefühl gespürt.


Hans (16.09.2017):

Dieses Heft nicht gekauft ich habe :-0.
Korin Anderlei: ich hatte mal eine Arbeitskollegin, die auch so drauf war, die Dienstübergaben waren der reinste Horror, grins. Gibt es im Bekanntenkreis eines der Autoren u.U. eine Karin Anderley?
Ansonsten offenbar viel Krachbumm. 'Toll', die Kristallbrücke ist kaputt...
Im PR-Forum (hab am Donnerstag mal wieder da reingelesen - der dortige Spoiler ist wie so oft unpräzise...) geht aktuell das Gerücht um, daß "Bostich diesen Zyklus nicht überleben wird" - da liest wohl jemand meine Gastkommentare hier? Das habe ich in einer Spekulation bzgl. des Teil-Zyklus-Endes schon in meinem Gast-Kommentar zu Nr. 2919, also vor 7 Wochen prophezeit. Vetris-Molaud könnte dann die Rolle Bostichs als Querkopf Nummer Eins (der mir sogar manchmal sympathisch deswegen war) der Galaxis übernehmen; sind rund 20 Jahre Realzeit mit Bostich genug? Die Haluter wollen sich mit den Physiotronen von dieser seltsamen Erkrankung kurieren lassen, bekommen aber die Behandlung verweigert? Könnte darauf hindeuten, daß die Gemeni an 'Bestienpanik' leiden. Wurden sie von einem Alt-Lemurer-Zweigvolk losgeschickt??? Sollte es sich um die gleiche Erkrankung handeln, die in der "Falschen Welt" fast alle Haluter dahingerafft hat, müßte bei der Scherung der Universen etwas schiefgelaufen sein oder es ist eine normale Entwicklung derselben - bestimmte Elemente beider Universen wurden dann hin- und hergetauscht: ES z.B. ging jenseits der Scherung und die Haluter-Krankheit kam diesseits der Scherung an???



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