PR 2924
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2923 «
» PR 2925 »
Perry Rhodan Nr. 2924: Das Rätsel des Sprosses

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

In der Baumkorbsiedlung der Gatraxen auf dem Planeten Damona herrscht Aufbruchsstimmung. Die Hälfte der an terranische Lemuren erinnernden, rotäugigen und bepelzten Ureinwohner des Planeten folgt einem Ruf des Sprosses YETO und marschiert auf das Schiff der Gemeni zu. Die andere Hälfte wandert in die entgegengesetzte Richtung. Nur Pellexer ist nicht betroffen. Er macht sich auf den Weg zu den terranischen Kolonisten. Normalerweise meiden die Gatraxen diese kahlen Wesen, denen sie die Besiedlung Damonas vertraglich gestattet haben, doch jetzt braucht er ihre Hilfe, denn er versteht seine Stammesgenossen nicht und wähnt sie in Gefahr. Kaum ist Pellexer zwei Wissenschaftlern begegnet, die die Gatraxen erforschen, da verkündet Bhal Haddhunis, dass einen Tag lang nur noch Gatraxen Zutritt zum Spross haben. Administratorin Barotia Fambrough wird über die Ankunft eines kooperationsbereiten Gatrax informiert. Man bereitet einen Datenträger vor, den Pellexer an Reginald Bull übergeben soll. Inzwischen hat Icho Tolot einen Kantor-Kompaktsextanten zerlegt und so modifiziert, dass sich die drei Einzelteile leicht wieder zusammensetzen lassen. Ein Teil befindet sich bei Pellexers persönlichen Besitztümern, als der Gatrax den Spross betritt. Wie erhofft schöpfen die Gemeni keinen Verdacht.

Währenddessen verhandelt Reginald Bull im Librationsgewölbe YETOS mit Bhal Haddhunis. Toio Zindher, Korin Anderlei und Guy Tosser (Kommandant des Raumlandebataillons der RIBALD CORELLO) sind ebenfalls zugegen. Das Librationsgewölbe ist das Herz des Sprosses. Dort befindet sich ein ätherisches doppeltrichterförmiges Objekt, in dessen Innerem etwas Undefinierbares um sich selbst wirbelt. Bull findet das Objekt wunderschön, doch in der Wahrnehmung seiner Gattin, der Vitalenergiespürerin, sieht es anders aus. Für Toio ist das gesamte Gewölbe ein sehr gefährliches Lebewesen, dessen Vitalaura zugleich spendet und frisst. Es scheint nach Toios Paragabe zu gieren und wurzelt in einer höheren Dimension. Toio folgt den immateriellen Verästelungen und erkennt, dass ein Ende mit dem Solsystem verbunden ist. Das "obere" Ende ist für Toio nicht erkennbar. Bull fordert fünf Gemeni-Zellaktivatoren im Austausch für sein chaotarchisch geprägtes Exemplar. Anderlei freut sich zu früh; der Bhal handelt den Terraner auf drei Zellaktivatoren herunter. Haddhunis weiß angeblich nicht, wer oder was Chaotarchen sind. Die Existenz von Wesenheiten, die weiterentwickelt sind als Superintelligenzen, ist ihm nicht bekannt. Die von ihm angebotenen Vitalenergiespeicher gehören zur Pacischen Palette der Superintelligenz GESHOD. Haddhunis behauptet, dass alle Träger von Gemeni-Zellaktivatoren den Spross jederzeit verlassen und wieder betreten können. Tatsächlich sind einige Zellaktivatorträger bereits von Bord gegangen. Wann und wo? Das verrät der Bhal nicht.

Bull verlangt die Herausgabe eines Zellaktivators, um die Funktionsfähigkeit zu testen. Haddhunis muss darüber nachdenken. In der Zwischenzeit suchen Bull und seine Frau nach Familie Carell und dem KIS-Team. Toio spürt besondere Vitalauren - es handelt sich um die Oxtornerin Maiwenn Parillaud und ihren Okrill Cucull. Der Weg zu Parillaud führt durch eine Zone, die von Applikanten nicht betreten werden darf. Bull und Toio verhindern, dass ein abgewiesener Applikant einen Gemen mit einem Energiestrahler attackiert. Zum Dank weist der Gemen ihnen den Weg an der verbotenen Zone vorbei. Parillaud, Peguy Burns, Bontin Whistler und Jonathan Bolajetta tragen Gemeni-Zellaktivatoren. Ihnen ist klar, dass sie sich irgendwie verändert haben. Whistler würde den Zellaktivator sogar zurückgeben, um sicherzugehen, dass er nicht im Sinne der Gemeni beeinflusst wird. Das Team ist im Spross geblieben, um nach Familie Carell zu suchen. Parillaud konnte nur in Erfahrung bringen, dass Yeto und seine Eltern sowie zahlreiche weitere Zellaktivatorträger den Spross schon vor der Ankunft im Vindonnussystem verlassen haben. Das Team arbeitet ab sofort mit Bull zusammen. Etwas später kommt es zu einer kurzen Krise, als Parillaud erkennt, wer Toio wirklich ist. Korin Anderlei bürgt für die Tefroderin.

Bhal Haddhunis überlässt Bull einen Test-Zellaktivator unter der Bedingung, dass er im Spross bleibt. Der Zellaktivator scheint voll funktionsfähig zu sein. Toio und Korin Anderlei würden ihn am liebsten nicht wieder hergeben, sobald sie ihn einmal in Händen hatten. Pellexer erscheint mit dem Datenträger und dem ersten Bauteil des Sextanten. Bolajetta und Burns holen die beiden anderen Teile. Der Gatrax fungiert nun als Kurier zwischen Bull und Tolot, wobei er ungewöhnlich schnell ermüdet. Mit dem zusammengebauten Sextanten führt Bull Messungen durch, deren Ergebnisse den Haluter zu der Erkenntnis bringen, dass der Spross keineswegs organisch gewachsen ist. YETOS Bauelemente waren in dematerialisierter Form bereits vorhanden und als Substanzdateien in einem Depot im Dakkarraum gelagert. Das von Yeto Carell gefundene Samenkorn ist mit der Psi-Quelle (dem Doppeltrichter im Librationsgewölbe) identisch. Sie wird als Rekollektor bezeichnet, hat die Substanzdateien aus dem Dakkardepot abgerufen und ist gleichzeitig mitgewachsen. Bull kommt auf die Idee, dass es mittels eines modifizierten Kantor-Sextanten möglich sein müsste, Dakkarimpulse zu spiegeln und damit die Verbindung zwischen Rekollektor und Depot zu stören. Tolot benutzt einen am Terrania Institute of Technology entwickelten experimentellen Dakkarkom, um die Idee in die Tat umzusetzen. Der Haluter und Marous Temmo bringen das Gerät von einer im Orbit um Damona fliegenden LAURIN-Jet aus zum Einsatz.

Im Moment der Aktivierung am 6. August 1551 NGZ geschehen mehrere Dinge gleichzeitig. Toio spürt, wie die Vitalauren des Sprosses und aller Zellaktivatorträger verblassen. YETO scheint sich bedroht zu fühlen oder gar einen Schock zu erleiden. Der Spross teleportiert in die Nähe der Space-Jet und vernichtet diese mit der Hyperfaust. Tolot und Temmo können die Jet gerade noch rechtzeitig verlassen, dabei wird die Frau jedoch schwer verwundet. Anschließend kehrt YETO zum Planeten zurück. Einem Rat Whistlers folgend führt Pellexer seinen Stamm ins Freie. Bull erhält die Nachricht, dass Bostich den Spross KYLLDIN angegriffen hat.

Kringels Meinung:

Ich muss gestehen, dass mir die wenigen "privaten" Momente des Romans besser gefallen haben als der Rest. Icho Tolot präsentiert sich als behutsamer und einfühlsamer Betreuer Shinaes. Ich mag die Vorstellung, wie das kleine Mädchen ganz ungezwungen (und etwas frech) mit dem gigantischen Riesenmonster umgeht. Zudem finde ich gut, dass Reginald Bull im Gespräch mit Bhal Haddhunis ganz direkt auf einige der offenen Punkte zu sprechen kommt und sich weder einschüchtern noch ablenken lässt. Das passt gut zu dieser Figur! Wäre Bully doch mit nach Sevcooris geflogen!

Allerdings hatte ich den Zellaktivatordeal letzte Woche für einen Bluff Bullys gehalten. Er scheint jedoch wirklich bereit zu sein, den zwar umgeprägten, aber voll funktionsfähigen, nach bisherigem Kenntnisstand ungefährlichen ZA aufzugeben und stattdessen Gegenstände anzunehmen, die wohl - wie Toio "sehen" kann - durchaus Vitalenergie ausstrahlen, den Träger aber mit einiger Sicherheit beeinflussen. Bullys Motivation ist natürlich verständlich. Shinae wird vermutlich einen Gemeni-Zellaktivator brauchen, wenn sie nicht für immer innerhalb oder zumindest in der Nähe eines Sprosses bleiben möchte und bei Toio wäre bald die nächste Zelldusche fällig. Man kann nach den Kuriergängen der KIS-Leute als gesichert annehmen, dass die ZAs auch außerhalb des Sprosses funktionieren, aber es ist längst bekannt, dass der Spross und die Gemeni selbst über weite Entfernungen hinweg miteinander verbunden sind. Warum sollte es bei den ZAs anders sein und warum sollten die Gemeni nicht die Möglichkeit haben, die Verbindung zu kappen? Wer weiß, ob die ZAs dann immer noch Vitalenergie abgeben würden? Das Verblassen der Vitalauren der ZA-Träger im Moment des Angriffs spricht dagegen.

Ich gehe inzwischen davon aus, dass die Sprosse nichts anderes sind als Kollektoren. Sie wurzeln in einem Sonnensystem, saugen dort hochfrequente Hyperenergie auf, zweigen einen Teil in Form von Vitalenergie für die ZAs ab und leiten den Rest an GESHOD weiter. Parafähigkeiten sind für die Sprosse offensichtlich besonders lecker: Alle Obhüter sind parabegabt, die Gatraxen besitzen wohl auch Psi-Kräfte und Toio fühlt sich im Librationsgewölbe unmittelbar bedroht. Nebenbei bemerkt finde ich die Dakkarattacke auf den Spross ziemlich leichtsinnig. Das Ding schwebt immerhin über bewohntem Gebiet und niemand konnte vorhersagen, wie YETO auf die Attacke reagieren würde. Eine unbekannte Anzahl von Galaktikern inklulsive Reginald Bull befinden sich zudem noch im Inneren. Wer die Wunde schlägt ...

Letzte Woche habe ich das mit der Robotflotte überlesen. Ich hatte gedacht, außer den beiden Posbiraumern seien alle Schiffe bemannt. Diese Woche muss mir erneut etwas entgangen sein. Ich kann mir nämlich nicht erklären, warum Pellexer nach Belieben kommen und gehen kann. Hat er schon einen Zellaktivator erhalten? Dann wäre das OK. Ansonsten waren die Gemeni doch bisher sehr strikt: a) Man nimmt am Auswahlverfahren teil und erhält einen Zellaktivator, dann genießt man Bewegungsfreiheit. b) Man verweigert die Teilnahme am Auswahlverfahren oder fällt durch oder verweigert den Blutpakt, dann wird man ein für alle Mall rausgeschmissen. Es war nie davon die Rede, dass man den Spross zwischendurch verlassen und betreten kann, wie es einem gerade in den Sinn kommmt.

J. Kreis, 02.09.2017


« PR 2923 «
» PR 2925 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Hans (02.09.2017):

Von den bisherigen 24 Heften des aktuellen Teil-Zyklus habe ich sehr viele negativ bewertet und/oder habe mich drüber lustig gemacht. Warum habe ich weitergelesen? Die Antwort ist schnell gegeben: aus Langeweile und Gewohnheit. Gekostet hat mich das rund 50. Davon hätte ich zwei mal gut asiatisch essen gehen oder mir ein paar preisreduzierte Marken-Turnschuhe kaufen können. Wenn ich's recht überlege dann wären die Turnschuhe die bessere Wahl gewesen. Ich steige deshalb als regelmäßiger Leser aus, kaufe mir ab sofort nur die Hefte in denen Opiter Quint mitspielt und die, die mir sonst interessant vorkommen (falls Atlan auftaucht z.B.), lese aber weiter jede Woche deine stets erstklassig formulierten Zusammenfassungen und Kommentare. Kurze Statements werde ich weiterhin beitragen aber nur die o.g. Ausnahmen ausführlicher gast-kommentieren.
Der letzte Anstoß für diese Entscheidung war etwas seltsam: hab' seit Ende Juni 27 Folgen von Dr. Who im TV gesehen (aus der Staffel 2007/2008). Die letzte von mir gesehene Folge war der erste Teil einer Rückblende auf die gesamte Staffel. So eine geballte Menge an Unlogik, extrem affektierter Charaktere und purer Beliebigkeit ist einfach unfaßbar für mich - das toppt sogar die handwerklichen Qualitätsmängel bei Perry Rhodan um Lichtjahre. Hatte diese Serie immer sehen wollen, weil ich dachte ich verpasse was... weit gefehlt... Zumindest verstehe ich jetzt grob worum es in der Kult-Serie geht. Möglicherweise liegt es auch an David Tennant als Doctor - kann der noch was anderes als die Augen aufreissen, den Kopf herumwerfen, s e h r schnell reden und ansonsten herumrennen als ob er ständig auf Ephedrin ist? Wenn das weiterhin dienstag abends in 3er-Blöcken auf One gesendet wird dürfte bald ein Schauspieler-Wechsel zu Matt Smith bevorstehen, evtl. schau ich's mir dann wieder an (zwei Folgen mit ihm hab ich mir letztes Jahr auf youtube angesehen und war nicht so genervt wie zuletzt mit Tennant). Momentan bin ich Dr. Who-Hasser und ich möchte nicht auch noch zum Perry-Rhodan-Hasser werden also mache ich lieber 'ne Pause und wende mich primär anderer Literatur zu. Habe mir antiquarisch "Die Tür ins Feuer" (1979) von Diane Duane besorgt. Fantasy hatte ich schon lange nicht mehr. Gefällt mir gut, hab schon 40 Seiten gelesen und gestern den Folgeband bestellt. Und alle Atlan-Blaubände habe ich auch noch nicht gelesen. Wird mir die Zeit überbrücken bis ich bei ca. 2970 wieder regelmäßig einsteige, genauso wie ich es beim Teil-Zyklus "Das Atopische Tribunal" gemacht habe.
Mein Statement zu Nr. 2924: Letzte Woche m.E. nur Langatmiges und im Folgeband überschlagen sich die Ereignisse... Nun leider doch nichts mit biologischen Raumschiffen (gerade das war ein Aspekt, der mich fasziniert hat), die Sprosse sind 'Fertighäuser' und das Bauteile-Lager ist im Dakkarraum. Tauchen dann demnächst die Zgmahkonen auf? Hat GESHOD den Dakkardimballon als Lagerhalle mißbraucht? Icho Tolot übernimmt die Rolle Gholdorhodyns (R.I.P. im Katoraum) als Super-Bastler. Bostich wird offenbar zum Super-Rambo. Und mit Zellaktivatoren wird Russisches Roulette gespielt... Genau der richtige Zeitpunkt für meinen temporären Ausstieg. Grins. Dir und allen anderen, die jede Woche weiter lesen wünsche ich mehr Lesefreude als ich sie seit 2900 hatte.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)