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Perry Rhodan Nr. 2920: Die besseren Terraner

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI erreicht den Randbereich des Orionslandes am 1. November 1551 NGZ. Der 150 Lichtjahre durchmessende Kugelsternhaufen, 10.000 Lichtjahre oberhalb der Hauptebene der Galaxie Sevcooris gelegen, ist offiziell ein Protektorat des Gondunats und gilt als Sperrgebiet. In Wahrheit ist das Orionsland die Domäne des Zweiten Solaren Imperiums. Die Gäonen konnten sich dort gut 1700 Jahre lang ungestört entwickeln und haben 147 Sonnensysteme besiedelt. Außer ihnen existieren nur drei raumfahrende Völker im Orionsland: Die reptiloiden Glossner, die insektoiden Vha und die Khuluntur, die mit ihren massigen Köpfen und den zwei Rüsseln entfernt an terranische Elefanten erinnern. Die Gäonen sorgen dafür, dass diese Völker klein und unbedeutend bleiben.

Gi Barr darf sich in Begleitung eines Aufpassers, des Epsalers Odin Goya, frei bewegen. Man implantiert ihm einen Ortungsimpulsgeber, mit dem er bei Bedarf narkotisiert werden kann. Gi Barr wünscht sich, dass Perry Rhodan das Kommando im Zweiten Solaren Imperium übernimmt und die Gäonen zurück in die Milchstraße führt, damit dort die alte Glorie des Solaren Imperiums wiederhergestellt werden kann. Doch damit ist nicht zu rechnen, wie Gi Barr angesichts der Einstellung des einstigen Großadministrators einsehen muss. Rhodans "Altersmilde" gefällt dem Gäonen ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Terraner nicht das dominierende Volk der Milchstraße sind.

Rhodan möchte das Orionsland zunächst einmal verdeckt erkunden. Zu diesem Zweck wird der MARS-Kreuzer BETTY TOUFRY abgedockt. Abgehörte Funksprüche deuten darauf hin, dass das ZSI ein militaristischer Überwachungsstaat ist. Die Gäonen betrachten ihr Imperium als dem Gondunat gleichwertig. Sie glauben sogar, dass sie mehr als die Thoogondu von der Partnerschaft profitieren. Das ZSI verfügt über eine mächtige Raumflotte, allerdings sind die Kampfschiffe denen der LFG deutlich unterlegen. Um Informationen aus erster Hand über das ZSI zu erhalten, infiltriert Rhodan die CISTERNE, ein Raumschiff der Glossner, wobei er von Splendin Arangelis begleitet wird, einem siganesischen Spezialisten für verdeckte Operationen. Die CISTERNE war in Konflikt mit einem Raumer der Khuluntur geraten. Das Gefecht war von der BETEIGEUZE, einem 300-Meter-Kreuzer der Gäonen, beendet worden. Geschützt durch den Paros-Schattenschirm hatte die BETTY TOUFRY diese Vorgänge beobachtet. Die schwer beschädigte CISTERNE soll nun von der BETEIGEUZE zur Reparatur ins zum ZSI gehörende Lenleysystem geschleppt werden. Diese Gelegenheit für einen Undercovereinsatz lässt sich Rhodan nicht entgehen. Arangelis erkennt, dass alle Gäonen einen ID-Chip tragen, so dass sie permanent überwacht werden können. Ohne ID-Chip ist man auf den gäonisch besiedelten Welten praktisch handlungsunfähig. Der Siganese fertigt gefälschte ID-Chips für Rhodan und sich selbst an.

Auf dem Planeten Lenleys Welt bucht Rhodan eine Passage nach Gäon im Neo-Solsystem mit dem Raumschiff JASON. Bis zum Abflug am 12. November bringt Rhodan weitere Details über das ZSI in Erfahrung. Neben der Fraktion der Heimkehrer, die davon überzeugt sind, dass die Gäonen den ihnen zustehenden Platz in der Milchstraße erobern müssen, gibt es die Gruppe der Bleiber, die nicht einsehen, warum man das Orionsland verlassen sollte. Ihnen geht es um eine Ausweitung der Macht auf die alte Heimat und auf die zurzeit noch von den Thoogondu beherrschte Galaxie Sevcooris. Rhodan bricht in die Funkzentrale des Raumhafens ein, um die BETTY TOUFRY aufzufordern, ihm ins Neo-Solsystem zu folgen. Rhodans Anwesenheit bleibt nicht unbemerkt. Ulvik Gallodoro, ein Agent der Solar-Imperialen Abwehr, wird auf den gefälschten ID-Chip aufmerksam. Er folgt der JASON und versucht den Chip nach der Landung auf Gäon zu orten, was von Arangelis bemerkt wird. Gegenmaßnahmen werden eingeleitet, so dass Rhodan untertauchen und sich in Aponte, der Hauptstadt Gäons, umsehen kann. Einer der gefälschten ID-Chips fällt Gallodoro in die Hände.

Gäon, die Hauptwelt des ZSI, ist absolut erdähnlich. Auf dem Mond Selene ist die Großpositronik TEIRESIAS untergebracht. Regierungschefin ist die Solastratorin Cassandra Somerset. Sie wird von manchen Bürgern als zu lasch angesehen, insbesondere im Umgang mit den anderen Völkern des Orionslandes. Als wahrer Machthaber im ZSI gilt Sternenadmiral Arbo Perikles Dannan, Oberbefehlshaber der Flotte. Militärs wie Dannan werden wie Popstars verehrt, die Flotte wird allgemein bewundert. Rhodan erfährt, dass die Gäonen ihre vermeintlichen Kenntnisse über die Verhältnisse in der Milchstraße ausschließlich den Thoogondu zu verdanken haben. Sie glauben, dass seit der Schwarmkrise nur noch klägliche Überreste der alten Sternenstaaten (einschließlich des alten Solaren Imperiums) vorhanden sind.

Rhodan hat genug gesehen und sucht nach einer Möglichkeit, zur BETTY TOUFRY zurückzukehren. Arangelis bringt in Erfahrung, dass sich der ehemalige Raumadmiral z.b.V. Srdan Münzer als Sammler betätigt. In seinem Besitz befindet sich der einzige nicht vom Militär kontrollierte Transmitter auf ganz Gäon. Dummerweise ist Münzer ein alter Bekannter Gallodoros und wird von diesem um Hilfe bei der Untersuchung des gefälschten ID-Chips gebeten. Als Rhodan eintrifft, beginnen die beiden Chips miteinander zu kommunizieren. Gallodoro versucht Rhodan zu verhaften. Rhodan flieht und läuft in eine Sackgasse. Er gibt sich dem Agenten gegenüber zu erkennen, doch der glaubt ihm selbst dann nicht, als sich Rhodan den zu Tarnungszwecken getragenen falschen Oberlippenbart abreißt. Gallodoro will schießen, setzt sich aber nur selbst außer Gefecht. Der Agent erleidet eine Gehirnerschütterung und kann sich danach nicht mehr an die Begegnung mit Rhodan erinnern.

Rhodan kann nun den Transmitter nutzen. Nach seiner Rückkehr dockt die BETTY TOUFRY am Mutterschiff an. Am 15. November materialisiert die RAS TSCHUBAI am Rande des Neo-Solsystems. Perry Rhodans Ankunft wird ganz offiziell verkündet. Die Solastratorin erteilt dem Omniträgerschiff Einflugerlaubnis. Am selben Tag wird eine Konfettiparade für Perry Rhodan in den Straßenschluchten Apontes veranstaltet.

Kringels Meinung:

Ein Fünftel des neuen Zyklus liegt hinter uns und wir tappen immer noch ganz schön im Dunkeln. Mich stört's nicht. Im Gegenteil! Grübeln und Spekulieren macht wieder Spaß. Der Zyklus gefällt mir insgesamt richtig gut und ich habe die Hefte gern gelesen. Es gab bis jetzt vielleicht nicht allzu viele Höhen, aber keine Ausreißer nach unten. Leichte Durchhänger, einzelne Logikbugs und sonstige kleinere Mängel sind nicht zu leugnen, doch dadurch wird der positive Gesamteindruck nicht geschmälert. Das wollte ich nur gesagt haben, damit kein falsches Bild entsteht. Lob ist schnell abgehandelt. Soll ich meine Kommentare mit Floskeln wie "gefällt mir", "finde ich gut", "prima Unterhaltung", "konnte den Roman in einem Rutsch durchlesen" usw. spicken? Bei Kritikpunkten muss ich weiter ausholen, was dann womöglich so aussieht, als stehe diese Kritik im Vordergrund. Das ist nur selten der Fall. Ihr könnt mir glauben: Wenn mir ein Roman überhaupt nicht passt, dann sage ich das deutlich. Ein Verriss würde ganz anders klingen als die übliche Detailkritik, die etwas weiter unten auch diesmal wieder folgt.

Auf der Habenseite des aktuellen Romans ist an erster Stelle das Zweite Solare Imperium zu nennen. Damit will ich nicht sagen, dass mir die Staatsform der Gäonen gefällt, das heißt, dass ich mir eine von Perry Rhodan angeführte terranische Hegemonialmacht zurückwünsche, die ihre Feinde im Salventakt der Transformkanonenbreitseiten schwitzen lässt, sich gegnerische Technik mit trickreichen Geheimagenteneinsätzen aneignet und so weiter. Ich finde es jedoch erfrischend zu lesen, dass die Gäonen glauben, die LFG sei marode, die Milchstraßen-Terraner seien verweichlicht und müssten endlich mal auf Vordermann gebracht werden. Damit sprechen sie sicherlich manchem Leser aus der Seele. Im ZSI werden Kenntnisse und Fähigkeiten, die für das Militär von Nutzen sind, weit höher bewertet als Kunst und Kultur. Wer bei den Gäonen was werden will, muss sich erst mal in der Flotte beweisen. Robert A. Heinlein (Starship Troopers) lässt schön grüßen! Besonders interessant kommt mir die Tatsache vor, dass die Thoogondu den Gäonen ein im negativen Sinne "geschöntes" Bild von den Verhältnissen in der Milchstraße vermittelt haben. Was bezwecken die Thoogondu damit? Ist die Rückkehr der Gäonen in die alte Heimat im Sinne der Thoogondu? Noch wissen wir nicht, wie groß die Flotte des ZSI ist, aber wenn die Kampfschiffe nicht mit einer Superwaffe bestückt sind, von der Rhodan noch nichts weiß, dann muss ihm wohl nicht bange sein.

Leo Lukas bedient sich fröhlich bei der Serienvergangenheit. Erstes Beispiel: Ulvik Gallodoro, dessen Werdegang viel breiteren Raum einnimmt, als es obige Zusammenfassung vermuten lässt, wurde eindeutig von Walty Klackton ... hm ... "inspiriert". Der nicht gerade mit großen Geistesgaben gesegnete Knabe verbreitet Chaos, wo immer er sich befindet und was immer er auch tut. Es steckt keine Absicht dahinter; für Gallodoro gilt der Spruch "Shit happens" einfach in zehnter Potenz. Dass er ausgerechnet wegen dieser "Fähigkeit" Geheimagent wird, ist ein bisschen schwer zu schlucken. Den damit verbundenen LL-typischen Slapstick muss man halt akzeptieren. Ich mag LLs Humor, aber diesmal schießt er an einigen Stellen deutlich übers Ziel hinaus. Hier sei nur der Showdown genannt. Als Gallodoro sich anschickt, Rhodan zu erschießen, kommt es zu einer Verkettung unglaublicher Zufälle, in deren Folge sich der Agent quasi selbst ausknockt. Dieses Kapitel kommt mir heillos übertrieben vor. Als Selbstparodie wäre es akzeptabel, aber ist es auch so gemeint?

Zweites Beispiel: Rhodan und Arangelis sind eine Neuauflage von Melbar Kasom und Lemy Danger. Funktioniert prächtig, doch der Sinn von Rhodans Einsatz hat sich mir nicht erschlossen. Mir ist schon klar, dass die Hauptfigur der PR-Serie ab und zu was zu tun bekommen muss. Aber wenn man ihn schon permanent an die vorderste Front schickt, wenn er also wieder einmal riskiert, im Einsatz getötet zu werden oder sich zumindest in eine politisch verzwickte Situation zu bringen (immerhin will er ja noch als Staatsgast auftreten), dann sollte es eine besondere Notwendigkeit dafür geben. Eine solche kann ich diesmal nicht erkennen, zumal Rhodan wirklich rein gar nichts erfährt, was er nicht schon wusste oder durch den Einsatz von Spionsonden, weiteres Abhören von Funksprüchen etc. pp. hätte herausfinden können. Tja, und dann stellt sich die Frage: Wie kriege ich meine Hauptfigur wieder aus dem Schlamassel heraus? Das geht hier nur, weil PR a) problemlos in die Funkzentrale eines Raumhafens einbrechen und unbemerkt Kontakt mit seinem Schiff aufnehmen kann, b) mal eben den einzigen für die Flucht geeigneten Transmitter findet und diesen flugs so einstellt, dass er sich mit einem Gegenstück in der BETTY TOUFRY verbindet. Die ganze Aktion war schlicht unnötig.

J. Kreis, 05.08.2017


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Gastkommentare


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Jonas (12.09.2017):

ein wunderbarer PR-Roman alter Schule. Er hat einfach Spass gemacht. Wenn ich meine Lesegeschwindigkeit als reinen Bewertungsmaßstab zugrunde lege, dann war es der, mit Abstand, beste Romans des Zyklus bisher.


Hans (06.08.2017):

Zunächst mal einige Worte zum aktuellen Perry-Rhodan-Report: Uwe Anton fällt es im Laufe der Jahre immer schwerer zu schreiben. Er quält sich jedes Wort ab (und somit jeden Satz). Grins, da hab' ich keinerlei Mitleid zudem er sich ja auch noch als Fan von Dystopien bezeichnet da Utopien langweilig seien. Zu letzterem bin ich ganz anderer Meinung. Utopien sind nicht langweilig sondern aus der Mode gekommen. Für Dystopien braucht ein SciFi-Autor auch weniger Fantasie da er einfach nur die Nachrichten anschalten muss und das was er sieht und hört in eine andere Zeit oder ein anderes Universum übertragen muss. Ich bin nach wie vor der Meinung der Mensch an sich braucht ein Happy End (zumindest ab und zu oder öfter mal) und eine positive Vision der Zukunft ansonsten gerät man u.U. auf eine psychologische Abwärtsspirale. Das in den Medien präsentierte reale Elend, Krieg etc. erlebt dann eine Wirkungsverstärkung durch fast nur noch dystopische Inhalte in Büchern, TV-Serien, Filmen etc. Klar, man auch Komödien anschauen z.B. aber ich persönlich vermisse utopische, positive Inhalte v.a. in aktueller SciFi schon seit längerem. Der Zeitgeist geht m.E. immer stärker in Richtung Dystopie und Endzeitphantasien. Vermutlich ist das gewollt von Seiten der Verlage, Hollywood und Medienkonzernen. Ich habe leider keinen Verlag und denke mir auch, dass ich keinen finden würde weil das was ich bisher geschrieben habe eben nicht zum Zeitgeist passt. Da wären ein Fan-Roman, der im Star-Trek-Universum spielt, verfasst Mitte der 90er - klar, da gäbe es sowieso copyright-Probleme, natürlich ein Roman mit Happy End und positivem Ausblick. Mein zweites Manuskript liegt seit 2011 in der Schublade. Geschrieben habe ich es von 2009-2011 als ich relativ viel Freizeit hatte, da ich durch 10stündige Nachtschichten effektiv weniger Tage arbeiten musste. Es ist kein Roman sondern ein fiktives Sachbuch, dass die Gesellschaft im Jahr 2109 beschreibt. Meine Grundmotivation war genau entgegengesetzt zu der von Uwe Anton. Ich habe mir angesehen was alles schiefläuft auf dem Planeten Erde im Jahr 2009 und mir fiktive positive Lösungen für diese Probleme überlegt. Ganz sicher ist das eine Utopie und die würde momentan keinen Verleger finden. Falls ich die Energie dafür finde bringe ich das irgendwann in Romanform, weil sich das besser liest und warte erstmal bis sich der Zeitgeist wieder ändert. Vlt. baue ich ein Kapitel ein in welchem ein Kind im Jahr 2109 zwei uralte Romanhefte findet und liest. Eines von Willi Voltz und eines von Uwe Anton. Das von Willi landet im Museum, das von Uwe Anton wird zum Einwickeln von Fisch verwendet - grins. Sorry, nichts persönliches gegen den Autor, er ist eben so gestrickt und mir fällt es auch oft schwer meine auch vorhandenen manchmal düsteren Gedanken im Zaum zu halten. Das Interview mit ihm ist in vieler Hinsicht für mich aufschlussreich. Den Grundtenor würde ich mal satirisch so zusammenfassen: älterer Autor jammert rum, wie schwer doch die Bürde des Exposee-Autors gewesen sei aber wenigstens hatte nur er den Überblick (über das Ende von Zyklen) und konnte sogar Perry Rhodan, die eigenen Lebenserfahrungen andichten. Wow... Trommelwirbel... Glockenschlag! Mit fünfzehn habe er sich köstlich über Rorvic und a Hainu und die Kaffeekanne amüsiert (ich auch :-)) aber sei das noch zeitgemäß? Nein, heutzutage lässt man sich gleich den zehn Kilo schweren Kaffee-Vollautomaten über die Birne ziehen möchte ich mal sagen. LOL. Zumal sich im selben Heft in dem der Report erscheint ein Mega-Tolpatsch durch die Handlung eiert, was teilweise tatsächlich an diese Zeiten in der Serie erinnert - wäre UA heute noch Exposee-Autor wär' das demnach nicht passiert, oder?
Genug davon, jetzt zum aktuellen Heft.
Ein handwerklich sehr gelungenes Titelbild, endlich mal kein Kugelschiff sondern eine ungewöhnlichere Konstruktion von Raumschiff - womit sich die reptiloiden Glossner per Mini-Transitionen durchs All bewegen. Dass lass ich mir hochvergrössern und hänge es als Poster im Badesimmer auf.
Deinem Kommentar zum Heftinhalt habe ich wenig hinzuzufügen. Stimmt alles bzw. ich sehe es größtenteils auch so.
Auf S.22 wird ein Transmitter mit grünem Torbogen beschrieben, den Gallodoro benutzt. In der Milchstrasse funktionieren diese nicht mehr bzw. es ist zu gefährlich sie zu benutzen weil nur Käfigtransmitter unter der erhöhten Hyperimpedanz zuverlässig funktionieren. Hat man im ZSI dieses Problem erfolgreich gelöst?
Warum heisst der Frachter mit dem Rhodan von Lenleys Welt nach Gäon fliegt JASON, genau wie der Dolan im Heft letzte Woche?
Der Genpool der früher fast ausgestorbenen Siganesen wird im Roman erwähnt, incl. der algustranischen Einwanderer, durch die allein ein Überleben dieser Spezies gesichert werden konnte. Wenn man sich einen 45cm großen Algustraner vorstellt, der sich mit einer 10cm großen Siganesin zusammentut (oder umgekehrt - im Glossar wird die Winzigkeit der letzten Siganesen 'höflich' verschwiegen) dann ging das nur auf künstlichem Weg mit dem Nachwuchs. Es ist ja hoch geheim geschehen per Revitalisierungsprogramm. Da das vom Autor quasi in einem Atemzug mit dem Abstecher ins ZSI erzählt wird: Wie konnte sich aus dem sicher noch geringeren Genpool der ORION-Überlebenden ein Volk entwickeln das über 147 Sonnensysteme verteilt ist? Dazu böten sich verschiedene Möglichkeiten:
1. Es wurde nicht nachgeholfen, die relative Naivität von z.B. Gallodoro resultiert aus diesem Manko und das restliche Volk ist mehrheitlich auch nicht sehr helle wg. sich aufmultiplizierender Gendefekte über 1700 Jahre hinweg. Ausnahmen gibt es dann wohl (Genetik fand ich in der Schule schon interessant), die von diesen Defekten am wenigsten Betroffenen werden Elitesoldaten wie Gi Barr und selbst er ist nur in Höchstform in Kombination mit seiner Anzug-Neurotronik. Das beschriebene Ausleseverfahren bei Schülern könnte so etwas andeuten.
2. Die Thoogondu haben im Lauf der Zeit noch mehr Terraner aus der Milchstrasse gerettet/entführt. Verunglückte Schiffe gab es zur Schwarmzeit ja vermutlich viele Tausende. Und auch bei den nachfolgenden Katastrophen in der Milchstrasse hätte man unbemerkt Leute entführen können über eine lange Zeit hinweg. Damit es nicht auffällt würde permanent die Erinnerung der Bevölkerung manipuliert damit diese sich nicht wundert über aus dem Nichts auftauchende Menschen.
3. Den ORION-Terranern wurde zur Stabilisierung ihres Genoms Genmaterial anderer Spezies aus Sevcooris hinzugefügt ohne, dass deren Nachkommen es heute noch wissen. Ihre in dem Roman geschilderte relative Xenophobie könnte ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Diese Variante fände ich am interessantesten. Wenn die aktuelle Bevölkerung dies dann irgendwann spitzkriegt wäre kultureller Hangover angesagt - von wegen die besseren Terraner und den anderen Völkern in Sevcooris überlegen. LOL.



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