PR 2917
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Perry Rhodan Nr. 2917: Reginald Bulls Rückkehr

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Am 28. Februar 1544 NGZ kommt in Carpenseen, einem von unzähligen über viele Galaxien verteilten Bezirken der Stadt Allerorten, Reginald Bulls und Toio Zindhers Tochter Shinae zur Welt. Sie wurde nach ihrer Großmutter mütterlicherseits benannt. Es war eine schwere Geburt, die zudem ohne die Hilfe von Medorobotern vonstattengehen musste, weil Pha Gashapar durch die dys-chrone Scherung bis in die Grundfesten erschüttert worden ist. In allen Teilen der Stadt, ganz besonders in Carpenseen, wird jegliche Technik immer stärker gestört. Auch die Breviaturen können nach Meinung des Haluters Icho Tolot, der Bull und Zindher nach Allerorten begleitet hat, nicht mehr gefahrlos genutzt werden.

Bull ist seinerzeit vor allem aufgrund der chaotarchischen Neuprägung seines Zellaktivators nicht aus Larhatoon in die Milchstraße zurückgekehrt und hat sich stattdessen in der Stadt Allerorten niedergelassen. Bull nimmt an, dass man ihn in der Heimat als Feind betrachten würde. Zudem befürchtet er, dass der veränderte Zellaktivator sein Denken und Handeln negativ beeinflusst. Nach fünf weiteren Jahren entscheidet sich Bull doch für die Heimkehr. Als Ziel wird der Planet Tann in Andro-Gamma angepeilt. Aufgrund der Störung der Breviaturen gelangen Bull und seine Familie sowie Tolot jedoch nach Krynn. Diese abgelegene und ruhige Welt in der Eastside hat einst zum Einflussbereich der Jülziish gehört. Die Blues haben den Planeten nach dem Abzug der Terminalen Kolonne TRAITOR wegen einer von marodierenden Ganschkaren ausgehenden Bedrohung verlassen. Krynn ist jetzt Bestandteil des Neuen Tamaniums der Tefroder.

Zwei Jahre lang lebt Bull in der Tarnidentität des Technikers Lorn-Rootar unter tefrodischen Landwirten am Rand der Stadt Kamaluc. Zindher nennt sich Sanja Boghul und setzt ihre Paragabe der Vitaltelepathie ein, um Kranke zu beraten. Beide müssen vorsichtig sein, damit sie sich nicht mit ihren besonderen Fähigkeiten verdächtig machen. Bull muss obendrein darauf achten, dass die Tefroder nichts von Icho Tolots Anwesenheit bemerken. Der Haluter versteckt sich in einer Höhle in der Nähe der verlassenen Hanen-Stadt Aoun-Koumm. Die Breviatur befindet sich dort im Turm einer uralten Klosteranlage. Shinae, inzwischen sieben Jahre alt, weiß nicht alles über ihre Eltern. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater zum kleinen Kreis der Zellaktivatorträger gehört und einem Volk entstammt, das in der tefrodischen Propaganda (die auch im Schulunterricht stattfindet) stets verunglimpft wird. Bull genießt das Familienleben, hat in letzter Zeit allerdings Alpträume. Bei den Landwirten ist er so beliebt, dass sie ihn bitten, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren.

Durch die Trivid-Nachrichten erfährt Bull im Mai 1551 NGZ von den Ereignissen auf Terra im Zusammenhang mit dem kosmischen Leuchtfeuer und von Rhodans Aufbruch mit der RAS TSCHUBAI. Als Reginald Bulls Gesicht in einer Sendung gezeigt wird, erkennt Shinae natürlich ihren Vater, dem nun nichts anderes übrigbleibt, als seine Tochter nach und nach über die Hintergründe zu informieren. Wie schon kurz nach der Geburt nimmt Zindher bei Shinae eine besonders intensive Vitalaura wahr. Die Vitalenergie scheint besonders stark zu sein, wenn sich das Kind auf etwas konzentriert. Außerdem spürt Zindher, dass sich auf Krynn irgendetwas ändert. Eine Massenflucht von Nagetieren, über die in den Medien berichtet wird, könnte ein Vorbote dieser Veränderung sein.

Als Zindher am 20. Juni von einer starken inneren Unruhe gepackt wird und wahrzunehmen glaubt, dass die Breviatur von etwas oder jemandem beobachtet wird, suchen Bull und Tolot den Turm in Aoun-Koumm auf. Shinae darf mitkommen. Der Wächter der Brevizone teilt mit, dass Bulls und Tolots Passepartouts demnächst ungültig werden. Der Grund ist ihm nicht bekannt. Da Shinae in Pha Gashapar geboren wurde, hat sie ein unbeschränktes Zutrittsrecht. Sie könnte zwei Personen mitnehmen. Das Kind läuft davon, um seine Mutter zu holen. Plötzlich greifen Roboter an, die anscheinend verhindern wollen, dass jemand den Übergang zur Breviatur nutzt. Tolot und der Wächter wehren die Maschinen ab. Dabei wird der Turm in Mitleidenschaft gezogen. Kurz danach erscheinen zwei weibliche Blues. Eine ist groß und hat einen deformierten Körper, die andere ist klein. Bei ersterer handelt es sich um Mutru, eine Wächterin Aoun-Koumms, die nicht glücklich über die Anwesenheit von Fremden ist. Letztere ist Shinae, die ihr Äußeres mit einem Identor verändert hat, welcher ihr vor Jahren von Quick Silver geschenkt worden ist. Bull erklärt der Wächterin, wer er und seine Begleiter sind. Er wirbt erfolgreich um ihr Vertrauen. Künftig arbeitet Mutru mit Bull zusammen. Shinae wird im Turm von einem winzigen Objekt gestochen. Mit seinem besonders guten Sehvermögen erkennt Tolot, dass es sich um ein zwei Millimeter großes Raumschiffsmodell handelt. Es verdoppelt seine Größe in der folgenden Zeit täglich.

Einige Tage nach diesen Ereignissen nähert sich ein Haluterschiff dem Planeten. Es reagiert nicht auf Funkrufe der Tefroder und es wehrt sich nicht, als es von Wachschiffen beschossen wird. Der Raumer stürzt auf Krynn ab. Bull und Tolot sehen sich an der Absturzstelle um, die bereits von tefrodischen Sicherheitskräften abgeriegelt wurde. Tolot stellt fest, dass sich zwei tote Haluter im Wrack befinden. Sie sind nicht beim Absturz ums Leben gekommen, sondern wurden erschlagen. Bull greift insgeheim Daten ab, die belegen, dass eine dritte Person den Raumer kurz vor dem Aufprall verlassen hat. Einige Tage später zeigen Mutrus Spionsonden, dass die Tefroder diese Person (es ist ein Haluter) mit Panzern und Gleitern angreifen, aber erbarmungslos getötet werden. Selbst im Zustand der Drangwäsche würde ein Haluter so etwas normalerweise nicht tun. Der tobende Haluter rast auf die Stadt zu. Bull und Tolot stellen ihn vor Bulls Haus. Auch Zindher beteiligt sich an dem Kampf. Sie nimmt eine düstere, flackernde Vitalaura an dem fremden Haluter wahr, die in der Nähe der beiden Zellaktivatorträger besonders stark schwankt. Tolot hat einen schweren Stand gegen seinen Artgenossen, doch dann setzt bei diesem eine erzwungene Strukturumwandlung ein. Er ruft um Hilfe. Sein Name lautet Fagur Ord. Bevor er stirbt, spricht er davon, dass er krank sei und in die Unumkehrbarkeit stürze.

Tefrodische Kriegsschiffe materialisieren im Gosenasystem. Vetris-Molaud trifft ebenfalls dort ein. Bulls Familie siedelt sicherheitshalber ins Hanen-Kloster um. Am 13. Juli ist eine Botschaft der Gemeni zu vernehmen. Es wird verkündet, mit dem Spross SHINAE sei das zweite Pacische Rhizom gepflanzt worden. Vetris-Molaud erteilt den Befehl zur sofortigen Evakuierung Krynns.

Kringels Meinung:

Reginald Bulls Rückkehr gefällt mir fast ebenso gut wie Bostichs unerwartetes Erscheinen auf der galaktischen Bühne. Von Bully haben wir zuletzt in PR 2786 gelesen. Er sollte mit dem Schweren Kreuzer FANCAN TEIK II in Larhatoon bleiben, um mit der larischen Regierung ein Bündnis gegen das Atopische Tribunal zu schließen. Das war vor zweieinhalb Jahren! Wir mussten also ziemlich lange auf Bullys Rückkehr warten, aber wenigstens erfahren wir, warum er sich damit so viel Zeit gelassen hat. Ist seine Befürchtung begründet? Wird sein Bewusstsein tatsächlich durch den umgepolten Zellaktivator im Sinne der Chaotarchen manipuliert? Und wenn dem so ist - muss man im Umkehrschluss annehmen, dass sein Bewusstsein vor der Umpolung im Sinne der Kosmokraten beeinflusst wurde? Zumindest bei den beiden eindeutig kosmokratisch geprägten ZAs, die an Atlan und Perry Rhodan vergeben wurden, müsste es dann so sein ... Nebenbei bemerkt: Wenn ich mich recht erinnere, hat Toio Zindher eine Zelldusche erhalten, weil ES das so wollte (PR 2779). Welches Interesse hatte die Superintelligenz an der Tefroderin? Vielleicht werden wir es bald erfahren.

Bull hat sich im Jahre 1517 NGZ von Rhodan verabschiedet. Im Jahre 1544 NGZ lebt er offenbar schon seit einiger Zeit in Allerorten. Wann genau hat er sich dorthin begeben und was hat er in der Zwischenzeit gemacht? Was ist aus seinem Raumschiff geworden? Ich fürchte, diese Fragen werden nicht beantwortet werden. Ist aber nicht schlimm. Gehen wir einfach davon aus, dass er sich viele Jahre dem glücklichen Familienleben hingegeben hat. Dieses Leben wird im Roman viel ausführlicher geschildert als obige Zusammenfassung es vermuten lässt. Mir gefällt's! Hubert Haensel scheint den Leser mit dem Wechsel nach Krynn ein wenig darüber im Unklaren lassen zu wollen, wer dieser Lorn-Rootar eigentlich ist. Mir war jedoch gleich klar, dass das nur Bully sein kann. Lustig finde ich in diesem Zusammenhang, dass Bully zu dem Schluss kommt, man sei in der Milchstraße offenbar ganz gut ohne ihn zurechtgekommen. Schimmert da ein wenig Selbstkritik durch? Schließlich ist Bully eine jener Figuren, die immer mitgeschleppt werden, oft aber keine handlungsrelevante Aufgabe haben.

Wie vermutet (siehe mein Kommentar zu PR 2915) sind die Tefroder das dritte (bzw. zweite) Volk, welches von den Gemeni "beglückt" wird. Wir wissen nicht, wie die Samenkörner dorthin gekommen sind, wo sie gefunden wurden, aber sie scheinen in der Lage zu sein, sich ihre Hüter auszusuchen. Es handelt sich immer um Kinder mit Parafähigkeiten. Yeto ist vermutlich ein Empath (PR 2906), Kylldin kann einen Roboter mittels Gesang dazu bringen, sich selbst zu deaktivieren (PR 2916) und Shinaes Vitalenergieaura strahlt ungewöhnlich hell. Alle drei Kinder wurden beim Erstkontakt gestochen. Vermutlich wurde ihnen DNS entnommen und wahrscheinlich resultiert hieraus die Prägung des Sprosses auf das jeweilige Volk. Ich bin gespannt, wie die Tefroder mit "ihrem" Spross umgehen. Ich könnte mir vorstellen, dass Bully und Tolot hierbei ein Wörtchen mitreden möchten. Hat die Krankheit Fagur Ords etwas mit der Haluterseuche zu tun, zu der es in der "falschen Welt" (PR 2812 bis PR 2815) gekommen sein soll?

Zum Schluss ein paar Anmerkungen zu Hubert Haensels Schreibstil, die nicht böse gemeint sind. Ich erwähne diese Eigenheiten nur, weil sie mir immer wieder auffallen. So lässt Haensel die Protagonisten ungewöhnlich oft gurgeln. Zitate aus dem aktuellen Heft: "Gurgelnd sank sie zur Seite", "Gurgelnd bäumte Toio sich auf", "Ebenso unerwartet sank sie gurgelnd wieder zurück". Ich habe es noch nie erlebt, dass ich gurgeln musste, wenn es mir nicht gut ging, oder dass jemand, der unter starken Schmerzen etc. leidet, zu gurgeln anfängt. Bei einem Ertrinkenden wäre das was Anderes. Oder bei jemandem, der Mundwasser verwendet. Aber sonst kann ich mir die Gurglerei nur schwer vorstellen, sie kommt mir nicht realistisch vor. Außerdem hat es in den letzten Jahren keinen einzigen Roman von Haensel ohne ein Kapitel gegeben, in dem eine Hauptfigur stirbt oder etwas ganz furchtbar Schreckliches erlebt (diesmal sieht Bully die Vernichtung Terranias mit an), das sich dann aber als Traum, virtuelle Realität oder dergleichen herausstellt. Ich nehm's inzwischen leicht und betrachte es als Running Gag!

J. Kreis, 15.07.2017


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