PR 2911
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Perry Rhodan Nr. 2911: Riss im Lügennetz

Autor: Robert Corvus

Inhalt

An Bord des Pentasphärenraumers DAAIDEM findet ein Ball statt, an dem Puoshoor teilnimmt, der Sohn des Gondus. Shuuli, Tochter des in der DAAIDEM stationierten Offiziers Ptaranor, träumt von einem glanzvollen Leben an der Seite des Thronfolgers. Sie nähert sich Puoshoor während der Feierlichkeiten. Auf Betreiben Poordas, der eifersüchtigen Favoritin Puoshoors, wird Shuuli einem von ihrem Vater kommandierten Trupp zugeteilt, dessen Aufgabe in der Suche nach Perry Rhodan besteht. Der Terraner hat sich seit dem Atomwaffenangriff auf den Planeten Porass nicht mehr gemeldet, so dass davon ausgegangen wird, dass er von rebellierenden Soprassiden gefangen genommen wurde. Shuuli ist keine Soldatin, findet aber Hinweise darauf, dass sich die Terraner am Eingang einer bestimmten Höhle aufgehalten haben. Puoshoor hat Ptaranor den Gäonen Gi Barr zur Seite gestellt, einen Elitesoldaten aus der Garde des Gondus. Die Maske der weißen Pedgonditrüstung des Gäonen hat ein Vitalenergie-Visier, so dass er sehen kann, dass sich mehrere Lebewesen quer durch das Gestein bewegt haben. Man beginnt mit der Bohrung eines Tunnels mittels eines Desintegratorgeschützes.

Perry Rhodan und seine Gefährten sind inzwischen Loloccun begegnet, dem Anführer der Mutanten-Rebellen. Während der Fahrt mit einer Magnetschienenbahn in die Tiefen des Abgrunds der Altvorderen gibt der Soprasside zu, dass seine Leute den Atomschlag ausgelöst haben. Damit wollten sie beweisen, dass die Thoogondu nicht allmächtig sind. Drahtzieher der Aktion, die von den Terranern nicht gutgeheißen wird, ist der Vanteneuer Ea-Eaveud. Die Innenwände der von den Mutanten bewohnten Kavernen sind mit einem dichten Geflecht aus Abermillionen haarfeinen Fäden von gelbgrüner Farbe bedeckt. Dieses Heroldische Gewölle enthält eine psionische Komponente und schirmt das unterirdische Reich vor jeglicher Ortung ab. Nur Personen mit Heroldischem Dispens können es durchqueren und dabei "Weggäste" mitnehmen. Als Rhodan die Bezeichnung hört, fühlt er sich an die Nachtherolde erinnert, von denen bei seinem Empfang in Sevcooris die Rede war und die angeblich Lügen verbreiten sowie Zwietracht säen. Rhodans Gruppe erreicht den Ort 433, eine riesige Höhle voller Technoschrott. Es handelt sich um uralte Überreste von Raumschiffen und anderen Fahrzeugen, die eindeutig von den Soprassiden erschaffen wurden, aber ein Technologielevel repräsentieren, welches von diesen Wesen jetzt nicht mehr erreicht wird - zum Beispiel Überlichttriebwerke und andere auf der Nutzung von Hyperenergie basierende Geräte.

Für Loloccun ist das der Beweis dafür, dass die Soprassiden keineswegs von den Thoogondu vor der Selbstvernichtung bewahrt worden sind, sondern über ein großes Sternenreich geherrscht haben müssen, das von den Thoogondu zerschlagen wurde. Den Einwand der Terraner, dass der Schrott noch viel älter sein könnte, lässt Loloccun nicht gelten. Er will die Gäste zu Ea-Eavend führen, der in einem der Schiffswracks haust. Angeblich wurde das als Plenum bezeichnete Sternenreich der Vanteneuer einst ebenfalls von den Thoogondu vernichtet. Ea-Eavend ist ein 1,5 Meter großer Humanoider mit einer halbkugeligen Erhebung anstelle des Kopfes, bei der es sich vermutlich um ein Facettenauge handelt. Das Sprechorgan des Vanteneuers befindet sich auf der Brust. Die Hände enden in mehreren flexiblen Flossen.

Während die Terraner mit dem Vanteneuer tafeln, dringen Ptaranors Soldaten in jene Kaverne vor, in der sich Rhodans Leute vor kurzem noch aufgehalten haben. Ein Soldat, der das Heroldische Gewölle zu durchqueren versucht, wird von diesem getötet. Energiewaffen erweisen sich als wirkungslos. Mit konventionellen Sprenggranaten können Lücken in das Geflecht gerissen werden, die jedoch sehr schnell heilen. Daraufhin wird ein Atomsprengkopf eingesetzt. Wie erwartet wird das Gewölle durch das zertrümmerte Gestein geradezu zerfetzt, allerdings gibt das Geflecht die Energie explosionsartig an die Umgebung ab, so dass der Effekt größer ausfällt als geplant. Zwei weitere Soldaten sterben. Doch jetzt ist der Weg nach Ort 433 frei. Die Thoogondu nehmen einen Soprassiden gefangen, der bereit ist, sie zum Vanteneuer zu führen.

Die Explosion des Atomsprengkopfes im Abgrund der Altvorderen sorgt für helle Aufregung bei den soprassidischen Mutanten. Ea-Eavend kennt einen Fluchtweg. In den Kavernen steht ein noch funktionsfähiger Paratrans-Sender. Die alten Soprassiden waren in der Lage, diese Transmitter mit Psi-Energie aufzuladen und somit gewaltige Entfernungen zu überbrücken. Das müsste selbst in den Zeiten der erhöhten Hyperimpedanz noch möglich sein und auf diese Weise sollte sich die AN-ANAVEUD erreichen lassen, das einzige Großraumschiff der Vanteneuer. Dieser Galakt-Transferer umkreist einen 500 Lichtjahre entfernten Pulsar. Die Flucht mittels Paratrans-Sender hätte außerdem den Vorteil, dass die Thoogondu nicht folgen können, denn nur ein Parabegabter wie Dussudh kann den Transmitter aktivieren und die akkumulierte Psi-Energie wird beim Transfer restlos verbraucht. Ea-Eavend behauptet, der Datenspeicher der AN-ANAVEUD enthalte unverfälschte Informationen über die Vergangenheit. Rhodan findet das sehr interessant.

Beim Paratrans-Sender kommt es zum Angriff der Thoogondu. Ptaranor erkennt, dass die Terraner gemeinsame Sache mit den Terroristen machen. Dussudh aktiviert den Transmitter, doch seine Parakraft scheint zu schwach für eine kontrollierte Steuerung zu sein. Dussudh gerät in Lebensgefahr. Im Moment der Transmission stürzt sich Gi Barr in das Energiefeld. Dann kommt es zu einer Explosion. Rhodan verliert das Bewusstsein.

Kringels Meinung:

Vielleicht nächste Woche.

J. Kreis, 03.06.2017


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Gastkommentare


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Hans (03.06.2017):

Herzlichen Dank für die sehr gut verständliche Zusammenfassung (wie immer +++). Hab mir letztes Wochenende per Link im PR-Forum die Leseprobe runtergeladen und mir das Heft nicht gekauft. Der Schreibstil hat mir nicht gefallen und das Geplänkel am Hof des Gondu mit der jungen Frau, die den Thronfolger anschmachtet... brauch ich im Moment nicht, muss auch nicht alle Hefte kaufen. Meine Fragen von letzte Woche wurden ja auch nicht beantwortet. Herkunft des Gewölles etc.
Psi, Atombomben und Terroristen - seltsame Mischung... Vlt. taugt ja das alte Fernraumschiff wenigstens was. Mal sehen ob ich das nächste Heft kaufe?
Da ich das Heft nicht gelesen habe möchte ich zumindest eine weitergehende Spekulation loswerden: ganz am Ende dieses Zyklus wird es vermutlich um den Weltenbrand (von GA-yomaad) gehen. Wie kann man sich sowas vorstellen? Eine ganze Galaxis verbrennt. Was kann so etwas auslösen? Da kommt mir etwas in den Sinn: die Galaxienzünder der Kosmokraten aus dem Tradom-Zyklus. Es gab bereits einen, der in der Galaxis verankert werden sollte.
https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Mit_den_Augen_der_Cishaba
An Bord des gigantischen Schiffes, welches den Zünder trägt lebt ein insektoides Volk mit vager Ähnlickeit zu den Soprassiden. Könnte es da eine Verbindung geben? Ist der Zünder womöglich gar nicht abgezogen worden? Hat jemand diesen beim Abzug gekapert?
Der Brand wird ja auch als Ekpyrosis bezeichnet. Darüber findet man in der wikipedia:
"Ekpyrosis (zu altgriechisch "Ausbrennen") bezeichnet in der Philosophie einen Feueruntergang bzw. den Weltenbrand als ergänzenden Terminus zum Wasseruntergang des Kataklysmos; diesem Weltuntergang kann ein Neubeginn, die Palingenesis, folgen."
Und schon sind wir fast beim aktuellen Zyklus-Titel. Ob mir das alles gefällt? Natürlich nicht. Ich bin vor kurzem 51 geworden und hab schon des öfteren in den letzten Jahrzehnten Weltuntergangsphobien um die Ohren geschlagen bekommen. Es reicht langsam! Zudem der Begriff der Palingenesis noch weitergehende Bedeutungen in unserer Realität hat, auf die ich aber hier nicht eingehe, da diese noch düsterer sind als die klassische Bedeutung.
Wie @Patrick schon öfter geschrieben hat, "die Expokraten wollen mit ihrem Wikipedia-Wissen glänzen" und lieben es, den Leser an der Nase herumzuführen ergänze ich mal. Nichts neues. Ich möchte als Leser gut unterhalten werden und möchte eine positive Utopie. Mal sehen, was in den nächsten Wochen noch kommt?


Phil (03.06.2017):

Ich kann mir nicht helfen, mir gehen diese Rhodan-in-einer-Explosion- oder Rhodan-in-einem-Transmitter- oder Rhodan-in-einem-sonstigen-Tohuwabohu-mit-scheinbar-ungewissem-Ausgang-Cliffhanger am Ende eines Romans mittlerweile FÜRCHTERLICH auf den Senkel. Wen will man damit eigentlich noch hinter dem Ofen hervorlocken? Insbesondere wenn der Folgeroman so heißt wie das verdammte Fluchtziel?! MannMannMann, ich weiß jetzt schon, wie 2912 losgeht: Orientierungslosigkeit, erst nicht wissen, wo man ist, Schmerzen, Halluzinationen, vielleicht auch noch gepaart mit einer nervigen Traumsequenz... und dann, nach zwei Seiten: "Alder Vadder! Wir sind am Ziel!"
Der Rest des Romans war dagegen angenehem zu lesen, hat viel mehr Spaß gemacht als letzte Woche diese erneute U.A.-Katastrophe. Insbesondere die Einblicke in den Hof des Gondus um Shuuli und Puoshoor fand ich interessant. Corvus' Stil läuft einem runter wie Öl. Und für den Cliffhanger kann er ja (vermutlich) nichts.



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