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Perry Rhodan Nr. 2900: Das kosmische Erbe

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Über 30 Jahre sind seit der Eiris-Kehre und dem Abzug des Atopischen Tribunals aus der Milchstraße vergangen. Die Bedrohung durch die aus ferner Vergangenheit gekommenen Tiuphoren wurde abgewendet, doch die Milchstraße und benachbarte Galaxien stehen nun nicht mehr unter dem Schutz der Superintelligenz ES. Viele galaktische Staaten haben sich in der Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen. Unter der Leitung Perry Rhodans, des Liga-Kommissars für das Projekt von San, wird die Zusammenarbeit weiter vorangetrieben. Inzwischen gibt es bereits entsprechende Kontakte mit Völkern in der Nachbargalaxie Andromeda. Der Betrieb der Sternenportale, die die Milchstraße und die Galaxie Larhatoon miteinander verbinden, wird durch Mittel aus dem San-Projekt unterstützt. Der Lare Kadhonor-Lom ist der erste Botschafter seines Volkes bei der LFG. Er wird im Mai 1551 NGZ vom Residenten Hekéner Sharoun in Terrania begrüßt. Perry Rhodans alte Weggefährten Reginald Bull und Icho Tolot sind in Larhatoon verschollen. Der Explorer OVARON wurde zur Suche nach ihnen entsandt, hat sich aber seit geraumer Zeit nicht mehr gemeldet.

Durch Zufall wurde auf Merkur, dem innersten Planeten des Solsystems, eine subplanetare Station der Lemurer entdeckt, die seitdem erforscht wird. Die Ausgrabungsarbeiten werden von Dr. Fadela Lozzi und ihrem Stellvertreter Dezio Gattai geleitet. Es wird eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Mausoleum des chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi (3. Jahrhundert v.Chr.) festgestellt. In einer künstlich angelegten Höhle stehen 12.000 lebensgroße und lebensechte Soldatenstatuen in Reih und Glied, komplett mit Kampfanzügen, Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen. Sie zeigen einen Querschnitt durch alle Epochen der technischen Entwicklung. Aufzeichnungen von Holokameras lassen im Schnellvorlauf erkennen, dass sich die Soldaten minimal bewegen. Man vermutet, dass dieser Prozess infolge der Flutung der Höhle mit atembarer Atmosphäre in Gang gesetzt wurde.

Niemand kennt den Verwendungszweck der Statuen. Sie bestehen nicht wie ihre terranischen Gegenstücke aus Terrakotta, sondern aus rot schimmerndem HaLem-Metall. Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung der terranischen Archäologen für eine Legierung aus Lemurmetall mit winzigen Drokarnam-Einschlüssen, die eine unbekannte hyperaktive Komponente enthalten, welche Hyperagens-X (HAX) genannt wird. Unter den Forschern besteht Uneinigkeit über das Alter der HaLem-Armee. Die Art der Darstellung und andere in der Station gefundene Hinterlassenschaften lassen den Schluss zu, dass die Statuen vor 55.000 Jahren aufgestellt wurden. Der Datierung von Materialproben zufolge können sie aber maximal 35.000 Jahre alt sein. Somit müsste die Geschichte der Lemurer neu geschrieben werden, sofern es sich bei den Statuen nicht um Nachbildungen handelt, die von Maschinen oder von einem anderen Volk angefertigt worden sind.

Als einziger verfügbarer Mensch, der schon einmal persönlichen Kontakt mit den Lemurern hatte, wird Perry Rhodan um Mithilfe bei der Lösung dieses Rätsels gebeten. Er lässt sich am 14. Mai 1551 NGZ von Farye Sepheroa-Rhodan zum Merkur fliegen. Farye hat eine militärische Ausbildung hinter sich, ist inzwischen Oberstleutnant und kommandiert ein Bataillon der Raumlandetruppe der RAS TSCHUBAI. Rhodan hat sie nicht ohne Hintergedanken als Pilotin angefordert. Für seinen Geschmack verbringt er viel zu wenig Zeit mit seiner Enkelin. Rhodan und Farye nehmen die HaLem-Armee in Augenschein. Plötzlich bewegen sich die Statuen viel schneller als bisher, außerdem weisen sie jetzt einen Schimmer auf, der auf eine Aktivierung der PEW-Einschlüsse schließen lässt. Alle Soldaten scheinen denselben Punkt an der Höhlendecke zu fixieren. Später wird festgestellt, dass ihre Kopfbewegungen die Rotation Merkurs ausgleichen, das heißt, sie blicken in Richtung einer bestimmten Stelle im All.

Rhodan kehrt nach Terra zurück, um an einem Empfang zu Ehren Kadhonor-Loms teilzunehmen und den Botschafter um Hilfe bei der Suche nach der OVARON zu bitten. Bevor sich Rhodan wieder zum Merkur begibt, sucht er den neuen TLD-Chef Maurits Vingaden auf. Dieser berichtet von einem Besucher, der per BACKDOOR-Transmitter zum Merkur gereist und dort spurlos verschwunden ist. Der junge Mann ist unter dem Namen Adam von Aures gereist. Mit dem Begriff "Aures" kann Rhodan etwas anfangen. Diesen Namen trägt eine mit einem eigenen Bewusstsein ausgestattete Stadt auf einem fernen Planeten, die sich einst mit Rhodans Sohn Delorian verbündet hat. Vingaden weist auf einen anderen Zusammenhang hin. Der Name des Besuchers ähnelt dem des dritten vom Atopischen Tribunal gesuchten Kardinal-Fraktors, der irgendwann in der Zukunft zusammen mit Rhodan und dem arkonidischen Imperator Bostich einen Weltenbrand verursachen soll. Ist Adam von Aures der Adaurest?

Für den zweiten Besuch auf Merkur stellt Vingaden Rhodan den TLD-Agenten Opiter Quint zur Seite. Quint ist Baardhomer und hat somit ertrusisches Erbgut. Er bemerkt ein kleines Objekt, das aus einer Höhlenwand hinter der HaLem-Armee hervorkommt und wieder verschwindet. Der Aufbau des Mini-Roboters mit den drei an einer verdickten Mittelstelle verbundenen fünf Millimeter langen "Balken" erinnert an eine Panzersperre. Man nimmt an, dass viele derartige Objekte unbemerkt in der Höhle unterwegs sind. Eine aus zehn Personen und mehreren TARAS bestehende Kampfgruppe aus Faryes Bataillon wird zum Merkur verlegt. Alle Zivilisten müssen die Ausgrabungsstätte verlassen. Kurz nachdem einer der kleinen Balkenroboter per Fesselfeld eingefangen wurde, erscheinen die "großen Brüder" des Maschinchens, um dieses zu vernichten und somit zu verhindern, dass die Terraner mehr über dessen Verwendungszweck herausfinden. Die bis zu zwei Meter großen Roboter sind schwer bewaffnet und bringen die Raumlandesoldaten in Bedrängnis, können aber aufgerieben werden. Sie zerstören sich mit einer Kombination aus Desintegratorfeld und eng lokalisierter Gravitationserhöhung selbst, sobald sie ihr Ziel erreicht haben.

Beim Abendessen mit Perry Rhodan in der Minenstadt Khalad Town auf Merkur bemerkt Quint, dass alle Anwesenden auf ein großartiges Ereignis warten, ohne zu wissen, worum es sich dabei handeln soll. Wenig später können Rhodan und Quint einen verwaschenen Lichtfleck am Himmel sehen. Er steht im Sternbild Centaurus. Alle anderen Beobachter sehen etwas anderes: Drei hell strahlende, hintereinanderstehende Sterne. Am nächsten Tag spricht Rhodan mit Administrator Driss Bennis über das Phänomen. Das Leuchtfeuer kann inzwischen auch auf Terra, dem Mars und der Venus gesehen werden. Die HaLem-Soldaten blicken in diese Richtung. Offensichtlich unterliegen alle nicht mentalstabilisierten Intelligenzwesen einem vom Merkur ausgehenden suggestiven Einfluss, durch den große Euphorie hervorgerufen wird. Der Einfluss wird mit zunehmender Entfernung vom Merkur deutlich schwächer. Überall auf den merkurnahen Planeten wird gefeiert und große Pilgerströme bewegen sich auf die Stellen zu, an denen das Leuchtfeuer optisch wahrgenommen werden kann. Das öffentliche Leben droht völlig zum Erliegen zu kommen. Gucky wird mit der Untersuchung der Angelegenheit beauftragt.

Zwei Sonnen im Sternbild Centaurus kommen als Bestandteil des Leuchtfeuers in Betracht. Otermas Stern, 27.000 Lichtjahre von Terra entfernt, ist zur Nova geworden. Das hätte erst in mehreren Millionen Jahren geschehen dürfen. Zur 12.000 Lichtjahre von Terra entfernten Sonne Taltaan gibt es keine aktuellen Informationen, denn die auf dem sonnennächsten Planeten Epechuan zur Beobachtung der Nachbarwelt Mandaam eingerichtete Station Jarbridge meldet sich nicht. Auf Mandaam hat sich eine präastronautische Zivilisation entwickelt. Die Mandaamen sind drei Meter große, sehr dünne Humanoide mit haarlosen Kugelköpfen, Federn auf dem Rücken und blauvioletter Haut. Sie haben eine fatalistisch-phlegmatische Mentalität. Die Mandaamen nutzen Dampfkraft und Elektrizität. Sie besitzen nicht die Mittel, sich vor einer sterbenden Sonne zu schützen. Rhodan startet eine Rettungsmission, an der sich auch die RAS TSCHUBAI beteiligt. Der Kristallschirm des Solsystems wird aktiviert.

Taltaan pulsiert und stößt Gasschichten ab. Epechuan ist nur noch eine Kugel aus Schlacke. Auf der sonnenzugewandten Seite Mandaams sieht es kaum besser aus. Auf der anderen Seite gibt es Überlebende. Major Andris Kantweinen, der neue Pilot der RAS TSCHUBAI, wirkt bei an den Evakuierungsmaßnahmen mit. Er rettet einen zehnjährigen Mandaamen namens Täller aus den Trümmern. Der Junge erweist sich als wertvolle Hilfe bei der Verständigung mit den Überlebenden. Tällers Familie ist tot. Er würde gern die Sterne sehen und darf an Bord des Omniträgerschiffes bleiben. Kantweinen "adoptiert" das zweieinhalb Meter große Kind. Im Taltaan-System werden Kapseln zur Projektion von Magnetfeldern verteilt, durch die Mandaam vor den Ausbrüchen der Sonne geschützt wird. So kann die Evakuierung bis zum 19. Mai zu Ende geführt werden. Die aus der fünfzigjährigen Kosmolinguistin Uma Lee und dem 120 Jahre älteren Kosmopsychologen Myrrdin Hawk bestehende Besatzung Jarbridges wird gerettet. Die beiden werden in die Besatzung der RAS TSCHUBAI aufgenommen. Nach kurzer Zeit ist von Taltaan nur noch eine verwehende Gaswolke übrig. Sichu Dorksteiger teilt mit, dass die Gravitation Taltaans destabilisiert wurde, so dass der Strahlungsdruck zu groß geworden ist. Möglicherweise war dies ein unbeabsichtigter Nebeneffekt der Beschleunigung des Lebenszyklus von Otermas Stern. Diese Sonne ist jetzt ein Weißer Zwerg. Die MILU VATARI soll diese Vorfälle im Auftrag des Galaktikums näher untersuchen.

Zurück auf Terra trifft sich Rhodan mit Gucky. Für den Mausbiber steht fest, dass der suggestive Einfluss von der HaLem-Armee ausgeht. An einer Möglichkeit zur Abschirmung des Einflusses wird gearbeitet. Währenddessen sammelt Jusrüün, ein Wissenschaftler des Galaktikums, neue Erkenntnisse mit Hilfe des Tiefen Auges der Dunklen Kreatur der Unendlichkeit. Diese von den Terranern als Deep Dark Eye bezeichnete größte je da gewesene Kooperative galaktischer Observatorien findet schwache Signale im Hyperspektrum, die auf weitere Novae auf einer Fortsetzung der Linie Sol - Otermas Stern hindeuten. Es handelt sich um zwei namenlose Sterne im intergalaktischen Leerraum. Verlängert man die Linie, so deutet diese zu einer Galaxie mit der Katalognummer NGC 4622, über die nur wenig bekannt ist. Für den von Mentalstabilisierten wahrnehmbaren Lichtfleck gibt es eine Erklärung, die neue Fragen aufwirft. Unbekannte haben Nanopartikel in den Magnetosphären der Planeten verteilt. Diese haben sich an bestimmten Orten gesammelt. Zusammen mit der Parasuggestiven Welle wird daraus für die nicht Mentalstabilisierten ein Dreifach-Leuchtfeuer.

Rhodan erhält die Nachricht, dass die HaLem-Armee nach ihm gefragt hat. Erneut reist der Unsterbliche zum Merkur. Als er vor den Statuen steht, senkt er seinen Mentalblock. Daraufhin richtet sich der Blick aller Statuen auf Rhodan und er wird angesprochen. Ihm wird mitgeteilt, dass die Flucht "des Wanderers" Begehrlichkeiten dunkler und zerstörerischer Mächte wecken wird. Das Vertriebene Volk bietet ihm ein Schutzbündnis an. Rhodan soll dem Leuchtfeuer ins Goldene Reich folgen, denn ohne die Hilfe des Gondunats kann die Milchstraße angeblich nicht überleben. Rhodan zögert nicht, den Aufbruch der RAS TSCHUBAI nach NGC 4622 einzuleiten. Vor der Abreise bittet er Homer G. Adams bei einem 18 Jahre alten Single Malt Whisky von der Insel Islay, die aktuellen Probleme in der Milchstraße für ihn im Auge zu behalten.

Am 10. Juni startet die RAS TSCHUBAI. Zwei HaLem-Statuen, gesichert in einem Paratron-Verlies, werden mitgenommen. Prof. Orest Athapilly vom TIPI stellt Donn Yaradua für den Flug ins Goldene Reich ab. In letzter Minute kommt noch Dezio Gattai an Bord.

Kringels Meinung:

Letzte Woche habe ich zum Abschluss des Sternengruft-Zyklus geschrieben, dass mir nur die Hoffnung auf einen besseren neuen Zyklus bleibt. Diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht! Verena Themsens Auftaktroman versöhnt mich wieder mit der PR-Serie. Er ist nicht nur im Vergleich mit den Romanen der letzten Wochen, die mir überhaupt nicht gefallen haben, eine wahre Wohltat. Nein, tatsächlich werden all meine Wünsche erfüllt! Wie erhofft beginnt der neue Zyklus in der Milchstraße, und zwar nicht mit einer Invasion oder dergleichen. ES und andere höhere Wesen spielen keine Rolle. Übernatürliche Phänomene (die HaLem-Armee) werden dosiert eingesetzt, der Schwerpunkt liegt auf handfesten, im Perryversum verwurzelten Themen und Astrophysik. Außerdem kommen mit der Liga Freier Galaktiker und dem Projekt von San lang vermisste positive Entwicklungen hinzu. Nach den Vernichtungsorgien der letzten 200 Bände ist das ein echter Lichtblick. Allerdings ist es jetzt an den Autoren, diese Worthülsen mit Leben zu erfüllen. Verena Themsen macht mit dem Deep Dark Eye und den vom San-Projekt mitfinanzierten Sternenportalen den Anfang.

Ich hätte mir allerdings mehr Informationen über die Lage in der Milchstraße gewünscht. Welche Folgen hatte die Atopeninvasion? Was ist aus Vetris-Molauds Plänen zur Errichtung eines tefrodischen Großreiches geworden? Wie ist es den aus ihrer Heimat vertriebenen Arkoniden ergangen, insbesondere den Siedlern von Neu-Atlantis? Aber das kann ja alles noch kommen und es ist ja nicht so, dass mit Infos gegeizt werden würde. So erfahren wir, dass Perry und Sichu seit zehn Jahren verheiratet sind. Aha! Ob sich da vielleicht bald Nachwuchs einstellt? Wahrscheinlich wird diese Beziehungskiste nicht jedem gefallen, aber ich gönne Perry das Familienglück. Was seine Enkelin angeht, habe ich stets bemängelt, dass sie immer ganz vorne mit dabei ist, ohne für Risikoeinsätze qualifiziert zu sein. Dieser Mangel wurde behoben. Sie ist jetzt Soldatin mit über 20 Jahren Berufserfahrung. Warum ausgerechnet bei der Raumlandetruppe, könnte man sich fragen. Nun, ich würde sagen, hier wurde lediglich eine von Michelle Stern in PR 2892 in Gang gesetzte Entwicklung konsequent fortgeführt. Und noch einer meiner alten Kritikpunkte ist ausgeräumt. Ich habe mich immer gefragt, warum im 16. Jahrhundert NGZ noch so viele englischsprachige Begriffe verwendet werden, hier zum Beispiel "Deep Dark Eye". Verena Themsen liefert ganz nebenbei eine ebenso einfache wie einleuchtende Erklärung. Englisch ist das neue Latein! Eine tote Sprache wurde durch eine andere ersetzt.

Mit diesem Roman werden vor allem die Weichen für den neuen Zyklus gestellt. Die Ausgangssituation muss skizziert, neue Figuren müssen vorgestellt werden. Verena Themsen erledigt diese Aufgabe mit Bravour. "Das kosmische Erbe" enthält genau die richtige Mischung aus interessanten Ausblicken (z.B. Bully in Larhatoon - warum eigentlich erst jetzt?) Enthüllungen (Adaurest!), neuen Rätseln und Aufbruchsstimmung. Durch diese Mischung wird der Roman spannend, nicht durch die eher verzichtbaren Action-Einschübe. Ich meine den Kampf gegen die Balkenroboter und die gefahrvolle Evakuierung des Planeten Mandaam. Im ersteren Falle fungiert Perry Rhodan höchstpersönlich als Spannungskiller. Wenn er mitkämpft, kann nichts Schlimmes geschehen. Bei der Rettung der Mandaamen funktioniert es besser. Wegen Uma Lee und Myrrdin Hawk habe ich mir sogar Sorgen gemacht. Das ungleiche Paar wird recht knapp eingeführt, wirkt aber sehr sympathisch.

Meine Neugier wurde auf jeden Fall geweckt und endlich freue ich mich wieder auf den Roman der nächsten Woche! Wäre ich überkritisch, könnte ich bemängeln, dass Perry wieder mal nur reagiert - wenigstens ist er nicht die Marionette höherer Mächte - und dass die Sache mit den 12.000 Statuen nach einem unnötig verzwickten Langzeitplan klingt. Die Aktivierung der HaLem-Armee infolge einer zufälligen Entdeckung just zum richtigen Zeitpunkt, nämlich nach der Eiris-Kehre, wirkt für mich etwas weit hergeholt. Hoffentlich wird das noch schlüssig erklärt. Vielleicht ist das alles ja doch kein Zufall.

Für Spekulationen über die Lemurer, die Stadt Aures und so weiter ist es noch zu früh, hier will ich erst einmal die nächsten Romane abwarten. Nebenbei bemerkt: Sowohl Dezio Gattai als auch Myrrdin Hawk besitzen besondere Kästchen aus glatt poliertem Holz. Darauf wird auffällig oft eingegangen. Für beide scheinen diese Kästchen sehr wichtig zu sein, aber was es damit auf sich hat, bleibt verborgen. Merkwürdig ...

Zum Schluss ein wenig Beckmesserei.
- Der unklare Status der RAS TSCHUBAI bleibt erhalten. Sind die Besatzungsmitglieder Freiwillige, die Urlaub genommen haben, um in die Ferne fliegen zu können? Wie fügen sie sich in die für ein Großraumschiff unabdingbare Kommandostruktur ein? Gibt es überhaupt so eine Struktur? Ich weiß nicht, ob ich das den Autoren als Nachlässigkeit ankreiden oder als progressive Idee loben soll.
- Im Perryversum wendet Merkur der Sonne immer dieselbe Seite zu. In diesem Roman ist aber davon die Rede, dass man sich nicht mehr an der Ausgrabungsstätte aufhalten wolle, sobald die Sonne aufgeht. Das würde für unseren realen Merkur zutreffen, aber nicht für den Einseitendreher, der in früheren Romanen beschrieben wurde.
- Perry senkt seinen Mentalblock. Nun, er ist mentalstabilisiert. Bei der Mentalstabilisierung werden Nervenbahnen operativ durchtrennt. Da gibt es nichts zu "senken". Mir scheint, die Mentalstabilisierung wurde mit dem Monoschirm verwechselt, den Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn willentlich erzeugen können.
- Die Schlachtkreuzer der RAS TSCHUBAI haben 800 Meter Durchmesser? Hm! Selbst mit Ringwulst kommen sie nur auf 600 Meter. Aber gut, es ist eine Reporterin, die den entsprechenden Satz sagt. Vielleicht nimmt man es beim Sender Augenklar mit der Recherche nicht so genau.

J. Kreis, 18.03.2017


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Gastkommentare


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Jonas (27.03.2017):

Ein unaufgeregter Jubiband. Mir hat er gefallen. Die RAS bricht auf in eine unbekannte Welt. Wenn auch auf Einladung, aber gut, Hauptsache weit weg von daheim auf unbekanntem Terrain. Das mag ich und lässt mich auf spannende Einzelbände hoffen.

Das mit dem 800m Kreuzer ist mir auch aufgefallen. Da hat wohl das Lektorat gepennt, in einem Jubiband sollte das nicht passieren. Ebenso wird der Emotionaut als Pilot auf eine Korvette abkommandiert um dann im nächsten Augenblick auf einer Space-Jet bei einem Ausseneinsatz mit dabei zu sein. Da fehlte mir etwas die Kontinuität.

Wie auch immer, ein geruhsamer Auftakt, ohne großes Tamtam. Das gefällt mir.

Dann hab ich man noch eine Frage zu Farye. Hat die eigentlich noch ihre Kiemen?


Michael (20.03.2017):

Um es kurz zu machen: Der Roman hat mich nicht vom Hocker gerissen. Es mag für viele Leser schon ein Plus sein, keine Invasionsgeschichte zum Zyklus-Auftakt zu lesen, doch mir reicht das nicht. Der Roman war für mich nicht spannend genug geschrieben. Die aufgelisteten Rätsel zu lüften vermögen bei mir nicht den Kaufreflex auszulösen, den ich schon in jüngster Vergangenheit oft vermisst habe.

Einzig das Auftauchen des Adaurest war unerwartet und interessant genug dran zu bleiben, vielleicht auch ein gelegentliches Wirken des lang vermissten H. G. Adams, sofern es über das Trinken von Whisky zwischen Rhododendronbüschen hinausgeht. Auch am Schicksal von Bully und Icho Tolot bin ich sehr interessiert.
Und bei der Gelegenheit über lang Vermisste zu sprechen, gab es da nicht mal in irgendeinem der letzten 100 Bände einen aufgefangenen Hilferuf von Michael Rhodan an Bord der SOL oder habe ich das nur falsch in Erinnerung? Was ist eigentlich daraus geworden?

Über die mangelnde PR-Technikkompetenz von Frau Themsen ist ja auf dieser Seite schon hinreichend hingewiesen worden (ich würde gerne die Rißzeichnung einer 60 m Korvette mit eingeschleuster 55 m Space-Jet sehen, grins...). Beisteuern möchte ich noch die Frage, ob Paratronschirme mittlerweile wieder so miniaturisiert werden können, dass Korvetten diese Technik nutzen können (sogar von mobilen Paratron-Konvertern ist die Rede).


Patrick (19.03.2017):

Höhere Mächte spielen keine Rolle? Doch, es wurde explizit erwähnt, dass 'dunkle Mächte' (oder so) jetzt nach der Milchstraße greifen würden, und wer hinter dem 'Goldenen Reich' (Anm. Aures klingt nach dem lateinischen Word für Gold) steckt, bleibt auch abzuwarten. Die eingesetzte Technologie (Leuchtfeuer, überraschende Kenntnisnahme über weite Distanz) legt eigentlich nahe, dass irgendeine übermächtige Entität involviert ist. Klar ist, dass da jemand am Werk ist, der Ahnung von SIs und MBs hat. Übrigens waren SIs in dem Atopen-Großzyklus fast nicht vorhanden. ES war da ein entrücktes Gespenst und Thez die meiste Zeit nur ein Name. Das macht bzgl. der Qualität keinen Unterschied.

Was angeblich positive Entwicklungen betrifft - diese sind für die Qualität der erzählten Geschichten auch völlig irrelevant und taugen allenfalls für das Poesie-Album, zumal Rhodan sich bereits aus der rosaroten neuen Milchstraße verdünnisiert hat. Sowieso wird jedes utopische Projekt nur hochgezogen, um es bei passender Gelegenheit dramatisch kaputt zu hauen oder in eine Dystopie umzuwandeln, so wie auch Rhodans nervige Gefährtinnen immer irgendwann entsorgt werden. In dem Fall ist es zudem widersprüchlich, Kontakte mit anderen Galaxien zu pflegen, wenn man SIs oder die Hohen Mächte nicht auf sich aufmerksam machen will. Ich lasse Ihnen aber Ihren Spaß, auch wenn mir die praktische Relevanz für die Serienqualität nicht ersichtlich ist. Immerhin ist die gerne gerügte Gigantomanie dann in Ordnung, wenn sie als recht trivial-schulbuchmäßig anmutende Friede-Freude-Eierkuchen-Völkerverständigung verkauft wird. Und wo wir schon bei dem herzerwärmenden Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Kaffeeklatsch sind: Bitte nicht noch ein Rhodan-Abkömmling. Bald ist das eine Familiensaga. Sichu gehört zusammen mit ANANSI und Vogel nach Guantanamo.

Der positiven Bewertung mit der Kritik an einigen Details kann ich mich trotzdem anschließen. Es kommt selten vor, aber diesen Band kann ich als exzellent bewerten. Die Basis der Handlung, die Figurenarmee, ist klischeehaft und wirkt weit hergeholt. Aber hier haben wir es endlich wieder mit einem Band zu tun, der Spannung über die Rätsel des Kosmos statt plumpen Actionszenen erzeugt. So etwas habe ich lange vermisst, und die Lektüre war spannender als alles Herumgeballere der gefühlten letzten Jahre. Natürlich musste das Geballer dann doch noch auftauchen, aber es war nicht ärgerlich. Das unsägliche Geschwurbel war auch abwesend (mit Ausnahme der bekennenden Wochenschau/Fake-News-Reporterin), ein ganz großes Plus. Die apokalyptisch-düstere, von der Nova betroffene Welt stellte einen interessanten Handlungsort dar und war diesmal nicht mit der ennervierenden Tränendrüsen-Weltuntergangsromantik verbunden.

Viele Detailfragen, wenngleich eher irrelevant, bleiben mysteriös. Die wichtigste: Wie ist der rechtliche Status der RAS TSCHUBAI? Das Schiff scheint eine offizielle, militärische Funktion zu haben. Wie kann es sein, dass man diese Entdeckung auf dem Merkur erst jetzt macht, und wieso sucht man ausgerechnet hier (und heute) nach Rohstoffen? Und muss es wirklich immer dieses eine Sonnensystem sein? Es mag spitzfindige Zeitgenossen geben, die mit der Lupe nach derartigen Ungereimtheiten suchen. Ich für meinen Teil habe den Roman einfach genossen, soweit mir so etwas möglich ist. Der Band erinnerte mich angenehm an die klassischen Bände.

Ja, ich habe tatsächlich eine positive Bewertung geschrieben. Wenn ich etwas kritisieren soll, dann nur dass 'zu viel los war'. Es waren einige augenscheinlich überflüssige Längen und Handlungsfäden darin; zu viele Bäume, wegen denen man den Wald (fast) nicht sieht. Albern z.B. der dekadent-selbstgefällige Wissenschaftler, dem seine Heimat und sein Volk egal sind, weil er durch ein Fernglas geguckt hat oder so. (Eventuell war das Satire.) Passend dazu belächelt der Zyniker Rhodan das Aussterben seiner Muttersprache, die durch eine komischerweise dem Deutschen ähnliche absurde Esperanto-Sprache ersetzt wurde (es gibt 'Sie' und 'du' (wie Dauerleser wissen), nur ist eine Anrede mit 'Sie' strikt untersagt; wahrscheinlich wurde die Sprache bewusst so konstruiert, um diesen Unsinn zu ermöglichen). Die Behauptung, Englisch sei das neue Latein, ist übrigens haarsträubend und an den Haaren herbei gezogen; erkennbar dient dies dazu, irgendeine Erklärung herumzeigen zu können. Man hätte das Phänomen besser unkommentiert gelassen, da alles ja sowieso ins Gegenwartsdeutsche 'übersetzt' wird. Da wird am Anfang hochtrabend von 'früher nichtmenschlich genannten' Wesen schwadroniert, um dann eine ausgestorbene irdische Pidgin-Sprache zum 'Latein' dieses von Lemurer-Abkömmlingen dominierten Völkerbundes zu erheben. Dies belegt nur, dass den Autoren der in diesem Band blumig beschworene Weitblick fehlt, wozu auch gehört, dass versäumt wurde, die dort verwendete Sprache zu skizzieren (wie Klingonisch). Die dadurch ständig entstehenden Verwirrungen bringen dann solche banalen Eskapaden hervor. (Ich wusste auch gar nicht, dass man derzeit z.B. Teleskope oder internationale Organisationen mit lateinischen Namen bedenkt; man hat dies auch vor 100 Jahren nicht getan, man vergibt lateinische Namen heute nur als Teil von Konventionen - eine LFG-Konvention für Fernsensorennamen? - lol!) Mich grinst aus diesen Seiten eine unprofessionell-bornierte, bauernschlaue Scheinheiligkeit an...

Und ja, es war keine Invasiongsgeschichte! (Auch wenn einige Elemente trotzdem vorhanden sind.) Was bleibt als Ausblick? Ich erwarte interessiert den nächsten Band. Wenn das jetzige Niveau gehalten werden könnte, ich wäre vollends glücklich, aber wahrscheinlich wird das nicht möglich sein. Wenn ich 'Goldenes Reich' höre, dann klingt das für mich nach dem nächsten selbstherrlich-autoritären Imperium. Warten wir es ab. Dieser Jubiläumsband muss sich m.E. nicht hinter den Werken der ersten Autorengeneration verstecken und ist eine Empfehlung an alle, denen diese Serie fremd wurde.


Hans (19.03.2017):

Noch ein paar Worte zum vergangenen Zyklus, anlässlich eines Traums den ich gerade hatte: die Expokraten haben eine relativ kurze Geschichte flott und virtuos erzählen lassen vom Autorenteam und haben zwei offene Erzählstränge (Tiuphoren und A. Leccore) zu einem würdigen Abschluss gebracht. Dafür mein Lob und Dank als Leser. Willi Voltz und Robert Feldhoff konnten eine Geschichte stolperfrei über 500 Bände hinweg entwickeln und haben den Überblick darüber niemals verloren. WiVa und CM sind bereits bei 175 Bänden slapstickhaft gescheitert und haben sich in den Fäden der eigenen Handlung massiv verheddert. Also gibt es mindestens drei Möglichkeiten für die Zukunft:
1. Das Duo wird komplett oder teilweise ausgetauscht.
2. Andere Expokraten versuchen ihr Glück.
3. Das jetzige Duo lernt aus seinen Fehlern von 2700 bis 2874.

Ein neuer Zyklus steht in der Tür und mein Wunsch nach dickerem, hochglanzkaschiertem Umschlagpapier wurde erfüllt, anders als bei 2800. Leider hat mein Exemplar einen dicken Kratzer auf der Titelseite den ich im Laden nicht bemerkt habe. Seis drum, von Perfektionismus z.B. beim Sammeln von Dingen hab' ich mich glücklicherweise schon Anfang der 90er verabschiedet (nach einer Psychotherapie).

Zunächst mal formale Dinge: leider passiert meist auf den Rückseiten der umlaufenden Titelbilder recht wenig. So auch hier nur diese Grube in der die lemurischen Soldaten stehen. Meinem Wunsch nach gänzlich neuem wird wohl nicht entsprochen. Wie oft wurden die alten Lemurer schon aufgebraten? Zu oft m.E. Ich möchte dann wenigstens mal was von Barkoniden, Shuwashen oder Querionen lesen, diese kamen schon seit Ewigkeiten nicht mehr vor. Relikte der alten Atlan-Serie würden sich auch mal anbieten, nachdem sowieso alles in die Hauptserie einfliesst (anders als in der 'Golden Era Voltz', wo die Handlungen von Teilserien strikt getrennt waren). Die Beilage in der Mitte hat zwei Macken: warum ein Foto der Terrakotta-Armee, warum kein Bild der HaLem-Armee? Die RAS TSCHUBAI auf dem Beilagentitel sieht aus wie ein rostiges Tee-Ei... wäre das Blau der Salkrithülle ein zu großer Kontrast zum Braun des Merkur gewesen?

Endlich mal kein Invasionsszenario. Der neue Zyklus könnte gut werden. DER ADAUREST TAUCHT AUF. Au Backe, das Atopische Tribunal ist also noch nicht ganz abgehakt. Wir sind also definitiv in einem mindestens 300 Hefte langen Großzyklus, soviel steht mal fest. Das Projekt von San kommt langsam in die Gänge, die LFT ist Geschichte, es lebe die LFG und nur der TLD wurde nicht umbenannt. Dessen neuer Direktor gefällt mir, Maurits Vingaden - hatte schon mit Sybrand Herzog als Attilar Leccores Nachfolger gerechnet. Glück gehabt. Bis zur Mitte des Hefts fast keine Action und ich vermisse einen Überblick, was in der Milchstrasse in den letzten 3 Jahrzehnten so alles passiert ist. Dass Sichu und Perry geheiratet haben wissen wir jetzt und Farye wurde nach 30 Jahren endlich befördert, müsste sie aber nicht mindestens im Generalsrang sein? Zu wenig Rückblende, aber das wird evtl. im Lauf der Zeit handlungsbedingt nachgeliefert. Mit der Tradition, nach einem Zeitsprung die Änderungen plastisch zu schildern wurde ja schon vor zig Jahren gebrochen, allein damit rechtfertigte sich aber schon eine Überlänge auf 90 Seiten, die aber in 2900 dann auch konsequent, nicht vorhanden ist.

Bevor ich zur Handlung komme, erst einmal die Macken im Plot. Die RT bricht auf zu einer Rettungsmission. Das Taltaan-System ist 12.000 Lichtjahre entfernt. Der Librotronantieb schafft bei 3 Mio. ÜL pro Tag 8219 LJ, mit Hypersegeln 12.328 LJ. Glück für die Mandaamer, dass der Planet bis dahin noch nicht komplett von den Sonnenstürmen gegrillt worden ist. Kantweinen übernimmt eine Korvette und steuert dann den Planeten mit einer 55m-SpaceJet an. Dann will er die Geretteten zurück zu der Korvette bringen. Hat er vor, den 55m-Diskus in die 60m-Korvette einzuschleusen? Das dürfte etwas eng werden, oder haben neuerdings Korvetten oben und unten eine SpaceJet angeflanscht? Wenn nicht, dann ist das einfach nur ein zum Grinsen anregender Schnitzer! Sorry, Frau Themsen, Sie brauchen dringend Nachhilfe in Basics der PR-Technologie.

Ob das Verwehen der Sonne Taltaam mit aktuellem astrophysikalischen Wissen konform geht, weiß ich nicht. Falls nicht, so ist es egal, schließlich ist es ScienceFICTION und die Ursache dieser stellaren Katastrophe ist ungeklärt (ist das vlt. der langsame Beginn des Weltenbrands, ähemm...?).

Nach der Kohäsion (was war das eigentlich?) kommt nun das Gondunat. Das Goldene Reich gibt es m.W. auch im Videospieluniversum von Hyrule bzw. The Legend of Zelda - dort wird das goldene Triforce aufbewahrt (oder war es 'Das Heilige Reich'?). Was da wohl auf uns zukommt? Das Heft ist flüssig geschrieben aber ob all der Fakten, die da untergebracht werden mussten kommt das Talent der Autorin, empathisch die Gefühlswelt von Protagonisten zu schildern leider etwas kurz. Es geht immer noch um den drohenden Weltenbrand, der Adaurest ist sofort wieder untergetaucht - da schwant einem Übles. Die Botschaft der HaLem-Armee kündet von der Flucht der SI ES und, dass böse Mächte nach der verwaisten Mächtigkeitsballung greifen. Andere SIs können das aber nicht sein. Oder? Die Flucht von ES ist nur logisch, nachdem er keine MB/Eiris mehr hat, denn schließlich soll er sich ja nicht zu einer Materiequelle entwickeln sondern dereinst am Ende aller Entropie in Thez aufgehen. Bis dahin streift er als 'Ernst Ellert XXL' durch das Universum. Der Wanderer hat endlich seine wahre Bestimmung gefunden. Ich finde das sehr gut, Applaus!!!

Ich äußere zum Schluß die hoffentlich berechtigte Hoffnung, daß uns ein stringenter Teil-Zyklus mit möglichst wenigen Lückenfüllern bevorsteht. An seinem Ende sollte das Projekt von San ein gehöriges Stück vorangekommen sein und die Ekpyrosis sollte dauerhaft gebannt sein. Germo Jobst soll ein verlässlicher Mutant werden (schließlich ist er ja jetzt Mitte 40) und das Näheproblem von Lua und Vogel darf auch bitte gelöst werden. Ich habe ein gutes Gefühl bei diesem Zyklus - aber was heisst das schon...

Grins, noch eine Macke am Schluss (lese gerade die letzten Seiten des Hefts): ein MARS-Kreuzer hat 800m Durchmesser? Echt? Und die RT fliegt mit Hawk IV? Nee, is klar, Frau Themsen. Wozu gibt es die perrypedia? Oder Lektoren, wohl nie gehört davon. Da ist ein Tropfen Essig im Wein dieses Jubi-Bands. Schade.


Chris (18.03.2017):

Wenn "Otermas Stern, 27.000 Lichtjahre von Terra entfernt" zur Nova wird, dürfte man das von Merkur aus nicht erst auch 27.000 Jahre nach der Handlungsgegenwart "optisch wahrnehmen"? Oder ist das Licht nun überlichtschnell unterwegs? ;-)



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