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Perry Rhodan Nr. 2895: Botschaft vom Sternentod

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Bayvtaud, der oberste Clanführer des verborgenen Clans Vtaud, muss dem Erkenntnis-Operator Shydaurd wegen des jüngsten Vorfalls auf der Bannwelt Goath Rede und Antwort stehen. Er berichtet wahrheitsgemäß vom Eindringen der Terraner und der Antenne, verheimlicht jedoch, dass sein engster Berater Nenevtaud mit dem Pashukan Nunadai identisch ist. Ihm ist durchaus bewusst, welche Rolle diese Maschinenwesen spielen und wer KOSH ist. Bis jetzt war Bayvtaud jedoch der Meinung, er sei derjenige, der alle Vorgänge in Orpleyd kontrolliert. Die Erkenntnis, dass er selbst wahrscheinlich nur am Gängelband der Pashukan hängt, war für ihn wie ein Schock. Shydaurd hat ebenfalls ein Geheimnis. Er leidet immer öfter unter Schwächeanfällen und kann nicht am Kollekttraum teilnehmen.

Perry Rhodans Hoffnung, bei der Explosion der Antenne sei die Steuerzentrale des Schnitters vernichtet worden, bewahrheitet sich nicht. ANANSI meldet, dass ein großes Objekt aus der Oberfläche Goaths herausgelöst wurde. Es ist ein Tetrapode mit 100 Meter langen und 50 Meter dicken Segmenten. Rhodan nimmt zu Recht an, dass es sich um die Steuerzentrale handelt. Gholdorodyn ermittelt ihren genauen Standort im Orbit der Bannwelt. Der Kelosker findet heraus, dass die Zentrale die Steuerimpulse für den Schnitter nicht selbst erzeugt, sondern nur weiterleitet. Quelle der Impulse ist der Katoraum. Innerhalb der Zentrale muss es einen Zugang zum Katoraum geben.

Cirhitin möchte am kommenden Tag an einem Treffen der Garde der Gerechten teilnehmen. Rhodan darf mitkommen. Zwei Begleiter sind erlaubt. Wie von Cirhitin gewünscht nimmt Rhodan den Wuutuloxo Duxaluk mit. Zweiter Mann ist Oberst Licco Yukawa von der Raumlandetruppe der RAS TSCHUBAI. Die Garde trifft sich in einem Geheimversteck. Dieses kann nur über Poitun erreicht werden, einen Mond des Planeten Poya im Trallyomsystem. Dort werden Cirhitins Begleiter von dem Pflanzenwesen Trrx's geprüft und als ungefährlich eingestuft. Per Fiktivtransmitter geht die Reise weiter zum "verborgenen Ozean". Es bleibt unklar, wo sich dieser Ort befindet. Möglicherweise liegt er in einer anderen Dimension. Dort sind die Gardisten sicher vor dem Zugriff der Kohäsion.

Gut 70 Gardisten versammeln sich, darunter Saggus, das Oberhaupt der Garde. Rhodan gibt alle Informationen weiter, die er über KOSH, Cadabb und das bevorstehende Ende allen Lebens in Orpleyd gesammelt hat. Saggus ist zunächst misstrauisch, lässt sich dann aber überzeugen. Rhodan hat bereits einen Plan. Alle Völker der Galaxie sollen die Wahrheit erfahren. Zu diesem Zweck soll der Schnitter umfunktioniert werden. Rhodan geht davon aus, dass man mit dieser Waffe eine mentale Nachricht an jedes einzelne in Orpleyd lebende Intelligenzwesen senden kann. Duxaluk und die anderen Wuutuloxo machen sich auf den Weg nach Hause, um ihr Volk vorab zu informieren.

Am 11. Oktober 1522 NGZ werden Rhodan, Sichu Dorksteiger, Gucky, Gholdorodyn, Lua Virtanen, Vogel Ziellos und Cirhitin von Farye Sepheroa mit der von Gucky auf den Namen PHÖNIX getauften Space-Jet LAURIN-Beta in die Nähe der Steuerzentrale geflogen. Sie dringen mit dem Kran in den Tetrapoden ein. Bayvtaud ist dort bereits eingetroffen und erfährt von der Ankunft der Feinde. Diese identifizieren die Quelle der Steuerimpulse. Cirhitin verhält sich unvorsichtig und stirbt in einer Energiefalle. Die anderen durchqueren ein von mehreren Katoporen gebildetes Portal. Sie gelangen ins echte Trallyomsystem. Es befindet sich im Katoraum. Hier sind Guckys Handicaps nicht mehr vorhanden. Die Botschaft vom Sternentod wird eingespeist.

Währenddessen fliegt die RAS TSCHUBAI einen Ablenkungsangriff auf den Planeten Sochuyo. Die Breitseiten zeigen mehr Wirkung als gedacht. Der Planet zerbricht. Wenig später meldet sich Shydaurd bei den Galaktikern. Er möchte ein wichtiges Gespräch mit dem Kommandanten führen.

Kringels Meinung:

Shydaurd hat seit einiger Zeit keinen Kollekttraum mehr gehabt. Somit dürfte die Beeinflussung bei ihm ebenso unwirksam geworden sein wie bei den Mitgliedern der Garde der Gerechten. Da liegt die Vermutung nahe, dass sich der Erkenntnis-Operator auf die Seite der Garde geschlagen hat. Somit hätten die Gardisten sowie die Galaktiker einen Verbündeten an der Spitze der Gyanli-Hierarchie. Das würde passen, schließlich muss eine Gefahr kosmischen Ausmaßes innerhalb der nächsten vier Romane abgewendet werden - und ich bezweifle, dass die Botschaft vom Sternentod hierfür ausreicht. Es stimmt schon: Wenn die Botschaft im Bewusstsein aller Intelligenzwesen der ganzen Galaxie entsteht, dann wird man dem sicher eine gewisse Bedeutung beimessen. Aber werden alle glauben, dass die Botschaft wahr ist? Selbst wenn sie überall als Wahrheit akzeptiert wird ... was soll dann geschehen? Werden die Gyanli "aufwachen" und sich gegen die Pashukan wenden? Oder werden sie doch lieber in ihrer bequemen Existenz verharren und sich einreden, dass das (ohnehin schwer zu schluckende) Gerede von einer Materiesenke ein besonders gut gemachter Hoax ist?

Abgesehen vom tausendsten nach Schema F ablaufenden Kommandoeinsatz hat Hubert Haensel nicht viel zu erzählen. Er kaschiert es, indem er zwischen mehreren Handlungsebenen hin und her wechselt, viele Beschreibungen, vor allem von Orten, einfließen lässt und eine Kurzfassung der Geschichte KOSHS präsentiert. Als ob wir nicht erst vor ein paar Wochen die Langfassung gelesen hätten. Im Falle der Rhodan-Handlungsebene könnte man fast sagen, dass der Weg das Ziel ist. Apropos: Die Gardisten besitzen einen Fiktivtransmitter? Klingt verdächtig. Woher haben sie den? Positiv ist mir ein Moment trauter Zweisamkeit zwischen PR und Sichu aufgefallen, in dem die LFT-Chefwissenschaftlerin an Profil gewinnt. Sie zeigt sich als Realistin. PR erzählt, er habe von sich und Sichu auf einer paradiesischen Welt geträumt. Sie meint, in einem ruhigen Leben würde er keine Ruhe finden - und gibt zu bedenken, dass sie sich nicht nach Nichtstun sehnt. Tja, armer Perry, das wird wohl nix mit gemütlichen Strandtagen unter Palmen ...

In diesem Roman sagt einer unserer Helden sinngemäß, dass die Aktion mit der Botschaft vom Sternentod gelingen wird, weil sie gelingen muss. Wenn ich mich nicht irre, wurde ähnliches in den vergangenen Romanen mehr als einmal gesagt. Der Satz ist geradezu symptomatisch für das zurzeit arg knirschende Handlungsgerüst. Tatsächlich glückt den Terranern alles mögliche einfach so. Ich will gar nicht fragen, warum der Schnitter als Funkgerät genutzt werden kann (nach derselben Logik müssten Transformkanonen auch zur Postzustellung eingesetzt werden können), aber ich finde es doch etwas weit hergeholt, dass Rhodan mal so eben auf diese Idee kommt und sich gar nicht erst die Mühe macht, seine Theorie zu überprüfen, sondern fröhlich mitten ins Allerheiligste KOSHS hineinspaziert, was ihm selbstverständlich ebenso problemlos gelingt wie die Manipulation des Schnitters. Es wäre doch eine herrliche Ironie des Schicksals, wenn Rhodans Botschaft alle Adressaten umbringen würde. Genau das ist ja der Verwendungszweck des Schnitters. Aber das wird natürlich nicht geschehen.

J. Kreis, 11.02.2017


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Gastkommentare


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Jonas (14.03.2017):

Es wäre schade um Sichu Dorksteiger, wenn sie den Zyklus nicht überdauern sollte. Ich finde sie ist eine markante Figur. Aber wie Patrick bereits kommentiert, auch mich beschleicht das Gefühl, dass hier ein tränenreicher Abschied aufgebaut werden soll. Leider :-(


Hans (13.02.2017):

@Patrick:
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Nein, es ist eine weitere geniale Anspielung auf die Bundeskanzlerin.
Zitat 2: "Oder werden sie doch lieber in ihrer bequemen Existenz verharren und sich einreden, dass das (...) Gerede von einer Materiesenke ein besonders gut gemachter Hoax ist?" - FAKE NEWS!
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Hi Patrick, dein Kommentar wie immer genial und amüsant. Passt perfekt, wäre mir so nicht aufgefallen, Danke.
Ich glaube auch, dass uns einiges aus dem Zyklus erhalten bleiben wird.


Patrick (12.02.2017):

Der Roman bot wenig Neues und Interessantes, während der letzte Band immerhin die Antenne aufbot. Ich kann das tolerieren. Solche Romane sind nötig, um die Handlung weiterzubringen. Ebenso tolerabel ist, wie zügig und glatt alles geht. Dies lässt sich durch die Natur eines Kurzzyklus entschuldigen. Schlimm war, dass sowohl Vogel wie auch auch ANANSI vorkamen. Eine Materiesenke wäre der ideale Aufbewahrungsort für diese missratenen Trolle.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die Geschichte mit KOSH in ein paar Bänden gebacken ist. Man hat hier spätestens mit der Erwähnung der Chaotarchen ein ziemlich großes Thema angeschnitten; und ich glaube nicht, dass Cadabb nur als kurzfristiges plot device eingeführt wurde. Ich weiß nicht, was im letzten Band geschehen wird, aber es ist durchaus möglich, dass uns das Thema auch im nächsten Zyklus weiter beschäftigen wird.

Dass ich von den Turteltauben-Episoden zwischen Rhodan und Frau "Dorksteiger" nicht viel halte, habe ich schon klar gestellt. Diese hier hat auch nicht an Worthülsen und Klischees gespart. Von Anfang an wurden wir bei Rhodans Gefährtinnen mit dem Frauenklischee des jeweiligen Zeitgeistes gequält, dies ist bei der Soldatin und Superwissenschaftlerin heute nicht anders; und ebenso berechenbar wie die Einführung dieses Charakters war, laufen alle Gespräche zwischen Sichu und Rhodan ab. Rhodan ist offensichtlich das einzige Wesen im Multiversum, das noch nicht weiß, dass er ein Workaholic it Weltverbesserungsambitionen ist. Ebenso berechenbar ist, dass Sichu früher oder später so wie Bondgirl Mondra Diamond entsorgt werden wird. Man sollte diese Beziehungskisten meines Erachtens ganz lassen, außer man traut sich mal etwas wirklich Neues. Etwa, dass Rhodan sich in eine nichthumanoide Frau verliebt und die Beziehung primär auf einer emotionalen und geistigen Grundlage ruht. Oder so etwas.

Zitat: "...dass die Aktion mit der Botschaft vom Sternentod gelingen wird, weil sie gelingen muss. Wenn ich mich nicht irre, wurde ähnliches in den vergangenen Romanen mehr als einmal gesagt. Der Satz ist geradezu symptomatisch für das zurzeit arg knirschende Handlungsgerüst." - Nein, es ist eine weitere geniale Anspielung auf die Bundeskanzlerin.

Zitat 2: "Oder werden sie doch lieber in ihrer bequemen Existenz verharren und sich einreden, dass das (...) Gerede von einer Materiesenke ein besonders gut gemachter Hoax ist?" - FAKE NEWS!


Kein Name angegeben (12.02.2017):

Klasse Kommentar! Unterhaltsamer als so manches Heft.


Hans (12.02.2017):

Tja, alles klappt, weil es klappen muss. Für Erklärungen ist in diesem Zyklus eben keine Zeit, der Plot rast nur so dahin. Warum Shydaurd sich aufgrund seiner Erkrankung gleich auf die Seite der Gerechten schlagen muss, erschließt sich mir zwar nicht aber falls ja dann merke ich das schnell, sind ja nur noch 4 Wochen bis zum Finale. Lt. der Untertitel der folgenden Hefte ist jetzt schon klar, dass Orpleyd untergeht. Die Tius finden gar keine Erwähnung dort. Gehen die also mit unter oder bleiben uns diese lieben Zeitgenossen auch im Folgezyklus daher erhalten??? Ich finde die Motivation Rhodans sehr fragwürdig. Sich andauernd in Todeskommandos stürzen wg. dieser weit entfernten Galaxie? Er agiert wie ein klassischer RdT... immer und überall das Chaos abwenden wollen. Überkompensiert der Arme da nicht den Verlust der Aura?



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