PR 2894
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Perry Rhodan Nr. 2894: Die Bannwelt

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Am 5. Oktober 1522 NGZ geht Perry Rhodan mit einem aus Gucky, Sichu Dorksteiger und fünf Spezialisten der RAS TSCHUBAI bestehenden Team auf dem Planeten Goath in den Einsatz. Er hofft, dort die Steuerzentrale des Schnitters und den gyanen Regierungschef Gurnshodr zu finden. Farye Sepheroa besorgt den Transport mit einer LAURIN-Jet. Rhodans Enkelin bleibt an Bord. Sie muss den Planeten verlassen, als die Space-Jet durch die Ausstrahlungen der Protomaterie geschädigt wird. Rhodan und seine Gefährten nähern sich einem der wenigen Habitate, die es auf der marsähnlichen Bannwelt gibt. Ihre Ankunft bleibt nicht unbemerkt. Goath ist der Sitz des verborgenen Clans Vtaud. Dieser Clan sieht sich selbst als eine Art Regulativ, welches das Volk der Gyanli zusammenhält. Vtaud hat Agenten und Informanten überall im Trallyomsystem sowie bei den anderen Clans. Der oberste Clanführer Bayvtaud wird von seinem Berater Nenevtaud darüber informiert, dass sich Lebewesen nähern, mit denen die Gyanli schon in Konflikt geraten sind. Bayvtaud ordnet die Eliminierung der Infiltratoren an.

Rhodans Gruppe wird von "Dämonen" angegriffen. Diese ferngesteuerten organisch-robotischen Mischwesen agieren extrem schnell und präzise. Sie sind sehr widerstandsfähig und bringen Rhodans Leute in schwere Bedrängnis. Ein besonders mächtiger Dämon führt sogar einen Schwarzen Sternensturm mit sich, den er einsetzt, als er eingekesselt wird. Dabei stirbt ein Soldat aus Rhodans Team. Nach hartem Kampf werden alle Dämonen bis auf einen vernichtet, der sich zurückzieht. Sichu Dorksteiger untersucht die Überreste eines Dämons. Sie stößt auf eine Energiespur, die vermutlich zu einer Station führt, von der aus die Dämonen gelenkt werden. In Wahrheit handelt es sich um eine von den Gyanli gelegte falsche Fährte. Bayvtaud muss sich selbst gegenüber einräumen, die Infiltratoren unterschätzt zu haben. Er will mehr über sie wissen und lockt sie in eine Falle.

Im Inneren des Habitats kommt es zu weiteren Attacken durch Dämonen. Die Übermacht ist erdrückend. Rhodans Gruppe erhält unerwartete Hilfe. Cadabbs Antenne Nr. 24.742 erscheint und vernichtet die Dämonen reihenweise. In dieser Situation gibt sich Nenevtaud gegenüber dem Clanführer als Pashukan Nunadai zu erkennen. An der Spitze eines Eingreiftrupps stürzen sich beide persönlich in den Kampf. Die Antenne, ein sechs Meter hohes Gebilde, das wie ein Tintenfass mit oben herausragendem Federkiel aussieht und fünf mit Maschinen verschmolzene Lebewesen enthält, gibt sich Rhodan zu erkennen. Sie wurde von den Impulsen des Zellaktivatorträgers angelockt.

Nunadai nimmt Schwarmgestalt an und attackiert die Antenne. Gucky erhält etwas Luft, weil die Feinde mit sich selbst beschäftigt sind. Er teleportiert alle Teammitglieder nach draußen. Rhodan bleibt, um weiter zu beobachten. Er flieht in letzter Sekunde, als Nunadai die Antenne vernichtet, bevor diese ihre Entdeckung an Cadabb weitermelden kann. Dabei wird der ganze Bereich in Schutt und Asche gelegt. Nunadai wird beschädigt. Farye holt das Team ab. Der Posbi Schocco fällt, während er Rhodans Rückzug deckt. Es bleibt unklar, ob die Schnitter-Steuerzentrale noch intakt ist oder mit in den Untergang gerissen wurde.

Kringels Meinung:

Langweilig. Der wievielte Kommandoeinsatz war das jetzt eigentlich in diesem Zyklus? Wie üblich spaziert man ungehindert mitten ins Herz der gegnerischen Macht hinein. Folge: Viel Geballer, geringe Erkenntnisausbeute und noch weniger Unterhaltungswert. Rhodan, Sichu und Gucky in Lebensgefahr? Dass ich nicht lache! Nur eine in diesem Heft eingeführte Nebenfigur geht hopps. Dann kommt der obligatorische Zufall, diesmal in Gestalt der Antenne, unseren planlos durch die Gegend stolpernden Helden zu Hilfe. Weiteres Geballer. Abgang Team Rhodan zum Preis eines Nebenfiguren-Heldentodes. Ende. Aber die Schnitter-Zentrale geht wohl nicht mit in die Luft. Das wäre denn doch zu einfach.

Die Antenne, ein von MMT schön beschriebenes faszinierendes Konstrukt aus maschinellen Bestandteilen und Lebewesen, ist auf PRs "Impulse" aufmerksam geworden. Was für Impulse sollen das bitte sein? Die Ritteraura ist bekanntlich futsch und der Zellaktivator kommt nicht in Betracht. Gucky trägt ja auch so einen Chip, von ihm geht aber nicht jener "kosmische Hauch" aus, den die Antenne so interessant findet. Ist vielleicht die "Hieroglyphe" gemeint, von der in PR 2866 die Rede war? Jedenfalls könnte das zu einer witzigen Konstellation führen. Sollten weitere Antennen in Orpleyd unterwegs sein, dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis diese Rhodans Impulse ebenfalls erschnuppern und KOSH somit auf Umwegen finden. Also hätte Rhodan durch bloße Anwesenheit eine dramatische Verschlimmerung der Situation herbeigeführt. Dann hätte er nämlich nicht nur eine Superintelligenz am Hals, die sich in eine Materiesenke verwandeln will, sondern obendrein einen Chaotarchen, der dasselbe Ziel anstrebt ...

J. Kreis, 04.02.2017


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Gastkommentare


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Hans (05.02.2017):

Diesmal hast du echt harsch kritisiert - ich kann das nachvollziehen, auch wenn ich die Kritik aktuell nicht teile. Besonders auf der LKS hat es in den letzten beiden Jahren Kritik gehagelt, daß Rhodan zu einem Zauderer mutiert sei... Und wie so oft fallen die Expos von einem Extrem ins andere und machen aus Uropa Rhodan jetzt einen zweiten Atlan der frühen Jahre. Ist aber auch schwierig. Ich hätte das folgendermaßen geregelt: Landungstrupp auf Goath wird von einem heldenhaften Macho angeführt, der ein Auge auf die unverzichtbare Sichu D... STOP, die Obertüftlerin der LFT sollte auch nicht an vorderste Front kämpfen. Also geht Sichus Assistentin mit, die sogar mit dem Obermacho flirtet, während sie Daten sammelt. Dieser opfert sich dann für seine Leute als es brenzlig wird - dann erst greift Gucky ein und fliegt dem Rollkommando hinterher. Da ich das Heft letzte Woche nicht kaufen konnte, hab ich keine Ahnung warum Goldhos Kran nicht zum Einsatz gekommen ist???

Kleinere Patzer diesmal: S27reSpU wird Gestein desintegriert und gleichzeitig glutflüssig gemacht... Rainer Castor wär sowas nicht passiert, aber wem sage ich das. S47 kämpfen nur wenige Dämonen gegen die hereindrängenden Silikate an der Schleuse. Unlogisch, da ja viele von diesen zur Verfügung stünden. S59 versagen die SERUNS - woher hat der Trupp gewusst, dass diese so lange durchhalten. Die weniger empfindlichen Geräte der Spacejet (da nicht so miniaturisiert) schwächeln doch schon recht früh.

So, mehr hab ich nicht auszusetzen. Flotte Schreibe, kurzweilige wenn auch an zentralen Punkten (siehe eben) die Unlogik den Autor geritten hat.

Wie lange wird es dauern bis eine Antenne Caddabs an Bord der RT auftauchen wird? Warum sind die Tius seit Wochen geparkt am RANDE von Orpleyd?
Ich harre der Dinge die noch kommen mögen.

By the way, benutz mein altgedientes Smartphone nur noch als ebookreader. Den Beitrag hier hab ich auf meinem neuen Blackberry Q5 mit Hardwaretastatur verzapft.


Patrick (04.02.2017):

Die vorhersehbaren Nebenfigurentode (Kanonenfutter), die wohl das ebenso sichere Überleben der Protagonisten entschuldigen sollen, sind in der Tat langweilig und inziwschen ein Running Gag ohne Unterhaltungswert.

Die Impulse? Rhodans Ritteraura ist nicht restlos fort (das wurde uns doch am Anfang des Zyklus enthüllt, ich weiß die Nummer nicht mehr). Natürlich steht zu erwarten, dass die ominösen Hieroglyphen irgendeinen größeren Sinn für die Handlung haben werden.

Cadabb hat das Potential, zur nächsten Deus-ex-Makina-Episode zu werden. Er könnte KOSHS Umwandlung unterbinden, sofern diese nicht nach seinen Vorgaben erfolgt, bzw. könnte der Konflikt zwischen KOSH und Cadabb für die Galaktiker unerwartete (hüstel) Chancen eröffnen. Tatsächlich kann Rhodan als Cadabb-Magnet KOSH sogar erpressen: Solange er sich in Orpleyd aufhält und nicht gefangen werden kann geht von ihm schließlich die größtmögliche Gefahr für KOSH aus. Sofern KOSH die Flucht vor Cadabb wichtiger ist als die Weiterentwicklung könnte er eine Kapitulation der SI erreichen.



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