PR 2887
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2886 «
» PR 2888 »
Perry Rhodan Nr. 2887: Tagebuch des Widerstands

Autorin: Susan Schwartz

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI ist in der Hand der Gyanli. Unter Kontrolle haben die Eroberer das Omniträgerschiff aber noch lange nicht, denn durch die Deaktivierung des Zentralrechners ANANSI wurden die meisten wichtigen Systeme lahmgelegt. Nur die Semitronik selbst kann den Vakuumschlaf beenden. Zudem regt sich Widerstand. Gruppen wie die Raumlandesoldaten der BJO BREISKOLL unter dem Kommando von Oberstleutnant Licco Yukawa, denen sich Col Tschubai angeschlossen hat, drehen den Spieß um und werden in ähnlicher Weise aktiv wie zuvor die gyanen Entertruppen, so dass nun die Gyanli diejenigen sind, die das Schiff verteidigen müssen und nicht wissen, wo der Feind zuschlagen wird. Yukawa plant einen Vorstoß zur BJO BREISKOLL, denn dort hat sich der größte Teil seines Bataillons verschanzt. Als Chronist des Widerstands soll Tschubai alles aufzeichnen. Hierfür nutzt er das positronische Holotagebuch seines Vorfahren Ras Tschubai.

Unterwegs zur Andockmulde des MARS-Kreuzers werden die Terraner von den Gyanli angegriffen. Sie erleiden Verluste, können aber wieder untertauchen. Sie speisen ein an versprengte Gruppen gerichtetes Signal ins Bordnetz ein. Danach meldet Tschubais Tagebuch den Empfang einer im Morsecode verfassten Botschaft. Es handelt sich um den Notruf "SOS" und einen Koordinatensatz. Yukawas Trupp folgt diesem Hinweis und bricht zu einer Neben-Steuerzentrale durch. Dort befinden sich unter anderem Sichu Dorksteiger, Gholdorodyn, Lua Virtanen und Vogel Ziellos. Es ist ihnen gelungen, einige der trotz ANANSIS Vakuumschlaf noch funktionierenden Redundanzsysteme zu sabotieren. Die Morsebotschaft stammt allerdings nicht von ihnen. Man nimmt an, dass ANANSI dahintersteckt.

Perry Rhodan denkt nicht daran, die RAS TSCHUBAI den Gyanli zu überlassen. Die Wuutuloxo sind mit Begeisterung bei der Sache und tarnen die ODYSSEUS, so dass das Schiff in die RAS TSCHUBAI einfliegen kann, ohne Aufsehen zu erregen. Attilar Leccore nimmt wieder die Gestalt des Orthodox-Operators Yayl an. Rhodan erhält Stiefel mit Plateausohlen und geht somit als kleinwüchsiger Gyanli durch. Im Falle der noch kleineren Larin Pey-Ceyan muss zu anderen Mitteln gegriffen werden. Sie wird als Wuutuloxo-Montageroboter "Monti" verkleidet. Die Wuutuloxo werden als Gefangene ausgegeben. Beim Einflug stellt Rhodan fest, dass die Gyanli schon mit dem Umbau der RAS TSCHUBAI begonnen haben. Ihr Hauptquartier wird unterhalb der leeren Mulde der RALPH SIKERON eingerichtet. Dort dockt die CUUMORG an, ein Gyanlischiff der CINDAAR-Klasse. Außerdem nähert sich ein 700 Meter langes asymmetrisches und wie Elfenbein schimmerndes Gitterschiff mit unterschiedlich geformten Verdickungen an den Knotenpunkten, bei dessen Anblick die Wuutuloxo in Aufregung geraten. Bei ihrem Volk gibt es Gerüchte über diese Einheit. Pey-Ceyan liest die Gedanken der Gyanli. Sie sind geradezu von Ehrfurcht ergriffen und bezeichnen das Gitterschiff als Fähre der Eonatores. Es scheint etwas mit der Fertigstellung des Operandums zu tun zu haben.

Weiterhin espert die Lebenslichte, dass eine Widerstandsgruppe angegriffen wird. Sie fängt den Namen Farye Sepheroa auf. Rhodan setzt alles daran, seine Enkelin zu retten, kommt aber zu spät. Faryes Gruppe wird gefangen genommen und ins Gitterschiff gebracht. Pey-Ceyan kann ihre Gedanken dann nicht mehr lesen. Für sie stellt es sich so dar, als würden die Gedanken aller Individuen im Gitterschiff zu einem Brei verschmelzen. Sie kann nicht einmal klar zwischen dem Schiff und den darin befindlichen Lebewesen unterscheiden. Rhodan hat diesen Misserfolg noch nicht verdaut, da empfängt sein Armbandkom, den er sich in der RAS TSCHUBAI beschafft hat, dieselbe Morsebotschaft wie zuvor Tschubais Tagebuch. Auch Rhodans Gruppe erreicht die Nebenzentrale. Sichu ist glücklich, ihrem tot geglaubten Geliebten über die Wange streichen zu können.

Die Anwesenheit des legendären Terraners gibt den Menschen enormen Auftrieb. Sofort werden neue Pläne geschmiedet. Zur Rückeroberung des Omniträgers müssen alle gyanen Kampfroboter gleichzeitig außer Gefecht gesetzt werden. Angriffspunkt ist ihre innere Uhr oder vielmehr der übergeordnete externe Taktgeber aller Uhren. Dieser befindet sich in der CUUMORG. Eine von Sichu und Gholdorodyn konstruierte Fehl-Uhr soll alles aus dem Takt bringen. Leccore platziert das Gerät in der CUUMORG und verteilt ein paar Haftbomben in der Nähe, die zum gegebenen Zeitpunkt hochgehen. ANANSI sorgt für zusätzliche Verwirrung, indem sie die Sublichttriebwerke der RAS TSCHUBAI aktiviert. Die CUUMORG dockt ab, das Gitterschiff nicht. Die RAS TSCHUBAI geht auf Überlichtgeschwindigkeit und ist vorerst sicher vor etwaigen Verfolgern. Es sind jedoch mehrere tausend Gyanli an Bord und Onodaurd sitzt in der nach wie vor abgeschotteten Kernzelle. Dennoch will Rhodan das Schiff noch am selben Tag, dem 18. September 1522 NGZ, unter seine Kontrolle bringen. Da meldet sich ANANSI über das Holotagebuch, indem sie ein Bild Ras Tschubais entstehen lässt, welches verkündet, dass Onodaurd zu fürchten sei.

Kringels Meinung:

Die Rückeroberung der RAS TSCHUBAI ist noch nicht in trockenen Tüchern, aber wenn ich das hohe Tempo des Minizyklus in Rechnung stelle, kann es nicht mehr lange dauern, bis die Terraner wieder Herren im eigenen Schiff sind und mit Onodaurd einen extrem wertvollen Gefangenen (plus Gitterschiff) in Händen haben. Die Frage, was aus Gucky und Farye geworden ist, bleibt noch offen. Der Mausbiber ist wahrscheinlich in Gefangenschaft geraten. Pey-Ceyans Bericht lässt befürchten, dass Rhodans Enkelin in einer Art Kollektivwesen aufgegangen ist. Ich bin gespannt auf die Erlebnisse der beiden! Und das ist leider schon alles, was ich diese Woche an Positivem zu vermelden habe, denn Uschi Zietschs neuester Gastbeitrag zur PR-Serie hat mir nicht gefallen.

Vielleicht habe ich mir von Uschi, die schon so manchen hervorragenden Roman abgeliefert hat, einfach zu viel erhofft. Die Story folgt jedoch demselben Schema, mit dem wir in den letzten Monaten schon zu oft behelligt wurden. Geballer, Maskerade, Bluffs, Tricks, Täuschungen und Leccores Wandlungen ... In der x-ten Wiederholung finde ich diese Mixtur inzwischen schwer erträglich, erst recht, wenn die rudimentäre Handlung wie diesmal ganz klar nur ein Ziel hat: Die Zusammenführung der Widerständler mit Perry Rhodan. Bis es soweit ist, wird planlos in der Gegend herumgerannt. Zwischendurch immer wieder irritierende Formulierungen. Nur ein Beispiel (Zitat): "Verrecken sollen sie alle, diese Scheißdrecks ..." (Zitat Ende). Ihr dürft mich für altmodisch halten - fast wünsche ich mir die Zeiten zurück, in denen ein solcher Satz niemals durchs Lektorat gekommen wäre, auch wenn er im Handlungskontext (terranische Raumsoldaten verlieren Kameraden im Kampf gegen Roboter) nicht unpassend sein mag.

Apropos Leccore! Habe ich in PR 2885 etwas falsch gelesen? Ich dachte, Klavtaud habe alle Template bis auf die terranische Ur-Identität zerstört. Dennoch kann der Koda Aratier jetzt problemlos auf Yayl zurückgreifen.

Ich verstehe das Prinzip des Vakuumschlafs ebenso wenig wie die Notwendigkeit eines externen Taktgebers für die interne Zeitmessung von Robotern. Letzerer kommt mir vollkommen sinnlos vor, darauf will ich gar nicht näher eingehen. Was ANANSI angeht: Wenn ich einen Rechner ausschalte, dann erwarte ich, dass er komplett tot bleibt, bis ich ihn wieder einschalte. ANANSI dagegen schaltet sich alle paar Minuten selbsttätig ein und aus, je nachdem, wie sie die aktuelle Lage einschätzt. ANANSI liegt also keineswegs im Koma. Welchen Nutzen soll das Ganze überhaupt haben, wenn der Rechner schon korrumpiert wurde? Laut Onodaurd (PR 2886) ist das längst geschehen.

J. Kreis, 17.12.2016


« PR 2886 «
» PR 2888 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Patrick (20.12.2016):

Mich hat der Roman weder enttäuscht noch begeistert, daher bewerte ich ihn mit befriedigend. Der Anfang kam mir etwas zu schleppend vor.

Situativ angemessene Fäkalsprache stört mich nicht, aber wenn ich an früher denke, muss ich wieder Perrys Wandlung vom unerschütterlichen Übervater zum hibbeligen Videospielhelden monieren: Perry wird abwechselnd heiß und kalt, weil Gyanli erwartungsgemäß Kontakt aufnehmen? Ist das derselbe Perry Rhodan, der Kosmokraten getrotzt hat? Und solche Sachen. Ich befürchte, Perry wird früher oder später Angst vor Spinnen entwickeln. Wie Merlin wird er immer jünger, auch wenn das bei ihm rein gesitig geschieht.

(Panik-Perry erscheint als Jesus - er ist gestorben aber sein Grab ist leer!)

Das mit den Templaten hat mich ebenfalls irritiert, mir sind noch einige Punkte aufgefallen:

Es tut Panik-Perry gut, mal wieder "den Namen Tschubai zu hören". Auf welchem Schiff ist er nochmal?

Wieso ist das Schiff mit dem gewissen Namen der "Stolz der LFT"? Es ist ein privates Schiff, das von offizieller Seite kaum Unterstützung erhielt? Usw.

Auch nett, dass der ZA als Hausapotheke für den leicht nervös zu machenden Grünschnabel Perry fungiert.

Wieso sendet ein Computer Gruselbotschaften, statt präzise Informationen zu liefern? Ich freue mich auf die Erklärung. Ebenso unerklärlich in der Tat die Notwendigkeit eines externen Zeitgebers. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit dem veränderten Zeitfluss bzw. dahingehenden Experimenten/Projekten?

Und Farye kann von mir aus mit ANANSI und Vogel in einer Materiesenke verschwinden. Ich habe nie wirklich verstanden, wer das eigentlich sein soll (ja, ich kenne die Fakten), welche Funktion sie einnimmt und warum sie mich kümmern soll. Ihr Name klingt wie der einer Bauchtänzerin, was freilich immer noch besser als Bostich (Waschmaschine oder Toilettenreiniger) ist. Dieser mentale "Brei" könnte der Kollektivtraum der Gyanli sein...?

P.S. "Sobald ein Volk aus Individuen bestand, waren diese in der Lage, kritisch nachzufragen, und taten es auch irgedwann." - Das ist doch schön zu wissen.


Hans (18.12.2016):

Boah, die ganzen von dir (ich benutz' ab heute mal das Du - hast mich ja in einer eMail auch mal geduzt) gefundenen Bugs hab' ich tatsächlich nicht bemerkt. Hab mich von der Spannung mitreißen lassen bzw. hab immer nur ein paar Seiten gelesen. Hab zuviele Termine und zuviel Schreibkram derzeit und finde keine drei Stunden am Stück für die Lektüre.

Koma und alle paar Minuten aufwachen passt tatsächlich überhaupt nicht. Auch die Lebenslichte im Robotkostüm ist doch eher lächerlich. Wieso kriegt die nicht einfach ne Kriegsbrünne mit Tarnfunktion angepaßt... ach so, die paßt mit ihrer Rubensfigur da garantiert nicht rein, LOL. Hab nichts gegen Rubensfrauen, meine beste Freundin Sabine ist auch ne Rubensfrau. Und mein Kumpel Andi sieht aus wie ein Wuutuloxo.

Bin aber trotzdem erfreut, daß die Hefte derzeit so holperfrei lesbar sind und es keine Lückenfüller gibt. Das Herzschmerz-Melodrama mit Faryes Entführiung hätte man sich aber echt sparen können. Der Subplot mit Col Tschubai und diesem Soldaten Arty - da hätte man ne schwule Lovestory draus machen können oder zumindest ne Bromance, schade, daß der schon so schnell ins Gras beißen mußte.

Das Gitterschiff wirkt auf mich eher kosmokratisch. Mal sehen wie dessen Herkunft letzten Endes erklärt wird.

Bin trotz allem gespannt wie es weitergeht.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)