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Perry Rhodan Nr. 2881: Angriff der Gyanli

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Das neue Versteck der SAMY GOLDSTEIN ist eine Falle - nicht für das Raumschiff der Galaktiker, sondern für die Gyanli. Man wollte versuchen, ein Gyanlischiff aufzubringen, um mehr über diese Wesen in Erfahrung zu bringen. Die HARVEY bleibt zunächst unbemerkt, läuft dann aber auf eine von den Gyanli gelegte Raummine, wird entdeckt und unter Feuer genommen. Da enttarnt sich die RAS TSCHUBAI. Die HARVEY ist gerettet, doch die geplante Kaperung eines Feindschiffes misslingt.

Nachdem die Beiboote eingeschleust beziehungsweise angedockt sind, dringt die RAS TSCHUBAI unter Lua Virtanens Anleitung in den Staubmantel ein. Der Lotse To'a-Anum-Tris kommt an Bord und führt das Omniträgerschiff zum Aggregat. Er bittet Lua, bei der Rettung des Habitats zu helfen. Alle noch flugfähigen Raumschiffe werden aus der Koppelung gelöst und sollen in mehreren Verbänden zu bestimmten Fluchtpunkten fliegen. Anstelle des von den Gyanli ermordeten Lotsen To'a-Anum-Che soll Lua einen dieser Verbände führen. 5000 Personen sollen von der RAS TSCHUBAI aufgenommen werden.

Eine 100 Einheiten starke Flotte der Gyanli greift am 28. August 1522 NGZ an, als die Vorbereitungen noch längst nicht abgeschlossen sind. Die RAS TSCHUBAI und ihre Beibootflottille versuchen den Staubtauchern die zur Flucht benötigte Zeit zu verschaffen. Einige Kampfschiffe der Staubtaucher stürzen sich ebenfalls in den Kampf. Sie erleiden schwere Verluste. Acht MINERVA-Kreuzer werden vernichtet, weitere Schiffe der Galaktiker tragen schwere Schäden davon. Im Durcheinander werden Vogel Ziellos und Lua getrennt. Vogel gelangt in die RAS TSCHUBAI. Luas Verband fliegt ohne ihn ab.

Dann endlich kann sich auch die RAS TSCHUBAI absetzen. Die Gyanli zerstören die Reste des Aggregats. Ohne Vogel kann sich Lua schlecht auf die Navigation im Staubmantel konzentrieren. Durch einen unerwarteten Angriff der Gyanli geht weitere Zeit verloren. Lua trifft kurz vor Ablauf der 62-Stunden-Frist am Rendezvouspunkt ein. Vogel hat sich in den Zustand des Torpor versetzt und kann buchstäblich in letzter Minute gerettet werden. Die entkommenen Staubtaucherschiffe setzen sich anderswo im Staubmantel zu einem neuen Aggregat zusammen. Pedcos und Gucky sichern sich gegenseitige Hilfe zu. Der Aysser bringt die Koordinaten Tius für die Galaktiker in Erfahrung. Die RAS TSCHUBAI fliegt zur Heimatwelt der Tiuphoren. Man hofft, dort einen Ansatzpunkt zur Rettung Perry Rhodans zu finden.

Kringels Meinung:

Der Roman beginnt launig-amüsant mit ein wenig Alltags-Bordleben in der RAS TSCHUBAI. Die Algustranerin Pika Vastire (3. Pilotin der RAS) versteigert einige von Cascard Holonder gezeichnete Kunstwerke. Geboten werden unter anderem leckere Gucky-Kekse. Man erfährt ein bisschen was über die Hobbys der Besatzungsmitglieder und so weiter. Schön! Auf diese Weise wird die RAS für den Leser besser erlebbar als durch das Herunterbeten von Datenblattauszügen, wie es zum Beispiel von Uwe Anton regelmäßig praktiziert wird.

Doch wenig später folgen genau solche Beschreibungen im Übermaß. Zudem werden Informationen aus dem vergangenen Zyklus rekapituliert - und zwar solche, die schon mehrmals in den Heften der letzten Wochen vorgekommen sind. Zum Beispiel über Lua, Vogel und die besondere Beziehung der beiden. Leider werden sogar Beschreibungen aus dem Heft der Vorwoche wiederholt (Körperbau der To'a-Anum, Luas Fähigkeiten, Aufbau des Aggregats)! Sowas sollte nicht passieren, das sollte man besser abstimmen. Obendrein wird zum x-ten Mal darauf herumgeritten, dass unsere Helden nicht an die Gutmütigkeit der Orpleyd-Tiuphoren glauben können. So langsam sollte doch zumindest Gucky begriffen haben, dass man es hier mit einem völlig anderen Volk zu tun hat.

In der zweiten Hälfte versucht Verena Themsen Spannung mit einer Raumschlacht zu erzeugen, in deren Verlauf Vogel und Lua getrennt werden. Das Schlachtengetümmel kommt gut rüber, aber was Vogel und Lua angeht, steht für mich längst fest, dass sie in den erlauchten Kreis der sakrosankten Hauptfiguren aufgerückt sind. Es ist sinnlos, solche Figuren in Gefahr geraten zu lassen, wenn von vornherein klar ist, dass sie heil wieder aus dem Schlamassel herauskommen werden. Übrigens: Erst wird betont, wie wichtig es sei, dass die Anwesenheit der RAS TSCHUBAI geheim gehalten wird. Dann beteiligt sie sich an der (missglückten) Kaperung eines Gyanlischiffes. Das Provozieren eines schweren militärischen Zwischenfalles rangiert bei den Galaktikern also unter "unauffällig"! Immerhin fragt sich Alistair Woltera (Leiter der Abt. Funk und Ortung in der RAS), ob man angesichts der Unkenntnis der lokalen Verhältnisse in Orpleyd überhaupt für eine Seite Partei ergreifen dürfe. Die Frage wird natürlich gleich abgebügelt, aber wenigstens wird sie einmal gestellt.

Möglicherweise habe ich etwas überlesen oder nicht richtig verstanden, aber wenn die Gyanli nur ein bisschen Genmaterial eines To'a-Anum-Lotsen in die Hand bekommen müssen, um innerhalb weniger Tage in der Lage zu sein, völlig problemlos innerhalb des Staubmantels zu navigieren - wozu zum Geier werden die Lotsen dann überhaupt noch gebraucht?!? Warum können die Staubtaucher es nicht genauso machen? Man könnte natürlich die überlegene Technik der Gaynli ins Feld führen, aber die Staubtaucher dürften ja wohl viel mehr Zeit und Gelegenheit zur Entwicklung eines ähnlichen Verfahrens gehabt haben. Und im Roman wird mindestens einmal erwähnt, dass die Gyanli auf einem niedrigeren technischen Level stehen als die Terraner, zumindest was die Kampfkraft ihrer Raumschiffe angeht.

J. Kreis, 05.11.2016


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Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


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Jonas (23.11.2016):

Gut zu lesender Roman.

Das Ende erscheint mir etwas gekürzt worden zu sein. Vogel quasi tot und im nächsten Absatz schon wieder auf dem Damm.


Hans (12.11.2016):

Zunächst mal war das ein Heft, welches sich gut nebenher etappenweise lesen lies. Habe eine Woche dafür gebraucht da ich nebenher mein Lieblingsspiel auf dem Gamecube "Fire Emblem-Path of Radiance" zum x-ten Mal gezockt habe. Nebenher noch eine amouröse Verabredung hatte (eine Beziehung kriege ich offenbar nicht zustande aber egal, Hauptsache Spaß nach meinem überwundenen Burnout) und diese Woche mehrfach meine Schlafmedikation reduzieren lassen konnte und trotzdem besser geschlafen habe.

Wenn wir schon bei trivialen Sachen sind: der Subplot mit Gefahr für Vogel war tatsächlich extrem langweilig, das neue Power-Couple wird natürlich gerettet, vorhersehbar. Wenn schon dann möchte ich auch sowas lesen:

Jeff Hunter, 3. Obermaat der Korvettenflottille 2 betrat sein Quartier auf Deck 38 der RAS TSCHUBAI. Er hatte sich in einer der Fitness-Areas nach dem Dienst ausgepowert. Er trug nur hautenge blaue Gym-Shorts und pinkfarbene Antigrav-Sneakers, die seinen durchtrainierten Körper gut zur Geltung brachten. Auf seiner Brust glänzte ein Schweißfilm. Morgen würde er Muskelkater in den Beinen haben. Ein Grinsen stand auf seinem Gesicht, als er zu dem breiten Servobett hinüberblickte. Steven, sein Ehevertragspartner seit zwei Jahren schlief schon. Dessen knackiger Hintern lugte halb unter der Decke hervor. Gedankenverloren griff sich Jeff an die Gym-Shorts, die gerade noch enger geworden war () Er setzte sich auf die Bettkante, löste die Verschlüsse der Sneakers und da passierte es. Es gab einen kurzen Ausfall der künstlichen Schwerkraft und dann heulten die Alarmklaxons los. Die Kabinenpositronik teilte mit: "Schiff unter Beschuss, alle Freiwachen auf die Kampfstationen." Steven fuhr aus dem Schlaf hoch, erblickte seinen verschwitzten Partner und simultan kam es aus ihren Mündern "Shit, schon wieder kein Sex!" In rasender Eile stiegen die beiden in die an der Wand hängenden Leicht-SERUNS, hauchten sich einen Kuss auf den Mund bevor sich die Helmfolien entfalteten und verließen die Kabine in unterschiedliche Richtungen.

Sorry das mußte jetzt sein. Wenn schon 'sex, emotions and action' dann bitte richtig. Lieber Barbara Cartland als Rosamund Pilcher!

Tja und auch das Physik-Ass VT hat problems mit der PR-Technologie: S.52 li.Sp.m. "Halbraumblase kollabiert! (...) Die Holoschirme zeigten wieder Staubschlieren statt des unruhigen Waberns des Hyperraums." Im Halbraum sieht man nicht den Hyperraum, sorry.

Da das der einzige Bug zu sein scheint kriegt das Heft eine 2-3. Ich finde es gut, daß die Gyanli nicht so übermächtig daherkommen wie zu Beginn die Tius. Liegt vermutlich daran (obwohl die Gyas die Tius wohl ursprünglich mit Raumschiffen ausgestattet haben) daß in Orpleyd nur 2000 Jahre vergangen sind, die Tius außerhalb aber viel mehr Zeit hatten um ihre Tech kontinuierlich weiter zu verbessern. Das gibt ein Gemetzel wenn die vereinten Tius über Orpleyd vendettamäßig herfallen, möchte ich mal sagen.

Also mein Wunsch an die Macher von PR: bitte mehr Sex im Barbara-Cartland-Stil und weniger Herzschmerz!!!

Bin hoffentlich beim nächsten Heft etwas schneller mit meinem Gastkommentar - oh Mann, hab heute gleich zwei Verabredungen: nachmittags zum Eisessen und abends zum Matratzensport - könnte also doch etwas dauern, zumal ich das Folgeheft erst noch lesen muss, grins.


BerndK (11.11.2016):

Ich brauchte mal wieder etwas, um das Heft zu lesen, es war so zäh . . .
Im Perryversum sind zig Themen und Personen offen. Larhatoon, die Trefoder nach Abzug des AT, die Friedensfahrer, die Laosoor, Bully, Roi, Kantiran, Adams usw. usf.
Alles Dinge, über die ich gerne mehr lesen möchte.
Tatsächlich muss ich aber die zigste Crash-Boom-Bang-Geschichte verdauen und dazu noch diese dümmliche Haarträgerin und ihr Vögelchen ertragen.
Boah, wenn es so weiter geht, brauch ich bald 2 Wochen, um einen Roman zu verkraften...


Patrick (07.11.2016):

Haben Sie das Geschwurbel zu Lua und Vogel bemerkt? ("Da war ein Band...")

Ich hatte doch verhießen, dass das Entfernen von SIs nicht zu einem Ende des Geschwurbels führen würde, und dieser verheulte Teenie-Romantik-Kitsch ist schlimmer als alle SIs. So ein Geschwurbel hätte es früher in PR nicht gegeben. Las sich das anders als das Philosophieren des Fauthen über den Kieselstein, in dem irgendeien Strangeness brennt...?

Überhaupt haben die Autoren ein Faible für rührselige Untergangsromantik mit vorhersehbar positiven Ausgang. Wenigstens hat ANANSI diesmal nicht geheult.

Die bescheuerten Charaktere und der grauenhafte Mickey-Mouse-Humor ergänzen sich blendend. Das ist das Positivste, was ich dazu sagen kann.

Die Beschreibung des Bordlebens fand ich alles andere als schön. Mir kam es nur so vor, als ob mir beim Lesen Steine in den Weg gelegt wurden. Ich verstehe nicht, warum solche Charaktere überhaupt eingeführt werden und wieso sie mir durch ihr lärmendes, pöbendes, teilweise anzügliches Verhalten sympathischer werden sollen. Erkennbar wird versucht, irgendwie witzig zu sein. Vom Humor haben wir uns in der Serie von einem trockenen, vielleicht auch bräsigen Loriot-Humor zu einem banalen Gekreische entwickelt (wozu auch die ständige Beschäftigung mit Paarungsgewohnheiten und Toilettengängen von Fremdwesen zählt). Ich erinnere hier an den zu kurz geratenen Professor Riesenhaft im Posbi-Zyklus. Das hat zwar albern angemutet, war aber trotzdem irgendwie noch amüsant; außerdem hatte es Sinn gemacht, die Figuren einzuführen, was hier bislang nicht der Fall war. Diesen Roman hätte ich gut lesen können, ohne über die Pilotin Bescheid zu wissen. Wie wäre es als nächstes mit einer Beschäftigung mit dem Klempner oder einem Putzdroiden? Zumindest gab es eine klare Ansage an die Leser: "Voraussichtlich kann ich euch noch zwei bis drei Jahrhunderte auf die Nerven gehen, wenn ihr so lange durchhaltet."

Sie wünschen sich mehr bodenständige Science Fiction, ich bin da gnädiger. Ich möchte einfach nur Science Fiction, keine Herzschmerzgeschichten oder Sitcoms.

Die beliebten Datenblatt-Auszüge waren in der Tat präsent in Gestalt der Schiffsklassen (wen interessiert's?) und einem längeren Vortrag über irgendwelche Aliens, von denen wir bald nichts mehr hören werden. Das trug Züge einer Selbstparodie. Die Datenblatt-Auszüge haben allerdings marginal zum Verständnis der Handlung beigetragen, was ich für die irrelevanten Marotten Pika(chu)s nicht gelten lasse.

Die magische Biowaffe wurde entfernt, kaum dass sie erwähnt wurde. So was!

Dass der gemeinsame Zellaktivator Luas und Vogels zum Problem werden würde war auf ermüdende Weise absehbar und dieses plot device wurde zuvor regelrecht beworben. Umso ärgerlicher ist es, wenn es dann benutzt wird, natürlich mit berechenbarem Ergebnis. Mich dünkt, dass das noch öfter passieren wird.

Wieso benötigt Vogel den ZA nochmal? Habe ich da etwas vergessen? Ist es in der MOCKINGBIRD passiert, als der Balg ihn überfiel oder was da los war? Vogel steht doch zeitlich und körperlich am Anfang seines Lebens und ist nicht Tausende von Jahren alt? Sein Überleben hatte den gegenteiligen Effekt als geplant; ich war alles andere als erleichtert.

Immerhin haben wir erfahren, dass zur Zeit der Erfindung des Interkosmo nicht geistig umnachtete Soziologen am Ruder waren und es nicht 60+ Geschlechter gab, die man nach Belieben wechseln konnte. Die deutsche Formulierung "wo der Hammer hängt" hat es aber 1:1 ins Interkosmo geschafft.

Die wiederholten Beschreibungen/Informationen stören mich bei einer Heftromanserie nicht. Das lasse ich als Service für Leser, die einen Band überspringen oder verpassen, durchgehen.

Herrn Fürstenfeld muss ich respektvoll widersprechen. Es macht Sinn, dass die Reparatur der spezielle Technik enthaltenden und noch dazu privaten RAS lange benötigt, wenn dazu kaum Ressourcen vorhanden sind und eine Galaxis wiederaufgebaut wird; wogegen beim Aggregat wohl nur die Bewohner der jeweiligen Schiffe ihre Schleusen entkoppeln müssen. Das ist noch vertretbar, auch wenn es im direkten Vergleich albern aussieht.
Herr Kreis hat Recht dass keine Spannung aufkommt, wenn Hauptfiguren in Gefahr geraten. Nebenfiguren müssen gerade nicht ums Leben kommen, aber es ist spannender, wenn diese bedroht sind, da sie (langfristig) 'überflüssig' sind. Leider ist es heute so, dass tatsächlich ständig jemand in Lebensgefahr ist, weil die Autoren billige Action auf Teufel komm raus wollen. Spannung kann man auch anders erzeugen. Die von Ihnen genannten Romanserien lese ich gerade nicht.
Was die Tiuphoren und die Gyanli betrifft so rechne ich mit irgendetwas Dämlichem. Es wäre schön wenn es so einfach wäre wie von Ihnen prognostiziert. Am Ende werden wir wahrscheinlich sehen, dass die bösen Tiuphoren irgendwie geheit oder bekehrt werden. Ob die Gyanli dabei eine Funktion wie Imperator Palpatine in Star Wars einnehmen werden (wurde eingeführt, um Darth Vader sympathischer zu machen) wird sich zeigen.
Ich bin auch nicht der Ansicht, dass man schlechte Arbeit damit rechtfertigen kann, dass es sich um eine Heftromanserie handelt, zumal es viele schlechte reguläre Romane gibt. Das lasse ich für Stilfragen oder logische Fehler gelten, nicht aber für einen m.E. grundsätzlich falschen Fokus, schlechtes Charakterdesign und Exposé-Fehlentscheidungen. Die Fehler wären auch vorhanden, wenn die entsprechenden Personen ein Jahr für den Roman Zeit hätten.

P.S. Off-topic - was ist eigentlich mit Larhatoon? Immer noch vom Tribunal besetzt? Wie vermeiden die Galaktiker dann eine Begegnung mit den Atopen (wurden doch entsorgt)? Ist Bully nicht in Larhatoon?


Rainer Fürstenfeld (06.11.2016):

Moin. Ja, es gibt einige Ungereimtheiten, nicht nur die Frage der Navigation im Staubring. Mich wundert vor allem, dass die Reparatur der RT Jahre gedauert hat, aber das Aggregat, welches über 100 KM lang ist und aus hunderten Raumschiffen besteht, in 2-3 Tagen komplett zerlegt und die noch heilen Raumschiffe wieder flugtauglich gemacht werden können.
Nicht gewundert hat mich hingegen Vogels überleben. Er ist der klassische Außenseitertyp, den eigentlich alle liebhaben sollen. Tatsächlich hat es der Schnabelmann aber nicht in mein Herz geschafft, auch wenn er noch so zärtlich an Luas Haaren knabbert (mit einem Schnabel wohlgemerkt, wie das gehen soll ist mir auch nicht klar...).
Nicht verstehen kann ich die Kritik, es mache keinen Sinn eine Hauptfigur in Gefahr zu bringen, da sie eh überleben wird. Das wird immer als unspannend und vorhersehbar angeprangert. Aber wie soll es denn laufen? Es kann ja nicht in jedem 3. Heft eine Haupt- oder Hauptnebenfigur draufgehen. Das gehört eben zu solchen Romanserien dazu, ich finde das ganz normal und es stört mich auch nicht weiter. Außerdem laufen die ja nicht alle in jedem Heft um ihr Leben.
Andere aber schon, z.B. John Sinclair seit 2000 Heften, Lassiter seit 2300 Heften, und Jerry Cotton seit 3100 Heften. Wenn es danach ginge, bräuchte man diese Hefte gar nicht erst lesen, die überleben ja auch immer ;-)
Kleiner Ausblick? Die Tiuphoren aus der Milchstraße werden die Gyanli komplett aus Orpleyd tilgen, vielleicht auch alle anderen Völker, Gucky und Team werden Perry zurückbekommen und mit der RAS in die Heimat aufbrechen.
Keine von Weltbestseller-Autoren verfasste Literatur, aber wer die erwartet, sollte halt keine keine Wochenromane lesen.


Anonymus (05.11.2016):

Danke für die wie immer runde Zusammenfassung und den ehrlichen Kommentar.

Es stimmt: Die ewigen Wiederholungen gehen an die Nerven. Es zeugt sicherlich von guter Absicht Sachverhalte zu wiederholen um dem "Neuleser" den Einstieg zu erleichtern. Aber mal ehrlich: Man muss eben mal ca. 20 bis 100 Hefte gelesen haben um im Perry Universum angekommen zu sein. Die Komplexität ist ja gerade der Reiz an der Serie. :-)

Lua und Vogel hätten besser mit der Atlanc verschwinden sollen.

Was ist mit Alraska Saedelaere und den Pantern mit Ohrenhänden? Es wäre schön von ihnen zu lesen!



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