PR 2875
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Perry Rhodan Nr. 2875: Die vereiste Galaxis

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Perry Rhodan und Pey-Ceyan wurden erschossen. Ihre Herzen wurden von Energiestrahlen durchbohrt. Seit dem körperlichen Tod befinden sich die ÜBSEF-Konstanten des Terraners und der Larin im Sextadim-Banner des tiuphorischen Sterngewerkes SHEZZERKUD. Sie existieren in einer von ihnen selbst imaginierten Scheinwelt und wissen nicht, wieviel Zeit vergangen ist, denn im Catiuphat ist der Zeitverlauf anders als im Einsteinuniversum. Auf der Flucht vor einem Trostreichen, der die beiden als Störfaktoren betrachtet, erhalten sie Hilfe von Attilar Leccore. Der TLD-Chef befindet sich nach wie vor in der Identität des Orakel-Pagen Paqar Taxmapu im Sterngewerk CIPPACOTNAL. Das Catiuphat umfasst die Banner aller Sterngewerke, deshalb ist es für Leccore kein Problem, Rhodan und Pey-Ceyan in seine Zuflucht zu führen. Dort sind die beiden zunächst sicher. Anders als bei der Expedition ins Catiuphat vor zwei Jahren leidet Pey-Ceyan stärker als Rhodan unter der Situation und droht ihr Selbst zu verlieren. Zudem wächst in ihr die Neugier auf die tieferen Schichten des Catiuphats.

Leccore hat aufregende Neuigkeiten für Rhodan, der gestorben ist, bevor die Schlacht um das Solsystem entschieden war. Erst jetzt erfährt er, wie alles ausgegangen ist. Ungefähr 20.000 Sterngewerke haben die Schlacht überstanden und befinden sich seit geraumer Zeit im Leerraum, 3,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Die SHEZZERKUD wurde in der Schlacht beschädigt und muss repariert werden. Ihr Ziel ist die 131 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernte Galaxie Orpleyd. Von dort ist die SHEZZERKUD gekommen. Es handelt sich vermutlich um die Urheimat der Tiuphoren. Die Vergangenheits-Sterngewerke können die gewaltige Entfernung nach Orpleyd nicht aus eigener Kraft überwinden. So viele Sterngewerke wie möglich werden so umgerüstet, dass sie die von der SHEZZERKUD zur Reise in die Milchstraße verlegte und von der PEZZWYNEC unter hohem Energieaufwand offen gehaltene Sextadim-Halbspurtrasse nutzen können.

Verblüfft muss Rhodan zur Kenntnis nehmen, dass man in der Milchstraße bereits den 14. März 1521 NGZ schreibt - zwei Jahre sind seit Rhodans und Pey-Ceyans Tod vergangen! Ihre Körper wurden seinerzeit sofort in Kryostase gelegt und könnten mit moderner Medotechnik durchaus wieder lebensfähig gemacht werden. Sie befinden sich in der SHEZZERKUD. Der Xenoermittler Shoer Venyeth hat die Leichen in seiner Obhut. Rhodan ist für den Tiuphoren aufgrund des Vitalenergiespenders, den er sicherheitshalber noch nicht aus dem Körper herausgeschnitten hat, ein wertvolles Forschungsobjekt. Auch die Dakkar-Spanne ist sehr interessant. Venyeth ist der Überzeugung, es müsse einen tieferen Grund dafür geben, dass ihm beide Geräte ausgerechnet jetzt, nach dem Ruf zur Sammlung, in die Hände gefallen sind. Knaudh, Orakel-Page der SHEZZERKUD, ist nicht mit Venyeths Arbeit einverstanden. Er setzt alles daran, die Körper zu vernichten, wie es mit allen Opfern geschehen muss, damit deren Geistkomponenten keine Unruhe ins Catiuphat bringen. Caradocc Paddkavu Yolloc hält sich aus dem Streit heraus. Venyeth und Knaudh sollen die Sache unter sich ausmachen. Venyeth sichert sein Labor mit einem Fallensystem und errichtet Schutzschirme über den Körpern.

Nur in der CIPPACOTNAL könnte sich Leccore der Körper annehmen und sie zur Rückkehr der ÜBSEF-Konstanten vorbereiten. In Taxmapus Gestalt mischt er sich in die Auseinandersetzung zwischen Venyeth und Knaudh ein. Er schlägt sich auf Venyeths Seite. Venyeth lässt zu, dass sich Taxmapu den Leichen nähert. So kann Leccore ein Templat von Rhodan anfertigen. Er bildet das Gehirn des Terraners im Körper des Orakel-Pagen nach. Mit Leccores Hilfe kann Rhodans Geist Besitz von dem Gehirn ergreifen, während sich Leccore bis auf einen kleinen Rest zurückzieht. Somit kann Rhodan in Taxmapus Gestalt und ausgestattet mit den Fähigkeiten eines Koda Aratier aktiv werden. Rhodan und Pey-Ceyan locken Urccale, das Orakel der CIPPACOTNAL, ins Catiuphat, indem sie sich wie Wahnsinnige gebärden. Als Rhodan Urccale "berührt", kommt es zu einer unerwarteten Wechselwirkung. Das Catiuphat reagiert auf Rhodans Andersartigkeit. Ein Riss tut sich auf, der bis hinab in den fünften Torus reicht. Urccale wird auf Nimmerwiedersehen verschlungen. Rhodan und Pey-Ceyan blicken in den Riss und gewinnen neue Erkenntnisse. Torus V wird als "Kranz" bezeichnet. In noch tieferen Schichten existiert etwas Uraltes, von dem weiter oben nur ein mildes Abbild erkennbar ist. In der Tiefe sieht Pey-Ceyan eine vereiste Galaxie mit einem Gürtel aus Staub. Von dort, so meint sie, kommt das Catiuphat.

Rhodan alias Taxmapu verlässt das Catiuphat, trifft sich mit seinem Caradocc Maxal Xommot und berichtet von Urccales "Unfall". Er wird zum neuen Orakel ernannt und darf im offiziellen Auftrag des Caradocc zur SHEZZERKUD übersetzen. Von Yolloc erfährt er, dass die Gegenwarts-Tiuphoren das 16. Jahrhundert NGZ als Epoche Ruf bezeichnen. Tollan Tepechu ist derzeitiger Tomcca-Caradocc. In der CHIZZAYPHER soll demnächst eine Versammlung aller Orakel stattfinden. "Taxmapu" besucht Venyeth, den er mit seinem Wissen über den Zellaktivator, die Dakkar-Spanne und die im Labor installierten Waffen beeindruckt. Um Verbesserungsvorschläge machen zu können, darf Taxmapu das Fallensystem genauer in Augenschein nehmen. Anschließend fertigt Rhodan ein Templat des SHEZZERKUD-Orakels Verssidai Happuru an und bricht in Knaudhs Gestalt in Venyeths Privaträume ein. Natürlich gibt es dort Überwachungskameras, und so kann Venyeth beobachten, wie sein Erzfeind die Dakkar-Spanne und einen Speicherkristall stiehlt.

Rhodan hat Glück, denn ihm war der volle Funktionsumfang der Dakkar-Spanne noch nicht bekannt. Der Speicherkristall enthält Venyeths Forschungsergebnisse, denen Rhodan entnehmen kann, dass sich die Dakkar-Spanne wie ein Fiktivtransmitter nutzen lässt. Nach einem Fehlsprung mit schmerzhaften Folgen, die in den nächsten Tagen erst einmal auskuriert werden müssen, springt Rhodan nur noch in Moizens Begleitung. Der Ysicc verleiht ihm Sicherheit im Umgang mit der Dakkar-Spanne. Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, springt Rhodan von der CIPPACOTNAL in die SHEZZERKUD. Wieder verwandelt er sich in Knaudh. Da er die Verteidigungssysteme des Labors kennt, kann er dort problemlos eindringen. Er schlägt Venyeth nieder, bringt die Körper in die CIPPACOTNAL und lässt es so aussehen, als habe Knaudh sie zerstört.

Die Körper werden wiederhergestellt, aber das nimmt viel Zeit in Anspruch. Am 18. Juli 1522 NGZ teilt Leccore seinen Schützlingen mit, dass die Sterngewerke bereits in die Sextadim-Halbspurtrasse eingeflogen sind. Leccore hat den Eindruck, dass sich die Tiuphoren vor Orpleyd ekeln, was nicht verwunderlich ist, denn sie wurden vor langer Zeit von der planetengebundenen Existenz "erlöst" und leben seither ausschließlich in ihren Raumschiffen. Die Tiuphoren betrachten die Reise nach Orpleyd nicht als Heimkehr. Sie haben vielmehr die Absicht, die Galaxie zu zerstören und zu "bestatten". Leccore zufolge steckt nicht nur die Lust an der Zerstörung hinter diesem Vorhaben. Um mehr zu erfahren, will Rhodan in Torus V vordringen.

Kringels Meinung:

Perry Rhodan ist tot, es lebe Perry Rhodan!

Das Positive zuerst, damit es nicht wieder heißt, ich würde immer nur meckern. Der Roman hat mein Interesse für die weiteren Geschehnisse in Orpleyd geweckt. Außerdem will ich Christian Montillon zugutehalten, dass er die Auflösung des Cliffhangers nicht länger hinausgezögert hat als unbedingt nötig. Ich finde es völlig in Ordnung, dass Rhodan schon im ersten Band des neuen Zyklus nach ein paar Seiten wieder mittendrin und voll dabei ist. Aber warum fängt Montillon gleich mit einem neuen Cliffhanger (drohende Vernichtung der Körper) an und warum wurden Rhodans und Pey-Ceyans Körper nicht sofort desintegriert, sondern in Kryostase gehalten? Knaudh merkt zu Recht an, dass die Tiuphoren normalerweise ganz anders mit ihren Opfern umgehen. Ich sehe ein, dass Venyeth ein persönliches Interesse daran hat, in aller Ruhe an Rhodans Leiche herumschnippeln zu können. Aber wie hat er es geschafft, die Körper für sich ganz allein abzuzweigen? Schließlich hat er Yolloc nicht über die Dakkar-Spanne und den Zellaktivator informiert.

Natürlich sollte ich mir diese Fragen gar nicht stellen. Es ist doch sonnenklar, dass Rhodan seinen Körper irgendwann zurückerhalten wird. Da muss man sich halt irgendeine Lösung ausdenken, und sei sie noch so weit hergeholt. Die ganze Angelegenheit kann so, wie Montillon sie konstruiert, natürlich nur wegen des Streits zwischen Knaudh und Venyeth funktionieren. Von mir aus soll es so sein, aber es hätten nicht gar so viele Seiten mit dem Geplänkel zwischen den beiden Tiuphoren gefüllt werden müssen. Dummerweise werden wieder mal diverse Zufälle und andere Unglaubwürdigkeiten bemüht. Rhodans Plan steht und fällt mit der Dakkar-Spanne. Rhodan hat dieses mächtige Werkzeug, für das er den Ur-Controller opfern musste, also nicht abgelegt, bevor er sich den Tiuphoren ausgeliefert hat?!? Vergesslichkeit oder Absicht? Ich weiß nicht, was schwerer zu glauben ist: Dass Rhodan einfach nicht daran gedacht haben soll, vor dem schweren Gang zur SHEZZERKUD alles abzulegen, was den Tiuphoren besser nicht in die Hände fallen sollte - oder dass er in einem Anfall von Hellseherei schon damals der Meinung gewesen sein soll, er werde irgendwann und irgendwie auf das Ding zugreifen können. Jedenfalls kann Rhodan jetzt teleportieren. Toll! Wenn wir keinen Mausbiber dabeihaben, basteln wir uns halt einen neuen Teleporter! ∗facepalm∗

Was gibt es zum Zyklusauftakt noch zu sagen? Nicht viel, denn meine Befürchtungen scheinen sich zu bewahrheiten. Der Zyklus "Die Jenzeitigen Lande" ist zu Ende, der Tiuphorenzyklus nicht! Die altbekannten und schon mehrfach wiederholten Konstellationen werden nochmals aufgewärmt, insbesondere die unseren Helden zu Gute kommenden internen Machtkämpfe der Tiuphoren und Leccore als Wunderwaffe mit immer neuen Fähigkeiten. Warum Leccore nicht einfach Knaudhs und Venyeths Identität annimmt, erschließt sich mir nicht. Ähnliches hat er vor nicht allzu langer Zeit schon mehrfach getan. Zugegeben, wäre er so vorgegangen, dann wäre der Roman ein gutes Stück kürzer geworden und Rhodan hätte untätig im Catiuphat warten müssen.

Ähnlich wie bei Atlans Abenteuern in den Jenzeitigen Landen wird mit dem Catiuphat etwas beschrieben, das so ungewöhnlich, phantastisch und irreal ist, dass man es eigentlich gar nicht beschreiben kann. Und prompt wird es banal. Die Ausrede ist immer dieselbe. Rhodans Bewusstsein kann das Catiuphat nicht so wahrnehmen wie es wirklich ist. Deshalb erzeugt es eine aus ihm vertrauten Elementen zusammengesetzte virtuelle Umgebung. Ich glaube nicht, dass das in den tieferen Schichten des Catiuphats anders sein wird. Vielleicht stapft ja bald wieder jemand durch die Kanalisation ...

J. Kreis, 24.09.2016


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Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


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Patrick (30.09.2016):

Ich gebe Ihnen bei der Bewertung 100% Recht, insbesondere beim letzten Absatz.

Das fundamentale Problem der Serie bzw. der Autoren besteht darin, dass man etwas Fantastisches schreiben will, aber der Sinn für das Fantastische vollkommen fehlt. Statt es einfach zu lassen, versucht man es immer wieder, was dann zu einer Art Vandalismus führt.

Also: Seit etwa Band 2000 kann man mit ES und der ganzen SI-Thematik nicht mehr umgehen. Statt das einfach zurückzufahren bringt man diese Geschichten immer wieder, was zu dem bemängelten Geschwurbel führt. Die 'Lehre', die man daraus zieht, besthet nicht in einer nüchternen Korrektur oder einem Bemühen um Verbesserung, sondern, salopp formuliert, gleich im Wegschmeißen von ES. Das war einer der drastischsten Schritte in der Geschichte der Serie, auch wenn man sehen muss, ob er endgültig ist.

Tifflor wurde ohne Not zu einem unvorstellbaren Wesen transformiert (sein Marsch durch den Zeitspeer). Dann wurde er ebenfalls (mutmaßlich) weggeworfen, indem man ihn zu einem Atopen gemacht und sogleich die Atopen aus der Serie entfernt hat, obwohl es doch interessant gewesen wäre, von Tifflors Abenteuern als Atope zu lesen. Wir reden nicht von irgendeiner Figur, sondern von Tifflor. Was haben die sich dabei gedacht?

Mein Punkt war immer: Wenn die Autoren 'zaubern' wollen, dann ziehen sie sich dafür etwas aus der Nase. Eben Leccore oder die Dakkar-Spanne. Wenn die Autoren mystifizierendes Geschwurbel bringen wollen, dann tun sie das eben. Hierzu bietet sich z.B. das Catiuphat an.

Deshalb wird nichts dadurch besser, wenn man Serienelemente wie ES kurz und klein schlägt. Wir haben es mit einem handwerklichen Problem der Autoren zu tun, das sich nicht an Teilaspekten der Handlung festmachen lässt und das uns wahrscheinlich weiter beschäftigen wird. (Deshalb habe ich Kritik an Einzelaspekten immer als verfehlt angesehen.) Dass es auch anders geht, beweisen z.B. der Posbi-Zyklus oder der unfreiwillige Abstecher ins Twin-System. Damals gab es ES, es gab Gigantomanismus (die riesgen, künstlichen Sonnentransmitter) und ziemlich absurde Handlungsorte (Hohlwelt Horror), aber die erste Autorengeneration war schlicht besser. Wenn man diese alten Romane liest dann hat man den Eindruck, dass das Universum ein Ort voller Rätsel und Herausforderungen ist, denen die Neugier und der Wille des Menschen gegnüberstehen - gar kein Vergleich zu Atlans absurder Bootstour. (Was denn das sei? "Das ist der Urknall.")

Dass Rhodans Körper schon schön bereit liegt ist affig, aber immerhin erspart uns das einen ewig langen Kampf um seine körperliche Existenz mit sicherem Ausgang. Daran merkt man, dass es sich um einen Kurzzyklus handelt.

Was den Ausblick anbelangt bin ich eher pessimistisch, solange sich an den Fähigkeiten der Autoren nichts ändert. Die Entfernung von ES war kein Befreiungsschlag, sondern ein Zeugnis der Hilflosigkeit. Im Moment frage ich mich daher, was als nächstes kaputt gemacht wird. Ein Lichtblick: Nach der wirren Chronofossilien/ESTARTU-Geschichte und dem m.E. vergeigten Hangay-Zyklus war der Cantaro-Zyklus doch recht spannend und unterhaltsam. Es besteht - etwas - Hoffnung, dass es nach dem Tiuphoren-Unfug besser wird. Leider fürchte ich, dass die Tiuphoren nicht verschwinden werden, da deren Umtriebe offensichtlich das vorbereiten, was ab Band 3000 geschehen soll. Jedenfalls verstehe ich so die Andeutungen im letzten Band. Daher ist es gut möglich, dass die Tiuphoren auch ab Band 3000 in irgendeiner Form in der Gegend herumspuken werden. Stellen Sie sich besser darauf ein.


Wolfgang K. (26.09.2016):

Ist es ein Vorurteil, wenn ich mit CMs Romanen zumeist ein Problem habe? Irgendwie entdecke ich bei ihm immer eine Fülle von effekthascherischen Absurditäten. Aktuell: glühende Metallhaufen nach Desintegratorenbeschuß. Ein absolut inkompetentes Tiu-Schiffsgehirn, das ein veritables Feuerwerk im Schiffsinnern nicht bemerkt. Durch Beschuß vermischte Banner. Mit einem Koda Aratier-Templat werden Erinnerungen und Persönlichkeiten übernommen, aber Perry muss das Laufen und Atmen "lernen"? Aber der absolut grandioseste Blödsinn ist die Mitnahme der Dakkarspanne zur eigenen Hinrichtung. Dann schon lieber ein Neacue-Zwilling im Sterngewerk als so eine dumme Entscheidung. Und dann noch die CM-typischen Effekthaschereien wie die "auf atomarer Ebene vermischten" Körper- und Schiffsteile oder der kurze Aufenthalt im Vakuum.

Dann machen wir halt weiter mit dem in Band 2800 begonnenen Tiuphorenzyklus. Hoffentlich ist in 2899 dann endgültig Schluß.

Und Dir, Hans, gute Besserung und gerne weiterhin so substantielle Kommentare.


Hans (24.09.2016):

Achtung: heute keine Spaßbrille!
Wo ist das dickere Umschlagpapier samt Hochglanzkaschierung? Muss der Verlag schon sparen? Einem mit so großem Trarah angekündigten Jubiband ist das normale 'Outfit' echt unangemessen. Da es ja sowieso defacto kein neuer Zyklus ist, sollte mir das eigentlich relativ egal sein. Ein farbiges Miniposter der COLPCOR hätte es aber ruhig sein dürfen! Hätt' ich auch gern 20 cent mehr bezahlt. Bei der RZ geht es munter weiter mit inkonsistenter Planung. Im Text zur RZ steht, daß das Schiffsgehirn SKEPTOR vor Neugeburt des Schiffes im 'Lazarus-Modus' ausgelagert wird und hernach über "alles Wissen und Erfahrung des Vorgängers verfügt" und aus Zerstörung lernen kann. Hmh, wie war das mit Matans mehrfacher, mutwilliger Zerstörung wg. Datenlöschung und so? Auch da wird man sich irgendwann wieder rausreden. Der Zeichner hat die, übrigens sehr gelungene Zeichnung sicher schon vor Monaten erstellt und wurde wohl nicht richtig informiert. Im Shitstorm-Thread zum letzten Heft im PR-Forum verstieg sich WiVa gegen Ende hin wieder zu oberlehrerhaftem Dozieren. Verglich das AT ff. mit dem MDI-Zyklus bei dem genauso viele Fragen offen geblieben seien, die bis heute nicht geklärt wurden - solche Attitüden gefallen mir ganz und gar nicht, genau deswegen bin ich diese Woche PR-Forums-abstinent geblieben außerdem kostet mich die Lektüre dort jetzt zuviel Zeit ;-), das pendeln zwischen Klinik und Wohnung braucht gut anderthalb Stunden pro Tag. Hab leider in der Tagesklinik einen Ergotherapeuten, der auch so von oben herab abgeht und den seh' ich fünf mal die Woche. Das reicht!

Hab das Heft am Donnerstag geholt und angelesen. Die Beschreibung des Catiuphats gefiel mir und als ich das Heft nach ein paar Seiten weglegte dachte ich 'schön, könnte ein gutes Heft werden'. Leider hab ich mich getäuscht. Den Rest las ich heute - normalerweise gefallen mir solche Gimmicks, wie die Dakkarspanne aber der dann doch durchbrechende Schreibstil von CM und diverse Logikbugs haben leider mein Lesevergnügen getrübt. Der dickste Hammer: als Rhodan in den freien Weltraum teleportiert und darüber sinniert, daß man als Terraner einige Minuten im Vakkuum bei minus 274 Grad Celsius überleben kann. Ein Oxtorner könnte das überstehen aber sicher kein Mensch, der würde sofort schockgefroren und per explosiver Dekompression der Lunge ins Jenseits befördert. Der Autor hätte diesen Quatsch einfach beheben können indem er die robustere Konstitution der Tiu-Körper und Yssics bemüht hätte (wurde irgendwann auch mal so beschrieben) aber nein, vieles kommt mir so vor als ob CM unter Zeitdruck stand als er das Heft schrieb und das ist einem Jubi-Band einfach extrem unangemessen!!! Ich hab jetzt auch keine Lust die teilweise seltsamen Satzkonstruktionen und Wortschöpfungen zu zitieren, die CM ja dauernd erfindet. Mich stört das beim Lesefluß. Von PR-Technologie hat CM auch wenig Ahnung aber da er Expokrat ist, darf er das leider: die Umrüstung der Alt-Sterngewerke bringt diese auf "Hawk-III-Niveau" (und auf S.21 blinken "Dioden" an einem Roboter)? Das ist so unterirdisch unglaubwürdig... anhand der bisher beschriebenen 5- und 6-D-Sprünge zur Fortbewegung dieser Raumbarbaren und ihrer Sterngewerke. Die sofortige Ernennung von Leccore zum Orakel geht in dieselbe Richtung - plotdriven aber unlogisch. Das ist so als ob man einen unerfahrenen Assistenzarzt, der bisher nur einmal zugesehen hat, adhoc eine komplizierte Gehirnoperation machen lässt - und mit ein bißchen Mühe, durch die veränderte (Not)Situation der Alt-Tius hätte in einem Satz erklärt werden können. CM tanzt ja literarisch auf vielen Hochzeiten somit möchte ich ihm keine Faulheit oder Schludrigkeit unterstellen - der Mann hat offenbar viel zuwenig Zeit um solche Bugs etc. zu vermeiden und das Lektorat pennt oder traut sich nicht, den Expokraten zu korrigieren?! Und der andere Expokrat ist ein Oberlehrer... Mein Rat: nur noch Gastautoren für Jubelbände anheuern. Mein Fazit: der Ausblick auf die Galaxis Orpleyd (die in einem unteren Torus bereits vereist ins Nirvana rollt) und die "uralte" Sache im untersten Torus hat tatsächlich Neugierpotential für mich. KÖNNTE interessant werden. Aber mit dem Schreibstil von CM werde ich mich nie anfreunden. Leccores Fähigkeiten werden immer krasser und omnipotenter geschildert (vielleicht outet er sich ja irgendwann als Kosmokrat in geheimer Mission [grins]) was wohl heißen könnte, daß er uns noch eine ganze Weile erhalten bleibt. Ohne ihn liefe gar nix für Rhodan, Dakkarspanne hin oder her. Spekulation: in einer Gruft ist es kalt, die Tius wollen ihre alte Heimat in eine solche verwandeln. Im Catiuphat ist das offenbar bereits vorweggenommen gem. Vision von Pey-Cean - könnte somit auf die Vollendung einer Zeitschleife hinauslaufen und das Catiuphat ist so eine Art Mini-Synchronie? Garantiert wird in Orpleyd eine Widerstandsorganisation abtrünniger Tius auftauchen und gegen die drohende Vereisung ankämpfen. Ach ja, Titel und Untertitel sind reine Ver**schung, Rhodan ist sicher nicht einsam und angekommen in Orpleyd eh noch nicht. Schönes Titelbild. Gesamtnote 3- für das Heft.

@Patrick
Herzlichen Dank für deine Genesungswünsche!

Nachtrag:
Das Heft hat ein Glossar, gerade erst entdeckt. "In der Perry-Rhodan-Serie geht man davon aus, dass ein Mensch etwa 15 Sekunden" im Vakuum überleben kann. Und Perry Rhodan ist kursiv gesetzt. Häh??? Nee is klar :-)). War also Absicht. Was kommt als nächstes? Aus 7 Dutzend plophosischen Hühnereiern bau ich mir morgen 'ne Kosmokratenwalze? Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt? CM scheint ein Faible für Pippi Langstrumpf zu haben. Find' ich echt strange :-))



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