PR 2873
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Perry Rhodan Nr. 2873: Das Atopische Fanal

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Nur aus den Jenzeitigen Landen, so glaubt Matan Addaru Jabarim, kann noch etwas für GA-yomaad bewirkt werden. Doch es gelingt dem Atopen nicht, mit der 233-COLPCOR, die neuerdings von YLA pilotiert wird, durch den Atopischen Konduktor des Baagsystems in die Synchronie vorzudringen. Matan Addarus Suche nach dem verschwundenen Polyport-System war bisher erfolglos. Nur die Zusammenarbeit zwischen Galaktikern und Onryonen - so auch im Baagsystem, das zu einem Zufluchtsort für Onryonen geworden ist, die vor der Tiuphorengefahr geflohen sind - ist eine Entwicklung, die der Atope mit Zufriedenheit zur Kenntnis nimmt. Um das Solsystem zu retten und dennoch mehr über die Ursachen der Ekpyrosis zu erfahren, fasst Matan Addaru Anfang Januar 1519 NGZ den Entschluss, TAFALLAS Korpus aus der Sonne Sol herauszureißen und ein Atopisches Fanal zu entzünden.

Die Evakuierung des Solsystems ist weit vorangeschritten. Nur wenige Menschen und Angehörige anderer Völker halten sich noch auf den solaren Planeten auf, zum Beispiel eine Jülziish-Reisegruppe, die im menschenleeren Paris den Eiffelturm besichtigt. Die Nückürmynn-Reisegruppe beugt sich der aschfahlen Kreatur der terranischen Verwaltungsvorschriften und leistet den Anweisungen des Evakuierungs-Kommissars Mato Cardweel Folge, der die großen Städte Europas bereist, um einerseits verschiedene Kulturgüter wie die an den Dolan-Angriff mahnende 35 Meter hohe Haluter-Statue am Alten Graben in Ruhrstadt zu sichern und andererseits dafür zu sorgen, dass die letzten Evakuierungsgruppen per Raumschiff zur Wega oder per BACKDOOR-Transmittersystem zum Geheimplaneten Sedna im Eisrad-System gebracht werden. Die Perforationspassage ist Mitte Januar 1519 NGZ schon sehr nahe, und anders als im Falle des Systems von Janskys Stern macht sie sich aus unbekannten Gründen als mit bloßem Auge erkennbare Leuchterscheinung bemerkbar. Sobald Cardweel seine Aufgaben erledigt hat, kehrt er zu seinen beiden Kindern zurück, um Terra mit ihnen zu verlassen.

Perry Rhodan konferiert am 17. Januar im Solaren Haus mit Cai Cheung, Hekéner Sharoun, Aichatou Zakara und Sichu Dorksteiger. Es gibt eine gute Neuigkeit - der "Einfädler" kann auch ohne Dakkar-Spanne ein Transformgeschoss mitten in ein Sextadim-Banner feuern und wurde in fünf Schiffen der JUPITER-Klasse installiert, die Pläne wurden den Verbündeten zur Verfügung gestellt - doch ihr stehen viel zu viele Schreckensnachrichten gegenüber. Die Völker der Milchstraße haben hunderttausende Raumschiffe sowie zahlreiche Werften an die Indoktrinatoren verloren. 20.000 Sterngewerke sind bereits außerhalb des vom TERRANOVA-Schirm geschützten Solsystems in Stellung gegangen und es werden ständig mehr. 113.100 Einheiten der Terraner, Arkoniden, Posbis und Haluter sollen das Solsystem verteidigen. Weniger als die Hälfte sind mit dem ParaFrakt bestückt. Perry Rhodan wurde zum Oberkommandierenden ernannt. Matan Addaru meldet sich, bittet um Einlass ins Solsystem und erläutert seinen Plan. Durch die Entfernung des Superintelligenzen-Korpus wäre das Solsystem gerettet, eventuell würde das Atopische Tribunal sogar versuchen, den Zeitriss zu schließen. Sollten die Kardinal-Fraktoren freiwillig ins Exil gehen, werde es keine weiteren Strafen gehen. Da sich Matan Addaru seiner Sache nicht ganz sicher zu sein scheint, erlaubt Rhodan dem Atopen die Durchquerung des TERRANOVA-Schirmes - sofern es ihm vorher gelingt, die Perforationspassage und die Tiuphoren unschädlich zu machen.

So leicht lässt sich Matan Addaru nicht abwimmeln. Unaufhaltsam und auf eine selbst für Gholdorodyn unverständliche Art und Weise durchdringt die 233-COLPCOR den TERRANOA-Schirm. Die RAS TSCHUBAI gibt mehr pro forma und völlig ergebnislos ein paar Schüsse ab. Auch Quella Feofee, die den Genius des in der Nähe Sols operierenden Raumvaters ZAATRO im Griff hat, kann nicht verhindern, dass der Superintelligenzen-Korpus extrahiert wird. Im selben Moment rast eine fünf- und sechsdimensionale Schockwelle durch das Sonnensystem. Sämtliche Hypertechnik fällt aus, das BACKDOOR-Transmittersystem stellt den Betrieb ein und der TERRANOVA-Schirm kollabiert. Das Atopenschiff zerrt TAFALLAS Korpus hinter sich her und scheint mehrfach vernichtet zu werden, nur um in veränderter Form neu zu erstehen. Die Menschen erleiden schreckliche Schmerzen und werden vorübergehend bewusstlos. Allerdings sind auch die Sterngewerke betroffen; die Tiuphoren greifen deshalb nicht an. Cardweel und seine Familie verlassen Terra mit einer aus einem Museum stammenden, ausschließlich mit Lowtech bestückten vastralischen Raumjacht. Als die Hypertechnik wieder funktioniert und die Menschen das Bewusstsein wiedererlangen, droht Cardweels Jacht von einer Sonnenprotuberanz vernichtet zu werden.

Da meldet sich eine veränderte, nicht mehr fragmentiert aussehende YLA aus der 236-COLPCOR. Das Schiff ist mit dem SI-Korpus verschmolzen und bittet darum, gehen gelassen zu werden. Rhodan erkennt, dass das Schiff geschwächt ist. Er könnte die Gunst der Stunde nutzen und den Angriffsbefehl erteilen, verzichtet aber darauf. Die neue COLPCOR bringt Cardweels Jacht in Sicherheit. Es wird zwölf Stunden dauern, bis der TERRANOVA-Schirm wieder einsatzbereit ist. Cai Cheung ist deshalb bereit, den Tiuphoren das Solsystem zu überlassen, doch Rhodan will die Entscheidung - die Aggressoren sollen hier und jetzt aufgehalten werden. Die nächste Hiobsbotschaft folgt: Die Perforationspassage hat Fahrt aufgenommen und wird das Solsystem schon am nächsten Tag erreichen.

Fasziniert beobachten die Gegenwarts-Tiuphoren die chaotischen Vorgänge im Solsystem. Sie stellen fest, dass die aus Sol extrahierte tote Entität revitalisiert wurde. Paddkavu Yolloc ist entschlossen, diesen "Superintelligenzen-Embryo" ins Catiuphat zu integrieren. Für ihn steht fest, dass sich seine SHEZZERKUD aus genau diesem Grund an diesem Ort befindet - und seiner Meinung nach gibt es in der ganzen Galaxie kein Raumschiff, das ihr widerstehen könnte.

Kringels Meinung:

Schon wieder ein neuer absolut unbesiegbarer Gegner? Abwarten: Die Gegenwarts-Tiuphoren kennen die MOCKINGBIRD noch nicht. Und selbst wenn sie sie kennen würden, wäre es kein Problem für den Atopen Tifflor, sein Schiff in den Jenzeitigen Landen so zu modifizieren, dass es den Tiuphoren eben doch gewachsen wäre.

Ich finde es ein wenig befremdlich, dass mehr oder weniger oberflächlich über die unfassbaren Verluste der Milchstraßenvölker (hunderttausende Schiffe bedeuten Millionen von Toten) und die Entvölkerung des Solsystems hinweggegangen wird. Welche Konsequenzen das alles hat, möchte ich mir gar nicht vorstellen - muss ich auch nicht, denn für die Serie wird nichts davon irgendwelche Konsequenzen haben, da bin ich mir ziemlich sicher. Wenigstens versucht Uwe Anton die Evakuierung mit der Cardweel-Nebenhandlung zu veranschaulichen. Familien-Melodramatik und Rettung in letzter Sekunde inklusive ...

TAFALLAS Korpus und das Sonnensiegel befinden sich nicht mehr in Sol. Das ist denn doch mal ein ganz netter Knalleffekt, mit dem ich nicht gerechnet habe. Ein Siegel bringt man an, wenn man verhindern möchte, dass etwas geöffnet wird. Ich gehe davon aus, dass die Sphragis nicht zum Spaß in Sol angebracht wurde. Somit dürfte klar sein, dass die nächste "uralte Bedrohung", die das Solsystem zum x-ten Mal in "schreckliche Gefahr" bringen wird, schon vor der Tür steht. Ich sehe die entsprechende Verlagsankündigung praktisch schon vor mir. Jedenfalls dürfte der "korpuskulare Dunst", der den Blick auf GA-yomaad bisher verschleiert hat, jetzt verschwunden sein oder bald verschwinden. Dann wird wahrscheinlich klar werden, dass der dritte Kardinal-Fraktor (der Adaurest) niemand anderer ist als Matan Addaru selbst. Schließlich hat der Atopen-Renegat mindestens ebenso viel Schaden angerichtet wie Rhodan und Bostich. Genaugenommen hat er alles erst in Gang gesetzt.
Ergänzung vom 11.09.2016: Eigentlich müsste ich diesen Absatz ändern oder entfernen, denn er beruht auf einem Irrtum: Das Sonnensiegel wurde wohl gar nicht entfernt. Dem Hinweis Dr. Herbert Seuferts folgend (siehe unten - vielen Dank dafür!) habe ich die entsprechenden Textstellen nochmals gelesen. Dort steht, dass der SI-Korpus aus dem Siegel herausgerissen wird. Also befindet sich die Sphragis vermutlich immer noch in der Sonne.

Was das aktuelle Vernichtungsszenario angeht, beschleicht mich der Verdacht, dass der Zyklus mit einem Cliffhanger enden wird, und dass sich der anschließende Kurzzyklus bis PR 2899 mit etwas völlig anderem beschäftigen wird. Das wäre gar nicht gut, denn es dürfte wohl außer Frage stehen, dass das Solsystem - abgesehen höchstens von ein paar vernachlässigbaren Kollateralschäden - mitnichten untergehen wird. Ein solcher Cliffhanger wäre an Sinnlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Zumindest würde er für mich nicht funktionieren. Allerdings weiß ich nicht, was schlimmer wäre: Ein Cliffhanger oder ein Blitzshowdown im letzten Heft ...

Die 236-COLPCOR sagt unter anderem, sie wolle die Ungeborenen und ihre Zeit weiden. Soll vermutlich heißen, dass sie in der Zukunft aktiv werden will. "Zeit" und "weiden" = ZEITWEIDE? Ist die neue COLPCOR Veirdandis Schiff? Und mutiert Matan Addaru zu Veirdandi, was bedeuten würde, dass er sich selbst vor dem Atopischen Tribunal gewarnt und Thez' Machenschaften angeprangert hätte? Bei den zeitlich-jenzeitigen Verwirrungen und Verstrickungen, die wir schon erlebt haben, würde mich das nicht wundern.

J. Kreis, 10.09.2016


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Gastkommentare


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Hans (11.09.2016):

@Dr. Herbert Seufert
Ich habe es auch so gelesen, daß nur der Korpus Tafallas aus Sol extrahiert wurde, nicht aber das Siegel. Als Gast im PR-Forum habe ich Ihren Einstand als Forist mitverfolgt und möchte bemerken, daß Sie keinen besseren Zeitpunkt dafür hätten wählen können. Ich teile Ihre Kritik voll und ganz. Meine Herangehensweise ist derzeit eine andere, meiner angeschlagenen Gesundheit wegen. Machen Sie bitte weiter im Forum! Von 2874 gibt es bereits eine Leseprobe. Einfach googeln. Mit besten Grüßen, Hans


Hans (10.09.2016):

Au Backe! Diese Woche hab ich das Heft am Mittwoch geholt und bis zur Mitte gelesen (bin mittlerweile auch von Mi. auf Do. zuhause, als Training für den Übergang zur Tagesklinik, der irgendwann diesen Monat ansteht). War dann abends in Zeitnot und die Teilstory mit dem Eva-Kom hat mich genervt, als er in Paris alles erledigt hatte las ich nur noch den Hauptplot fertig. Und da passiert ja allerhand. Gestern abend dann zuhause den Eva-Kom-Plot fertiggelesen und siehe da, war gar nicht mehr nervig sondern kam gut rüber. Die Story mit Mato Cardweel und seinen Kids ist noch das beste am Heft! Den Hauptplot dann nochmal quergelesen. Dieser strotzt leider nur so von Logikfehlern. Da ich gestern abend erst Anmerkungen ins Heft geschrieben habe ist das sicher nicht vollständig aber das ganze Heft jetzt nochmals zu lesen dafür ist mir mein WoE zuhause doch zu schade. S.4li.Sp.u.: "Was geschah in dieser Galaxis, die auf vage Art seine Heimat war/gewesen war/sein würde?" Offenbar schreiben die Autoren im PR-Forum ab, diese Formulierung wird dort seit Monaten schon verwendet. Dann lamentiert Matan über den Verlust von Angakkuq, der sein Pilot war. Zumindest gibt das eine Antwort. Richter Matan war niemals jenseits der MQs. Allerdings ist es unlogisch. Aus dem Heft "Angakkuq" neulich wissen wir, das dieser Pilot ein nachgezüchteter Androide war, wie kam der zu Taurec & Konsorten? Ging da was auf ihn über von dem Original-Skeyprouten (Name vergessen, Heft liegt in der Klinik) und wann war der bei den Kosmokraten? Wenigstens das hätte man beantworten können. Chuv war ja sein eigener Synchronie-Pilot und somit definitiv bei den KK. Hat mir gefallen, daß der Vogelfedern-auf-dem-Kopf- Matan plötzlich vor verschlossenen Toren steht - auch wenn das letztlich grottenunlogisch und aus dem Hut gezaubert ist :-), die Spaßbrille sitzt noch. S. 37 li. Sp. mitte: "Ich [Goldo] könnte ein paar Verbesserungsvorschläge [zum Kristallschirm] machen." Und der Trottel Rhodan lehnt ab... Köstlichster Blödsinn! S.38 li.Sp.u.: "... Dringt Matan vielleicht über die Schleusen in den Schirm ein?" Kurz davor steht, daß die Schleusen GESCHLOSSEN sind. S.38re.Sp.o.: "... wirbelnden Sturm ineinandergreifender Zeit- und Raumflecken, die sich erratisch bewegten." Bereits da kam bei mir sofort die Assoziation mit der ZEITWEIDE. Zu früh geschossen UA, ab hier wußte ich, was mit dem Atopenkahn passieren wird. S.43re.Sp.mitte: "Da spielt sich etwas ab, daß ich nicht verstehe. () YLA spricht die Wahrheit." Nee, is klar - hab null Ahnung aber die Tante sagt wahres. S.49re.Sp.mitte: "Jeder Funkverkehr () war zusammengebrochen. Nur fragmentarisch kamen erste Informationen herein, ()" Wie das? Per Rohrpost? LOL. S.50re.Sp.mitte: Rhodan sinniert über den Schmerz von TAFALLA, der wider seinen Willen aus der Sonne gerissen wird. 'Dat Ding is tot.' würde Atze Schröder anmerken und erst auf S.53 plaudert YLA aus, daß die SI wiederbelebt wurde. Was ein Unfug an schlampiger Schreibe. Nee is klar... S.55li.Sp.mitte: Die vastralische Raumjacht verfügt über einen "Andruckabsorber" - mein lieber Herr Gesangverein äh Herr Anton, guckst du mal da:

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Andruckabsorber

Sowas ist 5-D-Technik!!! Und die Jacht beherrscht nur 4-D!!! "Merkt der Leser das?" wurde WiVo mal von einem Nachwuchs-Rißzeichner gefragt, der eine völlig unpassende Zeichnung vorgelegt hatte. "Der Leser merkt alles!" war seine Antwort (aus einem WiVo Jubiläumsband, der in meinem Regal steht). S.56re.Sp.u.: "Die Tiuphoren werden mit der Beute COLPCOR nicht zufrieden sein." - und in einer anderen Zeitline hat der Kahn mal eben ALLE Tius in Phariske-Erigon ausradiert. Nee, is klar. S.57li.Sp.o.: Der Atlan der da beschrieben wird ist jener aus den ersten paar Zyklen anno 1961-63 aber sicher nicht der, der nächste Woche am Fauthensee kollabiert (megagrins). Zum Abschluß noch S.58li.Sp.u.: Der ÜL-Faktor des Sextadim-Movators liegt bei lächerlichen 365 Mio. "() pro Tag knapp eine Million Lichtjahre zurückzulegen und das war nicht gerade wenig." - da ist sogar die RT noch schneller. Wenn schon Mega-Überlegenheit der SHEZZERKUDD dann bitte richtig oder hat UA am Tag und pro Stunde verwechselt? Ein seltsames Heft alles in allem. Den Cliffhanger für die MS-Handlungsebene hab ich ja neulich schon vorhergesehen. Über Veirdandi wird seit langem im Forum spekuliert. Die Expokraten lesen da mit und mich beschleicht das unangenehme Gefühl, daß man jetzt dem zum Trotz YLA aus dem Hut gezogen hat um nicht das schreiben zu müssen, was Leser schon lange geahnt haben, die ursprüngliche Planung (vermutlich Tifflor) über den Haufen werfend. Die 236-COLPCOR, die in der Falschen Welt in der Thaburac-Tiefe verankert liegt, wird zur ZEITWEIDE. Nee, is klar, und zeitgleich taucht sie dort auf und ermöglicht der ATLANC den Wieder-Einflug in die Synchronie. Warum sucht der Tolpatsch-Richter eigentlich so fieberhaft nach dem PP-System? Die n-d-Laterale müßte er suchen aber das paßt zu allem bisherigen. Völlige Beliebigkeit und haufenweise Unsinn. Vermutlich um (Neu)leser bei der Stange zu halten, die weiterlesen müssen um ihre 1001 Fragen irgendwann beantwortet zu bekommen. Ich reg mich aber nicht auf. Bevor ich Anfang Juni mit dem Rettungswagen in die Klinik kam, war eine meiner Befürchtungen, daß ich das Ende (was ja jetzt defacto gar kein Ende ist) des Zyklus nicht mehr erlebe. Bin dankbar, daß ich noch da bin und aktuell körperlich wieder fit. Mit meiner Psyche geht's auch bergauf, ich lese weiter, amüsier mich über den Unfug, freu mich über manches gute Heft (einzeln betrachtet) und warte gespannt auf nächste Woche - rein statistisch müßte in "Thez" der Unsinn einen vorläufigen Höhepunkt finden. Ich behalte die Spaßbrille auf!


Patrick (10.09.2016):

Ein Mitkommentator hatte klugerweise bereits vermutet, dass der unter zahlreichen Pseudonymen agierende Matan Addaru schließlich zu Richter Weird Dandy mutieren würde. Dafür spricht u.a., dass der "Verleugnete" dem Leser nie "von Angesicht zu Angesicht" begegnete. Auch Ihre Mutmaßung, es könne sich bei ihm um den dubiosen Adaurest handeln, ist nicht von der Hand zu weisen.

Wir erleben hier, dass sich meine Befürchtung zu Beginn des Zyklus' bestätigt: Das Zeitgereise führt zu grotesken kausalen Verwicklungen, die ebenso absehbar wie auch in ihrem Inhalt berechenbar sind. Gleichzeitig muss man befürchten, dass die Autoren ihre eine sinnolle Handlung ersetzenden, stereotypen Ideen für unsagbar clever halten und sich bei den Redaktionskonferenzen gegenseitig auf die Schultern klatschen. Dabei liest doch kein Mensch diese Serie um mit Staunen das Entwirren eines Gordischen Ränkeknotens zu besichtigen und über die Identität von Atopischen RIchtern (wieso kommen nicht gleich alle aus der Milchstraße?) zu staunen. Überhaupt sind die Vorgänge samt und sonders schlicht irrelevant. Mir ist egal, was mit dem Solsystem passiert - es kann mir egal sein. Die schon in der FInalen "Stadt" beobachtete Vervideospielisierung ist ja Kern des Zeitreisequarks: Super Mario hat noch unendlich viele Leben frei, um Prinzessin Thez in ihrem Wolkenschloss zu erreichen. Zur Not kann dann auch Millionen Jahre an einer Gegenmaßnahme gebastelt werden. Damit hängt das Wohl und Wehe idiotischerweise gar nicht mehr an dem Treiben der Ameisen im Solsystem, sondern schlicht an der Laune von Thez, nach dem auch der nächste Band benannt ist. (Vgl. "ES", "Seth-Apophis" und "ESTARTU".) Wie werden wir das alles wieder los?

Eine Verbannung Perry Rhodans würde erklären, weswegen es ihn in eine andere Galaxie verschlägt. Eventuell geht er auf eigene Initiative, wegen Weltenbrandgefahr. Allerdings erinnernd das Szenario frappierend an die Gehirnodyssee.

Ansonsten sind, um das abzukürzen, die üblichen Schwächen zu bemerken, etwa dass Fremdwörterbücher als Ideengeber fungieren ("kontrafaktisches Museum", "achronale Person") und dass gigantische galaktische Geschehnisse in Nebensätzen abgehandelt werden, während Atlans Abenteuer als Bergsteiger oder Kanalarbeiter in epischer Manier ausgemalt werden. Weil unsterbliche Ritter der Tiefe beim Tauchen in Pipi und Stinki eben am coolsten sind. Tragisch, dass Karl May oder Tolkien ihren Figuren nie solche zeitraubenden Abenteuer spendiert haben.

Wegen Cliffhangern, und selbst dämlichen, kann ich den Autoren nicht böse sein, da Fortsetzungs-Heftromane so funktionieren. Jedenfalls wenn man es dringend nötig hat, Leute bei der Stange zu halten.


Dr. Herbert Seufert (10.09.2016):

Habe ich etwas verpasst und überlesen?
Wo stand denn explizit, dass das Sonnensiegel mit Tafalla als Gesamtkomplex aus SOL gerissen wurde.

Ich weiß nur von der Entfernung Tafallas und dessen Revitalisierung und der vermutlichen Genese der Zeitweide und des Richters Veirdandi.

Da ich zumindest die Leseprobe 2274 und das Intro und die Rückschau von 2275 kenne, ist klar, dass es im Endband des Zyklus "Die Jenzeitigen Lande" wieder wenig Lösungen, allenfalls einige Erklärungen für verschiedenes Zeitgeschwurbel geben wird. Die Atopie spielt ab da durch Thez-Eingriff keine regulative Rolle mehr in der Zeitlinie Rhodans, diese wird sozusagen "autokausal".

Es werden - wie immer in solchen "Abschlussbänden" - einige dunkle Zukunftsankündigungen gegeben werden, die Aufgabe der Verhinderung des Weltenbrandes wird an Rhodan und die Terraner "eigenverantwortlich" übertragen!

Die Handlung verlagert sich dann nach Orypled und dort wird es um die Hintergründe der Tius und ihren Auftraggeber gehen.
Ebenso natürlich um andere Elemente und Völker im Umfeld dieser Macht!

Bei dieser Entität handelt es sich um eine Materiesenke namens TIU!

Vermutlich droht deren Ebenensprung zum Chaotarchen , die damit einhergehenden Geschehnisse wären der Weltenbrand.
Rhodan muss das verhindern, das ist dann das Thema ab 2900.

Wie wir wissen, können Materiequellen und -senken springen oder versetzt werden.
Das wird geschehen, man wird TIU dann in der Milchstraße oder deren Nähe finden.

So geht's bis 3000!
Dabei wird's wohl eine erneute Reise Atlans hinter die Materiequellen geben und Bully muss chaotarchisch agieren.
Allerorten, Aures, die Wandernden Städte werden wohl eine Rolle spielen.
Die Zeitgefährten werden auftauchen und möglicherweise die Gravoarchitekten und der Technomahdi.

Meine persönliche Spekulation.

Der Zeitrahmen wird dann ab 2700 etwa 6 Jahre gewesen sein!

Das ist viel zu lang, mit viel zu wenig Zwischenlösungen
Und Zwischenerklärungen.

Ich schließe mich Kringels Meinung zum Schluss seines Kommentars an:
Ja, ich halte beim jetzigen Teilzyklus und Teilgroßzyklus bezüglich der Auflösung jeden skurrilen "Klimmzug" der Expokraten für
möglich!

Spaß und Freude bereitet das nicht.

Ich würde sagen, die Generalstory mit ihren vielen Möglichkeiten wurde ziemlich expokratisch versemmelt!

Ich schätze Christian Montillon und Wim Vandemaan als geniale Autoren, aber die als Expokraten entworfene und dirigierte Gesamtsynphonie hingegen war in vielen Bereichen und in vielerlei Hinsicht "daneben"!

Leider!



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