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Perry Rhodan Nr. 2871: Die Sextadim-Späher

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Die Lage in der Milchstraße ist unverändert. Die Evakuierung des Solsystems verläuft reibungslos, aber viele Menschen wollen auf ihren Heimatwelten bleiben. Die Tiuphoren führen weiterhin nur kurze Vorstöße durch, um ihre Indoktrinatoren zu verbreiten und Ressourcen jeglicher Art zu erobern. Die Ausstattung der Raumschiffe aller Milchstraßenvölker mit dem ParaFrakt macht nicht zuletzt dank der Unterstützung durch die Jülziish Fortschritte, doch Perry Rhodan fürchtet, dass er dieses Wettrennen verlieren wird. Auf die Hilfe des Atopen Julian Tifflor will er sich lieber nicht verlassen. Deshalb verfolgt er eine zusätzliche Strategie, bei der Gholdorodyns neueste Bastelei zum Einsatz kommen soll. Es ist dem Kelosker gelungen, einen modifizierten Kantor-Sextanten und SEMT-Hauben mit dem von Ovaron Kilmacthomas zur Verfügung gestellten Generator der Dakkar-Spanne zu verbinden. Die aus Avestry-Pasiks Schicksal sowie den Fähigkeiten der Hüter der Zeiten gewonnenen Erkenntnisse über die Wechselwirkung zwischen PEW-Metall und den tiuphorischen Sextadim-Bannern waren hierbei hilfreich. Mit der Apparatur lassen sich einzelne ÜBSEF-Konstanten aus einem Banner entfernen oder in ein solches einschleusen. Letzteres will Perry Rhodan persönlich in Angriff nehmen. Von den verfügbaren Personen, die wie er schon Erfahrungen mit körperlosen Reisen gemacht haben, kommt zurzeit nur Pey-Ceyan als Begleiterin in Betracht. Die Larin hält sich noch immer bei den Terranern auf und wurde von ANANSI ausgewählt. Eine kleine Transformkanone dient als "Einfädler", mit anderen Worten: Rhodans und Pey-Ceyans Bewusstseinsinhalte sollen mit dieser Waffe in ein Sextadim-Banner geschossen werden. Jetzt fehlt nur noch ein allein operierendes Sterngewerk.

In dieser Situation wird eine Live-Reportage der terranischen Journalistin Tamu Chaplin aus der arkonidischen Sternenbaronie Zozapal empfangen. Die Savarkoniden haben vor einem Jahr einen Beistandspakt mit der LFT geschlossen. Jetzt haben die Tiuphoren eine Werftanlage im Senterpalsystem überfallen, welches zur Baronie gehört. Mindestens 5000 Savarkoniden wurden getötet. De-moas Giniot da Zozapal erkundet die dortige Lage am 7. November 1518 NGZ persönlich, Berichterstatter verschiedener galaktischer Völker - darunter Tamu Chaplin - sind mit dabei. Es stellt sich heraus, dass nur ein Sterngewerk im Senterpalsystem verblieben ist. Dieses muss sich gar nicht anstrengen, um das savarkonidische Flaggschiff REPOR DA ZOZAPAL C und dessen Begleiteinheiten abzuwehren, denn in der Werftanlage werden jetzt Indoktrinatoren und nadelförmige Flugkörper zur "Injektion" dieser Nanomaschinen in Massenproduktion hergestellt. Unzählige Injektionsnadeln sind einsatzbereit, und so wenden sich die infizierten savarkonidischen Schiffe schon bald gegeneinander. Das Flaggschiff entkommt knapp, indem es die befallenen Außensektionen absprengt. Wenig später unternimmt der Fürst einen zweiten Angriff. Lieber will er die eigene Werft zerstören, als zuzulassen, dass sie Waffen für die Tiuphoren herstellt. Sdajan Bectalas, der Kommandant eines in der Baronie stationierten Raumrudels, hat den Savarkoniden schon die Evakuierung in die onryonische On-Ökumene angeboten. Jetzt stellt er dem Fürsten einige Linearraumtorpedos zur Verfügung. Tamu Chaplin fliegt auch diesmal mit.

Das Sterngewerk im Senterpalsystem ist ein gefundenes Fressen für Perry Rhodan. Gholdorodyns Bastelei wird aktiviert. Beim ersten Lauf der riskanten Prozedur erleiden der Zellaktivatorträger und die Lebenslichte einen schmerzhaften Fehlschlag, doch nach weiteren Kalibrierungen verläuft der zweite Versuch erfolgreich. Insbesondere die Larin findet sich im Banner gut zurecht. Ihr wird klar, dass sich die dort gespeicherten Bewusstseinsinhalte nur selbst quälen. Sie befinden sich in der äußersten von mehreren Schichten. Man kann in weiter innen liegende Schichten aufsteigen, wo sich die ÜBSEF-Konstanten miteinander vernetzen und sich gegenseitig Trost spenden. Von einem Bewusstsein, das später genau diesen Weg einschlägt, erfahren Rhodan und Pey-Ceyan, dass die Tiuphoren vor dem 20 Millionen Jahre zurückliegenden Angriff auf Phariske-Erigon eine mehrere Generationen andauernde Ruhephase im intergalaktischen Leerraum verbracht haben. Sie haben dort auf den Ruf zur Sammlung gewartet. Rhodan und Pey-Ceyan stoßen in tiefere Schichten vor. Die Larin findet die Vorstellung, in der Seelengemeinschaft Unsterblichkeit zu erlangen, weit weniger beunruhigend als Rhodan. Sie droht sich zu verlieren, doch Rhodan holt sie zu sich selbst zurück. Es zeigt sich, dass die ÜBSEF-Konstanten im Banner von Wesenheiten betreut und beaufsichtigt werden, bei denen es sich auch um eine Art Roboter handeln könnte. Diese "Trostreichen" haben etwas dagegen, dass "Erratische" wie Rhodan und Pey-Ceyan, die sich dem Bewusstseinskollektiv noch nicht angeschlossen haben, weiter ins Innere gelangen. Die beiden werden gejagt. Bevor sie von Gholdorodyn aus dem Banner geholt werden, erkennen sie noch, dass die tiuphorischen Orakel eine enge Verbindung mit dem Catiuphat haben. Sie fungieren quasi als Taktgeber. Die Raum- und Zeitlosigkeit des Catiuphats ermöglicht den Sterngewerken die Navigation in ansonsten unzugänglichen Bereichen wie zum Beispiel dem Zeitriss.

Rhodan und Pey-Ceyan werden aus dem Banner herausgeholt, weil das Sterngewerk die Savarkoniden angreift. Das Risiko eines Verbindungsabbruchs wird somit zu groß. Die RAS TSCHUBAI eilt der REPOR DA ZOZAPAL C zu Hilfe. Die Werft wird mit den Linearraumtorpedos vernichtet. Tamu Chaplin verpflichtet sich, Stillschweigen über die Angelegenheit zu bewahren.

Die Tiuphoren des Sterngewerks SHEZZERKUD beobachten die Taten ihrer aus der Vergangenheit gekommenen Artgenossen. Caradocc Paddkavu Yolloc ist abgestoßen und fasziniert zugleich. Die Tötung von Planetariern zur Füllung der Sextadim-Banner ist für ihn und seinesgleichen ein archaischer Brauch, doch die bevorstehende Banner-Kampagne in der Milchstraße könnte entscheidend für die Pläne der Gegenwarts-Tiuphoren sein. Yolloc befiehlt den Sextadim-Pionieren, eine Sextadim-Halbspurtrasse zur Milchstraße zu legen und den Sextadim-Movator zu aktivieren. Noch zögert er, den Ruf zur Sammlung ergehen zu lassen.

Kringels Meinung:

In den letzten Monaten habe ich mich oft nach bodenständiger SF gesehnt. Hier ist sie! Die Geistreise Rhodans und Pey-Ceyans ist im Gesamtkontext akzeptabel. Ich habe Verena Themsens Roman jedenfalls mit großem Vergnügen gelesen. So wünsche ich mir die PR-Serie, dann kann ich auch Phasen wie die Atlan-Handlungsebene wieder ertragen. Besonders gut gefällt mir die "Außenstehenden-Perspektive". Tamu Chaplin, eine glaubwürdige Figur, der ruhig noch mehr Aufmerksamkeit hätte gewidmet werden können, und Pey-Ceyan, nicht etwa Perry Rhodan, stehen im Mittelpunkt. Sehr schön! Es gibt nur einen kleinen Wermutstropfen, nämlich die Fahrlässigkeit des Savarkoniden-Fürsten. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es ihm zunächst nur um Aufklärung, das heißt, er wollte wissen, ob die Tiuphoren aus dem Senterpalsystem abgezogen sind. Das hätte er leicht durch Fernerkundungssonden herausfinden können. Die Verluste beim ersten Vorstoß waren sinnlos. Der zweite Angriff ist jedoch "echt arkonidisch": Lieber die Werft vernichten, als zulassen, dass sie noch mehr Waffen für den Feind produziert. Atlan, der alte Pragmatiker, hätte genauso gehandelt. Man könnte natürlich darüber streiten, ob es wirklich nötig war, die Torpedos mitten in der Gefahrenzone abzufeuern. Schließlich können die Dinger ihr Ziel unbemerkt vom Linearraum aus anfliegen.

Über die Sextadim-Banner und das Catiuphat erfahren wir im Grunde nichts neues, so dass ich annehme, dass die "Seelenkanone", wie ich Gholdos neueste Bastelei mal nennen möchte, wohl nochmals zum Einsatz kommen wird. Interessant ist jedoch die Antwort auf eine naheliegende Frage, die ich mir auch schon gestellt habe. Was ist eigentlich aus den Tiuphoren geworden? Also aus denen, die nicht durch den Zeitriss gekommen sind? Wir haben bereits erfahren, dass Matan Addaru all diejenigen ausgelöscht hat, die vor 20 Millionen Jahren in der Milchstraße geblieben sind. Aber das Gros der Invasionsflotte ist ja nach Larhatoon geflogen. Wie es aussieht, hat dieser Teil sich weiterentwickelt. Die Besatzung der SHEZERKUD hält die von den Vergangenheits-Tiuphoren geplante Banner-Kampagne für "archaisch". Wohlgemerkt: Der Begriff "barbarisch" fällt nicht. Es ist also nicht gesagt, dass die Gegenwarts-Tiuphoren angenehmere Zeitgenossen sind als ihre Vorfahren! Paddkavu Yolloc bewundert die Vergangenheits-Tiuphoren sogar. Die Seelen, die sie während der noch nicht gestarteten Banner-Kampagne zu sammeln beabsichtigen, könnten seiner Meinung nach das "Zünglein an der Waage" sein. Für welches Ergebnis? Zweifellos werden wir bald erfahren, zu welchem Zweck die Tiuphoren ÜBSEF-Konstanten horten. Dass sie es sicher nicht nur zum Vergnügen tun, habe ich ja schon mehrmals angemerkt.

J. Kreis, 28.08.2016


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Gastkommentare


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Patrick (29.08.2016):

Die Atlan-Handlungsebene ist sehr bodenständig (Bergsteigen, Cowboys, Kloaken), praktisch bar jeder Fantasie, bietet sogar via Vogel die beliebten 'Wer küsst wen!?'-Geschichten, nur ist sie eben keine Science Fiction.

Tifflors absurde neue Funktion erinnert mich etwas an Taurec. Das war amüsant - da war ein Kosmokrat mit Zaubertechnik an Bord (der BASIS), nur war der überhaupt keine Hilfe, hat praktisch nichts gemacht und nach ihm hat (besonders seltsam) irgendwie auch niemand gefragt. Aber Interviews hat er gegeben.

Wenn das Catiuphat die Navigation in einem obskuren Etwas wie dem Zeitriss ermöglicht, dann streben die Tiuphoren eventuell danach, die JZL anzugreifen? Das ist ja nichts Neues; Atlan war selbst Zeuge eines Angriffes. Außerdem waren die Tiuphoren im Sturmland keine Unbekannten. Echte Unsterblichkeit lässt sich schließlich nur in den JZL erlangen - solange die Sextadim-Banner (oder welche Technik auch immer) im normalen RZ-Kontinuum existiert, ist mit der Verwandlung in den Brei (nach zielich langer Zeit) Sense. Im Endeffekt reicht es, eine einzige Insel der Hiesigkeit sowie einen Zugang zur Synchronie uner Kontrolle zu bringen, um Unsterblichkeit zu erlangen und theoretisch - wow! - über das Universum zu herrschen. So oder so würde es die Synchronie den Tiuphoren doch ermöglichen, jeden Ort und jeden Zeitpunkt im Universum zu erreichen? Eine andere Möglichkeit wäre ein THOREGON-ähnliches Szenario, denn Thez hat im Grunde ja erreicht, wonach THOREGON strebte: Die Hohen Mächte sind zum Zeitpunkt der Schaffung der JZL nicht mehr präsent, mithin scheinen diese ihrem Zugriff entzogen zu sein.

An Hans: Ich würde mir wünschen, dass Julian Tifflor auf der New New Yorker 5th Avenue von Donald Trump erschossen wird, worauf dieser dann Atopischer Richter wird. Das wäre mal interessant.


Hans (28.08.2016):

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Dakkar-pioniere

Sollten diese identisch mit den Sextadim-Pionieren sein, die für den Karadocc einen Weg in die MS bahnen? Wenn ja, dann arbeiten die Neophoren für die Chaotarchen... vielleicht ist das ganze doch spannender als ich dachte. Falls nicht (Dakkarzone ist der Halbraum zwischen 5. und 6. Dimension) dann eben doch nur Verwirrung durch ähnliche Namen.


Hans (28.08.2016):

Nach Lektüre des Heftes überlegte ich kurz, es zu zerreißen was aber nicht am Schreibstil der Autorin liegt, der ist wie immer bei VT eine Schulnote 1-2 wert. Aber herrjeh... es entstehen immer noch mehr offene Fäden. Lt. der aktuellen Diskussion im PR-Forum in der auch WiVa seinen orakelnden Senf dazu gab und sich halbherzig dafür entschuldigte, daß in der Serie zu wenig getrauert werde aber gleichzeitig vermied auf die echten Kritikpunkte der Foristen einzugehen (Unübersichtlichkeit, Langatmigkeit, viele Füllromane) komme ich zu der Überlegung bzw. WiVa oder KNF sagt es sogar in einem anderen Blog: es handelt sich um einen Großzyklus von 2700-2999, m.E. haben die Expokraten sich damit jetzt schon verhoben und sämtliche konzeptionellen Bandscheiben lädiert, machen aber munter weiter. Augen zu (für Kritik) und durch scheint das Motto zu sein auch für die nächsten 2,5 Jahre. Für solche Großzyklen braucht man Kreativität und eine Vision. Es scheint als ob die beiden Expokraten gleich zu Beginn ihrer 'Regentenschaft' in WiVos und RFs Fußstapfen treten wollen. Voltz und Feldhoff begannen auch mit Großzyklen, allerdings m.E. viel besser geplant als dieser vergeigte Murks seit 2700. Das aktuelle Heft ist echt gut lesbar aber der Inhalt mal wieder dem Marketing geschuldet. In der Leseprobe tauchen die Neophoren auf und ich erwartete diese als Hauptbestandteil der Handlung (nicht als neues Faß) doch weit gefehlt, erst am Ende des Hefts nochmal kurz was über diese, dazwischen die grob unlogische Story des Fürsten Zozapal, der seine eigene Raumflotte sinnlos schrottet anstatt die Linearraumtorpedos aus sicherer Distanz abzufeuern. Der Schwarm der Indoktrinatorennadeln erinnert an 'Star Trek: Beyond' wo relativ zu Beginn des Films eine Wolke von kleinen Objekten die Enterprise verfolgt (wer wissen will wie's dort weitergeht soll sich den Streifen im Kino ansehen). Es geht in Wahrheit auf gar kein Zyklusende zu, alles nur Marketing. Die Reise ins Banner wirft auch mehr Fragen auf als sie beantwortet und es war klar, daß Perry heil zurückkommt also nicht spannend. Viel Lärm um fast nichts. Da gibt es eine Szene in der Perry und Sichu händchenhaltend zu einem Meeting erscheinen und jemand sinniert ob da wohl eine Beziehung dahinterstehen KÖNNTE? - Ist das Satire oder bedeutet Händchenhalten im Jahr 1518 NGZ was anderes als heute? LOL. Technik: Dakkargenerator und Transformkanone plus SEMT: Auf geht's in Banner zu einer Stipvisite, vorher wird noch etwas über den Kelosker 'geplaudert' und darüber, daß ein männlicher Lebenslichter auch ganz gut wäre. Letzteren hätte ich auch sehr gern (grins) - oder besser doch nicht, bin mit meiner Psychologin hier in der Klinik ganz zufrieden und ich stehe nicht auf Frauen, was unseren Gesprächen förderlich ist da sie erst 28 und sehr hübsch ist. Das Konzept der Lebenslichten ist eh schräg, sexuelle Untertöne und psychotherapeutischer Beistand*** - da kommt man gestörter wieder raus als man reingegangen ist - Spaß beiseite. Das Heft brachte nur Brosamen für's Leservolk und zeigt, daß es eben nicht auf ein Zyklusende zugeht trotz all dem Marketinggeschrei und einem Bierdeckel anläßlich der Nr. 2875 - damit wird der biertrinkende, sammelwütige Altleser schon befriedigt werden denkt man vermutlich in der Redaktion (grins). Da ja jetzt schon viel im Internet, von der Redaktion selbst, zur Sternengruft geleakt worden ist... wo soll da noch Spannung aufkommen??? Perry wird irgendwie in die Galaxis Orpleyd transportiert, 131 Mio. LJ entfernt, und eine Rettungsmission startet wenig später, an der u.a. Gucky teilnimmt. Somit ist vieles schon klar und in Orpleyd erfahren wir womöglich die Geschichte der Tius. Dem Leseresel wird die welke Karotte vor die Nase gehalten (ob der dann wirklich losläuft um brav regelmäßig die nächsten 25 Hefte zu kaufen?): Perry ganz allein (oh schröcklich, Naupaum und Catron lassen grüßen) aber keine Bange, Gucky ist schon unterwegs. Wie wird Perry nur die unfreiwillige Trennung von Sichu überstehen (Herzschmerz pur / Telenovela)? Mit Volldampf braucht die RT ca. drei Monate nach Orpleyd und vermutlich trifft sie dann in 2898 dort ein während Perry im Alleingang alles schon geklärt hat. In Bezug auf die MS droht uns ein Cliffhanger von 2874 bis 2900 denn diese soll im Kurz'zyklus' ja lt. Redaktion keine Rolle spielen. Von wo startet Gucky dann seine Mission? Manches wird zu früh geleakt während gleichzeitig neue Fässer aufgemacht werden. Also (Achtung Satire) 2874 läuft so: Seite 4-51 Reise zum Fauthensee mit Rekapitulation des bisher Erfahrenen über Thez und noch ein Fitzelchen mehr durch irgendeine neue Figur mitgeteilt. 52-56: Am See warten der Oberfauthe und Matan mit einer Botschaft für den Arkonidenhäuptling. Atlan fällt in Ohnmacht als er merkt, daß die ganze Reise sinnlos war - Fortsetzung in 2900. Perry kämpft im Solsystem gegen die Tius (die locker durch den Kristallschirm hüpfen) während der Zeitriss fast da ist. Da melden sich die Neophoren über Hyperfunk. Ein gleißendes Licht trifft die RT... Perry ist weg... die RT liegt antrieblos vor Andromeda im Leerraum... Nochmal die Neos über Funk: sucht ihn in Orpleyd = NGC xyz aber bitte ganz fix! Was in der MS derweil passiert erfahren wir deswegen auch erst ab 2900: Atlan wacht auf und Tiff wartet schon mit einer Tasse Tee, "Ach ja" sagt er "Thez existiert hier nicht mehr, ich bin jetzt der Stabilisator der Inseln der Hiesigkeit, Matan ist eben abgereist. Wenn du Antworten suchst kannst du die MOCKINGBIRD haben. Thez ist aufgewacht während du bewußtlos warst und hat sich irgendwohin verpfiffen. Flieg mal in die Stadt Allerorten, dort gibt es bestimmt jemanden, der weiß wo der alte Zausel sich rumtreibt." Atlan trinkt erstmal den Tee und startet dann mit der MOCKINGBIRD. Lua und Vogel werden seine Stewards. Am Fauthensee kichert Tifflor vor sich hin: "...ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich Julian Veirdandi Thez heiß..." dann ruft er die ZEITWEIDE herbei... und ab geht's in den Zyklus "Thez räumt das Universum nochmal auf". Sorry, aber das mußte jetzt einfach mal gesagt werden ;-) - ungefähr so verzwickt wie der Plot des Films "Eine Leiche zum Dessert", allerdings ist dieser zum Schreien komisch und geht nur 90+x Minuten. AT ff. wird 6 Jahre gedauert haben. Für die nächsten 3 Hefte muss ich mir die Spaßbrille aufsetzen, nein, auf der Nase festkleben.

***
http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Lebenslichte
hier werden "erotische Interessen" verneint aber körperliche Nähe und sanfte Berührungen... klingt für mich nach "Massage mit evtl. Happy End" :-)) zudem die Lebenslichte in Band 2796 von Leo Lukas in die Handlung eingeführt wurde (der hatte bestimmt beim Schreiben ähnliche Assoziationen wie ich, auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wird :-)) )

Für sich allein betrachtet ist der Roman tatsächlich gut bis sehr gut und die Raumschlacht des Arkonidenfürsten ist wirklich bodenständige SF und echt spannend (trotz der Unlogik mit den Lineartorpedos) aber ich bezweifle, daß Atlan soviele Leben relativ sinnlos geopfert hätte. Lag's am fehlenden Extrasinn des Fürsten Zozapal? Im Kontext des Großen Ganzen aber hat mich das Heft maßlos enttäuscht, deshalb reite ich auch so auf den Details herum und mache mich lustig darüber. Meine Erwartungshaltung ist einfach zu groß und die Aussicht (falls meine Prognosen zutreffen sollten) erst mit Nr. 3000 ein wirklich neues Thema in der Serie lesen zu können stimmt mich nicht gerade fröhlich. Also konzentriere ich mich weiter auf Details und nutze die Spaßbrille. Wie schon neulich gesagt, zum Zeitvertreib taugt die Serie allemal. Hab das Heft schon am Mittwoch gelesen und dann die Diskussion im Forum verfolgt, was mich sicher beeinflußt hat. Den Großteil meines Kommentars habe ich gestern schon geschrieben, weil mir langweilig war. Mea culpa für das Abschweifen von der Hefthandlung. Mal sehen was Attilar Leccore nächste Woche so treibt?


Michi (28.08.2016):

doch, der Begriff "barbarisch" fällt schon ;-)
Gleich auf der ersten Seite: "Es ist ein antiquiertes und barbarisches Verhalten."



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