PR 2866
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2865 «
» PR 2867 »
Perry Rhodan Nr. 2866: Die Finale Stadt: Turm

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Der Konglomerierte Bacctou hat schwer unter den letzten Rückschlägen zu leiden. Er schickt das Sediment Irrlicht in den Einsatz.

Der Pensor bringt Atlan, Lua Virtanen und Vogel Ziellos mit einer Kutsche zur Facette Turm der Finalen Stadt. Die Reise dauert nicht lang, denn als Pilot eines Atopenschiffes besitzt der Pensor eine besondere Paragabe. Er ist ein Movationsinjektor und kann Objekte in Bewegung setzen. Der Turm, so erklärt der Pensor, ist kein Bauwerk in einem für Atlan verständlichen Sinn, er hat keine räumliche Ausdehnung. Atlan soll sich den Turm als denkendes Wesen vorstellen. Nach ein paar Handwedlern des Pensors ist das Ziel erreicht. Atlan und seine Begleiter befinden sich in New New York, erschaffen nach der Vorstellungswelt und den Wünschen des Atopen Julian Tifflor. Menschen, Pflanzen-, Echsen- und Vogelwesen sowie viele andere Kreaturen tummeln sich dort. Die Metropole ähnelt der irdischen Stadt New York, aber Atlan erkennt nicht alle Gebäude wieder. So ragt anstelle der Freiheitsstatue ein Standbild Bob Dylans, komplett mit Gitarre, auf Liberty Island in die Höhe. Eine Ordische Stele ist ebenfalls zu sehen. Die Reisenden werden von einer jungen Frau namens Pamela Bess begrüßt, die sich als Planwalterin der Neuankömmlinge vorstellt. Sie soll sich um sie kümmern, da Tifflor noch keine Zeit für die Besucher hat. Pamela macht einen Stadtrundgang mit ihnen. Sie erklärt, alle New New Yorker seien völlig real. Tifflor habe sie während einer Mission an Bord seines Schiffes geholt und in die Jenzeitigen Lande gebracht. Aufgrund seiner in der Finalen Stadt gemachten Erfahrungen bleibt der Arkonide skeptisch.

Während Atlan allmählich unwirsch wird, weil er den Eindruck hat, man wolle ihn absichtlich hinhalten, fühlen sich Lua und Vogel in New New York und insbesondere in der gewaltigen Werft, die den Endpunkt des Rundgangs darstellt, ganz wie zu Hause. In dieser Werft wird die MOCKINGBIRD hergestellt, Tifflors Atopenschiff, benannt nach einer Marvel-Comicheldin. Der Pensor ist ihr Pilot. Die Fertigstellung der MOCKINGBIRD erfolgt retrograd, das heißt, Tifflor ist tatsächlich schon seit Jahrtausenden mit diesem Schiff im Auftrag des Atopischen Tribunals unterwegs. Wenn er während einer Mission feststellt, dass dem Schiff noch irgendetwas fehlt, so meldet er diesen Bedarf in die Jenzeitigen Lande. Dann kann die MOCKINGBIRD entsprechend ausgerüstet werden, was aufgrund der Zeitlosigkeit der Jenzeitigen Lande dazu führt, dass Tifflor besagte Mission mit einem bereits wie gewünscht bestückten Schiff antreten kann. Auf diese Weise soll die MOCKINGBIRD zum besten Atopenschiff werden, das es je gegeben hat, gibt und geben wird. Sie soll ein Abbild des Lebens selbst sein. In der MOCKINGBIRD ist gleichermaßen Platz für Ordnung und Chaos. Das Schiff ist eine sphärische Konstruktion, bestehend aus einer 500 Meter durchmessenden Zentralkugel und acht Segmenten, die zusammengesetzt eine Kugelschale mit vier Kilometern Durchmesser bilden.

Lua und Vogel fühlen sofort eine besondere Verbundenheit mit dem Schiff und sind im Gegensatz zu Atlan geradezu begeistert, als die leitende Optimierungsingenieurin Zykpyvarra erklärt, sie wolle den Junggeniferen das Schiff zeigen. Das insektoide Wesen ist eine Stellvertreterin des Werftmeisters Pashavrad. Während letzterer dem Volk der Bhaaoya entstammt, welches sich dem Extrasinn zufolge wahrscheinlich aus den Baolin-Nda entwickelt hat, ist Zykpyvarra eine "Späte Tessma". Diese Insektoiden kommen in der Werft in allen möglichen Größen vor und wurden von den Bhaaoya designt. Atlan ist gereizt, denn ihm brennt die Zeit unter den Nägeln und er dringt nicht einmal mit dem Hinweis auf die Machenschaften des Konglomerierten Bacctou zu Pamela durch. Doch dann wird ihm endlich mitgeteilt, dass Tifflor in 14 Stunden bereit sei, ihn zu empfangen. Er vertreibt sich die Wartezeit mit Pamela, die er nach einem Abendessen in ihre Wohnung begleiten darf.

Lua und Vogel bleiben bei Zykpyvarra zurück. Kaum haben sie die MOCKINGBIRD betreten, da erkennen sie eine Dysfunktion. Sie halten dies für die Folge eines erst kürzlich stattgefundenen Sabotageaktes. Die Ingenieurin will ihnen zunächst nicht glauben, wird aber wenig später von einem Arbeitsroboter attackiert, der es in Wahrheit auf die Junggeniferen abgesehen hatte. Lua und Vogel zerstören den Robot. Zykpyvarra überlebt die Attacke. Der Saboteur kann nicht aufgespürt werden. Das gerade erst entstandene Schiffshirn BIRD möchte die Junggeniferen näher kennenlernen. Sie gehen eine Verbindung mit einem seiner Netzwerke ein. Für sie ist es wie eine Heimkehr. Plötzlich wird Alarm gegeben. Eine ganze Schiffsektion faltet sich ins Nichts. Zykpyvarra kämpft gegen einen Unsichtbaren und wird vom "Unsein" verschlungen. Lua und Vogel versuchen zu fliehen.

Atlan hat das Gefühl, dass mit Pamela etwas nicht stimmt. Nach der gemeinsam verbrachten Nacht wird er von ihr attackiert und an der Schulter verwundet. Die Kreatur ist mit dem Sediment Irrlicht identisch und verwandelt sich. Atlan droht zu unterliegen, doch da tritt der Staub, der nach dem Ende des Sediments Hoffnung mit Atlan verschmolzen ist, aus der Wunde aus und vernichtet das Sediment Irrlicht. Die echte Pamela liegt tot im Schrank. Atlan ruft bei Tifflor an. Unterwegs zu ihm wird er behandelt. Dann endlich steht Atlan seinem alten Freund gegenüber. Für den Arkoniden sind seit dem letzten Treffen nur einige Tage vergangen, für den Atopen aber Jahrzehntausende, in denen er viele Missionen für das Atopische Tribunal erledigt hat. Zu Atlans Missvergnügen spricht Tifflor ebenso verschwurbelt wie Superintelligenzen und deren Beauftragte, lässt aber keinen Zweifel daran, dass er dem Atopischen Tribunal gegenüber loyal ist. Er selbst hat Matan Addaru damals für das Tribunal angeworben, denn er hatte gehofft, Matan Addaru werde nicht zu dem Renegaten werden, der er jetzt ist. Für Atlan ist das ein Widerspruch in sich selbst, aber Tifflor sagt, die Zukunft sei immer offen. Zeitschleifen seien nicht die Regel und nicht alle seien echt. Da Thez verblasst sei, könne Atlan nicht direkt mit ihm sprechen, wohl aber mit dem Fauthen Glossberc. Dieser habe sich ins Äußerste des Turms zurückgezogen, in den Atopischen Proximus, auch See der Fauthen genannt.

Atlan setzt ein bewährtes Mittel (Alkohol) ein, um Tifflor von seinem hohen Atopen-Ross zu holen. Nach drei Flaschen Wein und leckerer Pizza gibt Tifflor zu, dass er sich danach sehnt, wieder ganz er selbst zu sein. Es sei möglich, das Atopische Tribunal aus der Milchstraße abzuwenden, doch diese Aktion habe einen hohen Preis. Atlan könne die Abwendung bewirken, weil sein Geist eine erstaunliche Botschaft enthalte, eine Art Hieroglyphe, die nicht einmal von Tifflor entschlüsselt werden konnte. Perry Rhodan trage möglicherweise ebenfalls eine solche Hieroglyphe, die sei aber vermutlich entstellt oder zumindest verändert. Um seine Pläne zu verwirklichen, müsse Atlan beim Kongress der Fauthen vorsprechen. Dort werde er Matan Addaru noch einmal begegnen.

Tifflor wird über den Zwischenfall in der MOCKINGBIRD in Kenntnis gesetzt. Der Pensor bringt ihn und Atlan in die Werft. Es stellt sich heraus, dass eine Exuvie Matan Addarus hinter den Sabotageakten steckt. Tifflor wird wütend; eine solche Aktion hätte der andere Atope nicht wagen dürfen. Der Pensor besiegt die Exuvie und schleudert sie in den Brei am Ende des Universums. Das "Unsein" verschwindet. Atlan kümmert sich um Lua und Vogel. Die Exuvie hat ihnen Lebensenergie entzogen. Ihre ÜBSEF-Konstanten wurden miteinander verschränkt. Ein Arzt stellt fest, dass dies nicht rückgängig gemacht werden kann, schon deshalb nicht, weil sich die beiden gegenseitig Energie spenden, die allerdings bald erlöschen wird. In dieser Situation bringt Tifflor eine kleine Schachtel zum Vorschein. Sie enthält seinen Zellaktivator. Der Atope ist nicht mehr auf den Vitalenergiespender angewiesen. Er überlässt ihn Lua und Vogel. Die beiden erwachen und erholen sich allmählich. Mit Hilfe des Zellaktivators könnten sie auch außerhalb der Jenzeitigen Lande leben, müssen aber für immer zusammenbleiben. Da Lua und Vogel noch geschwächt sind, reist Atlan ohne sie weiter.

Der Konglomerierte Bacctou verkraftet den Verlust des letzten Sediments nicht. Seine Existenz endet.

Kringels Meinung:

Atlan ist sauer, weil er nach Absolvierung des aktuellen Levels im JZL-Action-Adventure immer noch nicht beim Endboss angelangt ist, sondern zur gefühlt tausendsten Nebenquest umgeleitet wird? Ha! Der Arkonidenhäuptling beschwert sich in diesem Roman ziemlich oft über seine in die Länge gezogene Odyssee. Da könnte man fast auf die Idee kommen, MMT habe sich selbst zum Sprachrohr meiner früheren Genervtheit gemacht. Inzwischen finde ich das Ganze nur noch lustig. Fatalismus ist angesagt, denn es wird sowieso noch bis PR 2874 auf dieselbe Weise weitergehen. Mindestens.

Auch was Erklärungen, innere Logik, Verständlichkeit, Nachvollziehbarkeit, Sinnhaftigkeit und so weiter angeht, habe ich kapituliert. Ich frage mich gar nicht mehr, warum die Finale Stadt genau so aufgebaut sein muss, wie sie beschrieben wird, das heißt, welchen Zweck das alles erfüllt oder ob es überhaupt einen gibt. Ich muss hinnehmen, dass die JZL ein Zufluchtsort für alle möglichen und unmöglichen Lebewesen sind, die dort mit Hilfe von Thez das Ende des Universums überdauert haben und sich die Realität mittels bunter Zauberstäbe selbst zurechtdenken können oder von Thez zurechtgedacht bekommen, sofern nicht jemand wie der Konglomerierte Bacctou dazwischenfunkt, der gern mal querdenkt, so dass das Unten in Scheiße versinkt, das Oben zu Eis erstarrt und der Hof in ewigen Schlaf fällt. Eine Umgebung wie die JZL, in der nichts festgelegt und alles möglich ist, in der es keinen endgültigen Tod gibt und die sich jederzeit komplett verändern kann, in der also die totale Beliebigkeit herrscht, ist doch der ideale Spielplatz für Autoren und Expokraten. Da lässt sich jede noch so abgedrehte coole Idee, die im ersten Moment toll klingt, dann aber zu unerwarteten Plotholes oder akutem Erklärungsnotstand führt, problemlos umsetzen. Wem es zu nebulös oder zu magisch wird, muss sich einfach folgende Sätze aus dem aktuellen Roman zu Herzen nehmen: "Wir befinden uns am Ende aller Existenzen und aller Zeiten oder kurz dahinter. Die Erfahrungen hier sind mit nichts zu vergleichen" (Zitat Atlans Extrasinn), "In der Finalen Stadt ist es notwendig, die Grenzen des Geistes zu überwinden" (Zitat Pensor), "Auf der Werft gelten die Gesetze des Turms und nicht die einer vermeintlichen Realität. Klingt einfach, ist aber kompliziert" (Zitat Pamela-Kopie). Schön, nicht wahr? Also: Nicht versuchen, den Verwirrungen der Zeitlinien zu folgen. Dabei verknotet man sich nur den Brägen. Lieber MMTs phantasievolle Beschreibungen genießen.

Julian Tifflor ist der Atope, von dem Matan Addaru angeworben wurde. Ich muss also keinen Besen fressen (siehe Kommentar zu PR 2854), aber offensichtlich ist Tiff doch nicht wie von mir angekommen der Doppelagent in den Reihen des Atopischen Tribunals, der neulich zu Gunsten der Galaktiker eingegriffen hat. Bleibt noch Veirdandi. Oder ES? Oder Thez selbst? Atlan meint übrigens, Tiff sei deutlich gealtert. Hm, der Dienst für das Atopische Tribunal muss ja wirklich aufreibend sein, wenn ein paar Jahrtausende ausreichen, um derart sichtbare Spuren bei jemandem zu hinterlassen, der selbst nach einem jahrmillionenlangen Marsch ohne Sonne und frische Luft noch ausgesehen hat wie der junge Morgen ...

Tiff sagt, die Mission des Atopischen Tribunals in der Milchstraße könne abgewendet werden. Unter anderem aufgrund der Verschleierung des Solsystems durch das Sonnensiegel habe sie von Anfang an sehr viele Unbekannte enthalten. Wir können uns also ausrechnen, wie der Zyklus enden wird. Zunächst einmal gehen Lua und Vogel mit Tiff auf große Fahrt und werden für immer zusammenbleiben, weil sie ohne einander im wahrsten Sinne des Wortes nicht leben können. Ist das nicht romantisch? Atlan muss Thez nur noch davon überzeugen, dass das Tribunal in der Milchstraße mehr Schaden angerichtet als verhindert hat. Thez hat von den JZL aus bekanntlich Zugriff auf jede beliebige Zeit des Standarduniversums. Somit könnte er einen Ruf ins Jahr 1514 NGZ schicken und die ganze Aktion des Tribunals abblasen, bevor sie richtig beginnt. Gerade in diesem Roman wird ja behauptet, die MOCKINGBIRD sei gleichzeitig in der Werft und draußen unterwegs, könne also sowohl vor als auch nach ihrem Aufbruch modifiziert werden. Warum sollte ähnliches nicht auch mit den Atopen möglich sein? Allerdings müssten wir uns in diesem Fall auf einen Totalreset der Zeitlinie gefasst machen, denn der gesamte Inhalt der Romane seit PR 2700 wäre dann ja ungültig!

Was mag es mit den "Hieroglyphen" im Geist Atlans und Perry Rhodans auf sich haben? Die Ritterauren sind nicht gemeint, glaubt Atlan. PR hat ja sowieso keine mehr. Worin unterscheiden sich ausgerechnet diese beiden Personen von all ihren Zeitgenossen in der Milchstraße? Sie tragen von den Kosmokraten abgestimmte Zellaktivatoren. Ich glaube aber nicht, dass das dahintersteckt. Dass Atlans Geist so manche Unbekannte birgt, wurde schon in PR 2785 deutlich. Damals konnte sich der Arkonide plötzlich wieder an einen Aufenthalt im Transkosmischen Territorium erinnern und hat geglaubt, damit seien die Materiequellen gemeint. Nun, transkosmischer als die JZL geht's kaum noch. Vielleicht war Atlan also früher schon mal dort? Und PR?

J. Kreis, 23.07.2016


« PR 2865 «
» PR 2867 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Peter Glasmacher (25.07.2016):

Für mich absolut unüblich. Alles Geschwurbel. Ich bin nicht unterhalten worden. Okay. Manchmal. Wenn der Schmerz im Kiefer verebbte. Und meine Frau ihre schlechte Laune ob der Beisspuren im für einen signifikanten Teil eines Monatsbudget erworbenen Massivholz Wohnzimmertisch, so langsam durch nachsichtiges Kopfschütteln ersetzte. 'Warum lieste son einen Scheiss, wenn Du doch SF magst'. Was dann immer in eine Diskussion über Solidarpakte etc. endet.


Patrick (24.07.2016):

Es gibt hier keine "abgedrehte coole Idee"! Keine einzige! Deshalb fühle ich mich auch nicht gut unterhalten!

Beim vorletzten und letzten Band habe ich mich beschwert, dass diese angeblich so surreale und abgehobene (schön wär's!) Handlung genauso gut auf der Erde spielen könnte.

Willkommen zurück - am "unmöglichsten aller Orte" - der natürlich (!) aussieht wie die ERDE!

Und selbstredend in New York!

Oh, Moment - New New York! Haha!

Merkt es jemand? Kreativität: Null! Auch die Stephen-King-Anspielungen (Baseball, Rose, Hochhaus - siehe "Der Dunkle Turm" Band 8) sind einfach nur ärgerlich - wie ein kindisches Fan-Fic.

Kann es noch schlimmer gehen? Ja - Atlan liest Comics, arbeitet als Alleinunterhalter...

Atlan trifft Tifflor. Er ist ein Atope. Stört Atlan ("als WIR noch Menschen waren") nicht. Er hat auch keine speziellen Fragen. Hätte Tifflor einen Ausflug auf den Jahrmarkt untenommen, Atlan hätte mehr Fragen gehabt. Wurde nach ES gefragt? Ich glaube nicht. Auch die Missstände in der Finalen Nicht-Stadt werden nicht thematisiert.

Dafür werden Seelen magisch verwoben - und ein ZELLaktivator wirkt dann auf mehrere Personen! Wie genau das geht, weiß keiner!

Mein Verdikt: dampfender, zum Himmel stinkender BS!


Hans (24.07.2016):

Ich habe aus gesundheitlichen Gründen einige Zeit mit der Lektüre der Serie aussetzen müssen und bin erst mit 'Finale Stadt: Oben' wieder eingestiegen. Hatte mir von diesem Vierteiler endlich Antworten auf zumindest einige Fragen erhofft - und bin natürlich extrem enttäuscht worden. Atlan hatte Sex mit dem Sediment Irrlicht, die Pamela Bess-Kopie wird plötzlich muskulös mit behaarten Beinen (wohl ein männliches Wesen) und muss dann sofort vernichtet werden... da fallen mir sofort die Mnemokorsaren ein (gleichgeschlechtliches Liebespaar)... Alle gleichgeschlechtlich orientierten Leser, mich inclusive, werden zwar seit einiger Zeit mit entsprechenden Figuren 'bedient' aber es sind bis jetzt überwiegend nur Schurken. Doch das nur mal als Randbemerkung. Die 3 Hefte in der finalen Stadt, die ich gelesen habe waren kurzweilige Lektüre aber die Handlung vorangebracht? Fehlanzeige. Tifflor hat Matan Addaru angeworben. Dieser ist ein Renegat und hat wiederrum Tiff fürs Tribunal geworben. Ringelpiez mit Anfassen??? MOCKINGBIRD: Ordnung und Chaos vereint, somit ist Thez wohl doch kein reinrassiger Kosmokrat, wie ich schon lange vermute. Dass das Schiff rückwärts gebaut wird: wen wunderts. Dass BIRD aus einem Bett von Positroniken evolviert, ist aber entweder genial oder blödsinnig angesichts der extrem hochwertigen Technik über die das Tribunal verfügt. Da hätte Tiff bzw. sein Werftmeister auch gleich mit einem C64 oder Taschenrechner als Grundlage für einen Evolutionsprozeß des Bordggehirns beginnen können, Grins! Im Hof flogen ja diese stangenartigen Gebilde durch die Luft, weit hochwertiger als die tt-Progenitoren - das war eine Erklärung die wieder in Richtung SciFi ging (double plus good!!!) denn damit denkt Thez um und das Zeug funktioniert im Normaluniversum nicht. Wohl weil jeder xbeliebige kosmische Messenger die Dinger sofort abschießen würde. Thez ist verblasst, das wissen wir schon lange und trotzdem wird Atlan so geschildert, daß er auf eine Zusammenkunft mit dem Kosmokratenkönig hofft. Dat wird nix! Herrjeh und in einem der nächsten Hefte wird im Untertitel "die wahre Geschichte des Matan Addaru" angekündigt. 'Der letzte Mensch' war wohl noch nicht die echte Biografie dieses Atopen. Der Zyklus wird in die Geschichte der Serie eingehen als die größtmögliche Leserver*rschung. Na ja, ich schließe mich Kringel an, ich bin (relativ) gut unterhalten worden. Und ansonsten laß ich mir jetzt von der Krankenschwester meine Nachtmedikamente geben und warte auf das nächste Heft. Gute Nacht ;-)


CHRIS (24.07.2016):

Der Name des übernächsten Heftes (Janus) sagt viel über die Handhabung oder die Wertigkeit des Inhaltes der letzten beiden Zyklen innerhalb des PR-Kosmos aus. Wenn ich mich recht erinnere, ist Janus ein zweigesichtiger Gott von Anfang u. Ende bzw. drückt er Zwiespalt aus. Also wird wahrscheinlich alles relativ sein und/oder man kann alles sehen wie man will u. nichts hat eine genaue Bedeutung. Auch könnte Thez, welcher ja von (fast)Anfang bis Ende existiert, doppelgleisig (wieder die 2Gesichter) gefahren sein, z.B. "seit" diesem Roman mit der falschen Zeit, die Nummer dessen weiß ich nicht. Er könnte deshalb seine kleinen Atopen ein bischen herumspielen lassen haben, Kinder müssen sich ja austoben u. was lernen - nur das sie am Ende erfahren müssen, daß man gleichzeitig auch Verantwortung hat.
Die "kaputtgemachte" Zeitlinie ist aber nicht so schlimm, da es ja noch die originale gibt. Vielleicht hat ja ES auch nur deshalb mitgemischt u. alles etwas in Unordnung gebracht, um ein Schlupfloch für sich zu finden, um wahrhaftig ewig zu existieren (wie Thez). Das Interesse von ES für solche extraterritorialen Konstrukte ist ja bekannt. Siehe den Thoregon-Zyklus mit der Flucht THOREGONS ins Extradimensionale oder Delorians Neuroversum. Auch das Atlan hinter den Materiequellen war, ist ja bekanntlich kein Zufall. Er sollte mal nachschauen, wie es da so ist. Es könnte ja auch sein, daß jene versiegelte Hyroglyphe in ihm eine Botschaft an Thez ist, oder ein Trojaner. Ich denke, da der momentane Überbau der Story so gewaltig ist, werden wir wohl auch noch was von Kosmokraten oder Chaotarchen hören. Interessant finde ich auch den Zusammenhang (wenn es denn einer ist) zwischen dem zeitlich riesigen Thez und der räumlich riesigen Stadt Allerorten. Dort hat man ja gelegentlich auch Kontakt zu Atopie.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)