PR 2865
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Perry Rhodan Nr. 2865: Die Finale Stadt: Hof

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Pend 1749 transportiert Atlan, Lua Virtanen und Vogel Ziellos zur Facette Hof der Finalen Stadt. Wenn Atlan an einen Hof denkt, fallen ihm Paläste und Burgen mit Königen und edlen Rittern ein. Davon ist am Ziel nichts zu sehen. Stattdessen finden sich die Gefährten in einer von Bergen begrenzten menschenleeren Prärie wieder, über der sich anstelle eines Himmels ein schwarzes Nichts spannt, durch das ab und zu Kometenschwärme ziehen. Blickt man das Nichts an, hat man das Gefühl blind zu werden. Man fühlt sich gleichzeitig abgestoßen und aufgesaugt. Alles wird bedeutungslos; man wird quasi hypnotisiert. Es fällt den Gefährten schwer, diesem Einfluss zu widerstehen. Am Horizont ist eine Art Riss zu sehen, ein bewegungsloser Blitz, der sich im blinden Himmel verläuft. Auch sonst ist einiges merkwürdig in dieser Gegend. Ein umgebogener und losgelassener Ast schnellt zum Beispiel nicht sofort in die Ausgangsposition zurück, sondern bewegt sich so langsam, dass man es fast nicht wahrnimmt. Die Flugaggregate der Schutzanzüge arbeiten wie im Unten und im Oben nur sporadisch. Dünne halbmeterlange bunte Röhren mit nach außen gewölbten Enden fliegen sich überschlagend durch die Luft. Man kann sie nicht greifen. Ein ähnliches Objekt hat Vogel schon im Oben gesehen.

Nachdem sich Pend verabschiedet hat (er zieht weiter, um nach seinen verlorenen Aspekten zu suchen) wandern Atlan und seine Begleiter durch die Ebene. Sie erreichen ein Haus, das genauso aussieht wie eine typische Farm in Nordamerika in der Mitte des 19. Jahrhunderts alter Zeitrechnung. In der Vorratskammer gefundene Nahrungsmittel haben keinen Geschmack. Im Schlafzimmer liegt eine bewusstlose alte Frau. Ihr Körper ist von einem dichten Netz blauschwarzer Linien überzogen, das von einem kleinen Fleck über der Nasenwurzel ausgeht und auf den geschlossenen Augenlidern besonders dicht ist. Lua möchte der Frau helfen, muss aber einsehen, dass das nicht möglich ist. Die Gefährten wandern weiter und erreichen eine Wegstation, in der überall Menschen wie tot herumliegen. Man hat den Eindruck, sie seien Opfer einer Schießerei, aber die Körper weisen keine Einschusslöcher auf. Nur die bekannten Flecke und Linien sind zu sehen. Atlan findet eine Zeitung. Es ist der Court County Courier vom 18. September 1878. Darin wird unter anderem berichtet, dass Glossberc einen Besuch in der Stadt wegen schlechten Wetters verschieben musste und dass sich die Entsendung der Atopen Headrut und Lesseris Cossvan in das Protektorat GA-Laleen aus demselben Grund verzögert. Welchen Wahrheitsgehalt diese Meldungen auch immer haben mögen - Atlan hat ein neues Ziel, nämlich die Zeitungsredaktion in Court City. Die Journalisten müssen schließlich mehr wissen oder ein Archiv haben, in dem Atlan Informationen über die Facette Hof zu finden hofft. Die Gefährten ziehen gefundene Westernkleidung an und stehlen drei Pferde für die Weiterreise. Unterwegs stellt sich heraus, dass Lua infiziert ist. Sie hat einen scheintoten Menschen berührt. An ihrer Hand zeigt sich bereits das Liniengeflecht.

Atlans Ankunft ist nicht unbemerkt geblieben. Ein Revolvermann, der schon seit sehr langer Zeit nach Atlan sucht, hat sich auf seine Spur gesetzt. Der Boss hat ihm den Auftrag erteilt, dem Arkoniden den Tod zu schenken. Der Revolvermann stößt auf Maybelle Carr, eine Frau, die das Gemetzel an der Wegstation überstanden hat und mit ihrer Tochter Jocelyn sowie dem Medoroboter Obadia per Conestoga-Planwagen unterwegs nach Court City ist. Der Weg führt direkt durch das Gebiet der Wilden aus dem Volk der Awour. Diese Wesen wurden vom Konglomerierten Bacctou similiert und haben den Auftrag, alle Bewohner der Facette Hof niederzustrecken. Ihre Waffen verschießen das Sediment Schlaf. Getroffene werden innerhalb kürzester Zeit von dem Liniengeflecht überwuchert und in endlosen Schlaf versetzt. Bei Infizierten, die nicht direkt getroffen wurden, verläuft der Prozess viel langsamer. Das Sediment Schlaf ist auch der Grund für die Entstehung des zehrenden Nichts am Himmel und die eigenartigen im Hof herrschenden Umweltbedingungen. Die gesamte Facette "entschlummert", oder, wie der Revolvermann es ausdrückt, sie verreckt, und das schon seit vielen Jahren. Mehrere Awour überfallen Maybelle und Jocy. Obadia wird vernichtet. Der Revolvermann greift ein und rettet die beiden, lässt aber zwei Awour entkommen. Maybelle und Jocy waren schon vor dem Überfall infiziert. Der Revolvermann heilt beide, indem er sie berührt. So gut wie jeder Bewohner der Facette Hof weiß, dass der Revolvermann hinter "dem Weißhaarigen" her ist. Im Gegenzug für Jocys Rettung muss Maybelle dem Revolvermann versprechen, dass sie das verschweigen wird, sobald der Weißhaarige eintrifft.

Wie vom Revolvermann geplant treffen Atlan und seine Begleiter, die die Schüsse gehört haben, am Ort des Geschehens ein, als die Awour mit Verstärkung zurückkommen. Gemeinsam gelingt es dem Arkoniden und dem Revolvermann, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Atlan erkennt sofort, mit wem er es zu tun hat. Der Revolvermann ist niemand anderer als Piet Rawland. Zumindest sieht er aus wie der Diener der Superintelligenz ES. Aufgrund seiner jüngsten Erfahrungen mit den vom Konglomerierten Bacctou entsandten Gestaltwandlern bleibt Atlan skeptisch. Rawland erwähnt im Nebensatz, er selbst habe diese Welt erschaffen. Er verschweigt, dass er Lua heilen könnte und schlägt eine Rast in einer nahen Hütte vor, obwohl allen klar ist, dass die Awour bald wieder angreifen werden. Rawland behauptet, ES habe ihn vor Äonen in die Jenzeitigen Lande geschickt. Er sollte sich am Hof einleben und einen Lebensraum für sich selbst gestalten. Zu diesem Zweck wurde ihm von den Fauthen eines der zahllosen Weltenfraktale überlassen, aus denen der Hof besteht. Er durfte es nach seinen Vorstellungen formen. Die Fauthen waren gern zur Mithilfe bereit, denn ES hat den Vögten der Ländereien von Thez, aus denen sie sich entwickelt haben, einst einen großen Dienst erwiesen. Die Superintelligenz hat dem Atopischen Tribunal zwei extrem wertvolle Personen überlassen, die ihrer Mächtigkeitsballung eine Wendung hätten geben können: Matan Addaru und Julian Tifflor. Die Umformung des Weltenfraktals erfolgt mittels der fliegenden Röhren. In diesen Fabriken werden submikroskopische Maschinen hergestellt, gegen die selbst tt-Progenitoren gigantisch und schwerfällig wirken. Sie können an Elementarteilchen andocken und diese mittels eines mentalmechanischen Impulses beeinflussen. Somit können sie die Realität nicht nur verändern, sondern erzeugen. Mit ihnen hat Thez die Jenzeitigen Lande erschaffen. Thez nutzt die Maschinen immer noch, um die Inseln der Hiesigkeit "umzudenken". Außerhalb der Jenzeitigen Lande würden die Maschinen allerdings nicht funktionieren.

Die Awour sind den Gefährten gefolgt. Sie umstellen die Hütte und greifen an. Rawland spricht in Rätseln, bestätigt aber, dass der Konglomerierte Bacctou den Hof angegriffen hat und im Auftrag von Matan Addaru handelt. Angeblich wurde Rawland von ES mit Vitalenergie gespeist. Er ist praktisch ein einziger großer Zellaktivator. Rawland behauptet, er sei entsandt worden, um Atlan zu unterstützen, denn hier und jetzt werde sich das Schicksal unzähliger Welten entscheiden. Rawland soll den Weg zum Turm der Fauthen für Atlan freihalten oder öffnen. Rawland weigert sich aber beharrlich, Lua zu helfen. Sie erliegt dem Sediment Schlaf. Vogel, der sie berührt hat, ist jetzt ebenfalls infiziert. Atlan wird von mehreren Schüssen aus den Waffen der Awour getroffen, doch Schleier schützt ihn. Dabei entzieht die Exuvie Atlans Gefährten Energie. Atlan will das nicht zulassen und reißt sich den Balg herunter. Dieser wird im selben Moment von einem weiteren Schuss getroffen und vernichtet. Rawland hält Atlan den berühmten Colt-Revolver entgegen, aber nicht um ihn zu erschießen. Atlan tötet den Revolvermann mit dessen eigener Waffe, denn er hat Rawlands Absicht erkannt. Durch Rawlands Tod wird die Vitalenergie schlagartig freigesetzt, was dazu führt, dass das Sediment Schlaf unschädlich gemacht wird. Thez hat nun wieder Zugriff auf den Hof und denkt ihn um. Rawlands Welt vergeht, damit eine bessere entstehen kann. Im Moment seines Todes entsteht das Bild der aus Andromeda und Milchstraße bestehenden Kreuzgalaxis. Es ist viel größer als jenes Symbol, das beim Tod eines Zellaktivatorträgers entsteht, und es hat Bestand. Somit ist der einst schwarze Himmel jetzt voller Sterne. Lua und Vogel sind wieder gesund.

Eine Kutsche nähert sich aus der Ferne, gelenkt vom Pensor. Er will Atlan zum Turm der Fauthen bringen. Dieser ist mit dem Riss am Horizont identisch. Atlan ist nicht bereit, seine Gefährten zurückzulassen. Nach kurzem Zögern lenkt der Pensor ein.

Am nächsten Tag sehen Maybelle und Jocy zum ersten Mal in ihrem Leben die Sonne. Sie machen sich auf den Heimweg.

Kringels Meinung:

Level completed, proceed to next Level!

Der Roman beginnt mit einem Satz, der Fans von Stephen King aufhorchen lassen dürfte (Zitat): "Das Weißhaupt streifte durch die Finale Stadt, und der Revolvermann folgte ihm." Das passt, schließlich befindet sich Atlan in einer Welt, die sich definitiv weitergedreht hat, und ist auf dem Weg zu einem Turm. Die Frage ist nur: Wird Atlan im Turm dasselbe finden wie Roland Deschain? Wenn ja, müsste alles wieder von vorn losgehen ...

Wieder ist die Romanzusammenfassung sehr lang geworden, und zum x-ten Mal in Folge liegt das nicht etwa daran, dass die skizzierten Handlungselemente irgendeine tiefschürfende Bedeutung für den Zyklus hätten. Natürlich werden hochinteressante Informationen eingestreut und Atlan kommt in der Handlung vor. Doch davon abgesehen käme man ohne den Schriftzug "Perry Rhodan" auf dem Heftcover nicht unbedingt auf die Idee, dass die Story im Perryversum spielt (die Erwähnung der Awour, der Kopfjäger TRAITORS, ist reines Namedropping). Gleichwohl kann ich bedenkenlos den abgedroschenen alten Standardsatz anbringen: Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Betrachte ich den Roman als Einzelwerk und ignoriere den Zyklus, so habe ich nichts daran auszusetzen. Ich hatte recht viel Spaß bei Lektüre und Zusammenfassung, deshalb ist letztere so lang geworden.

Wenn ich annehme, dass Rawland die Wahrheit sagt, dann wurde er vor Äonen (vom Ende des Universums aus gesehen natürlich) von ES in die JZL geschickt, damit er Atlan den Weg in den Turm der Fauthen freihält. ES muss also sehr genau darüber informiert gewesen sein, was in den doch angeblich für niemanden außer Mitgliedern des Atopischen Tribunals zugänglichen JZL so alles passiert. Ob ES auch noch über die Machenschaften des Bacctou im Bilde war, wollen wir dahingestellt sein lassen. Woher hat ES diese Informationen bezogen und wie hat er es geschafft, Rawland in die JZL zu bringen? Zuerst habe ich gedacht, ES selbst könne Thez sein bzw. sich irgendwann nach dem 16. Jahrhundert NGZ zu dieser Entität weiterentwickeln. Das passt aber zeitlich nicht. In PR 2850 steht, Thez sei im Lichten Morgen des Universums als Superintelligenz erwacht, also in einem Zeitraum von 20 bis 30 Milliarden Jahre nach dem Urknall. ES ist aber älter. Das 16. Jahrhundert NGZ fällt in den Frühen Morgen, der sich über den Zeitraum von 5 bis 20 Mrd. Jahren nach dem Urknall erstreckt. Man nimmt heute an, das Universum sei ca. 13,8 Mrd. Jahre alt. ES ist ja noch ein paar Jahrmilliönchen älter.

Wie dem auch sei: ES hat seine schmutzigen Finger mal wieder tief drin, und zwar nicht nur im Brei am Ende des Universums. Die Superintelligenz soll dem Atopischen Tribunal zwei Personen überlassen haben: Tifflor und den Matan. Bei ersterem komme ich noch mit. Das ist ja gerade erst passiert. Aber Matan wird laut PR 2854 erst in mehreren Milliarden Jahren (vom Jahre 1518 NGZ aus gesehen) vom AT rekrutiert. Existiert ES in dieser Epoche also immer noch? In welcher Form? Als Superintelligenz? Oder eben doch als Thez? Jedenfalls muss ES eine bestimmte Absicht damit verfolgt haben, auf zwei so mächtige Individuen zu verzichten. Höchstwahrscheinlich steckt ES hinter der Einschleusung eines Doppelagenten in das AT. Wäre ja nicht das erste Mal, dass ES so etwas macht. Als Doppelagent kommt meines Erachtens nur Tiff in Frage.

Ich finde, dass Autoren und Expokraten beim Zusammenzimmern von Langzeitplänen manchmal den Blick für die Glaubwürdigkeit verlieren. Rawland begründet das von ihm selbst betriebene unnötig verwickelte Spielchen wie folgt: Wäre er einfach zu Atlan gegangen und hätte gesagt "Tagchen, ES möchte, dass du mich erschießt, damit Vitalenergie freigesetzt wird, die dir den Weg zu deinem Ziel ebnet", dann hätte Atlan das nicht getan, sondern nach anderen Lösungen gesucht. Deshalb musste Atlan in eine verzweifelte Situation gebracht werden, in der es keine Alternativen gibt. Das kann schon aus dramaturgischer Sicht nicht überzeugen, weil Rawland den ganzen Plan erklären muss, bevor Atlan abdrückt. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass jeder, der (wie Atlan) schon öfter mit ES oder dessen Boten zu tun hatte und erlebt hat, was sich der bekloppte Alte von Wanderer so alles ausdenkt, auch ohne das ganze Brimborium keine Sekunde lang gezögert hätte. Und über die Frage, warum Rawland überhaupt durchlöchert werden muss, denke ich lieber gar nicht erst nach.

Ganz ehrlich: Mir ist das Herumgehopse vor und zurück durch die Jahrmilliarden sowie durch die verschiedenen Realitätsebenen des Perryversums, der JZL und der "Falschen Welt" zu unübersichtlich geworden. Ich habe immer öfter das Gefühl, dass ich entscheidende Details übersehe und naheliegende Zusammenhänge nicht erkenne. Daher fehlt mir der Elan, das ganze Durcheinander gedanklich zu ordnen und zu bewerten, zumal a) niemand weiß, welchen Wahrheitsgehalt die von PR/Atlan gesammelten und aus den unterschiedlichsten Quellen stammenden Informationen haben und b) in den JZL einfach mit den Thez-Zauberstäben gewedelt werden muss, damit alles ganz anders wird.

J. Kreis, 16.07.2016


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Patrick (24.07.2016):

Als ich das Cover des Romans sah und wusste, dass der nächste Band "Turm" heißt, habe ich mir im Spaß gedacht "das ist ja wie bei Stephen King". Leider wurde daraus bitterer Ernst, als ich mit dem Band begann. Ein einziger Albtraum. Soll das komisch sein? Warum macht man das? Ich muss mich wiederholen - ich fühle mich getrollt. Inklusive Pensor in der Kutsche - Grundgütiger. Und dann die konstruierte Handlung - "ich musste das tun, sonst würdest du mich nicht erschießen". Oh jeh. Die King'schen Elemente ziehen sich noch viel weiter durch die Handlung - Ende der Welt, Zwischenstation, viele Welten usw. Als Satire wäre das OK, aber in der Situation ist es völlig würdelos. Es ruiniert die JZL vollkommen. Die sich mal wieder, bar jeder Kreativität, als Abklatsch der Erde entpuppen.: "Wir fanden uns in einer Welt wieder, die Terra glich." Die Atmosphäre ist "identisch mit der Erde". Billionen Jahre nach dem Ende des Planeten, doch Atlan wundert sich nicht darüber, sich vermeintlich auf der Erde zu befinden, sondern nimmt sogar spontan an, Menschen zu begegnen: "Wir waren auf keinen einzigen MENSCHEN getroffen"! "Wenn wir Glück haben, treffen wir endlich auf MENSCHEN"! Stattdessen muss der über einen Extrasinn verfügende Atlan von Vogel - nach längerer Zeit - darauf aufmerksam gemacht werden, dass dies alles etwas sonderbar ist.

Der erbärmliche Wildwest-Kitsch (nach dem Eskimo/Piraten-Kitsch im letzten Band) gipfelt in wortwörtlichen Übersetzungen von englischen Idiomen - "wenn Sie mein Französisch entschuldigen". Gnädiger Gott!

Wenn das eine Verschwörung wäre, Perry Rhodan so gut es geht in die Tinte zu ziehen und lächerlich zu machen - ich müsste demütig bekennen, sie wäre meisterhaft gelungen. Wir müssen einfach davon ausgehen, dass die Autoren gar kein "Perry Rhodan" schreiben wollen - wenn sie es nur lassen würden!

Und warum wurde ES als "er" bezeichnet?

Immerhin: Es wurde eine (pseudo)wissenschaftliche Erklärung für das Umdenken geboten.

Und ein weiterer Pluspunkt für dieses Desaster: Die eigentliche Handlung war gut und interessant. Hätte man alles nicht unter Kitsch, Unsinn und Stephen King begraben, das wäre eine unterhaltsame und nicht ärgerliche Lektüre gewesen. Es könnte alles so gut sein - nur man will eben einfach nur nicht! Das Ende ließ jene Größe und Würde anklingen, zu der die Autoren durchaus fähig sind, aber den JZL einfach nicht verleihen wollen. Riesenenttäuschung.

Es freut mich für Sie, dass Sie sich gut unterhalten gefühlt haben. Ich kann das in so einer Situation nicht, da ich mich viel zu sehr über die Enttäuschung, den Kitsch, den Kalauer aufrege und irritiert werde. Die banalen Lebensumstände der Einheimischen habe ich ab einer gewissen Stelle einfach überschlagen - es ist doch klar, dass das nie wieder thematisiert werden wird. Es interessiert mich einfach nicht. Sie haben richtig gesagt, dass es nichts mit Perry Rhodan zu tun hat. Sie haben sich Unterhaltung gekauft und haben die bekommen. Ich möchte Science Fiction und Perry Rhodan (steht beides auf dem Roman drauf) lesen, habe das aber nicht bekommen. Thema verfehlt - durchgefallen. (Eine Finale "Stadt" sucht man auch vergebens.) Zum Teufel damit. Und ja: Alles ist zu konfus und unübersichtlich.



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