PR 2858
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2857 «
» PR 2859 »
Perry Rhodan Nr. 2858: Hüter der Stahlquelle

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Zum Test des ParaFrakt-Schirmes unter Gefechtsbedingungen fliegt Perry Rhodan mit der RAS TSCHUBAI ins von den Tiuphoren eroberte Vhezzer-System. 487 Sterngewerke operieren hier. Die gatasische Rüstungswelt Tvynatarr wurde besetzt. Mehr als 1000 Kampfschiffe der Blues unter dem Kommando von Sternenadmiral Fauphe-Zy-Mün haben das System eingekesselt. Einen Frontalangriff kann sich Rhodan nicht erlauben. Er muss ein Sterngewerk aus dem System herauslocken. Doch zuvor verwirklicht er einen anderen Plan. Rhodan geht davon aus, dass Tvynatarr zum Bau neuer Raumschiffe genutzt werden soll und dass man dort die Baupläne von Sterngewerken erbeuten kann. Er stellt ein aus ihm selbst, Sichu Dorksteiger, Tatsu Feydursi, Licco Yukawa sowie den Raumlandesoldaten Annara Wolsin und Kaj Manhydan bestehendes Team zusammen, das am 29. August 1518 NGZ mit der LAURIN-Space-Jet DOCTOR GRIFFIN in der Nähe eines Werftkomplexes auf dem Kontinent Paatpayr landet. Dabei nutzt Rhodan eine abstürzende Rettungskapsel als Tarnung, die er gleichzeitig vor der Vernichtung bewahrt. Während Manhydan an der Landestelle zurückbleibt und sich um die Insassen der Kapsel (50 Gataser und der terranische Botschafter Limas Torranc) kümmert, dringen Rhodan und das restliche Team in den Komplex ein. Sie nutzen die Mimikryfunktion ihrer SERUNS, damit die Tiuphoren glauben, sie hätten es mit gatasischen Widerstandskämpfern zu tun.

Die Tiuphoren sind in der Paatpayr-Werft auf unerwartet heftigen Widerstand gestoßen. Ihre Verluste haben sie allerdings nicht den Ingenieuren zu verdanken, die sich immer noch in dem riesigen Komplex verstecken, sondern einem einzigen Kämpfer namens Oryiri. Der Gataser ist ein Neorgan-Cyborg und war zum Zeitpunkt der Invasion als Inspekteur in der Werft. Oryiris Körper wurde umfassend modifiziert und aufgerüstet. Auch sein Gehirn ist davon betroffen; der Preis dafür ist eine gewisse Gefühlskälte. Oryiri besitzt gewaltige Körperkräfte und ist schneller als ein inhöriger Tiuphore. Er benötigt keinen Energieschutzschirm, denn sein Körper kann Strahlschüsse absorbieren und auf den Gegner zurückwerfen. Aufgrund der gelben Einsprengsel in seinem Pelz wird Oryiri auch "Gelbe Kreatur des Schreckens" genannt. Der Cyborg setzt alles daran, die Ingenieure zu retten und die Werft zu sabotieren. Taccush Maztema, der Anführer der in der Werft operierenden Tiuphoren, erkennt in dem Cyborg einen würdigen Gegner. Bei seinem ersten Zusammenstoß mit Oryiri erleidet Maztema eine Schlappe. Er gibt jedoch nicht auf, sondern setzt sich das Ziel, den Cyborg lebend ins Sterngewerk YOXTAZE des Caradocc Paccza Muunay zu bringen.

Rhodans Leute greifen in die Kämpfe ein. Sichu liest den Speicher der Brünne eines getöteten Tiuphoren aus und erfährt, dass die Baupläne in mehrere Datenpakete aufgeteilt wurden. Die Pakete sind in drei PositKomplexen zu finden. Sichu hackt die ersten beiden Positroniken unbemerkt. Bei PositKomplex VII geht das nicht so einfach. Bevor entschieden werden kann, wie weiter vorgegangen werden soll, wird die Gruppe angegriffen. Es handelt sich um ein Missverständnis. Oryiri und die Ingenieurin Lüürasy wollten sich ebenfalls in den Besitz der Baupläne bringen und haben geglaubt, Rhodans Leute seien Tiuphoren. Kaum wurde der Irrtum ausgeräumt, greifen die in PositKomplex VII stationierten Tiuphoren an. Diese werden mit Oryiris Hilfe aufgerieben, doch Maztema, dem der Datendiebstahl nicht verborgen geblieben ist, rückt mit einer handverlesenen Truppe nach. Auch diese Angreifer werden besiegt. Oryiri tötet Maztema im waffenlosen Zweikampf. Rhodans Team zieht sich zur DOCTOR GRIFFIN zurück. Oryiri und Lüürasy bleiben in der Werft, um durch Sabotageakte zu verhindern, dass sie von den Tiuphoren genutzt werden kann. Mit der LAURIN-Jet als Köder lockt Rhodan nun ein Sterngewerk zur RAS TSCHUBAI. Die Tiuphoren beschießen den Omniträger mit Indoktrinatoren. Der ParaFrakt-Schirm hält. Das Sterngewerk wird mit dem Aagenfelt-Blitz aus der Hyperstenz gerissen und vernichtet.

Fauphe-Zy-Mün gratuliert Rhodan zu diesem Erfolg und verkündet, er werde auf Befehl des Großadmirals Agüd-Liy-Steyzen zum Angriff übergehen. Rhodan warnt den Sternenadmiral vergeblich. In der anschließenden Raumschlacht werden sämtliche Schiffe der Gataser vernichtet. Nur zwölf Sterngewerke bleiben auf der Strecke. Dennoch meinen die Tiuphoren, die Werft berge ein zu großes Risiko und vernichten sie. Oryiri versucht Lüürasy in Sicherheit zu bringen. Zu seiner eigenen Überraschung hat er Gefühle für die schöne und mutige Ingenieurin entwickelt.

Rhodans nächstes Ziel besteht nun darin, die Anti-Indoktrinatoren-Waffe so schnell wie möglich bei allen Milchstraßenvölkern zu verbreiten. Zu diesem Zweck will er die Onryonen und die Tefroder, nötigenfalls auch den Atopen Matan Addaru Jabarim, zu einer Konferenz einladen.

Kringels Meinung:

Nun gut, der Zyklus tritt in die Endphase ein. Es ist daher nicht verwunderlich, dass jetzt alles Schlag auf Schlag geht. Die Indoktrinatoren haben ihren Schrecken bereits verloren und mit den Bauplänen für Sterngewerke dürfte es den Galaktikern nicht schwer fallen, die Schwachstellen der mächtigsten Schiffe des Feindes ausfindig zu machen. Wie ich vor zwei Wochen schon schrieb, gibt es nur noch ein Problem. Um die Tiuphoren zu besiegen, muss man sie erst einmal finden. Die Milchstraße ist groß und die Tiuphoren benötigen keine unbeweglichen Planetenbasen. Aber wie schon gesagt gibt es auch für dieses Problem eine naheliegende Lösung. Ich sehe deshalb schwarz für die armen Tiuphoren. Aufgeben werden sie wohl nicht, eher werden sie bis zum totalen Untergang kämpfen. Vielleicht begehen sie kollektiven Selbstmord, gehen in den Sextadim-Bannern auf und verschmelzen zu einer neuen Superintelligenz. Oder sie werden in den Zeitriss zurückgedrängt und verschwinden aus Perry Rhodans Zeitlinie. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, aber an eine friedliche Lösung glaube ich ebenso wenig wie daran, dass die Tiuphoren es in den Zyklus ab PR 2900 schaffen.

Zum Roman gibt's nicht viel zu sagen. Ich werde den Inhalt vermutlich schon bald wieder vergessen haben, aber er ist kurzweilig genug für einen sonnigen Feiertags-Nachmittag. Es kracht, scheppert und blitzt alle paar Seiten so heftig, dass Michael Bay vor Begeisterung orgasmieren würde, sollte er je auf die Idee kommen, das Heft zu verfilmen. Wenigstens nimmt sich der Autor die Zeit, es zwischen Rhodan und Sichu ein bisschen menscheln zu lassen. Vielleicht gibt's ja bald Nachwuchs! Oryiri ist eine interessante Figur, von der ich gern mehr lesen würde. Zum Beispiel wüsste ich gern, warum er überhaupt existiert. Klar, ohne ihn wäre es Rhodan vermutlich nicht so leicht gefallen, die Baupläne an sich zu bringen. Da musste halt ein unbesiegbarer Superheld herbeigehext werden, der ihm zur Seite steht. Aber der Autor hätte sich ruhig die Mühe machen können, wenigstens in einem Nebensatz zu erwähnen, woher dieser Oryiri kommt. Ist er ein Prototyp oder gibt es noch mehr Neorgan-Cyborgs?

Den Einsatz der RAS TSCHUBAI finde ich überflüssig. Wenn der ParaFrakt-Schirm getestet werden sollte, dann hätte man das mit einer unbemannten Space-Jet oder so tun können. Warum bringt Rhodan stattdessen sein mächtigstes Schiff in Gefahr, welches übrigens eines der ganz wenigen ist, die den Aagenfelt-Blitz abfeuern können? OK, er ist verliebt. Liebe macht ja bekanntlich blind, und so setzt er offenbar blindes Vertrauen in die Forschungsergebnisse seiner Angebeteten...

J. Kreis, 26.05.2016


« PR 2857 «
» PR 2859 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Patrick (28.05.2016):

"Wenigstens nimmt sich der Autor die Zeit, es zwischen Rhodan und Sichu ein bisschen menscheln zu lassen. Vielleicht gibt's ja bald Nachwuchs!" - - - Vielleicht tun uns die Tiuphoren auch einen Gefallen und entfernen Frau DORKSTEIGER aus der weltgrößten Telenovela und bieten ihr ein ersprießliches Dasein in den hochinteressanten Sextadim-Bannern. Besser als noch mehr abstruse Rhodan-Sprösslinge, diesmal mt komischem Namen und komischer Haut, wäre es. Ich persönlich vermute ja, dass die Sextadim-Banner eine geschickte Anspielung darstellen, nämlich auf die Bessenheit der Autoren, uns mit immer neuen Rhodan-Liebschaften zu ärgern, die von der eigentlichen Handlung ablenken und sowieso zum Scheitern verdammt sind - endlose Qualen...


Hans (27.05.2016):

Nachdem mir in letzter Zeit der Schreibstil von CM so sauer aufgestoßen ist habe ich das Heft bewußt nicht gekauft. Also kann ich mich nur an Ihrer Zusammenfassung orientieren: es erscheint schon unlogisch, die RAS TSCHUBAI an vorderster Front einzusetzen, im PR-Forum (was ich nur als Gast lese) würde man sagen 'plotdriven'. Der Neorgan-Cyborg wird nochmals auftauchen oder auch nicht. Dass man die Tius mit dem weiterentwickelten Verwirbler plattmachen wird habe ich ja schon in meiner ausführlichen Spekulation in 2856 angesprochen. Bin mal gespannt ob der Ekel-Richter Matan (sorry, ich mag ihn einfach absolut nicht um es mal neutral zu formulieren, bin meine Hass-Tiraden auf diese Figur langsam selbst leid) auf der ParaFrakt-Konferenz auftauchen wird?



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)