PR 2852
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2851 «
» PR 2853 »
Perry Rhodan Nr. 2852: Spaykels Rache

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Atlan hat Vogel Ziellos aus der Gewalt der Mnemo-Korsaren befreit, dabei aber viel Zeit verloren. Somit bleiben ihm nur 48 Stunden, um Lua Virtanens Leiche zur in der Stadt N'Toi lebenden Marionettenmeisterin Sinsiri Queebudh zu bringen. Nach Ablauf der Frist wird Luas ÜBSEF-Konstante endgültig im Brei verwehen - eine Rekollektion wird dann nicht mehr möglich sein. Atlan und seine Begleiter sind gezwungen, den kürzesten Weg zum Sektor Noi-Noion zu nehmen. Sie müssen den in den Brei mündenden Nachtfluss an der Furt Bonthieng überqueren. Zur Abwechslung verlangen die dort tätigen Khidang-Zollmeister keine Erinnerung als Entgelt. Stattdessen wollen sie Regeln für neue Spiele lernen. Garrabo ist für sie ein alter Hut. Die Spielregeln der bei den Kybb-Traken sehr populären Kresotenhatz sind dagegen interessant genug. Atlans Gruppe darf die Furt nutzen. Das gestaltet sich schwierig, denn Luas Leiche wird vom Nachtfluss angezogen. Die Reise geht anschließend per Luftschiff weiter. Lothuld erklärt, dass alle Marionettenmeister dem Volk der Sganshan entstammen. Einige leben in der Vesikel, dem tief unter dem Haus Addaru gelegenen Wesenskern der Veste Tau.

Spaykel trifft vor Atlans Gruppe in N'Toi ein. Er hat den Sganshan Tynder Zaquoquo und dessen Schützling, einen Atopen-Balg namens Schleier, als Mitstreiter gewonnen. Der Balg, auch als Exuvie bezeichnet, besteht praktisch aus Psi-Energie. Schleier ist bei einer früheren Regeneration Matan Addaru Jabarims entstanden und besitzt Reste der Parafähigkeiten des Atopen. Tynder hat eine alte Rechnung mit seiner Artgenossin Sinsiri offen. Er mag Spaykel nicht, schließt sich ihm aber an, weil er ähnliche Ziele verfolgt. Beide wollen Rache. In N'Toi stehen einige Rekollektionen an. Spaykel bereitet einen spektakulären Anschlag auf diese Veranstaltung vor, muss aber noch auf Atlans Ankunft warten. Der Arkonide soll mit schrecklichen Qualen für den Tod von Spaykels Gefährten Valkuzz bezahlen.

Kaum hat Atlan den Ort des Geschehens erreicht, da verursacht Schleier verheerende Explosionen rund um Sinsiris Wehengrube und lähmt fast alle Anwesenden, so dass sie sich nicht retten können. Die Dhyadon-Söldnerin Qadarou Vadhyrd gehört zu den ersten Todesopfern. Tynder stürzt sich auf Sinsiri und ringt sie nieder. Spaykel tötet die Marionettenmeisterin und viele Unschuldige mit Strahlschüssen. Lothuld wird von Schleier so manipuliert, dass er sich gegen Atlan wendet. Der Huscher Sieben-Runchass bringt seine Freunde rechtzeitig in Sicherheit, dennoch scheint die Mission gescheitert zu sein, denn von Sinsiri ist nichts übriggeblieben. Lothuld weiß jedoch, dass Matan ein auf dem Prinzip von Wurmlöchern basierendes Fernverkehrssystem namens Expander in der Veste installiert hat, welches nur von ihm selbst und den Exuvien genutzt werden kann. Nur auf diesem Wege könnte Luas Leiche noch rechtzeitig zum unter dem Haus Addaru lebenden Marionettenmeister Aubhis Annvu gebracht werden.

Atlan lockt seine Feinde an, indem er einen Funkkanal öffnet. Wie von Atlan erhofft (er hat eine Art "Verwandtschaft" gespürt) greift Schleier nicht an, sondern wechselt sogar die Seiten und schmiegt sich um die Schultern des Arkoniden. Im Schutz eines Deflektorfeldes tötet Vogel Spaykel und Tynder. Schleier versetzt Atlans Gruppe via Expander in die Vesikel. Aubhis leitet den Rekollektionsprozess ein. Als Gegenleistung soll Atlan im Haus Addaru nach Informationen über Matan suchen. Nach 62 Stunden ist Lua wiederhergestellt. Sie muss allerdings in den Jenzeitigen Landen bleiben. Außerhalb wäre sie auf die beständige Zufuhr von Vitalenergie angewiesen, zum Beispiel durch einen Zellaktivator oder ein Physiotron.

Atlan und seine Begleiter verlassen die Vesikel, um das Haus Addaru aufzusuchen. Dieses ist mit Luna identisch. Der mit Technogeflecht überzogene Mond schwebt 50 bis 100 Kilometer über der Oberfläche.

Kringels Meinung:

Ich mag LLs Humor, seinen Wortwitz, die vielen offenen und versteckten Anspielungen. Der Roman war deshalb für mich kurzweiliges Lesevergnügen. Die Überraschung am Ende (Der Techno-Mond in den JZL) habe ich als gelungen empfunden. Außerdem mag ich Happy Ends! Lua und Vogel dürfen sich am Schluss wieder in den Armen liegen. Das ist doch schön. Über die Bedeutung des Romans für den Handlungsfortschritt, die Art und Weise, wie die angeblich irrwitzig gefährlichen Gegner bezwungen werden und wie zum Roman der nächsten Woche übergeleitet wird, schreibe ich lieber nichts. Sonst wird mir wieder vorgeworfen, ich wolle alles schlecht finden. Will ich gar nicht. Ich finde nur nicht alles gut und ich erlaube mir, das dann auch zu sagen. Geschmäcker sind halt verschieden.

J. Kreis, 16.04.2016


« PR 2851 «
» PR 2853 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Hans (20.04.2016):

Das Heft war definitiv besser als das vorhergehende was am Schreibstil des Autors liegt aber ansonsten wieder reine Telenovela und das Hau-Ruck-Ende als der Balg auf Atlan überwechselt... ojeh! Und ich habe mich dabei ertappt, daß mir Spaykel (trotz seiner Schandtaten) sympathischer war als die Helden. Da er gevoltzt wurde wird man nichts mehr über die Hintergründe der Mnemo-Korsaren erfahren. Schade, aber das ist ja Tradition bei PR, in den letzten Bänden eines Zyklus wird alles ultraschnell durchgenudelt. Da ich vor dem Atopen-Zyklus 10 Jahre ausgestiegen war, hab ich vieles nicht mitbekommen (die Handlung hab ich mir in der Perrypedia angelesen) - ich war echt baff als mir kürzlich klar wurde, daß die meisten aktuellen Autoren bei PR nur nebenberuflich schreiben! Da gibt es Beamte, Unternehmensberater etc. - was aber wohl nicht immer eine schlechte Qualität bedeuten muß. Der Folgeband "Im falschen Babylon" wurde von O. Fröhlich (Beamter) verfasst... Hab dieses Heft grade in einem Zug durchgelesen wg. Spoilergefahr schreib ich dazu natürlich nichts.


Rainer Fürstenfeld (15.04.2016):

PR 2852 Spaykels Rache
Hallo,
mir gefällt diese Handlungsebene eine Spur besser als die Anderen. Der Roman ließ sich ganz gut lesen und er hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Aber ein paar Punkte haben mich dann doch gestört.
Das Wiederholen bekannter Fakten scheint ja leider üblich zu sein, darüber kann man etwas schneller hinweglesen.
Auch überrascht es nicht, dass Lua Virtanen nicht endgültig stirbt, der bekannte "tot, und doch nicht tot"- Aprilscherz eben, naja...
Aber die Veste Tau will mir einfach nicht gefallen. So, wie die verschiedenen Sektoren beschrieben werden, kann ja kaum ein Gefühl von Fremdartigkeit aufkommen. Da gibt es Züge mit Dampfloks, geflochtene Gondeln, Primitivität aller Orten, das klingt für mich eher nach Mittelalter, nicht nach Sience Fiction. Nach 140 Mrd. Jahren sollte doch wohl mehr drin sein, als triste Sektoren aus Blei und hölzernem Licht.
Mir will auch nicht einleuchten, dass niemand es geschafft haben soll, mit 2 Mnemo Korsaren fertig zu werden, wo sie doch solche Strolche sind, die das Recycling nachhaltig stören.
Aber am meisten gestutzt habe ich an der Stelle, wo der Nachtfluss durchfurtet wird. Dies muss angeblich mit einer, dem letzten Stand der Technik entsprechenden, Gondel geschehen, die mit Muskelkraft bewegt und mit 3 Seilen Stabilisiert wird. Aber wie sind dann Nhosot und Gao Dag ans andere Ufer gelangt um die Seile zu spannen? Klar, durch eine Öffnung, die unmittelbar vor ihnen entstand, und sich gleich wieder schmatzend schloss. Eine praktisch Abkürzung, nicht wahr? Unsere Helden brauchen aber 1 1/2 Romanseiten länger, schon klar.
Was wird eigentlich mal aus der Veste Tau? Vielleicht verschmelzen irgendwann die Bewusstseine aller Bewohner zu einer Superintelligenz. Dann lebte quasi die letzte SI des Universums eingebettet im ehemaligen Korpus der ersten SI des Universums. So schlösse sich der Kreis...



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)