PR 2851
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Perry Rhodan Nr. 2851: Die Mnemo-Korsaren

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Atlan stellt Erriam Erri wegen des Angriffs der Mnemo-Korsaren zur Rede. Die Arachnoide ziert sich ein wenig, deshalb bietet Atlan ihr eine weitere Erinnerung im Austausch für Informationen über die Korsaren an. Die Mnemo-Händlerin ist nicht abgeneigt, aber die Verkaufsverhandlungen werden von Ra'rhom rüde unterbrochen. Sein Partner Ro'rham wurde von den Korsaren in Stücke gepeitscht. Dafür will sich der Reiseführer jetzt rächen. Erri ist jedoch eine zu starke Gegnerin. Nachdem sie es dem Insektoiden ordentlich gegeben hat, verweist sie Atlan, der Ra'rhom helfen will, an die Anderstern-Spelunke. Wie von ihr behauptet treiben sich dort Mediker herum, die Ra'rhom helfen können. Das kostet den Arkoniden eine exklusive Erinnerung, welche ihm entnommen wird, sobald er zu Erri zurückgekehrt ist. Atlan weiß nun nicht mehr, dass er im Jahre 540 v.Chr. mit Nitetis, der "Goldenen", auf den Kanarischen Inseln unterwegs war. Nun wird Atlan auch mit Erri handelseinig. Er opfert die Erinnerung an ein Geschehnis nach dem Sturz der Galaktischen Flotte durch den Frostrubin im Jahre 426 NGZ und erhält Informationen über das Versteck der Korsaren im Sektor Torphes.

Die Korsaren halten Lua Virtanen und Vogel Ziellos gefangen. Die beiden jungen Leute haben keine Bedeutung für Spaykel und Valkuzz. Es geht ihnen nur um Atlan. Sobald sie ihn haben, sollen Lua und Vogel sterben. Als die Korsaren erfahren, dass sie von Erri verraten wurden, stattet Spaykel ihr einen Besuch ab und nimmt ihr alle Erinnerungen. In ihrem Versteck wähnen sich die Korsaren sicher, denn es wird vom Huscher Zwei-Farlett permanent um einige Sekunden in die Zukunft versetzt. Huscher sind im Sektor Torphes beheimatete Wesen mit amöbenartigem Außenleib. Im Inneren sind mehrere schattenhafte Kreaturen erkennbar, die mit dem Außenleib in Symbiose leben. Die Huscher "reiten" auf abgeschilferten Partikeln der Synchronie, die entstanden sind, als jemand vor langer Zeit versucht hat, eine Abzweigung in der Synchronie zu erschaffen. Infolge einer natürlichen Begabung können die Huscher mit den Synchroniepartikeln ungefähr fünf Sekunden durch die Zeit reisen.

Das erfährt Atlan von einem alten dreiarmigen Humanoiden namens Lothuld, nachdem er mit Ra'rhom im Zielgebiet angekommen ist, dort aber nur eine leere Höhle vorgefunden hat. Atlan vermutet zu Recht, dass diese Begegnung kein Zufall ist. Lothuld gehört zur Bruderschaft der Peregrinologen und hat vom Obersten Bruder den Auftrag erhalten, sich um die Neuankömmlinge zu kümmern. Die Peregrinologen erforschen fremdartige Phänomene in der Veste Tau, in nicht genau definierten Ausnahmefällen greifen sie auch ein. Für den Kampf gegen die Mnemo-Korsaren stellt Lothuld dem Arkoniden den Roboter Laonda und die spinnenartige Söldnerin Qadarou Vadhyrd aus dem Volk der Dhyadon zur Verfügung. Die Huscher Sieben-Runchass und Neun-Runchass mischen ebenfalls mit, denn sie haben noch ein Hühnchen mit Zwei-Farlett (inzwischen Drei-Farlett: Es gab Nachwuchs im Amöbenleib) zu rupfen, den sie für einen Verräter halten, weil er den verhassten Mnemo-Korsaren hilft. Auch diesmal muss Atlan wieder mit der in der Veste Tau üblichen Währung bezahlen. Diesmal soll es eine persönliche Erinnerung sein. Atlan ruft sich ein letztes Mal seine ein Schlaflied singende Mutter ins Gedächtnis.

Derweil unternehmen Lua und Vogel einen Ausbruchsversuch. Mit ihrer aus tt-Progenitoren bestehenden Haarsträhne bringt Lua das Energiefeld der Gefängniszelle zum Zusammenbruch. Doch dann wird sie von einem tödlichen Peitschenhieb getroffen. Sie stirbt in Vogels Armen. Fast im selben Moment schnappen sich Atlans Huscher den Verräter, so dass das Korsarennest in die Gegenwart stürzt. Es gelingt Atlan, Valkuzz mit dessen Peitsche zu fesseln. Man einigt sich auf einen Gefangenenaustausch. Spaykel wirft Atlan Luas Leiche vor die Füße und verschwindet mit Valkuzz sowie seinem zweiten Gefangenen. Atlan kann ihn nicht verfolgen, denn die Mnemo-Korsaren sprengen die ganze Höhle. Dabei wird Laonda zerfetzt. Lothuld schenkt Atlan nun reinen Wein ein. Er erklärt, dass der Tod in der Veste Tau nicht unwiderruflich ist. In diesem in sich abgeschlossenen Mini-Universum muss sorgfältiges Recycling betrieben werden - auch mit ÜBSEF-Konstanten. Diese werden von der Raumzeit-Membran der Veste reflektiert. Innerhalb von 62 Stunden nach dem Tod kann ein Lebewesen somit ins Leben zurückgeholt werden, sofern der Körper nicht völlig zerstört wurde. Der Vorgang wird als Rekollektion bezeichnet. Nach Ablauf der Frist verliert sich die ÜBSEF-Konstante im Brei. Nur die Marionettenmeister können eine Rekollektion durchführen. Meisterin Sinsiri Queebudh im Sektor Noi-Noion könnte am schnellsten erreicht werden.

Die Korsaren vermuten, dass sich Atlan schleunigst auf den Weg zur Marionettenmeisterin machen wird. Sie haben einen Famulus in Luas Leiche versteckt, der ihnen den richtigen Zeitpunkt zum Zuschlagen signalisieren wird. Doch Atlans Huscher-Freunde haben schon herausgefunden, wo die Korsaren jetzt sind. Sie haben sich in einer Leibdeponie versteckt. Dort ruhen die verbrauchten Außenleiber der Huscher. Die Anwesenheit der Korsaren ist eine Freveltat, deshalb wird Atlan jetzt vom gesamten Huscher-Clan unterstützt. Atlan und die Dhyadon-Söldnerin erreichen die Leibdeponie im selben Moment, als Valkuzz Vogel erwürgen will. Mit bloßen Händen reißt Vogel den Kommunikationsring des Korsaren ab. Dieser ist somit geschwächt. Als er gegen Atlan kämpft, explodiert die Energiepeitsche. Valkuzz wird zerrissen, so dass eine Wiederbelebung ausscheidet. Spaykel wird von Strahlschüssen getroffen und verwundet. Er setzt sich mit einem Fluchttransmitter ab, der sich anschließend selbst zerstört. Seinen Gefangenen muss er zurücklassen. Für Spaykel ist die Sache jetzt persönlich geworden. Er will Rache für den endgültigen Tod des geliebten Partners.

Kringels Meinung:

Nachtrag zu letzter Woche. Than weiß, dass Tifflor und Matan Addaru Jabarim aus demselben Sonnensystem kommen. Meint der Schelm damit vielleicht, dass Tiff und Matan dieselbe Person sind? In PR 2842 war zu lesen, dass Tifflors "neue" Haut eine Stimme hat, die für Gechutronen und Waaghalter hörbar und anscheinend unangenehm ist. Nun, Matan häutet sich ab und zu, die abgelegten Bälger sind eigenständige, ziemlich unangenehme Lebewesen.

Atlans Aufenthalt in der Veste Tau beginnt sich schon im zweiten Heft ebenso in die Länge zu ziehen wie die Stippvisite auf Andrabasch. Nebensächlichkeiten und Selbstverständlichkeiten werden lang und breit ausformuliert, obendrein werden einzelne Informationen aus dem letzten Roman wiederholt. Ein beträchtlicher Teil geht diesmal allein dafür drauf, dass Atlan zu Erriam Erri zurückkehrt und Infos über die Korsaren einholt. Obwohl die bunten Beschreibungen von merkwürdigen Lebewesen und fremdartigen Orten auch diesmal wieder breiten Raum einnehmen, gelingt es dem Autor nicht, die Veste Tau "lebendig" werden zu lassen. Zumindest wird das Besondere dieses Ortes für mich nicht greifbar. Die Inseln der Hiesigkeit sind Enklaven des Lebens inmitten des Chaos, das übrigbleibt, wenn sich Zeit und Raum aufgelöst haben. Wow! Wahnsinn! Der Hammer! Aber nein, so toll ist es nicht. Die Veste Tau ist ein x-beliebiger Schauplatz, dasselbe wie dort könnte zum Beispiel auch auf Andrabasch geschehen. Das kommt davon, wenn man zu oft Superlative aufeinander folgen lässt ...

Lothuld holt Informationen über die Arkoniden ein. Wir befinden uns ja jetzt am Ende der Zeit. Es gibt somit nur noch die Vergangenheit, sie umfasst mehr als 150 Milliarden Jahre - und anscheinend wurden alle Epochen in der Veste umfassend dokumentiert. Atlan wäre also gut beraten, mal ein bisschen in den Archiven zu schmökern, aber auf diese Idee wird sicherlich kein Autor kommen. Jedenfalls werden die Arkoniden zu einem nicht genannten Zeitpunkt "transformiert". Irgendwann droht eine nukleotide Pest. Ein Schwarm der dritten Generation erscheint und nimmt die Arkoniden in sich auf. Um weiter zu forschen, müsste sich Lothuld mit dem neuen Namen der Arkoniden beschäftigen und eine Suchanfrage nach dem Dirigentenvolk Vier starten, doch ihm fehlt die Zeit. Werden hier Ereignisse angedeutet, die demnächst in der PR-Serie zu lesen sein werden?

J. Kreis, 09.04.2016


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Hans (10.04.2016):

Ich hab das Heft nur schnell quergelesen und gemerkt, daß fast keine neuen Enthüllungen stattfinden. Danke für Ihre zeitnahe Zusammenfassung !!! Im Glossar wird Thez jetzt als 'Verblichener Kosmokrat' bezeichnet der mithilfe des 'Korpus der ersten SI dieses Universums, die weder aus diesem Universum stammte noch hier verblieb.' die Synchronie erschuf. Das mit der SI als Material für die Synchronie wußte der Leser ja schon, jetzt wissen wir, daß diese ins PR-Einstein-Universum eingewandert ist als es noch keine andere SI hier gab, dann wanderte sie wieder aus und Thez hat irgendwann ihre Leiche gefunden und daraus die Synchronie gebastelt für seine eigenen Zwecke (ich muß grade ein herzhaftes Lachen unterdrücken :-))... Irgendwann neulich stand zu lesen, daß zusammen mit Thez noch ein Chaotarch zurückblieb und auch verblasste. Wahrscheinlich lesen wir in einem der folgenden Glossare, daß Thez mit dem Chaotarchen verschmolzen ist - WENN JA dann nehme ich meine Kritik im Kommentar zum Vorband zurück. Aber nur dann (mal beiseitegelassen, daß die Story nicht nur im aktuellen Band Telenovela-mäßig rüberkommt). Eine Fusion zum Chaokraten oder Kosmotarchen wäre etwas womit sich einiges erklären ließe. Auch mich nervt diese Schnippselhaftigkeit der Informationsweitergabe aber weiterhin. Zu Richter Matan wage ich einen Schuß ins Blaue: Eins der folgenden Hefte heißt 'Im falschen Babylon' - vermutlich stammt Matan aus dem historischen Babylon auf Terra und wurde dort von Thez mitgenommen (analog zu Toufec/Delorian). Ich hab ihn auf der LKS vor längerer Zeit mal als 'chaotarchischen Psychovampir' bezeichnet, dürfte also u.U. ein antiker Mutant sein, der dann rückwärts durch die Zeiten Psi-Potenziale absorbiert und im Glivvtor einlagert (denn da ist ja sein wahres Bewußtsein wird in einem frühen 2700er Band ausgesagt). Im selben LKS-Beitrag sprach ich von Chuv als dem 'kosmokratischen Richter' was sich ja als Bote von ES = Chuvhakhuu (sicher falsch geschrieben, sorry, begrenzte Hardware meinerseits, ich poste mit einem altersschwachen Smartphone) schon ansatzweise bewahrheitet hat. Die CHUVANC/ATLANC kam bei mir immer so rüber als würde sich dort Kosmokratentech(Hypertakt z.B.) und Chaostechnik(Synkavernen, Außenhaut ähnlich wie Ricodyn) gleichzeitig befinden - über die COLPCOR ist ja noch weniger bekannt. Ihrer generellen Kritik, dass die Ländereien nicht strange genug sind schließe ich mich vorbehaltlos an und denke wehmütig (grins) an die Sampler-Planeten im Abruse-Zyklus.



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