PR 2848
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Perry Rhodan Nr. 2848: Paraschock

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI ruht auf der Dunkelwelt Medusa im Hypereis. Das Schiff kann nicht betreten werden. Selbst mit vereinten Kräften konnten Terraner und Onryonen den Omniträger nicht bergen. Ahasver Solo, ein Nachfahre des berühmten Han Solo, setzt eine Idee des keroutischen Wahldenkers Toypegg um. Am 7. Juni 1518 NGZ gelingt es Glaslinc und Paikale, parabegabten und mit Hauben aus PEW-Metall ausgestatteten Kerouten, den Eispanzer auf mentalem Wege zu durchdringen. Dabei geraten sie allerdings in Gefahr, sich selbst zu verlieren. Sie nehmen Perry Rhodans Präsenz wahr und stellen fest, dass die Besatzung in Suspensionsalkoven liegt. Glaslinc erkennt, dass tiuphorische Indoktrinatoren weite Bereiche des Schiffes übernommen haben. Er trägt eine SEMT-Haube, die seine Erlebnisse aufzeichnet.

Monkey hatte bereits konstatiert, man müsse die Mutanten des Neuen Tamaniums für den Vorstoß ins Hypereis heranziehen. Denselben Vorschlag macht LAOTSE der Solaren Premier Cai Cheung, die die Regierungsgeschäfte der LFT seit Arun Joschannans Tod kommissarisch führt. Als sie mit Monkey über dieses Thema spricht, muss sie erfahren, dass der Lordadmiral der USO schon vor geraumer Zeit ohne ihr Wissen Schritte zur Entführung der tefrodischen Parabegabten eingeleitet hat. Cheung billigt seine Aktivitäten, stellt jedoch klar, dass er ohne offiziellen Auftrag der LFT handelt.

Daraufhin wird Projekt Morgenglocke zur Befreiung der RAS TSCHUBAI realisiert. Monkey fliegt mit seinem neuen Flaggschiff YART FULGEN ins Hoheitsgebiet der Transgenetischen Allianz. Das Schiff geht in den Ortungsschutz der Sonne Madam Blau. Monkey reist mit dem 100-Meter-Kurierkreuzer SOOSUNG weiter zum TGA-Planeten Liemer im Achavursystem. Die Wüstenwelt war vor Jahrtausenden lemurisch besiedelt. Tief unter der Kraterstadt Yeenis befinden sich lemurische Schutzbunker, die schon vor einigen Jahrzehnten entdeckt, aber erst vor kurzem näher untersucht worden sind. Dort wurde die Drokartronik gefunden, eine Anlage mit unbekanntem Verwendungszweck, die mit Drokarnam (PEW-Metall) arbeitet und der lemurischen Bewusstseins-Transferanlage ähnelt. Sie konnte noch nicht aktiviert werden. Der tefrodische Geheimdienst Gläserne Insel interessiert sich für die Anlage. Agent Vacdin Faiersal ist in einer Tarnidentität vor Ort und hat sich an die mit der Erforschung der Drokartronik befasste terranische Archäologin Berenice Hashbatin herangemacht. Von ihr hat er gerade erst erfahren, dass der Parawissenschaftler Dyawad Thane auf Liemer erwartet wird. Man nimmt an, er werde die Drokartronik in Betrieb nehmen können. Faiersal ahnt nicht, dass die Drokartronik eine Attrappe ist - eingerichtet von der USO zu dem einzigen Zweck, tefrodische Mutanten anzulocken. Hashbatin ist USO-Spezialistin, die in Wahrheit auf Faiersal angesetzt wurde, und Dyawad Thane ist niemand anderer als Monkey.

Monkey wird von Ruval Hanóor und dem Siganesen Kayl Vardo begleitet. Letzterer bleibt im Verborgenen und von ersterem weiß niemand, dass er ein telekinetisch begabter Anti ist, der noch eine zweite Parafähigkeit besitzt. Als sich Dyawad Thane der Drokartronik nähert, veranstaltet Vardo eine Lightshow. Hanóor wird von einem Energieblitz getroffen und bringt Telekinese zum Einsatz. Die anwesenden Tefroder, zu denen auch Faiersal gehört, glauben nun plangemäß, Thane habe die Drokartronik aktiviert und diese könne Parakräfte wecken sowie verstärken. Als Faiersal auch noch "Geheiminformationen" erhält, denen zufolge Dyawad Thane die Drokartronik den Terranern zuspielen will, informiert er die Gläserne Insel. Einige Tage später, am 21. Juni, kommen Dienbacer und Balgen Orgudd mit dem tefrodischen Schiff SATAFAR nach Liemer, um die Drokartronik in Augenschein zu nehmen. Der Positronik-Leser Dienbacer würde die Täuschung sofort durchschauen, deshalb muss Monkey unverzüglich zuschlagen. Hanóor setzt seine zweite Kraft ein: Den Paraschock. Es handelt sich um einen psionischen Impuls, der Personen mit Parafähigkeiten außer Gefecht setzt. Monkey verschleppt die bewusstlosen tefrodischen Mutanten und tötet alle Anwesenden mit einer Bombe. Hanóor ist zuvor im Kampf gefallen. Hashbatin wird von Faiersal, der den Braten gerochen hat, im Zweikampf getötet. Bei der Flucht zur SOOSUNG desintegriert Monkey Faiersals Kopf. Die SOOSUNG wird von der SATAFAR abgeschossen, doch die gesamte Besatzung hat sich rechtzeitig mittels eines Kokon-Transmitters zur YART FULGEN abgesetzt.

Der Rückflug nach Medusa wird für ein Treffen mit Bostich unterbrochen, der sich bei Monkey gemeldet hat, um ihn über den Abzug der Jaj zu informieren und ihm mitzuteilen, dass er die schwersten vorhandenen Geschütze gegen die Tiuphoren und den Zeitriss auffahren möchte: Arkonidische Teslym-Geschosse und terranische SHIVA-Aufrissbomben. Monkey sichert zu, mit Cai Cheung hierüber zu sprechen.

Am 28. Juni werden die tefrodischen Mutanten geweckt. Sie sind nicht kooperationsbereit. Monkey setzt sich mit Vetris-Molaud in Verbindung und fordert ihn auf, den Mutanten einen entsprechenden Befehl zu erteilen. Da es um eine Bedrohung geht, von der alle Milchstraßenvölker betroffen sind, willigt der Maghan ein und fordert lediglich freies Geleit für die Mutanten, sobald diese ihre Aufgabe erledigt haben. Monkey ist einverstanden.

Kringels Meinung:

Vetris-Molaud möchte von Monkey wissen, warum die USO wegen des Mutanteneinsatzes nicht einfach höflich angefragt hat. Monkey sagt, er stelle Diktatoren lieber Bedingungen, als bei ihnen zu betteln. Mal abgesehen davon, dass Monkey am Ende eben doch lieb "Bitte" sagen muss (zugegeben: Dieses Wort kommt ihm nicht über die Lippen, aber trotzdemů), kann ich das akzeptieren. Es passt zu dieser eiskalten Figur, alle anderen Beteiligten einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen und dabei kompromisslos mit äußerster Brutalität zu Werke zu gehen. Nicht so leicht schlucken kann ich dagegen Cai Cheungs Bereitschaft, sich auf diese Aktion einzulassen, wenn auch inoffiziell. Es ist ja nicht so, dass man unter großem Zeitdruck stehen würde. Die RAS TSCHUBAI liegt seit 500 Jahren in der Tiefkühltruhe, da sollte es auf ein paar Wochen auch nicht mehr ankommen. Diese Zeit hätte man anders nutzen können. Die zwei Kerouten, deren Kräfte denen der Hüter der Zeiten ähneln, hatten Kontakt mit den drei Parabegabten (Gucky, Germo Jobst, Pey-Ceyan) in der RAS TSCHUBAI. Das wäre doch ein Ansatzpunkt gewesen.

Außerdem hätten uns die Autoren eine bessere Erklärung für die Behauptung liefern sollen, dass unbedingt auf die tefrodischen Mutanten zurückgegriffen werden muss. Dienbacer und Balgen Orgudd haben schließlich keine wahnsinnig starken Kräfte, zumindest wurden sie bisher nicht so beschrieben. Vielleicht wäre die Aktion glaubwürdiger gewesen, wenn sie dem Supermutanten Assan-Assoul gegolten hätte. Gibt es bei den Terranern wirklich keine Mutanten? Was ist mit den Jugendlichen im TIPI, die die Begegnung mit Gucky überlebt haben (PR 2721)? Und mit den Kerouten haben wir ja nun ein ganzes Volk potentiell psi-begabter Wesen in der Hinterhand! Dazu die beiden Kontakt-Orter, der doppelbegabte Ruval Hanóorů Wenn sich diese Leute zu einem Parablock zusammengeschlossen hätten, wäre bestimmt etwas dabei herausgekommen. Jedenfalls wäre das eine weitere Alternative gewesen, die Cai Cheung hätte ausprobieren können, bevor sie Monkey von der Leine lässt!

Grundsätzlich lese ich PR-Romane mit Intrigen, Agenteneinsätzen und politischen Verwicklungen ganz gerne, aber "Paraschock" - übrigens ein ziemlich reißerischer Titel für etwas, das sich lediglich als Fußnote erweist - ist eine typische erste Doppelroman-Hälfte. Es wird viel vorbereitet und beschrieben. Dazu ein bisschen Namedropping (TGA, Schema, Vortex-Flug usw.) das ich immerhin wohlwollend zur Kenntnis nehmen konnte. Solltet ihr mit diesen Begriffen nichts anfangen können, dann lest die Tefroder-Triogie. Spannung wollte bei alldem aber nicht aufkommen. Einige Beschreibungen wurden offensichtlich aus der Perrypedia kopiert. Ratet mal, wer diese Texte geschrieben hat.

Es werden Informationen über Farye Sepheroa eingestreut. Monkey hat ein wenig recherchiert und erfahren, dass Perrys Schwiegersohn mit vollem Namen Sephero Ceelsen amy Shiyil heißt und ein genialer Architekt war. Faryes wahrer Name lautet Farye amy Sephero. Schon traurig, dass der emotionslose USO-Chef mehr über Perrys Verwandtschaft weiß als Perry selbst ...

J. Kreis, 19.03.2016


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"grenzdebiler Asozialer" (20.03.2016):

Uwes Roman an sich war gut lesbare Unterhaltung.

Die Entwicklung dieses Handlungsfadens weist für meinen Geschmack selbst für eine Science Fiction-Seifenoper mit Fantasyelementen viel zu viele glückliche Zufälle auf.

Denke ich näher über das im vergangenen Jahr gelieferte Zeitgeschwurbsel nach, gewinne ich den Eindruck, die Herren Exposeautoren verloren den Überblick.

Der Zyklus ist zu komplex konzipiert. Es ist ein Unterschied, ob ich ein komplexes, mehrere Bände umfassendes Werk innerhalb einiger Wochen oder ob ich eine komplexe, auf 12.000 Seiten gestreckte Handlung über 4 Jahre verteilt lese.

Im Übrigen bin ich gespannt, was mit den ab PR 2.700 begonnenen und bisher nicht weitergeführten Handlungsfäden geschieht, ich denke beispielsweise an Shanda Sarmotte/Toufec und Bully.



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