PR 2846
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Perry Rhodan Nr. 2846: Karawane nach Andromeda

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Nach der Explosion der Arkonbombe auf Erstnest bleiben nur etwa 14 Stunden zur Evakuierung des Mondes. Gucky rettet so viele Personen im Umkreis des Atombrandes wie er kann. Perry Rhodan und der Mausbiber können gerade noch verhindern, dass Lendert Dodnar den Arkoniden Remnark da Zoltral auf Befehl von Auchu Drittgelege/2 tötet. Rhodan macht dem Obersten Gelegediener klar, dass der Unterhändler keine Schuld an der Katastrophe trägt. Als die ersten Evakuierungsschiffe starten, trifft die XVII. arkonidische Einsatzflotte ein. Es kommt zu einer Raumschlacht, bei der die PAER vernichtet wird. Der Oberste Gelegediener, viele Taumuu und Naats, darunter der Erbbeauftragte Lendert Dodnar, sowie Rhodans Team verlassen das System mit der 360-Meter-Raummandel MODELL XII-12. Ihr Ziel ist Viertnest im Khaumuusystem. Der Verschwiegene Bote soll geweckt werden. Die RAS TSCHUBAI folgt, hat aber mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn die Indoktrinatoren breiten sich immer weiter aus. Die Lage wird allmählich kritisch. Unter anderem wird Farye Sepheroa bei einem Zwischenfall in Ogygia verletzt.

Die Arkoniden erreichen das Khaumuusystem kurz nach der MODELL. Haganar dom Parim, Kommandant des neuen Flaggschiffes KONATRON, beschränkt sich jedoch zunächst auf Beobachtungen, denn der Flottenkommandant Chandyshard da Thomonal ist keineswegs an Bord der PAER gestorben. Mit Hilfe des Verräters Ghydvonder, eines Naats aus dem Umfeld Lendert Dodnars, ist es ihm und einigen Soldaten gelungen, sich in die MODELL zu schmuggeln. Die Arkoniden dringen in die Spiralgruft ein. Dort stehen sie bald vor denselben Problemen, mit denen Rhodans Gruppe bereits zu kämpfen hat. Die Gruft ist ein Labyrinth sich ständig verändernder Korridore, Wände und Durchgänge. Oben wird zu Unten und umgekehrt. Illusionen und Halluzinationen erschweren die Orientierung zusätzlich. Ein riesiges Wurmwesen, das als Phasenzöllner bezeichnet wird, fordert beide Gruppen auf, ein Teammitglied zu opfern. Für Rhodan steht fest, dass das Labyrinth eine Prüfungsaufgabe ist, die es zu bestehen gilt. Im Gegensatz zu ihm hat da Thomonal keine Skrupel, einen seiner Begleiter wie vom Phasenzöllner verlangt zu töten.

Schließlich lassen beide Gruppen das Labyrinth hinter sich. Da Thomonal beauftragt den verräterischen Naat per Funksignal, Rhodans Gruppe solange aufzuhalten, bis die Arkoniden angreifen können. Ein heftiger Kampf entbrennt, bei dem Ghydvonder, zwei terranische Raumlandesoldaten, zwei Taumuu und mehrere Arkoniden sterben. Rhodan tötet da Thomonal unbeabsichtigt im Zweikampf. Lendert Dodnar wird schwer verwundet. Remnark da Zoltral bietet sich dem Phasenzöllner als Opfer an. Dieser beißt herzhaft zu und legt die Leiche des Arkoniden am Ufer eines gefrorenen Sees ab. Somit weist er Rhodan den Weg dorthin. Der Verschwiegene Bote ruht in diesem See, aber es handelt sich nicht um gewöhnliches Eis, sondern um Hyperfrost. Gucky unternimmt eine Schmerzensteleportation und dringt zwar nicht zum Boten durch, weckt ihn aber auf. Der Hyperfrost schmilzt. Der erwachte Bote beantwortet bereitwillig alle Fragen.

Chuv'akhuu bestätigt, dass er von ES gesandt wurde. Er musste vor Corm Potomp, dem Werber der Superintelligenz XUUN, in den Hyperfrost fliehen, hat dabei aber Schaden genommen. Er könnte sich und Lendert Dodnar retten, will dies aber nicht ohne Rhodans Zustimmung tun. Der Terraner geht darauf ein. Im Gegenzug soll Chuv'akhuu ihm gegen die Indoktrinatoren helfen. Der Bote repariert sich selbst, indem er das Erbgut des Naats in sich aufnimmt. Rhodan erhält drei Hyperfrostgeneratoren, mit dem die von den Indoktrinatoren befallenen Bereiche der RAS TSCHUBAI buchstäblich kaltgestellt werden sollen. Allerdings stellt sich später heraus, dass ein Generator nicht funktionsfähig ist. Dann erfüllt der Bote seine ursprüngliche Aufgabe, indem er den Taumuu den Standort dreier Sonnentransmitter verrät.

Jetzt greifen die Arkoniden das Khaumuusystem an. Viertnest wird jedoch von starken Flotten der Maahks und Taumuu bewacht. Eine Pattsituation entsteht. Um das sinnlose Gemetzel zu beenden, vereinbaren Haganar dom Parim und Grek-1 einen Waffenstillstand. Die Arkoniden ziehen sich zurück. Der Imperator schickt allerdings einen neuen Oberbefehlshaber, der den Waffenstillstand höchstwahrscheinlich brechen wird.

Zahlreiche Schiffe der Taumuu und Maahks machen sich auf den Weg zu einem Sonnentransmitter. Sie werden in Andromeda den Grundstein für eine neue Zivilisation von Wasserstoffatmern legen. Ein Dilatationsflug der RAS TSCHUBAI wird eingeleitet. Ziel ist das Leuchtfeuer Hyperon Gal-Süd.

Kringels Meinung:

Einen Augenblick mal. In PR 2844 wird der Dilatationsflug unterbrochen, weil eine Fortsetzung wegen der (eingedämmten!) Indoktrinatorenverseuchung angeblich zu riskant ist. Jetzt ist die Lage noch viel schlimmer, trotzdem wird wieder ein Dilatationsflug eingeleitet? Wohlgemerkt: Die Kühlakkus wurden noch nicht aktiviert, jedenfalls lese ich die entsprechenden Stellen im Epilog so. Die Indoktrinatoren sind gefährlicher als je zuvor, das Schiff hat sich der Kontrolle der Besatzung schon weitgehend entzogen. Ja Menschenskinder, warum ist die RAS TSCHUBAI dann nicht gleich weitergeflogen?

Na gut, wenigstens wissen wir jetzt, dass Chuv auf Veranlassung Perry Rhodans entstanden ist, so dass Rhodan - Stichwort "Erbbeauftragung" - in letzter Konsequenz auch die Vertreibung der Arkoniden aus dem jetzigen Baagsystem zu verantworten hat (PR macht sich immer noch Gedanken über Zeitparadoxa? LOL!), und dass ES bei der Rettung der Maahks mitgemischt hat. Bekanntlich hat die Superintelligenz den Arkoniden die Konverterkanone zugespielt. Zur Wahrung des Gleichgewichts der Kräfte, so lesen wir jetzt, haben die Maahks die Koordinaten von Sonnentransmittern erhalten, die ihnen die Flucht nach Andromeda ermöglicht haben. Dadurch wird wieder mal ein sehr schlechtes Bild auf ES geworfen. Der Alte von Wanderer stattet die bekanntlich auf Genozid gepolten Arkoniden mit einem überlegenen Waffensystem aus, so dass die Ausrottung der Wasserstoffatmer nur noch eine Frage der Zeit ist. Dann bekommt die Superintelligenz wohl Muffensausen und lässt ein paar Todgeweihte durch die Hintertür entkommen. In Andromeda werden die Maahks dann aber leider von den MdI unterjocht, deren Existenz der Superintelligenz anscheinend entgangen ist ... Über all das sollte man lieber gar nicht genauer nachdenken.

Schon im Kommentar zu PR 2800 habe ich geschrieben, dass sich die Autoren bei dem auf Werkseinstellungen zurückgesetzten Mausbiber Gucky ein Hintertürchen offen gelassen haben. Irgendwie sollen Reste der geklauten Parafähigkeiten übriggeblieben sein. Und tatsächlich tritt jetzt ein, was ich damals behauptet habe: Die Autoren haben sich selbst einen Freibrief ausgestellt, um mit Gucky zu machen, was immer die aktuelle Situation gerade erfordert. Wie sonst, wenn nicht durch die Schmerzensteleportation, hätte der Verschwiegene Bote denn bitteschön erweckt werden sollen? Mir ist nicht klar geworden, ob er auch ohne Guckys Schmerzensteleportation aus dem Hypereis herausgekommen wäre. Wenn nicht, können sich Perry und Gucky auf die Schulter klopfen. Dann haben sie nämlich zwei Völker vor der völligen Vernichtung bewahrt. Apropos: Ist es nicht ein merkwürdiger, um nicht zu sagen unglaubwürdiger Zufall, dass die RAS TSCHUBAI durch die Unterbrechung des Dilatationsfluges ausgerechnet jenes Zeitfenster erreicht, in dem der Bote anzutreffen war?

Ansonsten verläuft alles in den vorhersehbaren Bahnen. Wie die RAS TSCHUBAI im Hyperfrost landen wird, steht bereits fest (die Kühlakkus werden nicht wie geplant funktionieren), aber ich bezweifle nicht, dass mindestens ein weiterer Roman zur Ausformulierung dessen draufgehen wird, was wir uns jetzt schon zusammenreimen können. Wann hat mich die PR-Serie zuletzt mal so richtig überrascht? Seit Tekeners Tod ist dies praktisch nicht mehr der Fall gewesen. Über die Art und Weise, wie MMT den Smiler damals gemeuchelt hat, kann man geteilter Meinung sein, aber das war wenigstens mutig und nicht vorhersehbar.

Natürlich kommt auch in diesem Roman der für Hubert Haensel obligatorische Veräppelungsmoment. Chandyshard da Thomonal erschießt Perry Rhodan. Nein, natürlich nicht. Es war nur eine von der Spiralgruft erzeugte Halluzination. Der Arkonide hat in Wahrheit einen seiner eigenen Soldaten erschossen.

J. Kreis, 05.03.2016


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Gastkommentare


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Patrick (07.03.2016):

Als die Geschichte mit der Zeitreise losging hatte ich geschrieben, dass ich Zeitreisen grundsätzlich nicht mag und dass solche Storys gemeinhin nicht überraschen und Absurditäten produzieren.

Ich fühle mich bestätigt und wäre nicht verwundert wenn sich herausstellte, dass Perry Rhodan sein eigener Vater ist. Es wird nicht dadurch besser dass ich mir vorstelle, dass die Autoren ihre berechenbaren 0815-Ideen für unheimlich clever halten und keckernd über dem Expose hängen.

Die größte Schwäche des Zyklus ist jedoch, dass er nichts mehr mit dem Atopischen Tribunal zu tun hat. Wir haben zersplitterte Gruppen, die irgendwo herumstolpern, und es fehlt der rote Faden. Der Leser darf sich fragen, was das eigentlich alles bringt und warum er sich durch die Seiten kämpft. Der m.E. einzige interessante Teil, eben die titelgebenden Jenzeitigen Lande, kommt zu kurz und wird unter Wert verkauft.

Ich kann nur darauf hoffen, dass all das Irrlichtern in Wahrheit der Vorbereitung von einer größeren Story dient. Es gibt Hinweise darauf, insbesondere das rätselhafte Treiben von ES. Das sollte man auf dem Radar haben.


Dr. Herbert Seufert (06.03.2016):

Ich will diesmal gar nicht viel schreiben!
Dies habe ich in früheren Kommentaren getan!

Meines Erachtens ist der Großzyklus "Jenzeitige Lande - Atopie"
komplett verunglückt!
Ich bin, allen gegenteiligen Behauptungen zumTrotz, der festen Überzeugung, dass die Thematik völlig unausgegoren gestartet wurde, es gab in der frühen Phase niemals ein klar definiertes Ziel und keinen ausgefeilten Plan, wie das Alles verwoben werden sollte!
Wahrscheinlich hat man auch mit dem Zyklusende zu Bandnr. 2874 die Notausgangstür gewählt, denn weitere 25 Bände wären schier unerträglich gewesen! Ein irres Zeitgeschwurbel, das fast alle Serieninhalte ins Beliebige stellt! Alles ist denkbar, hängt retrograd und antegrad mit Allem zusammen und kann in beliebig viele Wirklichkeitsschienen zerfasern, die zumeist in Sackgassen enden dürften, in denen man sich aber quasireal bewegen kann! Wie entstehen und enden diese Pseudorealitäten: Mit einem Knall oder einem langsamen und kläglichen Winseln? Und was ist, wenn Alles "umgedacht" wird? Werden diese Welten vernichtet oder fließen sie in andere Realitäten zurück wie Träume?
Alle denkbaren Szenarien der PR-Historie wurden in Kurz-Touchs angerissen, zumeist sinnloserweise und ohne jedes Follow up und inhaltliche Konsequenz!
Einfaches Heischen nach Aufmerksamkeit? Zumindest jüngeren Lesern dürften diese verquasten Histörchen gar nicht mehr bekannt sein und auch ältere Stammleser wie ich mussten oft genug die Perrypedia "um Rat fragen"!
Auch Themen, die scheinbar eine Rolle spielen sollen, wurden zeitlich auseinandergerissen bis zum Geht nicht mehr! Daneben logische Irrläufer bis zum Abwinken! Indoktrinatoren, dann, wenn man sie braucht! Wenn nicht, dann nicht! Siehe "Entscheidung im Sterngewerk"!
Furchtbarer geht's nicht mehr! Was ist überhaupt aus dem Techno-Madhi geworden? Und was war mit den Bakhtus? Will man das in 200 Bänden wieder aufgreifen! Was war der Sinn der tefrodischen "Eroberer" und was der Sinn des MdI-Revivals? So ein richtiges Maghan-Feeling kam eh nie auf! Bully abgetaucht und der Sinn der Larenhilfe in der Milchstraße eh unklar! Wenn man den Tiuphoren eh nichts entgegenzusetzen hatte, warum hat man sie auf Larenhausen aufmerksam gemacht? Jetzt die Fauthen! Aus dem Hut gezaubert! Thez, eine Nummer über Kosmokraten und Chaotarchen! Einerseits Grundessenz und Abschlusd des Lebens an sich, befasst mit der Grundstruktur des Multiversums. Schon von den Hohen Mächten nicht begreifbar und dann wahrscheinlich demnächst in Kontakt mit Atlan und Tifflor!
Das Statusverhältnis ist wie zwei Ameisen zum amerikanischen Präsidenten!
Letzterer mischt die Weltpolitik auf, die Ersteren überschauen nicht mal das Vorgärtchen, in dem sich ihr Haufen befindet!
Alles absurd!
Was hätte man aus dem Thema "Archetim" machen können? Nichts! Eingespeist in die Hülle eine Witzuniversums!

Der Zyklus dümpelte ohne Zusammenhangsklärung endlos herum, nach den ersten 100 Bänden wusste man gar nichts! Die Auflösung dürfte dünn sein, und an den Haaren herbeigezogen! Muss jetzt auch Alles im Schnelldurchgang passieren! Warum sich die unsäglichen Tiuphoren 20 Mio Jahre auseinanderreißen liesen, bleibt hirnrissig! Will man den Weltenbrand jetzt schwächlich mit der Tiuphorenwüterei erklären? Die Unstimmigkeit der Zeitlinien mit den unterschiedlichen Ansichten zu Leticron zu deuten, ist hanebüchen! Genauso der Hyperfrost durchbüke Generatoren des Verschwiegenen Boten! Da hätte man eher über einen Crash der Zeitströme spekuliert!

Kurzum, es ist fast Alles unsäglich geworden!



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