PR 2845
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Perry Rhodan Nr. 2845: Die Methan-Apokalypse

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI folgt der MODELL XIX-228, verliert jedoch nach einer Transition der Taumuu-Raummandel deren Spur. Stattdessen erscheinen 98 unbekannte Schiffe wie aus dem Nichts, die sofort zum Angriff übergehen und den Omniträger zu vernichten drohen. Im letzten Moment zeigt sich, dass es sich nur um ein Täuschungsmanöver der immer noch aktiven tiuphorischen Indoktrinatoren handelt. Hätte die RAS TSCHUBAI ihre Waffensysteme aktiviert, wäre es den Indoktrinatoren möglich gewesen, sich weiter auszubreiten. Der Infektionsherd wird eingedämmt, aber niemand weiß, wann und wo die feindlichen Nanoroboter wieder zuschlagen werden. Die Raummandel bleibt verschwunden.

An Bord der MODELL wird Zuruch Drittgelege/1 untersucht, jener Taumuu, der zusammen mit Grek-1 aus der Gewalt der Arkoniden befreit werden konnte. Mehrere winzige Knoten aus Fremdgewebe werden in seinem Gehirn gefunden. Chefmediker Makkar Drittgelege/1 hält eine Operation für zu riskant. Es stellt sich jedoch heraus, dass es sich um Sender handelt, die jedes Mal aktiv werden, wenn die Raummandel eine Transition durchführt. Auf diese Weise konnte die von Chandyshard da Thomonal kommandierte XVII. arkonidische Einsatzflotte den Taumuu folgen. Kauch Viertgelege/4 nimmt Kontakt mit Auchu Drittgelege/2 auf, dem Regierungschef seines Volkes. Der Oberste Gelegediener misstraut den "Tschubaianern". Er verbietet ihnen den Weiterflug nach Viertnest, wo sich die Spiralgruft des Verschwiegenen Boten befindet. Sie werden stattdessen zur Hauptwelt der Taumuu beordert, dem Mond Tuu im Canntuusystem. Der Trabant des Planeten Nuchanker wird von seinen Bewohnern Erstnest genannt. Eine 60 bis 70 Schiffe starke Maahkflotte beschützt das System.

Ein Beiboot der MODELL nimmt Zuruch an Bord und führt mehrere Transitionen durch, doch die Arkoniden lassen sich nicht in die Irre führen. Sie bringen das Schiff auf und verhören die Überlebenden. Danach können sie Erstnests Standort einigermaßen eingrenzen. Währenddessen wiederholt Rhodan gegenüber Auchu das Märchen von den arkonidischen Rebellen, denen er und seine Begleiter angeblich angehören. Auchus Misstrauen schwindet nur langsam. Während sie auf die Entscheidung des Obersten Gelegedieners warten, schauen sich Gucky und die zu Rhodans Team gehörenden Raumlandesoldaten auf Tuu um. Dort leben zahlreiche Naats, deren Anführer Lendert Dodnar als Erbbeauftragter bezeichnet wird. Gucky findet heraus, dass Dodnar einen Aufstand gegen das arkonidische Imperium plant. Diesen Wunsch hat er sich von den Aras genetisch einprogrammieren lassen.

Am 1. Dezember 1518 NGZ nach RAS TSCHUBAI-Bordzeit kommt endlich Funkkontakt mit Sergio Kalkulan zustande. Der Omniträger hat das Canntuusystem unbemerkt erreicht. Kalkulan meldet, dass die arkonidische Flotte in nur wenigen Lichtwochen Entfernung auf Warteposition gegangen ist. Wenig später wird Tuu von der CHARIKLIS angeflogen, dem kleinen privaten Kugelraumer Remnark da Zoltrals. Dieser hat von da Thomonal das Kristallsiegel des Imperators erhalten und wurde als Verhandlungsführer zu den Taumuu entsandt. Er soll diesem Volk einen Separatfrieden anbieten und dabei ungehinderten Zugang zur Spiralgruft für ein arkonidisches Forschungsteam fordern. Da Zoltral ahnt nicht, dass er nur eine Figur in da Thomonals Garrabospiel ist.

Auchu veranlasst eine Untersuchung der CHARIKLIS, bei der Rhodan mithilft. Da keine Auffälligkeiten festgestellt werden können, darf das arkonidische Schiff auf Tuu landen. Kaum haben die Verhandlungen begonnen, da bauen sich zwei Rettungskapseln der CHARIKLIS selbsttätig um. Eine Arkonbombe entsteht, die umgehend gezündet wird. Gucky versucht in letzter Sekunde in das Schiff zu teleportieren. Danach wird er nicht mehr gesehen. Es wird jetzt nur noch maximal einen Tag dauern, bis der unaufhaltsame Atombrand den Mond vernichtet haben wird.

Kringels Meinung:

Kein Haensel-Roman kommt ohne Katastrophe aus, bei der alle sterben, die sich hinterher aber als Trick herausstellt. Träume, Visionen, virtuelle Welten, Übungsszenarien - oder eben von Indoktrinatoren gefälschte Ortungsdaten wie beim vermeintlichen Untergang der RAS TSCHUBAI. Dieser an sich schon zum Gähnen langweilige Kniff ist bei Haensel derart zur Regel geworden, dass ich beim entsprechenden Kapitel, mit dem dieser Roman beginnt, sofort Bescheid wusste. Ich gehe mal davon aus, dass Haensel seine Leser nicht veräppeln, sondern Spannung erzeugen will. Vielleicht sollte er sich mal auf ein anderes Stilmittel verlegen. Spannend oder wenigstens unterhaltsam sind der genannte Trick, die restlichen mit vielen Beschreibungen angefüllten Seiten und der Cliffhanger mit Guckys Teleportation nämlich nicht. Gucky wird wohl kaum ins Zentrum der Arkonbombenexplosion gesprungen sein. Niemand im Autoren- und Expokratenteam würde es wagen, den Mausbiber abzumurksen, da bin ich mir hundertprozentig sicher. Deshalb ist es ziemlich sinnlos, Schrödingers Katze mit ihm zu spielen.

Täusche ich mich, oder flirtet Perry inzwischen offen mit Sichu? Einige der oben angesprochenen Beschreibungen bestehen darin, dass sich Perry, der hier als Ich-Erzähler fungiert, geradezu schwärmerisch über Sichus Äußeres und ihren Charakter auslässt. Es wäre interessant zu erfahren, wer in einer Beziehung der beiden die Hosen anhätte!

Auf Tuu leben also auch Naats. Die DNS von mindestens einem wurde manipuliert. Wieder eine Parallele zu Chuv. Im Erbgut des Atopen sind Naat-Gene gefunden worden, außerdem hat er sich besonders für die Naats interessiert und alles daran gesetzt, sie wieder zu Herren des Arkon- bzw. Baagsystems zu machen. Ist er damit der Genprogrammierung des Erbbeauftragten gefolgt? Über Chuvs Vergangenheit ist ja praktisch nichts bekannt. Gut möglich, dass diesbezüglich irgendwann mehr Informationen kommen. Hoffentlich bald, denn schon mit dem zweiten Roman beginnt sich diese Handlungsebene zu ziehen wie zäh gewordener Kaugummi.

Diese Woche wird nachgereicht, was letzte Woche gefehlt hat: Rhodan macht sich Gedanken darüber, ob sein Handeln Auswirkungen auf die Zeitlinie haben könnte. Dafür ist es längst zu spät. Die Frage ist nicht, ob es Auswirkungen gibt, sondern welche. Es wird sogar kurz überlegt, ob es nutzbringend wäre, Chuv in der Vergangenheit zu töten. Das wäre doch mal ein Zeitparadoxon! Ohne Chuv keine CHUVANC, ohne CHUVANC keine Zeitreise, ohne Zeitreise kein Zeitparadoxon ...

J. Kreis, 27.02.2016


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Gastkommentare


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Phil (28.02.2016):

Was die... nennen wir es einfach mal nur "Beziehung" zu Sichu angeht: Während im letzten Roman hier noch ein gewisser präkoitaler Status beschrieben wurde, macht in diesem Roman H.H. auf Seite 45 einen erheblichen Sprung vorwärts: "Eine solche Frage hätte sie mir noch vor Monaten nicht gestellt. Das klang nach Vertrautheit und mehr als nur dem unausgesprochenen Verlangen, eine Nacht miteinander zu verbringen, wenn wir uns wieder an Bord der Ras Tschubai befanden." Klingt für mich nach postkoital, und zwar schon lange & mehrfach (vor Monaten!), oder nicht?
Und dann noch die witzige kleine Anspielung des Schelmes H.H. auf Seite 40: Das kleine Körperglied, auf das Perry nach Blickaustausch mit Sichu nicht verzichten will...
Schade, ich hatte irgendwie gehofft, dass das ERSTE MAL mit Sichu vielleicht ausführlicher beschrieben würde... versteht mich nicht falsch, nicht was jetzt auf der Hand liegt, aber ich denke mir einfach, dass Perrys Aliensex (hier: Ator-Sex) durchaus amüsant sein könnte (ein gefundenes Fressen für Leo Lukas oder gar W.V.). Aber gut, wir sind ja immer noch bei FSK-12-Perry, da hab ich wohl zu viel erhofft.

Allerdings nagt da noch ein anderer Gedanke bei mir, v.a. nach den Abgängen von Tekener und Joschannan und wie sie - ähnlich wie in amerikanisichen TV-Serien - umgesetzt wurden: Der Gedanke des "Hochschreibens" einer Figur, bevor man sie sterben lässt. Und dass man vielleicht daran denkt, den Rhodan-Charakter etwas dunkler zu machen, indem man ihm Rache-Gedanken einpflanzt.... okay, okay, war nur ein Gedanke. Hoffentlich.


Patrick (27.02.2016):

"Gut möglich, dass diesbezüglich irgendwann mehr Informationen kommen." - Darf ich spoilern? Es ist aber kein wirklicher Spoiler, weil öffentlich: PR 2854, "Atlan auf Geistreise - durch das Leben eines Atopen". Betitelt ist der Roman allerdings "Der letzte Mensch". Ich habe mich schon gefragt, ob Tifflors Reise in die Jenzeitigen Lande in Wahrheit dazu dient, ihn zu einem Atopen zu machen. Mein Eindruck ist dass die Expokraten nicht mehr genau wissen, was sie mit der irgendwie unirdisch gewordenen Figur anstellen sollen, und dies wäre ein eleganter Weg, ihn zu entsorgen.

Ansonsten: Was die Stilmittel betrifft so haben Sie völlig Recht. Ich habe kein Verständnis dafür; es grenzt langsam an Satire. Auch der Titel des Romans ist übertrieben und marktschreierisch.

Perrys Liebschaften haben mich persönlich nie besonders interessiert, auch nicht in den alten Heftromanen. Die Serie ist letztlich ein monumentales Projekt, und die Bettgeschichten (siehe Atlan im vorletzten Band) wirken auf mich deplatziert und telenovelahaft. Außerdem halte ich Sichu nicht für eine besonders überzeugende Figur - grün angemalter Mensch mit einem komisch deutsch klingendem Nachnamen.



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