PR 2843
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Perry Rhodan Nr. 2843: Entscheidung im Sterngewerk

Autor: Michael Nagula

Inhalt

Bei der Umsetzung des Projekts Ultima Margo wurde die GOS'TUSSAN II, das Flaggschiff des ehemaligen arkonidischen Imperators Bostich, schwer beschädigt. Nach sechs Monaten im Ortungsschutz der Sonne Choina sind die Reparaturarbeiten immer noch nicht abgeschlossen. Das System gehört zum Achoin'Tussan, dem aufstrebenden kleinen Sternenreich der Achoiniden. Diese Arkonidenabkömmlinge gelten als fähige Transmittertechniker, aber bei der Instandsetzung des Doppelkhasurnraumers sind sie keine große Hilfe. Die Lieferung von Ersatzteilen, so verkündet Zeugwart Fason Deshell am 3. Juni 1518 NGZ, wird sich wegen unerwarteter Rohstoffprobleme weiter verzögern. Thaora da Quertamagin, Bostichs zweite Stellvertreterin, ist mit dieser Situation besonders unzufrieden, zumal der Ex-Imperator noch nicht entschieden hat, ob und wie er den Kampf gegen das Atopische Tribunal fortsetzen will. Bisher hat Bostich lediglich Wirtschaftsbeziehungen mit den Achoiniden geknüpft, allerdings inkognito. Sein Kontaktmann ist Luelu du Hospard, der stellvertretende Außenminister des Achoin'Tussan.

Bostich hat Sorgen, die er für sich behält. Ausgehend von dem neuen, mit Haluter-DNS ausgestatteten Arm breitet sich das Neuronalrhizom immer weiter aus. Bostich hat keine Ahnung, wohin diese Entwicklung noch führen wird. Als er eines Tages beim Schwimmen von unzähligen aggressiven Meerestieren attackiert wird, verfällt Bostich in eine Art Drangwäsche. Er tötet die Lebewesen und bemerkt nicht, dass diese ihn mit etwas infizieren, das sich mit dem Neuronalrhizom verbindet. Wenig später kommt Bostich zu dem Schluss, dass er starke Verbündete braucht und dass die Tiuphoren hierfür bestens geeignet wären. Thaora soll den Kontakt mit der Besatzung eines Sterngewerkes herstellen, das sich den Berechnungen der GOS'TUSSAN-Positronik HIRSUUNA zufolge noch beim nicht weit entfernten Planeten Olphern aufhält, den die Tiuphoren vor Kurzem entvölkert und ausgebeutet haben.

Caradocc Accveryn Yunc ist beeindruckt von der Dreistigkeit der Arkonidin, die sich seinem Sterngewerk XISHULOCA mit dem 100-Meter-Kreuzer PALENSECINDA nähert. Gerade erst hat Yunc die Integration hunderttausender neuer Bewusstseine ins Sextadim-Banner seines Schiffes gefeiert und die Warnungen des Orakels Xovor Spaytecc in den Wind geschlagen. Spaytecc zufolge gibt es Störungen bei der Integration so vieler Bewusstseine, die den Caradocc außerdem inbrünstig hassen und ihm schaden wollen. Da Yunc die Ambition hat, Tomcca-Caradocc zu werden, braucht er schnelle Erfolge wie diesen. Aus demselben Grund klingt Thaoras Angebot für ihn interessant. Er hat allerdings keineswegs vor, sich mit den Arkoniden zu verbünden - er betrachtet sie vielmehr als Beute.

Davon ahnt Bostich nichts, als die PALENSECINDA dicht gefolgt von der XISHULOCA ins Choinasystem zurückkehrt. Er gibt das Versteckspiel auf und trifft sich mit dem achoinidischen Imperator Esseniel du Psadim. Von diesem erfährt er, dass er bei der "Drangwäsche"-Episode Kontakt mit Siwahla hatte, dem Bewusstsein des Planeten Achoin. Die Fischwesen bilden eine Art Schnittstelle zu dem Planetenbewusstsein und jedermann könnte sich mit diesem verbinden. Außer wenigen Eingeweihten weiß jedoch niemand etwas von Siwahlas Existenz und der Imperator will, dass das so bleibt. Doch damit nicht genug. Als Gegenleistung dafür, dass er Bostich unterstützt und ihn nicht an das Atopische Tribunal verrät, verlangt du Psadim im Falle eines Sieges der Arkoniden über die Atopen einen Sitz im Berlen Than. Außerdem soll Bostich bei der Vernichtung Siwahlas helfen. Bostich will die Ausspionierung des Sterngewerks mit einem aus je neun Raumsoldaten und Katsugo-Kampfrobotern bestehenden Team selbst übernehmen. Du Psadim verlangt, dass er du Hospard mitnimmt, der seinerseits von einigen "Streckenbauern" (Transmitterspezialisten) begleitet wird.

Bostich betritt das Sterngewerk maskiert, gibt sich aber gleich darauf zu erkennen. Auch Yunc lässt die Maske fallen. Seine Leute haben erkannt, dass die Achoiniden Implantate tragen. Waffensysteme werden aktiviert. Die Katsugos schießen zuerst, um Bostich zu schützen, doch dessen Neuronalrhizom ist Schutz genug. Er und seine überlebenden Begleiter werden gefangen genommen. Die Kampfroboter werden zur Untersuchung abtransportiert. Thaora verbarrikadiert sich in der PALENSECINDA, die in einen Hangar des Sterngewerkes eingeflogen ist. Mit Hilfe des Neuronalrhizoms gelingt es Bostich, sich und seine Begleiter zu befreien und die Katsugos zurückzugewinnen. Er spürt, dass da noch etwas anderes in seinem Körperinneren ist, das er nicht kontrollieren kann und von dem er stattdessen zumindest zeitweise quasi ferngesteuert wird. Es handelt sich um eine Art Ableger Siwahlas, durch den Bostichs veränderter Körper sowohl mit ihr verbunden ist als auch mit den im Sextadim-Banner gefangenen Bewusstseinen, die ihrem "Bruder" Olphern entrissen worden sind. Auf diese Weise gewinnt Bostich unglaubliche Kräfte. Auch du Hospard konnte fliehen. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Tiuphoren. Bostich gibt sich alle Mühe, das Sterngewerk zu vernichten. Thaora wird rechtzeitig aus dem Kreuzer geholt, bevor Yunc diesen zerstört. Es gibt sogar schon einen Fluchtplan. Die Implantate der Streckenbauer sind Bauteile für einen Transmitter.

Unzählige Tiuphoren, angeführt von Yunc persönlich, gehen zum Gegenangriff über. In höchster Bedrängnis verwandelt sich du Hospard in einen Oxtorner. Bostich erkennt, dass er es mit einem Jaj-Gestaltwandler zu tun hat. Die Tiuphoren werden aufgerieben, Yunc wird gefangen genommen. Die Streckenbauer aktivieren den Transmitter, alle können sich in Sicherheit bringen. Wenig später meldet sich der Jaj per Funk bei Bostich. Er stellt sich als Marshall Gysnain vor und sagt, dass alle Jaj den Dienst in dieser Epoche aufkündigen werden. Sie wollen GA-yomaad verlassen, weil die Tiuphoren "zurück" sind. Die dys-chrone Drift, so behauptet Gysnain, ist ein ernstes Warnsignal für die bevorstehende Ekpyrosis. Davor wollen die Jaj fliehen.

Zu Siwahlas großer Freude evakuieren die Achoiniden das System aus Angst vor der Rache der Tiuphoren. Siwahla ist nun wieder frei und benötigt ihren unfreiwilligen Helfer Bostich nicht mehr. Sie löst den Rapport auf und lässt verschwinden, was sie seinem Körper appliziert hat.

Kringels Meinung:

Schlaflose Nächte habe ich damit verbracht, über die Frage nachzugrübeln, wie ich dir, lieber Leser, meine Meinung zu diesem Roman vermitteln soll, ohne jemandes Gefühle zu verletzen. Ich habe mir das Hirn zerquält mit dem Versuch, irgendeine logische Erklärung für die vielen Ungereimtheiten und all den groben Unfug zu finden, den fast alle Figuren permanent verzapfen - oder eben nicht verzapfen wie die aus unerfindlichen Gründen völlig untätig bleibenden Onryonen vor Ort. Merkwürdige Formulierungen wie "Die Arme waren nur noch an den Schultern mit dem Körper verbunden", womit der Zustand eines von Bostich im Drangwäsche-Modus entzweigerissenen humanoiden Fischwesens beschrieben werden soll, haben mir den Schlaf geraubt. Stunden verzweifelten Kopfzerbrechens haben leider zu nichts geführt. Deshalb beschränke ich mich auf die ersten Gedanken, die mir nach Beendigung der Lektüre durch den Kopf geschossen sind. Sie hatten etwas mit der Verdauung eines gehörnten Nutztieres zu tun.

Konzentrieren wir uns also auf die einzige serienrelevante Information, die praktischerweise auf den allerletzten Seiten geschrieben steht, so dass vorgewarnte Leser den ganzen Rest des Romans ignorieren können. Sie lautet: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff! Marshall Gysnain bestätigt eine Vermutung bezüglich des Weltenbrandes, die ich vor einigen Wochen geäußert habe und die kurz zusammengefasst lautet, dass das Atopische Tribunal selbst für die Ekpyrosis verantwortlich ist. Hätten die Atopen die Milchstraße in Ruhe gelassen, wäre Ultima Margo nie eingeleitet worden und die ATLANC hätte den Zeitriss, durch den die Tiuphoren in die Seriengegenwart gelangt sind, nicht verursacht. Die Jaj sind bekanntlich aus den Ur-Laren hervorgegangen und haben sich offensichtlich die Erinnerung an jene Eroberer bewahrt, die ihr Volk fast ausgerottet haben. Die Tiuphoren sind jetzt wieder da und noch einmal wollen sich die Nachfahren der Ur-Laren nicht mit in den Untergang reißen lassen. Also wird ein Prozess in Gang gesetzt, der unseren Helden schon allzu oft in die Hand gespielt hat: Durch Unruhen in den eigenen Reihen wird der ach so unbesiegbare Gegner geschwächt.

J. Kreis, 14.02.2016


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Gastkommentare


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Rainer Fürstenfeld (03.03.2016):

Wie verworen und unglaubwürdeig war das denn? Die Tiuphoren werden seit fast 40 Romanen als allen Anderen hoch überlegen geschildert, und jetzt reichen 2-3 Dutzend Leutchen aus um ein ganzes Sterngewerk zu vernichten?
Das glaubt doch keiner. Auch nicht wenn, der Bostich einen komischen Arm hat und sein Neurorhizom offensichtlich hellsehen kann. Oder wenn er durch eine unbekannte Anzahl Katsugos unterstützt wird. Waren es nicht zu Anfang mal 9 Stück? 2 sind gleich im Kontakthanger zerstört worden, einer wurde zur Untersuchung zerlegt, die restlichen 6 haben sich an neuralgischen Stellen im Gewerk selbst vernichtet um großen Schaden anzurichten, aber zum Schluß waren für die Rückendeckung wieder welche da? Nennt man sowas nicht Konsistenzfehler, oder hab ich was überlesen oder falsch verstanden?


Patrick (17.02.2016):

Ziemlich bizarre und konfuse Handlung; trägt schon parodistische Züge.

Es zeichnet sich ab, dass alles die simpelste, wenigst originellste und dümmste Richtung einschlägt: Die Atopen werden delegitimiert und sind selbst verantwortlich (diesen unglaublich ausgelutschten Zug konnte man von Anfang an vorhersehen), und zu allem Überfluss steht noch ein gutes Überwesen in Gestalt des göttlichen Mittelfingers bereit, um alles ins Lot zu rücken. Wenn ich mit der Prognose Recht habe könnte man den ganzen Spuk binnen eines Bandes beenden; leider ist geplant, uns noch etwa ein halbes Jahr damit zu ärgern. Immerhin endet der Zyklus offensichtlich 25 Bände früher.

Die offenen Fragen sind für mich:
Wie wird die Entität Thez das Perryversum als Ganzes prägen und verändern?
Und:
Was treibt ES? (Agent der Kosmokraten?)



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