PR 2836
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Perry Rhodan Nr. 2836: Die Zeitrevolution

Autorin: Michelle Stern

Inhalt

Die RAS TSCHUBAI und die LARHATOON kehren nach mehrwöchiger Abwesenheit mit einer einsatzbereiten Purpur-Teufe nach Noularhatoon zurück, doch sie kommen zu spät. Tiuphorische Sterngewerke verbreiten überall in der Galaxie Tod und Verderben. Das kleine Sternenreich der friedfertigen Ur-Laren wurde schon fast vollständig überrannt. TAAROS DORN 1, das einzige Kampfschiff des Helaaros, wurde vernichtet. Unzählige Planeten wurden entvölkert und verwüstet, so auch Noular. Es geht den Tiuphoren anders als in Phariske-Erigon nicht um die Ausbeutung von Ressourcen, sondern um die totale Vernichtung ihrer Gegner. Maan-Moohemi, Avestry-Pasik und Pey-Ceyan wurden entführt. Das erfährt Perry Rhodan von Hyo-Moohemi, die auf Noular überlebt hat und von Gucky in die RAS TSCHUBAI teleportiert wird. Außerdem sich hat Caradocc Yernacc Yxayar vom Sterngewerk MOYTAZUM per Hyperfunk mit dieser Tat gebrüstet.

Die Terraner versuchen zu retten, was zu retten ist, obwohl feststeht, dass Noularhatoons Untergang nicht mehr abgewendet werden kann. Farye Sepheroa evakuiert die TAAROS LICHT mit dem leichten Kreuzer ANNE SLOANE. Das ur-larische Schiff ist nur noch ein Wrack und droht in die Sonne Taaros Stern zu stürzen. 21 Überlebende werden geborgen, darunter Mera-Luur, eine junge Ur-Larin, die interessante Informationen hat. Ihr Bruder Osku-Sool ist einer der vier Obersten Quartiermeister der auf einem Asteroiden nahe des Schwarzen Loches Toorasha untergebrachten Forschungsstation VIASVAAT. Mera-Luur zufolge leben in VIASVAAT 20.000 Personen. Ausgerechnet diese Station ist Yxayars Prahlereien zufolge das nächste Ziel der MOYTAZUM. Rhodan beschließt, die Besatzung von VIASVAAT vor den Tiuphoren zu retten und die 87 Lichtjahre von der Station entfernte Urlaubswelt Paaterhagen, die noch nicht von den Tiuphoren entdeckt wurde, mit der Purpur-Teufe zu versetzen. Sichu Dorksteiger gibt zu bedenken, dass die Purpur-Bojen einen exorbitant hohen Energieverbrauch haben. Allenfalls könnte der SVE-Raumer als Energiequelle dienen.

Die Lage in VIASVAAT ist verzweifelt. Es war nur ein Raumschiff vor Ort, das alle Besatzungsmitglieder hätte aufnehmen können. Das Schiff ist bei einem überhasteten Fluchtversuch vom Schwarzen Loch verschlungen worden. Zwar ist noch das Beiboot CHOPOR-VAAT vorhanden, aber es müsste mehrere Dutzend mal hin und her fliegen, um alle Ur-Laren nach Paaterhagen zu bringen. Doch dann erhalten die Obersten Quartiermeister die Nachricht, dass auch diese Welt angegriffen wird. Um nicht für alle Zeiten in den Sextadimbannern der Sterngewerke leiden zu müssen, wollen sich die Ur-Laren nun in das Schwarze Loch stürzen. Da erscheint die RAS TSCHUBAI. Durch den Einsatz des Aagenfelt-Blitzes wird ein angreifendes Sterngewerk vernichtet. Der Asteroid war bereits auf Kurs in das Schwarze Loch, wird aber von der RAS TSCHUBAI in eine sichere Position bugsiert. Rhodan wechselt mit seiner Enkelin und Mera-Luur zur Station über, um seinen Plan zu erläutern. Da Paaterhagen verloren ist, soll VIASVAAT durch Raum und Zeit fliehen. Die Purpur-Bojen werden umgehend installiert. Die Zeit drängt; Dutzende weitere Sterngewerke nähern sich.

Währenddessen entern Gucky, der kamashitische RAS-TSCHUBAI-Sicherheitschef Grim Sternhell (der parabegabte Wesen wie Pey-Ceyan aufspüren kann), Hascannar-Baan und die als Tiuphorin maskierte Posmi Aurelia mit Gholdorodyns Kran die MOYTAZUM, um diese zu sabotieren und die Gefangenen zu befreien. Maan-Moohemi ist jedoch bereits im Sextadimbanner aufgegangen. Dasselbe soll in diesen Minuten mit Avestry-Pasik geschehen. Da der Proto-Hetoste zu erkennen gegeben hat, dass er versteht, was es mit den Sextadimbannern wirklich auf sich hat, soll er im Rahmen derselben Zeremonie getötet werden, bei der ehrenvoll gestorbene Tiuphoren ins Catiuphat wechseln. Doch als das Orakel Oxyo Xenner Avestry-Pasiks Stirn mit der Banner-Fibel berührt, kommt es zu einer unvorhergesehenen Wechselwirkung mit dem PEW-Metall in Avestry-Pasiks Skelett. Das Sextadimbanner droht zu zerreißen! Xenners Ysicc hackt Avestry-Pasik die Augen aus, doch der wahre Kampf spielt sich auf einer anderen Ebene ab, nämlich innerhalb des Banners. Avestry-Pasik befreit die darin gefangenen ÜBSEF-Konstanten und führt sie gegen die von Xenner aufgebotenen Tiuphorenseelen aus dem Catiuphat ins Feld. Pey-Ceyan, die vom Orakel als Schutzschild missbraucht wird, droht zwischen den Fronten aufgerieben zu werden.

Im Sterngewerk bricht Chaos aus. Die Tiuphoren leiden unter der Vernichtung des Banners, aber auch Gucky und der Kamashite sind betroffen. Sie verlieren das Bewusstsein. Die mitgeführten Winker lösen sich auf, so dass eine Rückholung per Kran ausscheidet. Pey-Ceyan erhält unerwartete Hilfe von Maan-Moohemis Geist. Die Lebenslichte entkommt aus dem Banner, als Aurelia und Hascannar-Baan gerade eintreffen. Avestry-Pasiks Körper steht in Flammen und schrumpft. Sein Geist droht dem Orakel zu unterliegen. Hascannar-Baan tötet Xenner. Damit ist der Untergang der MOYTAZUM besiegelt. Was mit Avestry-Pasiks Bewusstseinsinhalt geschieht, bleibt unklar. Gucky kommt zu sich und teleportiert das gesamte Team zur RAS TSCHUBAI. Pey-Ceyan nimmt Avestry-Pasik miniaturisiertes Skelett mit. Somit ist klar, woher der im Vektorion befindliche Finger stammt.

Bei VIASVAAT überschlagen sich die Ereignisse. Nacheinander erscheinen mehrere Sterngewerke, die sofort zum Angriff übergehen und von der RAS TSCHUBAI abgelenkt werden müssen, bis die Purpur-Teufe einsatzbereit ist. Das Vorhaben droht zu scheitern, denn die LARHATOON gibt nicht genug Energie ab. Da zapfen die Purpur-Bojen selbstständig das Schwarze Loch an. Es bricht auf, Hyperenergie wird freigesetzt, der Purpur-Tunnel entsteht. Angesichts der tiuphorischen Übermacht bleibt den Terranern keine Wahl - sie müssen VIASVAAT durch den Tunnel folgen. Die LARHATOON bleibt zurück.

VIASVAAT und die nur leicht beschädigte RAS TSCHUBAI werden ins Jahr 99.781 v.Chr. und in die Nähe eines Sonnensystems mit einem bewohnbaren Planeten versetzt. Pey-Ceyan gibt der Sonne den Namen Liobaras. Osku-Sool wählt den Namen Larhat für die neue Heimatwelt seines Volkes. Avestry-Pasiks Skelett, in dem nach Ansicht Pey-Ceyans noch ein Rest des Geistes des großen Proto-Hetosten verblieben ist, wird in einer Höhle bestattet. Pey-Ceyan möchte in der RAS TSCHUBAI bleiben, wenn diese zum Dilatationsflug aufbricht, der sie zurück ins Jahr 1518 NGZ und in die Milchstraße führen soll.

Doch zuvor erscheint ein unerwarteter Besucher mit einem zwanzig Meter hohen ovalen Raumschiff auf Larhat. Ein Larenähnlicher steigt aus und behauptet, er sei Osku-Sool als Berater zugeteilt worden. Rhodan erkennt die Aura des Neuankömmlings sofort. Es ist ein Kunstwesen mit einer halborganisch-intotronischen Verbindung als Gehirn - ein Bote der Superintelligenz ES. Der Fremde mustert Rhodan nachdenklich. Osku-Sool gibt ihm einen Namen: Hetork Rehaan, der Retter von allem.

Kringels Meinung:

Zum Roman kann ich nicht viel sagen. Unterhaltsames Lesefutter, leider in weiten Teilen vorhersehbar, immerhin mit einer überraschenden Pointe. Ich hätte nicht gedacht, dass der Untergang Noularhatoons so schnell abgehandelt werden würde, unglaubwürdig ist das aber nicht. Schließlich hatten die Tiuphoren dort keinen starken Gegner wie den Kodex. Ansonsten geschieht fast genau das, was ich vorhergesagt habe. Nur wird nicht Noular versetzt, sondern ein Asteroid, der von lediglich 20.000 Laren bewohnt wird. Diese Laren werden sich in den folgenden 100.000 Jahren vermehren und ein neues Sternenreich aufbauen. Osku-Sool wird zum mythischen Helden - siehe PR 794. Die neuen Laren werden nicht mehr so friedfertig sein wie ihre Ahnen und irgendwann werden sie sich dem Konzil der Sieben anschließen, um neue Galaxien zu erobern. Diese Entwicklung ist verständlich. Einerseits fällt die Einflussnahme durch die Honhooten weg, außerdem dürfte das Untergangstrauma nicht unmaßgeblich sein für die Entwicklung hin zu jenen Laren, die wir im Konzils-Zyklus kennengelernt haben. Sicher haben noch weitere Ur-Laren überlebt, zum Beispiel jene, die mit der CHOPOR-VAAT geflohen sind. Laut PR 2774 müssen irgendwann auch einige Generationenschiffe von Noular aufgebrochen sein, die später vom Atopischen Tribunal entführt wurden und seitdem als Brutstätte für Jaj-Gestaltwandler missbraucht werden.

Vom Hetork Rehaan hat Rhodan in PR 2783 schon gehört. Jetzt wissen wir, dass diese Legendenfigur ein Bote der Superintelligenz ES ist, von der wir ja schon seit geraumer Zeit nichts mehr gehört haben. Man darf sich fragen, welches Spiel ES hier wieder einmal treibt. Woher wusste ES, wo und wann VIASVAAT erscheinen würde? Wieso ist ein Bote dieser Superintelligenz in einer Galaxie unterwegs, die in einigen Jahrtausenden zum Konzil der Sieben gehören wird? Ist ES womöglich sogar mitverantwortlich dafür, dass das Konzil ausgerechnet die Milchstraße angreift? Wollte ES damit eine Ereigniskette in Gang setzen: Zerschlagung des Solaren Imperiums durch das Konzil, Flucht Terras und anschließende Entvölkerung des Planeten durch ES, Einblicke der Terraner in kosmische Zusammenhänge, Gründung der Kosmischen Hanse und so weiter und so fort bis hin zum Ende der Großen Zeitschleife und zur Aufspaltung von ES in zwei Superintelligenzen? Ist die Entstehung TALINS der Endpunkt oder wohin soll das alles noch führen?

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch das Interesse der Ur-Laren für das Schwarze Loch Toorasha, von ihnen als Raum-Zeit-Gruft bezeichnet. Bekanntlich wurde das Konzil von den Zgmahkonen beherrscht, deren Heimatwelt sich jenseits des Ereignishorizonts eines Schwarzen Loches befand. Die Zgmahkonen wiederum wurden von den Koltonen manipuliert. Diese körperlosen (!) Zeitgenossen konnten ganze Galaxien durch künstliche Schwarze Löcher vernichten. Die Koltonen müssen also mindestens ebenso unangenehme Zeitgenossen gewesen sein wie die Tiuphoren ...

In diesem Roman behauptet ANANSI, Zeitschleifen nach dem Es-geschieht-weil-es-geschah-Prinzip seien die absolute Ausnahme. Woher will ANANSI das wissen? Welche anderen Zeitschleifen außer denen, in denen genau dieses Prinzip doch offensichtlich gegolten hat, sind denn bekannt? ANANSI bezeichnet den Eintritt eines Zeitreisenden in eine fremde Zeit als autokausales Ereignis. Von solchen Ereignissen haben auch die Sudpurun in PR 2821 gesprochen. Ihnen zufolge folgt die ATLANC bei ihrer Reise in die Jenzeitigen Lande dem Schatten autokausaler Ereignisse. Da frage ich mich doch, welche autokausalen Ereignisse, also welche Zeitreisen, gemeint sein könnten. Natürlich drängt sich die unfreiwillige Zeitreise der ATLANC selbst auf. Aber was, wenn die Atopen gemeint sind? Das heißt: Wenn die Atopen Zeitreisende sind, die im Prinzip genau dasselbe tun, was Perry Rhodan im aktuellen Roman getan hat? Und was genau ist denn nun passiert: EGWEG? Oder ist eine neue Zeitlinie entstanden?

Eine letzte Frage noch: Ist diese Handlungsebene jetzt abgeschlossen und wenn ja: Was ist aus den Vergangenheits-Tiuphoren geworden? Ich glaube, diese Frage wird uns doch noch bis Zyklusende beschäftigen.

J. Kreis, 27.12.2015


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Gastkommentare


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Patrick (28.12.2015):

Den vorletzten Absatz verstehe ich nicht. Dass die Atopen Zeitreisende sind, steht doch sowieso fest? Die Jenzeitigen Lande liegen am Ende der Zeit (wahrscheinlich nach dem Endknall des Universums, folgt man der bekannten PR-Kosmologie), und Saequer hat auch deutlich gemacht, dass sie noch nie so weit in der Vergangenheit war.

Was das mit den autokausalen Ereignissen betrifft: Wenn der Eintritt eines Zeitreisenden in eine fremde Zeit "ein" solches autokausales (sich selbst verursachendes) Ereignis ist, dann kann es auch andere Arten solcher Ereignisse geben. Es muss sich nicht um Zeitreisen handeln. Tatsächlich ist die ATLANC unter anderem Namen aber bereits mehrmals zu und aus den Jenzeitigen Landen geflogen, wie andere Richterschiffe auch. Vielleicht ist das gemeint.

Dass ANANSI diese Kenntnisse hat finde ich nicht unlogisch, weil die gegebenen Erkenntnisse über das Universum sowie die technischen Möglichkeiten eventuell ausreichen, um die Aussage treffen zu können.

Was ES betrifft: Die SI hat sich, vertreten durch Ellert, bekanntlich geweigert, sich am Vorhaben der Vögte von Thez zu beteiligen. Wenn wir zwischen Thez und dem Tribunal einen Zusammenhang sehen, dann wäre ES ein Gegenspieler der Atopen?

Ansonsten bin ich der Ansicht, dass es ziemlich krude wäre, wenn ES das Konzil der Sieben befördert oder gebilligt hätte mit dem Ziel, dass dieses die Milchstraße angreift. Erfreulich ist, wie rasch die Sache diesmal abgewickelt wurde. Wirklich abgeschlossen ist die Handlungsebene (Perry in der Vergangenheit) aber nicht, und auch ES' Bote wird wohl noch eine Rolle spielen, weswegen ich nicht über ES' Intention spekulieren will. Um hier nicht zu sehr zu spoilern: Interessierte mögen sich die Untertitel der Bände im nächsten Jahr ansehen.



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