PR 2833
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Perry Rhodan Nr. 2833: SVE-Jäger

Autor: Oliver Fröhlich

Inhalt

Die Proto-Hetosten erreichen Noularhatoon, wie die Heimatgalaxie der Laren 20 Millionen Jahre vor Christi Geburt genannt wird, mit einigem Vorsprung. Ihr Ziel ist die Zeitrevolution: Sie wollen verhindern, dass die Zivilisation der Ur-Laren untergeht. Hascannar-Baan ist unsicher und wünscht sich, Avestry-Pasik wäre dabei, als er mit den Ur-Laren Kontakt aufnimmt. Er behauptet, die LARHATOON sei gekommen, um Hilfe gegen die bevorstehende Invasion durch die Tiuphoren zu bringen. Sternadmiral Lodh-Drough, Kommandant des Kriegsschiffes TAAROS DORN 1 und Flottenoberkommandierender des larischen Staatswesens Helaaros, ist misstrauisch, denn Hascannar-Baan gibt keine Einzelheiten preis. Dennoch geleitet er die Fremden zum Taarosystem. Die Proto-Hetosten müssen sich damit begnügen, in den Orbit des siebten Planeten Coymgaaden zu gehen. Noular, die Urheimat der Laren, ist für sie tabu. Nur Hascannar-Baan und Venyar-Varong, ein Besatzungsmitglied der LARHATOON, dürfen dort landen und mit der Helaar Maan-Moohemi sprechen.

Mit seiner Geheimniskrämerei kommt Hascannar-Baan bei Maan-Moohemi nicht weit. Anstatt ihr reinen Wein einzuschenken und zu verraten, dass er aus der Zukunft kommt, verstrickt er sich in Widersprüche. Unter anderem behauptet er, von den Terranern verfolgt zu werden, einem Hilfsvolk der Tiuphoren. Diese seien mit dem Raumschiff RAS TSCHUBAI unterwegs. Dabei wissen die Ur-Laren aus eigener Erfahrung, dass die Tiuphoren keine Hilfsvölker oder dergleichen haben. Hascannar-Baan muss als "Gast" auf Noular in der Hauptstadt Sydaaneys bleiben, während die LARHATOON ins Paccsystem gelotst wird, wo sie unter dem Kommando von Hascannar-Baans Stellvertreter Ushyo-Taark eine Demonstration ihrer Leistungsfähigkeit liefern soll. Die LARHATOON vernichtet einige ausgemusterte Sternenmissionen. Die Ur-Laren sind sehr beeindruckt von der Kampfkraft des SVE-Raumers.

Vor dem Weiterflug nach Noularhatoon nimmt die RAS TSCHUBAI die am Zeitriss wartende TAMA YOKIDA wieder an Bord. Noularhatoon wird erst am 23. Januar 1518 NGZ Bordzeit erreicht. Die Koordinaten Noulars sind nicht bekannt. Avestry-Pasik schweigt beharrlich. Perry Rhodan dringt weder mit Drohungen noch mit dem Angebot zu ihm durch, die Laren am Projekt von San zu beteiligen. Die Terraner fangen jedoch Hyperfunkimpulse auf, die zu einem Raumschiff der Shatho zurückverfolgt werden können. Diese nichthumanoiden Wesen sind Wissenssammler und umkreisen die Galaxie auf der Suche nach neuen Informationen. Gucky und Farye Sepheroa statten den Shatho einen Besuch ab und erhalten von ihnen eine Sternkarte, auf der die Position des Taarosystems verzeichnet ist. Das Genom eines Hamsters, welches Farye im Gegenzug anbietet, ist für die Shatho uninteressant. Somit müssen Gucky und Farye selbst etwas Fell beziehungsweise Haut opfern, um die Sternkarte zu erhalten.

Am 28. Januar geht die RAS TSCHUBAI unbemerkt in der Nähe von Taaros Stern auf Warteposition. Die "Schlacht" im Paccsystem wird geortet. Gucky fliegt mit dem MARS-Kreuzer TATJANA MICHALOWNA dorthin und tappt in eine von den Ur-Laren ausgelegte Falle. Sie haben einen Sender der LARHATOON auf der Kolonialwelt Paccnour abgestellt und ein Notsignal aktiviert, um die angeblichen Schergen der Tiuphoren anzulocken. Lodh-Drough fängt den Kreuzer ab und geleitet ihn nach Noular. Die Ur-Laren halten Guckys Schiff für die RAS TSCHUBAI. Rhodan nutzt die Gunst der Stunde und lässt sich sowie seine Enkelin von Gholdorodyn mittels Kran auf die TATJANA MICHALOWNA versetzen. Für den Evakuierungsfall werden Winker an die Besatzung des Kreuzers verteilt. Rhodan, Farye und Gucky werden nach Noular gebracht, müssen aber ihre gesamte Ausrüstung (auch die Winker) abgeben und werden eingesperrt, da sich Rhodan bei der Befragung ebenso bedeckt hält wie Hascannar-Baan. Als Gucky aus der Zelle zu teleportieren versucht, gerät er in eine Parafalle. Sofort wird die Zelle von Sicherheitskräften gestürmt. Dabei erleidet Gucky eine Kopfverletzung.

Die LARHATOON ist inzwischen ins Taarosystem zurückgekehrt. Ushyo-Taark ist natürlich klar, dass sich das Mutterschiff des terranischen Kreuzers irgendwo versteckt halten muss. Da er keinen Hyperfunkkontakt mit seinem Kommandanten erhält (die Helaar erlaubt nur Normalfunk, um Zeit zu gewinnen) und sich überfordert fühlt, trifft er eine riskante Entscheidung. Er nimmt die in seinem Schiff verbliebenen Beobachter gefangen, aktiviert die Energiezelle des SVE-Raumers, der somit plötzlich auf einen Durchmesser von 1200 Metern anwächst, und droht mit einem Angriff auf Maan-Moohemis Regierungssitz, falls Hascannar-Baan nicht freigelassen werden sollte. Sollte die Helaar nicht einlenken, will er zum Schutz der Ur-Laren selbst die Macht übernehmen.

Daraufhin sucht Maan-Moohemi Perry Rhodan in Begleitung Hascannar-Baans und ihres Beraters Eludnor-Shya auf. "Wir müssen reden", sagt sie.

Kringels Meinung:

In diesem Roman geht es einerseits um das Wiederaufgreifen einer Handlungsebene, die wir vor über drei Monaten (PR 2819) verlassen haben. Es muss also zunächst klargestellt werden, welche Ziele die Terraner und die Proto-Hetosten verfolgen. Glücklicherweise erledigt der Autor diese Aufgabe, ohne sich in allzu vielen Wiederholungen zu verlieren. Aber leider macht Rhodan in dieser Phase keine besonders gute Figur. Ich will ihm zugestehen, dass er einfach seinen Prinzipien treu bleibt und sich deshalb weigert, bestimmte von Gucky (!) vorgeschlagene Maßnahmen einzusetzen, um Avestry-Pasik zum Reden zu bringen. Sein Handeln ist jedoch inkonsistent und inkonsequent, wenn man sich vor Augen führt, was er zu Beginn des Zyklus alles angestellt hat und was auf dem Spiel steht. Was hätte er denn machen wollen, wenn er nicht den Shatho über den Weg gelaufen wäre? Rhodan sagt selbst, dass das ein glücklicher Zufall war. Das kann man so nennen. Ich nenne es unglaubwürdig! Somit darf sich Rhodan mal wieder vor unangenehmen Entscheidungen drücken.

Andererseits müssen neue Schauplätze und neue Haupt-Nebenfiguren eingeführt werden. Somit dürfen wir Hascannar-Baan beim Sightseeing auf Noular begleiten. Gut, es gibt ungeschicktere Möglichkeiten ... Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass die Ur-Laren für ihre Bauten viel Holz verwenden. Man erinnere sich an das auf Olymp gefundene Bild (PR 2787) und die Generationenschiffe im Kosmoglobus, in denen die Jaj "geerntet" werden (PR 2774). Außerdem kommt der Proto-Hetoste bei der Chronalen Universität vorbei. Dort wird das "Wesen der Zeit" gelehrt: Ihre Flussrichtung, die Möglichkeit von Seitenarmen und Rückflüssen. Oha! Nun, wir werden sehen, ob dies im weiteren Handlungsverlauf noch eine Rolle spielen wird. Irgendwie muss die RAS TSCHUBAI ja auf Medusa im Hypereis landen. Gucky und Farye Sepheroa haben DNS in der Vergangenheit zurückgelassen. Ich glaube aber nicht, dass diesem Detail je Bedeutung zukommen wird.

Eines gefällt mir an diesem Roman wirklich gut. Das ist die Figurenzeichnung Maan-Moohemis. Das Staatsoberhaupt der Ur-Laren lässt sich nicht für dumm verkaufen, taktiert geschickt und lässt die Neuankömmlinge deutlich spüren, dass sie allmählich mal mit der Wahrheit herausrücken müssen. Man darf gespannt sein, ob die Zeitrevolution Erfolg haben wird. Wird sie natürlich nicht. Es gibt nämlich eine viel einfachere Lösung: Man könnte Noular mit einer Purpur-Teufe in Sicherheit sprich ins 16. Jahrhundert NGZ bringen. Allerdings haben die Laren auch noch 235 Kolonialwelten. Wenn die alle evakuiert werden sollen, müsste man bald damit anfangen.

J. Kreis, 06.12.2015


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Gastkommentare


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Ulrich Werth (08.12.2015):

@Patrick: sehr interessante Spekulation. Ich halte es sogar für absolut wahrscheinlich, dass sich die Expokraten, allen voran Wim Vandemaan etwas bei dem Begriff Tiuphoren gedacht haben. So wie ich WiVa einschätze, ist das genau seine Handschrift und absolut bedacht und beabsichtigt.


Patrick (07.12.2015):

Würden die Laren mit einer Purpur-Teufe in die Handlungsgegenwart versetzt, dann würde dies die terranische und galaktische Geschichte massiv verändern. Es würde nicht zur Bildung des Hetos der Sieben kommen. Die Terraner würden die Kelosker mutmaßlich nicht kennen lernen. Dies löst ein Zeitparadoxon aus, denn keloskische Hilfe ist ja im Rahmen der gegenwärtigen Aktion unerlässlich. Die CHUVANC hätte ansonsten nicht gekapert werden können und die Zeitreise selbst hätte nicht stattgefunden.

Aus genau solchen Erwägungen heraus habe ich schon dargetan, dass ich Zeitreisen als literarisches Element ablehne. (außerdem geistern die Tiuphoren inzwischen auch in der Relativgegenwart umher.)

Sie haben bereits die Chronale Universität angesprochen. Das könnte hier in der Tat von Bedeutung sein, denn man redet sich in solchen Fällen gerne mit der Bildung von Parallel-Realitäten heraus. Laut den Untertiteln der nächsten Bände könnten Zeitflüsse und die Purpur-Teufe schon bald eine Rolle spielen. In dem Zusammenhang sei angemerkt, dass sich Larhatoon laut Saeqaer in 70 Milliarden Jahren in eine Zeit-Singularität verwandeln soll. Vielleicht wäre diese ein guter Standort für Andrabasch?

Wo wir schon beim Spekulieren sind - Sie warfen einmal die Frage auf, welches Motiv die Tiuphoren zum Sammeln und Quälen von "Seelen" haben könnten. Mir ist eingefallen, dass Bewusstseine faktisch die Bausteine von Superintelligenzen sind. Hier sei daran erinnert, dass Seth-Apophis ein Bewusstseinsdepot hatte. Diese Veranstaltung, die in den Ländereien von Thez stattfand und aus der das Atopische Tribunal hervorgegangen sein dürfte, beschäftigte sich ebenfalls mit Superintelligenzen. Thez selbst muss irgendwann einmal auch eine Superintelligenz gewesen sein, wenn man dem Zwiebelschalenmodell folgt. Ich denke nicht, dass hier ein Zusammenhang besteht, und will es nur mal so in den Raum stellen. Ich suche noch nach einer Erklärung, warum die Laren- und Tiuphorengeschichte irgendetwas mit dem Atopischen Tribunal zu tun haben soll, sieht man vom Seitenfüllen ab.

PS: Es ist ausgesprochen unwahrscheinlich, dass die Autoren das intendiert haben, aber "Tiuphore" könnte man als "Gott-Träger" "übersetzen". Ich habe mich schon immer gewundert, warum eine Spezies "-phoren" (wie "Biophoren") heißt. Wenn Sie "Tiu" googeln dann werden Sie sehen, dass es sich um die altdeutsche bzw. alt(indo)germanische Wortform für "Gott" handelt. ("Tiu", "Ziu", "Tiuz"; vgl. "divus", "Zeus", "deus" und "deva".)
Dann würde die Vorstellung, dass die Tiuphoren eine Superintelligenz (gar Thez) basteln, mit einem Mal ein zusätzliches Fundament gewinnen. Ich gehe nicht davon aus, schließlich ist PR-Autoren schon mal entgangen, dass "Traitor" doch tatsächlich das englische Wort für "Verräter" ist.



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