PR 2832
© Pabel-Moewig
Verlag KG, Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2831 «
» PR 2833 »
Perry Rhodan Nr. 2832: Der Gegner in mir

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Lua Virtanen und Vogel Ziellos durchqueren mit dem Tolocesten Vor der Atomwacht die Synkavernen, um das Zerstörungswerk der Infininauten zu beenden. Lua ist fast enttäuscht darüber, dass sie sich in den Synkavernen problemlos orientieren kann; sie hatte gedacht, diese Gefilde müssten für jemanden wie sie absolut fremdartig sein. Die Erklärung hierfür erhält sie vom ANC, das sich bei ihr meldet und ihr durch ein Zeitfenster einen Blick in die Vergangenheit gewährt. Lua ist die Geborene des ANC, ihr Erbgut wurde bei der In-Vitro-Zeugung aufgrund eines Alphabefehls des ANC verändert. Bei einem anderen Transterraner wurden ebenfalls genetische Manipulationen vorgenommen. Durch die Vorsorge des ANC ist Lua aber nicht nur in der Lage, sich in den Synkavernen zu orientieren. Sie kann Kraft ihres Willens direkten Einfluss auf die von den Pionieren bewohnten Introversen Gefilde nehmen und diese nach Belieben umgestalten. Somit kann Lua Arthemia Sternenwaags Klonarmee besiegen und die schwer verwundete Guineva retten.

Arthemia kapituliert jedoch nicht vollständig. Da sich die Infininauten selbst der Geborenen des ANC niemals beugen würden und erst recht nicht bereit wären, die ATLANC zu verlassen, wird ein Kompromiss ausgehandelt. Lua sorgt dafür, dass alle Verbindungen der Introversen Gefilde zur ATLANC gelöst werden, so dass sie frei durch die Synkavernen treiben und solange ungestört weiterexistieren, wie es die ATLANC gibt. Die Infininauten können ihren Lebensbereich dann nicht mehr verlassen, doch das entspricht genau ihren Wünschen. Lua muss nun die Evakuierung des Richterschiffes veranlassen, denn niemand würde die Weiterreise durch die Zehrzone überleben. Die Transterraner dürfen sich mit Erlaubnis und Unterstützung des Konfigurators von ANNDRIM auf Andrabasch ansiedeln. Dort wird ihnen eine Wohnanlage zur Verfügung gestellt, die dem Inneren der ATLANC ähnelt. Außerdem sind sie nicht mehr gezwungen, auf die DNS aus den Tresoren Chuvs zurückzugreifen, um ihren Genpool zu stabilisieren, weil die Einflüsse der Synchronie auf Andrabasch nicht wirksam sind. Lua meistert auch diese schwere Aufgabe, erleidet dabei aber einen Verlust, denn Vogel (den sie liebt) soll auf Wunsch des ANC an Bord zurückbleiben. Er ist der zweite infolge eines Alphabefehls genmanipulierte Transterraner. Er besitzt die Fähigkeit, sich in einen Zustand mit drastisch reduziertem Stoffwechsel zu versetzen, der als Torpor bezeichnet wird und es ihm ermöglichen soll, den Weiterflug zu überstehen.

Bevor Atlan mit dem in einem Gestänge befindlichen Pensor zur ATLANC zurückkehren kann, muss er sich mit Shukard Ziellos auseinandersetzen, oder vielmehr mit dem Balg, der die Kontrolle über den Körper des jungen Transterraners übernommen hat. Shukard wird den Parasiten nicht los und kann nichts tun oder sagen, was dessen Interessen zuwiderläuft. Atlan bemerkt bald, dass mit dem Junggenifer etwas nicht stimmt. Er zieht die richtigen Schlüsse und bringt Shukard während eines Fluges in großer Höhe in eine lebensbedrohliche Situation, so dass sich der Balg von dem jungen Mann löst, um auf Atlan überzuwechseln. Der Arkonide reagiert schnell und schleudert den Balg in die Tiefe. Der Pensor verbindet sich mit der Steuerung der ATLANC. Somit werden keine Geniferen mehr gebraucht. Auch die Tolocesten haben die ATLANC verlassen. Sie wurden von ihren Artgenossen in den KATAPULT-Stationen aufgenommen. Am 9. Februar 2271 NGZ nach ATLANC-Bordzeit wird das Richterschiff vom KATAPULT in die Transgressionszone des Limbus versetzt, von wo aus es die Jenzeitigen Lande erreichen kann. Atlan trägt den neuen Zellaktivator an einer Kette um den Hals.

Kringels Meinung:

Gegen Marcs Roman von letzter Woche fällt dieser doch deutlich ab, was hauptsächlich daran liegt, dass sich Lua aus heiterem Himmel in eine Art Superheldin verwandelt, mit deren Hilfe die Probleme in der ATLANC in Nullkommanichts behoben werden können. Natürlich haben die Transterraner keine andere Wahl, als die ATLANC zu verlassen, aber diese Prozedur verläuft für meinen Geschmack zu glatt. Außerdem werden auf diese Weise einige interessante Nebenfiguren auf Nimmerwiedersehen entsorgt. Vor allem Guineva hat es mir angetan, aber auch sonst fand ich das Konzept der Transterraner ziemlich faszinierend. Ich finde es schade, dass sie in Zukunft wohl keine Rolle mehr spielen werden. Die Motivation des Pensors wird immer noch nicht erklärt und der Konfigurator hat rein gar nichts mehr dagegen, dass Atlan weiter in Richtung Jenzeitige Lande reist. Geht das jetzt nicht ein wenig zu schnell vonstatten?

Zugegeben, wenn sich das alles noch über mehrere weitere Romane hingezogen hätte - immerhin haben wir ein Drittel des Zyklus hinter uns - dann hätte ich sicher auch wieder gemeckert. Ich halte nur die Dramaturgie nicht für gelungen. Da gondelt Atlan 700 Jahre lang durch die Synchronie, stapft auf Andrabasch endlos durchs Gebirge und muss am Ende nur fragen: "Na, Pensor, altes Haus, kommste mit in die JZL?" "Jau", meint der Pensor, "lass uns 'ne Biege machen, hab' hier eh schon Wurzeln geschlagen". Und schon macht man sich auf die Socken. Das hinterlässt bei mir irgendwie einen faden Nachgeschmack.

J. Kreis, 29.11.2015


« PR 2831 «
» PR 2833 »






Gastkommentare


Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Patrick (29.11.2015):

Ich möchte mich dem vorigen Kommentator (grenzdebiler Asozialer) anschließen. Die nächsten vier bis acht Wochen werden wir zu dem Thema nichts mehr hören, sondern von den sattsam bekannten Tiuphoren und der Medusa-Geschichte. (Auch die Kaiserin von Olymp wird herumblöden dürfen, was etwa so ist wie als würde der Fürst von Liechtenstein mit einem goldenen Colt am syrischen Bürgerkrieg teilnehmen.) Ob wir je etwas von den Jenzeitigen Landen mitbekommen werden ist auch fraglich, denn man könnte die Sache so abhandeln wie Atlans Reise hinter die Materiequellen.
Ich verstehe auch nicht, wie Atlan das Atopische Tribunal in dessen Heimatbasis nach der Entvölkerung der ATLANC noch besiegen soll. Oder möchte er dort eine Protestnote einreichen? Allein darin ist angelegt, dass zur Lösung wieder irgendetwas aus dem Hut gezogen wird. Vielleicht die Ritteraura.
Und was ist eigentlich mit Tifflor?
Die größte Schwäche des Zyklus ist in der Tat das Aufbrechen in zu viele Handlungsstränge. Um ehrlich zu sein interessiere ich mich weder für die Tiuphoren-Story noch für die fliegende Russendisko. Wozu brauchen wir das? Es wäre erträglicher, wenn die Handlungsstränge sich im Wochen- oder Zweiwochentakt abwechseln würden. Zwei Monate (oder mehr!?) darauf zu warten, dass sich der einzige interessante Handlungsstrang (wir wissen nicht, was mit den Jenzeitigen Landen ist, aber wir wissen, dass die Tiuphoren besiegt werden werden) fortsetzt, ist unerträglich.
Gespannt bin ich, ob sich zur Mitte des Zyklus (2850) irgendetwas Bedeutendes ereignen wird. Eventuell besteht hier Gelegenheit, das Kuddelmuddel aus Handlungssträngen zusammenzuführen.


"grenzdebiler Asozialer" (29.11.2015):

Langsam gewinne ich den Eindruck, wir werden im Zyklus Jenzeitige Lande weder viel von den Jenzeitigen Landen sehen noch viel über sie erfahren. Vermutlich kommt Atlan irgendwann dort an und wird von wem oder was auch immer als Richter oÄ wieder zurück geschickt.

Alles schön und gut, es ist eine unendliche Seifenoper, an die nicht die gleichen Ansprüche gerichtet werden können wie an handwerklich ausgefeilte Science Fiction- und Fantasyepen, und ich werde von der statistischen Lebenserwartung her mindestens noch Erscheinen von mit PR 4xxx beginnenden Romanen erleben, aber die Konzeption dieses offenbar mit PR 2999 endenden Großzyklus unter dem Motto für jeden etwas ist mir zu wenig lesefreundlich. Mit hängen die meist mehrmonatigen Unterbrechungen der einzelnen Handlungsstänge zum Hals heraus.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)