PR 2827
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Perry Rhodan Nr. 2827: Medusa

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Die Koordinaten aus Brea-Sils Botschaft bezeichnen nur den ungefähren Standort Sheheenas. Von dem Planeten ist keine Spur zu finden, aber die Kontakt-Orter melden, dass sie einen "mentalen Schwaden" spüren. Ein zweitausend Jahre altes Raumschiffswrack wird entdeckt. Viccor Bughassidow erkundet das Wrack persönlich. Eine Holoaufzeichnung wird abgespielt, der entnommen werden kann, dass es sich um ein Schiff des bis dato unbekannten Volkes der Jankan handelt. Die Jankan haben seinerzeit eine Dunkelwelt entdeckt, bei der es sich nach Bughassidows Meinung nur um Medusa handeln kann. Die Fremden wollten reiche Beute unter den intelligenten Wesen machen, die dort leben. Ihr Schiff wurde jedoch von einer Gravitationswaffe zerquetscht. Der Kurs des Schiffes wird bis zu der Dunkelwelt zurückverfolgt. Zunächst reagiert niemand auf die Funksprüche der KRUSENSTERN. Erst als Voyc Lutreccer, den Bughassidow um Hilfe bittet, eine Botschaft in der alten Sprache Pharisch schickt, meldet sich jemand und erteilt Landeerlaubnis. Mitte Mai 1518 NGZ landen Bughassidow und Jatin mit der Korvette SCHELIKOW I auf Medusa, wobei sie feststellen, dass der Planet hinter einem Dämpfungsfeld liegt. Endlich ist Bughassidow am Ziel seiner Träume angekommen. Die vereiste, lebensfeindliche Oberfläche Medusas ist der schönste Anblick seines Lebens.

Währenddessen bereitet sich Lutreccer auf seine Flucht vor. Schon vor Jahren wurden ihm Bestandteile spezieller Technoskorpione eingesetzt, die seinen Körper jetzt verlassen und sich zu drei besonders leistungsfähigen Mola'ud zusammenfügen. Ein TARA-IX-Inside und ein Wachsoldat fallen ihnen zum Opfer. Lutreccer befreit Meechyl, die mittels ihrer Implantate eine Art Sirenengesang anstimmt. Dadurch werden alle Posbis, deren Plasmaanteil nicht aktiv ist, quasi hypnotisiert. In der KRUSENSTERN entbrennen heftige Kämpfe, denen beinahe auch Amaya zum Opfer fällt. Zu spät erkennt Lutreccer, dass Marian Yonders "Tochter" seine gefährlichste Gegnerin ist. Amaya kann gerettet werden. Durch den Kontakt mit einem Mola'ud hat sie erfahren, welche Ziele Lutreccer verfolgt. Außerdem ist sie in der Lage, Meechyls Sirenengesang zu kopieren und die Posbis wieder "umzudrehen". Die drei Mola'ud werden zerstört.

Auf Medusa werden Bughassidow und Jatin von zwei Kerouten in Empfang genommen. Einer stellt sich als Oumand der Abwender vor. Seine Aufgabe ist es, Kontakte mit Außerweltlern zu verhindern oder so kurz wie nur irgend möglich zu halten. Bughassidow und Jatin werden in die Kavernenwelt Brea-Sils Land gebracht. In der Stadt Neu-Kerout begegnen sie Toypegg, einem Kerouten, der nach eigenen Angaben dafür zuständig ist, das Undenkbare zu denken. Bughassidow erfährt, dass die Kerouten die Ureinwohner der Erde waren, mittels PEW-Metall (das noch immer in der Kammer der Geschichte aufbewahrt wird) zu Hütern der Zeiten ausgebildet wurden und nach ihrer Zeitrechnung seit 101.023 Jahren auf Medusa leben. Dass in Wahrheit 20 Millionen Jahre seit der Versetzung des Planeten vergangen sind, wussten sie bisher nicht.

Von Cuym, einem kleinen Flugwesen aus dem Volk der Khold, das ebenfalls in den Kavernen lebt, erfahren Bughassidow und Jatin, dass Toypegg sie für seine Zwecke einspannen will. Toypegg bestätigt das. Er meint, die Ankunft der Tiuphoren in der Jetztzeit mache es erforderlich, dass die Kerouten aus dem Guten Kreis ausbrechen, also ihre Isolation aufgeben und das Rätsel der Kammer der Unnahbaren lösen. Dabei sollen Bughassidow und Jatin helfen. Sie werden in besagte Kammer geführt. Seit 500 Jahren befindet sich dort ein gigantisches Objekt, das von Hyperfrost eingeschlossen ist, welcher sich durch mehrere Dimensionen zieht. Fassungslos erkennt Bughassidow, dass es sich bei dem Objekt um ein Raumschiff handelt. Der Schriftzug mit dem Namen ist gut zu lesen. Er lautet RAS TSCHUBAI.

Kringels Meinung:

Lesbar, aber größtenteils vorhersehbar. Immerhin wird am Ende als kleine Überraschung die RAS TSCHUBAI eingebaut. Ihre Anwesenheit lässt sich auf verschiedene Weise erklären: Dilatationsflug, Versetzung durch eine Purpur-Teufe, Flug durch den Zeitriss. Vielleicht ist auch irgendwas in Larhatoon passiert, wohin die RAS TSCHUBAI laut PR 2819 ja eigentlich fliegen wollte. Ich bezweifle übrigens, dass die Besatzung noch an Bord ist. Auch der weitere Handlungsverlauf des Zyklus lässt sich jetzt vorhersagen. Die Kerouten wollen ihre Isolation aufgeben, es wird wieder Hüter der Zeiten geben und schwupps! Schon lässt sich das Tiuphoren-Schreckgespenst bekämpfen. Die größte Stärke der Tiuphoren besteht zurzeit ja darin, dass niemand weiß, wo sie sich verstecken.

Damit Bughassidows Ankunft auf Medusa nicht so unspektakulär verläuft, wird mit Lutreccers Ausbruch etwas Effekthascherei betrieben. Wie es dem Eyleshion gelungen sein soll, die Bauteile für die Technoskorpione vor den Terranern zu verstecken, ist mir schleierhaft. Ähnliches gilt für Meechyls Implantate. Oder haben sich die Sicherheitskräfte etwa keine besonders große Mühe bei der Durchleuchtung ihrer Gefangenen gegeben? Das wäre akzeptabel, wenn es sich um die Zivilisten von der KRUSENSTERN gehandelt hätte. Bekanntlich kümmern sich aber hochqualifizierte Raumlandesoldaten um die Delinquenten. Dass denen sowas entgangen sein soll, ist schwer zu glauben. Wie groß sind die Mola'ud überhaupt? Groß genug, um einen hochmodernen Superkampfroboter zu überraschen und mit einem Schlag zu zerstören, müssen sie sein. Wo also hat Lutreccer die Dinger aufbewahrt? Und wie konnte er ihre "Geburt" überleben?

Zur Auflockerung werden Rückblicke in Bughassidows Vergangenheit eingefügt, die mit dem Tod seines Jugendfreundes etwas melodramatisch enden. Dadurch soll Bughassidows Motivation für die Suche nach Medusa verdeutlicht werden. Grundsätzlich keine schlechte Idee, sie kommt nur ein wenig spät. Vor zwei Jahren wäre der richtige Zeitpunkt gewesen. Jetzt kann ich dafür leider kaum noch Interesse aufbringen.

J. Kreis, 25.10.2015


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Patrick (26.10.2015):

Vorhersehbar ist auch, dass die Atopen versuchen werden, die Menschen von der Erde zu vertreiben, da diese gemäß Atopischer Ordo eigentlich den Kerouten zusteht.



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