PR 2824
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Perry Rhodan Nr. 2824: Ein Stern in der Dunkelheit

Autor: Robert Corvus

Inhalt

Ausgerechnet am 28. Mai 1517 NGZ, Marian Yonders Geburtstag, drehen die Posbis der KRUSENSTERN durch. Sie haben sich auf Everblack mit den Balpirol-Proteindirigenten infiziert, entwickeln jetzt die bekannte Paranoia und halten die Menschen für Feinde. Madame Ratgeber ist die erste Posbi, die Symptome zeigt. Viccor Bughassidow ist gezwungen, den Plasmakommandanten ADAM zu reaktivieren, um die Lage wenigstens halbwegs in den Griff zu bekommen. Sicherheitschef Park Astrur möchte am liebsten sämtliche Posbis vernichten, doch Kommandant Yonder ist selbst dann noch dagegen, als am Folgetag die traurige Bilanz der Posbi-Attacken bekannt wird. 34 Besatzungsmitglieder sind tot, darunter fast alle Triebwerkstechniker - und die Posbis haben die Antriebssysteme sowie den Hyperfunk sabotiert. Somit ist die Reise der KRUSENSTERN zum Planeten Eyyo, der Heimatwelt der Eyleshioni, vorerst beendet.

In den folgenden Monaten werden die Schiffssysteme unter großen Schwierigkeiten instand gesetzt. Posbis und organische Besatzungsmitglieder gehen sich aus dem Weg. Es kommt nur noch zu vereinzelten Zwischenfällen, bei denen weitere Menschen sterben. Den Posbis konnte klar gemacht werden, dass sie krank sind und nur auf Eyyo geheilt werden können. Yonder verbringt die Wartezeit mit der Konstruktion eines neuen, nicht infizierten positronisch-biologischen Wesens mit humanoidem Erscheinungsbild. Dazu verwendet er Bauteile alter Posbis sowie den Kopf eines Whistler-Roboters, welcher der Großprinzessin Maria Alexandrowna nachempfunden und auf die Etikette des Zarenhofes programmiert war. Yonder nennt seine "Tochter" Amaya. Sie beteiligt sich an der Suche nach Lösungsmöglichkeiten und entwickelt zusammen mit der Ara-Medikerin Jatin eine Methode zur Isolierung der Balpirol-Proteindirigenten im Plasma der Posbis. Auch Madame Ratgeber, deren Plasmaanteil von der Positronik abgekoppelt wurde, hilft mit. So können alle nicht vertrauenswürdigen Posbis Ende November 1517 NGZ im Beiboot BRUSSILOW I interniert werden.

Endlich kann der alte Fragmentraumer seinen Flug fortsetzen. Am 8. März 1518 NGZ wird Southside Dark Nebula 9191 erreicht, eine Dunkelwolke von irregulärer Form, 6438 Lichtjahre vom Milchstraßenzentrum entfernt. Die genaue Position Eyyos in der Dunkelwolke ist allerdings nicht bekannt. Die KRUSENSTERN begegnet der CHRUUSZYNGER, einem cheborparnischen Handelsschiff unter dem Kommando von Sonzaturen Arepozym (SonAr). Bughassidow schlägt dem Cheborparner, der ganz offensichtlich Geschäfte mit den Eyleshioni macht und die Koordinaten Eyyos kennt, einen Handel vor. Bughassidow und Jatin dürfen auf SonArs Schiff überwechseln, welches in die Dunkelwolke eindringt. Wie sich herausstellt, liegt Eyyo hinter einem Verzerrerfeld und darf nur von den Eyleshioni betreten werden. Kontakte finden nur auf dem Mond Fälveym statt. Dort werden Bughassidow und Jatin von Mola'ud-Technoskorpionen "begrüßt". Der Eyleshion Voyc Lutreccer, einer von sieben Syntharchen seines Volkes, hält den Milliardär und die Medikerin fest. Sie dürfen ihre Unterkunft nicht verlassen. Bughassidow meint, die Eyleshioni seien verantwortlich für die von ihrem Artgenossen Monanjo Shatabad in die Welt gesetzte Posbi-Paranoia. Lutreccer wirkt verunsichert, behauptet aber, es handele sich um einen isolierten Vorfall.

Während Bughassidow und Jatin Bluffs und Ablenkungsmanöver entwickeln, um Lutreccer zur Hilfe für die Posbis zu bewegen und sich zu befreien, spitzt sich die Situation in der KRUSENSTERN zu. Die infizierten Posbis entkernen die BRUSSILOW I, schießen sich den Weg frei und schleusen das Beiboot aus, gerade als drei Cheborparnerschiffe zur Strafe für Bughassidows und Jatins Aktionen Kurs auf den Fragmentraumer nehmen. Da wird Lutreccer zurückgepfiffen, und zwar von einer Anoree namens Meechyl. Sie sagt, Syntharchin Tammal Zeygast sei der Meinung, Lutreccer habe seine Kompetenzen überschritten. Meechil nimmt Bughassidow und Jatin mit nach Eyyo.

Kringels Meinung:

Vorab ein paar Worte zum Titelbild. Altleser werden wissen, was sie davon zu halten haben. Jungleser werden womöglich irritiert sein, weil der Stil so gar nicht zu den Werken der heute für die PR-Serie tätigen Künstler passt. Die Erklärung ist einfach. Dieses und die folgenden Titelbilder sind als Hommage an Johnny Bruck gedacht, der das "Gesicht" der Perry Rhodan - Serie und ihrer Titelfigur jahrzehntelang gestaltet hat. Ich fand Brucks Bilder nicht immer gut, aber eines hatte er wirklich drauf. Er konnte den dargestellten Szenen echte Dynamik verleihen und phantastische Szenarien realistisch erscheinen lassen. Das Titelbild dieser Woche fängt Brucks unverwechselbaren Stil richtig gut ein.

Solltet ihr mit PR 2800 in die Serie eingestiegen sein oder euch schlicht nicht mehr daran erinnern, was mit der KRUSENSTERN zuletzt geschehen ist, dann lest die Zusammenfassungen von PR 2760 und PR 2782. Ein Dreivierteljahr ist vergangen, seit letzterer Roman erschienen ist! Das zeigt ganz gut, welche Probleme so ein Großzyklus den Lesern bereitet. Es vergeht einfach zu viel Zeit zwischen den parallel verlaufenden Handlungsebenen! Wie soll da ein vernünftiger Spannungsbogen entstehen? Die Autoren müssen nach so langer Zeit quasi noch einmal von vorn anfangen und eine neue Ausgangssituation schaffen.

Das ist Robert Corvus gut gelungen. Abgesehen von einzelnen Stilblüten (Jatin ringt zum Beispiel mit dem Gleichgewicht - wer hat wohl gewonnen und was ist dann passiert?) und der Tatsache, dass Amaya zu sehr an Jawna Togoya und vor allem Aurelia erinnert, ist der Roman prima Lesefutter. Spannend und humorvoll, und das alles, obwohl der größte Teil der Handlung an einem einzigen Schauplatz stattfindet, der noch dazu weder von Tiuphoren angegriffen wird noch durch die Jahrmillionen reist. Auch die Figurenzeichnung ist sehr schön. ADAM mit schnippischen Kommentaren, Jatin als Sexbombe ohne Mitgefühl - köstlich! Die Posbis sind wunderbar verrückt und zum Glück setzen sich jene Besatzungsmitglieder durch, die ihnen noch eine Chance geben wollen. Schließlich gehören die Posbis zu den besten und ältesten Freunden der Menschen. Es gelingt dem Autor recht gut, die Paranoia der Posbis einerseits sowie die Motivationen der Gegner und Befürworter von Yonders Position andererseits darzustellen. Ich habe nur nicht begriffen, warum Bughassidow und Jatin auszubrechen versuchen. Ihnen musste doch klar sein, dass sie nicht weit kommen würden.

Zudem deuten sich interessante Entwicklungen an. Wir wissen ja schon seit PR 2782, dass die Cheborparner etwas mit den Eyleshioni zu tun haben. Jetzt kommen noch die Anoree hinzu, jene Hüter der Schwarzen Sternenstraßen, von denen wir nach dem Cantaro-Zyklus (PR 1400 bis 1499) so gut wie nichts mehr gehört haben. Eines ihrer Sichelschiffe liegt auf Fälveym. Mal sehen, ob sie nur im aktuellen Doppelband eine Rolle zu spielen haben oder ob über diesen Umweg vielleicht sogar die Archäonten sowie deren Vorfahren wieder ins Spiel kommen ...

J. Kreis, 04.10.2015


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