PR 2823
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Perry Rhodan Nr. 2823: Auf dem Ringplaneten

Autor: Leo Lukas

Inhalt

ANNDRIM landet auf Andrabasch. Mit der Erlaubnis des Konfigurators sehen sich Atlan, Lua Virtanen und die Ziellos-Brüder auf dem Planeten um. Ihnen bleiben sechs Tage; in dieser Zeit wird die ATLANC von Siyssen inspiziert. Atlan will nun nach einer Möglichkeit suchen, die Reise in die Jenzeitigen Lande auch ohne Lizenz fortzusetzen oder eine solche Lizenz zu erwerben. Für die im Richterschiff geborenen Jugendlichen ist der Aufenthalt auf einem Planeten alles andere als angenehm, erst recht, wenn er so merkwürdig ist wie dieser. Andrabasch hat die Form eines Reifens. Kontinente und Ozeane umziehen die gesamte Oberfläche. Es gibt mehrere Städte, aber auch weite nicht besiedelte Bereiche. Kurz nach der Ankunft wird Atlan angegriffen. Unzählige Hybridwesen wie jenes in ANNDRIM entsteigen dem Meer. Sie sind nicht bewaffnet und schlecht organisiert, so dass Atlan sie im Alleingang hätte besiegen können, wenn nicht bewaffnete Boote eingegriffen und die letzten Hybriden vernichtet hätten. Der Konfigurator erscheint und behauptet, Neuankömmlinge hätten auf Andrabasch stets Adaptionsschwierigkeiten und Wahrnehmungsstörungen. Zu dem Angriff sei es durch eine Interferenz gekommen. Die Jung-Geniferen erhalten Kristalle, mit denen sie ihre Multifunktionsgeräte nachjustieren können. Atlan verzichtet auf die Inanspruchnahme dieses Hilfsmittels.

Der Konfigurator verschweigt - sofern er es selbst überhaupt weiß - dass Atlans Ankunft auf Andrabasch nicht unbemerkt geblieben ist. Seine Aura hat hier und da für großes Aufsehen gesorgt, so auch in der von einem nichthumanoiden Wesen namens Zerkomsdencz und dessen 11.999 Klonen bewohnten Mehremitage. Nicht nur die Bewohner dieser völlig von der Außenwelt abgekapselten Enklave sind fast identisch, auch die Tage unterscheiden sich praktisch nicht voneinander. Zerkomsdencz ist dieses Lebens überdrüssig. Als er ein von Atlans Aura ausgelöstes Signal erhält, bricht er das eherne Gesetz der Isolation und verlässt die Mehremitage. Er hofft, Atlan werde ihn mitnehmen, wenn er weiterreist.

In der Stadt Yooning erfahren die Neuankömmlinge, dass die meisten Planetarier praktisch nie schlafen und sich brennend für unterhaltsame Geschichten interessieren. Aufgrund seines reichen Erfahrungsschatzes kann Atlan schon in Yooning derart glänzen, dass er sich Erfolgschancen bei einem Erzählerturnier im Lusthaus der Fabeln ausrechnen darf. Tatsächlich gewinnt Atlan mit Abstand. In den Geschichten der anderen Erzähler taucht immer wieder eine Person auf, die als "der schreckliche Pensor" bezeichnet wird. Atlan vermutet, dass Pensor ein Richterschiffpilot ist. Atlan hätte nun die Möglichkeit, für immer auf Andrabasch zu bleiben und in einer Art Traumwelt zu leben, in der all seine Wünsche in Erfüllung gehen. Er entscheidet sich dagegen, obwohl es ihm sehr auf Andrabasch gefällt, und lässt sich seinen Gewinn in Form von Waffen sowie einer Transmitterpassage zur Station KATAPULT III auf dem Kontinent Doondorc auszahlen.

In der KATAPULT-Station, einer über vier Kilometer hohen Stufenpyramide in der Stadt Raangor, werden Touristenführungen veranstaltet. Atlan und seine Begleiter buchen eine Führung am nächsten Tag und beabsichtigen die Wartezeit auf angenehme Weise bei einer Fahrt mit einem Boot zu verbringen, werden aber wieder von Hybriden angegriffen. Diesmal sind alle vier bewaffnet und können nicht nur den Angriff zurückschlagen, sondern auch einen Hybriden gefangen nehmen. Das Ding schweigt, aber es kann festgestellt werden, dass es aus tt-Progenitoren besteht und somit wahrscheinlich zum Fundus der Atopentechnik gehört.

Bei der Führung fällt Atlan durch seine Neugier auf. Er versucht herauszufinden, ob Pensor wie erhofft Richterschiffpilot ist, so dass man mit ihm in die Jenzeitigen Lande reisen könnte. Als der Arkonide Informationen über die ATLANC anfordert, werden er und die Ziellos-Brüder gefangen genommen. Sie sollen nun 5000 Jahre lang Sühnedienst leisten. Währenddessen nimmt Zerkomsdencz Kontakt mit Lua Virtanen auf, die als Eingreifreserve zurückgeblieben ist. Durch seine Fürsprache werden Atlan und die Ziellos-Brüder freigelassen. Zerkomsdencz will seinen Wert unter Beweis stellen, indem er Informationen für Atlan beschafft. Er findet heraus, dass die ATLANC schon dreimal auf Andrabasch war. Der Rückweg aus den Jenzeitigen Landen führt über eine andere Route. Pensor ist Pilot des Richterschiffes WEYD'SHAN. Dieses soll auf Andrabasch havariert sein. An Details kann Zerkomsdencz nur in den Tiefen des Ozeans herankommen, denn dort gelten die Regeln der Oberfläche nicht. Man unternimmt also eine Tauchfahrt. Dabei erfährt Zerkomsdencz, dass der gefangene Hybride ein Technophage aus der WEYD'SHAN ist. Da greifen zum dritten Mal Hybridwesen an, diesmal sind Zerkomsdencz-Klone dabei. Zerkomsdencz wird tödlich verwundet, kann Atlan aber noch etwas Wichtiges sagen: In der Technoklamm werden die Cüünen unter Beobachtung gehalten, denn nur sie, die Technoscouts, können zur WEYD'SHAN vordringen. Das Richterschiff liegt auf Doondorc und entsendet seit Atlans Ankunft die Technophagen.

Atlan und die Geniferen fliehen, versorgen sich mit der nötigen Ausrüstung und unternehmen eine Hochgebirgstour zur nur per pedes erreichbaren Technoklamm. Inzwischen ist der 27. Januar 2271 NGZ angebrochen. Am nächsten Tag wird ANNDRIM den Planeten verlassen ...

Kringels Meinung:

Ich mag LLs Stil zu sehr, um nicht auch diesen Roman unterhaltsam zu finden, auch wenn er recht vorhersehbar vor sich hin plätschert. Die Zyklushandlung geht momentan nur in ganz kleinen Schritten voran. Informationen werden häppchenweise präsentiert. Atlan und seine Begleiter werden durch eine weitere neue Umgebung gescheucht, und damit es überhaupt weitergeht, muss ein Helfer (Zerkomsdencz) herbeigezaubert werden. Nun ja. Zerkomsdencz x 12.000 - das ist eine witzige Idee. Wenn man in einer von Kopien seiner selbst bevölkerten isolierten Welt lebt, hat man immer angenehme Gesprächspartner, nämlich solche, die nicht widersprechen, weil alle dieselben Ansichten haben. Das kann auf die Dauer natürlich etwas eintönig werden, und so ist es zumindest verständlich, dass Zerkomsdencz die sich durch Atlans Ankunft bietende Gelegenheit beim Schopf ergreift.

Jedenfalls ist Andrabasch wie geschaffen für LLs Phantasie, und so darf Atlan die zu erwartenden bunten Abenteuer erleben. Ich frage mich jedoch, warum es diesen Planeten in der Synchronie überhaupt gibt. Im Grunde werden nur das KATAPULT und die Kontrollstation ANNDRIM gebraucht. Wozu aber dient das Vielvölkergemisch auf dem Planeten? Was tun die Andrabascher den lieben langen Tag? Welche Aufgaben erfüllen sie? Welchen Nutzen hat der Konfigurator oder wer auch immer von ihnen? Braucht man dicht besiedelte Städte voller Leute, die sich permanent Geschichten erzählen oder sich wie die Zerkomsdencz-Klone völlig abkapseln, zum Betrieb des KATAPULTS? Wohl kaum. Eine plausible Begründung für die Existenz des Planeten sind uns die Autoren bisher schuldig geblieben.

Dass Atlan ausgerechnet drei pubertierende Jugendliche mit auf Erkundungsgang nimmt, sei ihm verziehen. Schließlich dürfte es zurzeit niemanden in der ATLANC geben, der für riskante Kommandomissionen wirklich geeignet ist und natürlich müssen die Jung-Geniferen dabei helfen, die WEYD'SHAN wieder flott zu machen. Ich hoffe, dass wenigstens ein nachvollziehbarer Grund für die Havarie eines dieser angeblich so irrsinnig mächtigen Schiffe geliefert wird.

J. Kreis, 27.09.2015


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